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Erholung des deutschen Luftverkehrs mit deutlichem Rückstand zum europäischen Markt

Das Angebot an Urlaubsflügen ab Deutschland erreicht im Sommerhalbjahr 2026 nahezu das Niveau der Zeit vor der Corona-Krise. Laut aktuellen Daten des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) stehen zwischen April und September rund 115 Millionen Sitzplätze auf der Kurz- und Mittelstrecke zur Verfügung, was 99 Prozent des Volumens von 2019 entspricht. Besonders kräftige Zuwächse verzeichnen Destinationen in Nordafrika und der Levante mit einem Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorkrisenniveau. Auch Südeuropa wird mit einer Kapazität von 110 Prozent im Vergleich zu 2019 verstärkt angeflogen, was den anhaltenden Trend zu klassischen Feriendestinationen unterstreicht. Trotz dieser positiven Entwicklung bei Urlaubsreisen bleibt der deutsche Luftverkehr im europäischen Gesamtvergleich ein Schlusslicht. Während das Sