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Wirtschaftlicher Druck zwingt Tway Air zu Personalmaßnahmen

Die südkoreanische Billigfluggesellschaft Tway Air hat angekündigt, aufgrund der verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Monaten Mai und Juni 2026 Teile ihres Kabinenpersonals in unbezahlten Urlaub zu schicken. Wie aus Branchenkreisen und Berichten der Zeitung „Joongang Ilbo“ hervorgeht, basiert diese Maßnahme auf Freiwilligkeit. Das Unternehmen reagiert damit als erste Fluggesellschaft des Landes mit direkten personellen Konsequenzen auf die geopolitischen Instabilitäten im Nahen Osten und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Verwerfungen auf dem globalen Luftverkehrsmarkt. Der Hauptgrund für den Sparkurs liegt in den massiv gestiegenen Kerosinpreisen, die infolge des Konflikts zwischen dem Iran und Israel ein kritisches Niveau erreicht haben. Zusätzlich belastet die anhaltende Schwäche des südkoreanischen Won gegenüber dem US-Dollar die Bilanz der Airline erheblich, da Treibstoff und Leasingraten für Flugzeuge international üblicherweise in Dollar abgerechnet werden. Tway Air, die sich derzeit in einer Phase der Langstreckenexpansion befindet und unter anderem Routen nach Europa übernimmt, sieht sich durch diese Kostenexplosion gezwungen, kurzfristige Entlastungen im Bereich der Personalkosten zu schaffen. Neben Tway Air hat die gesamte südkoreanische Luftfahrtbranche auf Notfallmanagement umgestellt. Marktführer wie Korean Air und Asiana Airlines haben bereits interne Krisenstäbe eingerichtet und die Treibstoffzuschläge für internationale Verbindungen drastisch angehoben. Dies führt zu spürbar höheren Ticketpreisen, was wiederum das Buchungsverhalten der Passagiere auf sensiblen Strecken dämpfen könnte. Analysten beobachten zudem, dass die Airlines ihre Kapazitäten auf unrentablen Nebenstrecken reduzieren, um die operativen Verluste zu minimieren und die Liquidität während der Krise zu sichern. Die Situation wird durch die Tatsache verschärft, dass viele südkoreanische Carrier nach der Pandemie hohe Schuldenlasten tragen und kaum

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Etihad Airways forciert Expansion des Streckennetzes in China

Die staatliche Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, Etihad Airways, hat eine umfassende Erweiterung ihres Flugangebots in die Volksrepublik China angekündigt. Ab Oktober 2026 wird die Airline fünf neue Flugverbindungen von ihrem Drehkreuz Abu Dhabi aus in Betrieb nehmen. Damit steigt die Gesamtzahl der wöchentlichen Flüge nach Festlandchina von derzeit sieben auf künftig 35 Verbindungen an. Zu den neuen Zielorten gehören die wirtschaftlich bedeutenden Metropolen Shanghai (Pudong), Guangzhou, Chengdu, Hangzhou und Shenzhen. Diese ergänzen den bereits bestehenden täglichen Dienst zum Flughafen Beijing Daxing. Die schrittweise Einführung der neuen Routen soll bis März 2027 abgeschlossen sein. Zum Einsatz kommen auf diesen Strecken modernisierte Flugzeuge des Typs Boeing 787-9 Dreamliner, die sowohl für den Passagiertransport als auch für den Frachtverkehr optimiert sind. Diese Kapazitätserweiterung ist Teil einer strategischen Vertiefung des bestehenden Joint Ventures mit der Fluggesellschaft China Eastern Airlines. Durch die enge Kooperation sollen die Konnektivität zwischen den beiden Staaten verbessert und die Transfermöglichkeiten für internationale Reisende über Abu Dhabi signifikant ausgebaut werden. Die Expansion zielt primär auf die Stärkung des Wirtschaftskorridors zwischen den VAE und China ab. Neben dem Tourismussektor steht vor allem die Optimierung globaler Lieferketten im Fokus. Die zusätzlichen 28 wöchentlichen Flüge bieten erhebliche neue Kapazitäten für den Warenverkehr, was insbesondere für Industriezentren wie Shenzhen und Guangzhou von Bedeutung ist. Etihad Airways positioniert sich mit diesem Schritt als zentraler Akteur im Handel zwischen dem Nahen Osten und Asien und festigt gleichzeitig den Status von Abu Dhabi als einer der wichtigsten globalen Logistikknotenpunkte. Marktbeobachter werten diesen Schritt als direkte Antwort auf

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Schwere Vorwürfe gegen ehemaligen Assistenzdienstleister am Flughafen Zürich

Die Gewerkschaft VPOD (Verband des Personals öffentlicher Dienste) hat gegen die ehemalige Assistenzfirma Goldair AAS Assistance am Flughafen Zürich schwere Vorwürfe erhoben. Dem Joint Venture zwischen der griechischen Goldair und der schweizerischen AAS (Airport Accomodation Services) wird vorgeworfen, dem Personal über Jahre hinweg gesetzlich und vertraglich zustehende Leistungen vorenthalten zu haben. Die mutmaßliche Schadenssumme beläuft sich nach Berechnungen der Gewerkschaft auf mehr als zwei Millionen Schweizer Franken. Betroffen sind vor allem Angestellte, die zwischen 2020 und 2024 mobilitätseingeschränkte Passagiere (Personen mit eingeschränkter Mobilität, kurz PRM) betreut haben. Die Anschuldigungen wiegen schwer: Laut Gewerkschaftsangaben wurden Pausen, die aufgrund der Arbeitsbelastung gesetzlich als Arbeitszeit gegolten hätten, nicht vergütet. Zudem sollen Ferienentschädigungen nicht korrekt abgerechnet und in mehreren Fällen die geltenden Mindestlöhne unterschritten worden sein. Besonders brisant ist die Finanzierung dieses Sektors. Die Dienstleistungen für Passagiere mit Behinderung werden über eine zweckgebundene Abgabe von einem Franken pro Ticket finanziert. Diese Gelder dürfen laut internationaler Luftverkehrsregeln und nationaler Vorgaben nur zur Kostendeckung verwendet werden; eine Gewinnmaximierung auf Kosten des Personals ist in diesem Bereich explizit nicht vorgesehen. Der Flughafen Zürich hatte den Betrieb der Assistenzdienstleistungen im Jahr 2025 wieder in Eigenregie übernommen, nachdem es bereits während der Vertragslaufzeit mit Goldair AAS zu operativen Schwierigkeiten und Beschwerden über die Dienstleistungsqualität gekommen war. Die nun eingereichte Klage soll die ausstehenden Lohnzahlungen und Entschädigungen für das betroffene Personal gerichtlich einfordern. Branchenkenner weisen darauf hin, dass die Ausgliederung sensibler Hilfsdienste an externe Firmen oft zu einem hohen Kostendruck führt, der hier offenbar zu systematischen Verstößen gegen das Arbeitsrecht

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Croatia Airlines erweitert Kapazitäten mit gemietetem Fluggerät auf Deutschland-Strecken

Die nationale Fluggesellschaft Kroatiens, Croatia Airlines, passt ihre operativen Kapazitäten für die laufende Sommersaison an und setzt dabei auf externe Unterstützung. Ab dem 15. April 2026 kommt ein Flugzeug des Typs ATR 72-600 zum Einsatz, das im Rahmen eines Wet-Lease-Abkommens von der kroatischen Charterfluggesellschaft ETF Airways angemietet wurde, berichtet Ex-Yu-Aviation.com. Den Auftakt für diesen Einsatz bildet die strategisch wichtige Verbindung zwischen Zagreb und München. Neben der Hauptstadtstrecke wird die Turboprop-Maschine auch auf den Routen von Osijek und Rijeka zum bayerischen Drehkreuz München eingesetzt, um die regionale Anbindung Kroatiens an den internationalen Luftverkehr zu stärken. Der Einsatz der ATR 72-600 ist bis zum Ende des Sommerflugplans am 24. Oktober 2026 befristet. In diesem Zeitraum plant der Carrier insgesamt etwa 1.400 Flüge mit diesem Flugzeugtyp im gesamten Streckennetz durchzuführen, was einer Kapazität von rund 97.720 Sitzplätzen entspricht. Die intensivste Nutzung der Maschine ist dabei für die Rotation zwischen Zagreb und München vorgesehen. Das Wet-Lease-Modell ermöglicht es Croatia Airlines, flexibel auf Nachfrageschwankungen zu reagieren, ohne die eigene Flotte kurzfristig erweitern zu müssen, während Besatzung und Wartung durch den Dienstleister ETF Airways gestellt werden. Trotz der zusätzlichen Kapazitäten auf einigen Routen nimmt die Fluggesellschaft an anderer Stelle Frequenzkürzungen vor. So wird die Verbindung zwischen Dubrovnik und München ab Juni 2026 auf lediglich einen Flug pro Woche reduziert. Diese Anpassung bleibt bis zum Ende der Saison im Oktober bestehen. Branchenbeobachter führen solche Maßnahmen häufig auf eine Optimierung der Wirtschaftlichkeit und die Priorisierung von Strecken mit höherem Passagieraufkommen zurück. Parallel dazu treibt Croatia Airlines die Erneuerung

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Spanischer Flughafenbetreiber Aena meldet Passagierzuwachs im ersten Quartal 2026

Der weltweit führende Flughafenbetreiber Aena hat für den Monat März 2026 ein deutliches Wachstum verzeichnet. Insgesamt wurden im globalen Netzwerk des Unternehmens 29,99 Millionen Passagiere abgefertigt, was einer Steigerung von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Auch die Flugbewegungen nahmen um 6 Prozent auf 264.381 Starts und Landungen zu, während das Frachtaufkommen mit 127.610 Tonnen ein leichtes Plus von 0,5 Prozent erreichte. Das erste Quartal 2026 schließt damit mit einem Gesamtvolumen von 81,3 Millionen Passagieren ab, was einem Zuwachs von 3,8 Prozent entspricht und die robuste Nachfrage im internationalen Luftverkehr unterstreicht. Haupttreiber dieser Entwicklung war der spanische Heimatmarkt, auf dem die Flughäfen 24,7 Millionen Reisende verbuchten. Trotz eines leicht verlangsamten Wachstumstempos im Vergleich zum außergewöhnlich starken Vorjahr sicherten Rekordwerte an Standorten wie Gran Canaria und Sevilla das positive Gesamtergebnis. Der Flughafen Adolfo Suárez Madrid-Barajas behauptete seine Position als verkehrsreichster Knotenpunkt des Netzes, dicht gefolgt von Barcelona-El Prat und Málaga. Branchenanalysten führen die hohen Zahlen unter anderem auf Verschiebungen im Transportsektor zurück, bei denen Reisende zunehmend vom Schienenverkehr auf das Flugzeug umsteigen, sowie auf eine starke touristische Nachfrage zu Beginn der Frühlingssaison. Auch die internationalen Beteiligungen von Aena zeigten eine dynamische Performance. Die vom Konzern betriebenen Flughäfen in Brasilien meldeten einen Passagieranstieg von 7,2 Prozent. Am Londoner Flughafen Luton stiegen die Passagierzahlen ebenfalls leicht an, während das Frachtgeschäft dort aufgrund umfangreicher Instandsetzungsarbeiten an der Start- und Landebahn einen deutlichen Rückgang verzeichnete. Diese operativen Einschränkungen in Großbritannien konnten jedoch durch die Zuwächse in Südamerika und auf der Iberischen Halbinsel kompensiert werden, sodass

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International Aerospace Coatings expandiert mit neuem Standort auf Malta

Das irische Unternehmen International Aerospace Coatings (IAC), einer der weltweit führenden Dienstleister im Bereich der Flugzeuglackierung, erweitert seine globale Präsenz durch die Eröffnung eines neuen Standorts auf Malta. Im Safi Aviation Park wurden zwei Hangars angemietet, die sowohl für Schmalrumpf- als auch für Großraumflugzeuge ausgelegt sind. Besonders hervorzuheben ist dabei die Kapazität des Großraumhangars, der technisch in der Lage ist, sämtliche gängigen Flugzeugtypen bis hin zum Airbus A380 aufzunehmen. Diese strategische Wahl unterstreicht die Bedeutung Maltas als wachsendes Zentrum für Flugzeugwartung und -instandsetzung im Mittelmeerraum. Die Expansion auf Malta ist Teil einer umfassenden Wachstumsstrategie des Konzerns, der seinen Hauptsitz in Shannon hat. Neben den neuen Kapazitäten im Safi Aviation Park treibt IAC derzeit weitere Ausbauprojekte in den USA und in Europa voran. In Texas sowie im spanischen Teruel entstehen zusätzliche Kapazitäten, wodurch das weltweite Netzwerk des Unternehmens in den kommenden Monaten von aktuell 19 auf insgesamt 25 Standorte anwachsen wird. Diese Vergrößerung der Infrastruktur erfolgt als Reaktion auf die weltweit steigende Nachfrage nach spezialisierten Lackierdienstleistungen und technischen Oberflächenbehandlungen in der zivilen Luftfahrt. Der Safi Aviation Park auf Malta bietet für solche Vorhaben eine spezialisierte Infrastruktur mit direktem Zugang zur Start- und Landebahn des internationalen Flughafens. Die Ansiedlung von IAC stärkt den dortigen Luftfahrtcluster, in dem bereits namhafte Unternehmen der Instandhaltungsbranche vertreten sind. Durch die Fähigkeit, den Airbus A380 zu bearbeiten, positioniert sich der neue Standort an der Spitze der technischen Dienstleister in der Region. Die Lackierung von Großraumflugzeugen erfordert hochspezialisierte Belüftungs-, Filter- und Temperatursteuerungssysteme, um die strengen Qualitätsvorgaben der Flugzeughersteller

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Passagierplus am Flughafen Brüssel trotz Streiks und Nahost-Krisen

Der Flughafen Brüssel hat im März 2026 eine Bilanz vorgelegt, die trotz erheblicher operativer Hindernisse ein leichtes Wachstum aufweist. Insgesamt wurden 1.767.797 Fluggäste registriert, was einer Steigerung von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da der Flughafen mit massiven Ausfällen konfrontiert war: Ein nationaler Streik am 12. März, der sich gegen Sparmaßnahmen der belgischen Regierung richtete, zwang den Airport zur Annullierung von 359 Flügen. Rund 30.000 Passagiere waren von diesem Arbeitskampf betroffen, der vor allem den externen Sicherheitsdienst lähmte. Zusätzlich belastete die geopolitische Lage im Nahen Osten das Ergebnis. Aufgrund des anhaltenden Konflikts wurden Verbindungen nach Tel Aviv und Doha vollständig gestrichen, während Kapazitäten nach Dubai und Abu Dhabi deutlich reduziert wurden. Diese Ausfälle summierten sich auf einen Verlust von schätzungsweise 50.000 Passagieren. Dennoch konnte der Flughafen durch die Akquise neuer Partner und Streckenausweitungen gegensteuern. Air China verstärkte seine Präsenz mit neuen Direktflügen nach Peking und Chengdu, während die spanische Volotea Brüssel nun mit Oviedo verbindet. Auch Royal Air Maroc erweiterte ihr Portfolio um Flüge nach Tetouan, was die Bedeutung Marokkos als eines der zehn wichtigsten Zielländer unterstreicht. Im Frachtsektor verzeichnete der Brüsseler Flughafen ein robustes Wachstum. Das gesamte Frachtaufkommen stieg um 8,8 Prozent auf über 74.000 Tonnen. Besonders das Segment der reinen Frachtflugzeuge legte mit einem Plus von 14,1 Prozent kräftig zu, was primär auf erhöhte Frequenzen nach Asien und Lateinamerika zurückzuführen ist. Interessanterweise verzeichnete der Lkw-Frachtverkehr einen Zuwachs von fast 30 Prozent, was den Rückgang der Beiladefracht in Passagiermaschinen – verursacht durch die

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Liquiditätskrise bei Air Baltic erzwingt strategische Neuausrichtung

Die lettische Nationalfluggesellschaft Air Baltic befindet sich aufgrund massiv gestiegener Betriebskosten und hoher Zinslasten in einer prekären finanziellen Lage. Um den Flugbetrieb stabil zu halten und die wirtschaftlichen Folgen der instabilen Lage im Nahen Osten abzufedern, hat der lettische Staat einen kurzfristigen Überbrückungskredit in Höhe von 30 Millionen Euro gewährt. Diese Finanzhilfe ist bereits Ende August 2026 zur Rückzahlung fällig. Parallel dazu hat das Management die Unternehmensberatung Seabury beauftragt, die langfristige Geschäftsstrategie zu evaluieren. Ziel dieser Maßnahme ist eine umfassende Stärkung der Kapitalstruktur, wobei eine strukturierte Kapitalerhöhung als wahrscheinlichstes Szenario gilt, um die Airline finanziell neu aufzustellen. Ein zentrales Problem stellt die im Jahr 2024 begebene Anleihe über 380 Millionen Euro dar. Das Papier ist mit einem Zinssatz von 14,5 Prozent ausgestattet, was das Unternehmen jährlich mit rund 55 Millionen Euro belastet. Infolge der jüngsten geopolitischen Spannungen ist der Marktwert dieser Anleihe drastisch eingebrochen und notierte zuletzt bei nur noch 38 Prozent des Nominalwerts. Dieser massive Kursverlust spiegelt die wachsenden Zweifel der Investoren an der Rückzahlungsfähigkeit bis zum Laufzeitende im Jahr 2029 wider. Berichten zufolge führt das Unternehmen bereits Verhandlungen mit den Gläubigern, um Laufzeiten und Konditionen des Wertpapiers anzupassen und so den unmittelbaren Schuldendienst zu verringern. Die finanzielle Schieflage setzt auch die Lufthansa Group unter Druck, die mit rund zehn Prozent an Air Baltic beteiligt ist. Lufthansa nutzt die lettische Airline intensiv als Wetlease-Partner, wobei Air Baltic Flugzeuge und Besatzungen im Auftrag des deutschen Konzerns betreibt. Im Jahr 2025 investierte Lufthansa zudem 14 Millionen Euro über eine Wandelanleihe. Sollte

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Rekordzahlen und bevorstehende Großprojekte am Flughafen Eindhoven

Der Flughafen Eindhoven blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte zurück. Für das Jahr 2025 meldete der zweitgrößte Flughafen der Niederlande ein Rekordaufkommen von 6,96 Millionen Passagieren. Trotz dieses massiven Zuwachses blieb die Anzahl der Flugbewegungen mit 41.011 Starts und Landungen fast stabil und lag lediglich 0,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit operiert der Flughafen nahe an der derzeit geltenden Kapazitätsgrenze für Flugbewegungen. Wirtschaftlich schlug sich diese Entwicklung in einem Gesamtumsatz von 100,5 Millionen Euro nieder, woraus ein Nettogewinn von 25,2 Millionen Euro resultierte. Um dem gestiegenen Passagieraufkommen und den Anforderungen an den Reisekomfort gerecht zu werden, treibt der Flughafen derzeit eine umfassende Terminalerweiterung voran. Die Bauarbeiten zielen darauf ab, die Abfertigungskapazitäten deutlich zu erhöhen und die Infrastruktur für künftiges Wachstum zu rüsten. Die Fertigstellung des erweiterten Terminals ist für Juli 2027 geplant. Das Projekt wird als notwendiger Schritt gesehen, um die Effizienz der Bodenabfertigung zu sichern und die Wartezeiten für Reisende trotz der hohen Auslastung auf einem stabilen Niveau zu halten. Trotz der positiven Bilanz steht dem Standort im Jahr 2027 eine massive operative Herausforderung bevor. Aufgrund notwendiger Sanierungsarbeiten an der Start- und Landebahn wird der Flughafen für einen Zeitraum von über fünf Monaten komplett für den Flugbetrieb gesperrt. Diese notwendige Instandsetzung zwingt die stationierten Fluggesellschaften dazu, ihre Dienste während der Schließungsphase temporär an andere Flughäfen in der Region umzuleiten. Branchenkenner erwarten, dass dies erhebliche Auswirkungen auf die Verkehrsstatistik des betreffenden Jahres haben wird, da Eindhoven ein wichtiger Hub für europäische Billigfluggesellschaften ist. Die Geschäftsführung betont, dass die Investitionen

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Lufthansa Group führt Stornogebühren für Flex-Tarife ein

Die Lufthansa Group hat die Konditionen für Flugerstattungen auf ausgewählten Langstreckenverbindungen drastisch verschärft. Mit Wirkung für alle seit dem 7. April 2026 ausgestellten Tickets werden bei einer Stornierung nun auch im bislang kostenfrei erstattbaren Flex-Tarif Gebühren fällig. Betroffen von dieser Neuregelung sind die Konzerngesellschaften Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines und Discover Airlines. Die Gebührenstruktur ist dabei nach Reiseklassen gestaffelt: Während in der Premium Economy Class 700 Euro einbehalten werden, steigen die Kosten in der Business Class auf 1000 Euro und erreichen in der First Class einen Spitzenwert von 1500 Euro pro Stornierung. Der räumliche Geltungsbereich dieser Anpassung konzentriert sich auf spezifische Zielgebiete, darunter die Region Asien-Pazifik, wobei wichtige Märkte wie China, Japan, Singapur, Malaysia und Australien vorerst ausgenommen bleiben. Ebenfalls betroffen sind Routen nach Südafrika, Mauritius und auf die Seychellen sowie Verbindungen zwischen Asien und Brasilien. Diese Maßnahme folgt auf eine bereits im März 2026 durchgeführte Erhöhung der Gebühren im Zuge der Einführung eines restriktiveren Business-Class-Light-Tarifs. Branchenexperten werten diesen Schritt als deutliche Abkehr vom bisherigen Versprechen maximaler Flexibilität im Premium-Segment, um die Ertragslage auf hart umkämpften Langstrecken zu stabilisieren. Trotz der neuen Stornokosten bleibt die grundsätzliche Umbuchungsfreiheit im Flex-Tarif bestehen. Passagiere können ihre Reisedaten weiterhin ohne spezifische Änderungsgebühr anpassen, sofern der ursprünglich gebuchte Tarif noch verfügbar ist. Sollte jedoch bei einer Umbuchung nur eine höhere Buchungsklasse zur Verfügung stehen, muss die entsprechende Preisdifferenz vom Kunden nachgezahlt werden. Die Einführung von Stornogebühren in einem Tarif, der explizit für seine Flexibilität beworben wird, markiert eine Zäsur in der Tarifpolitik der europäischen

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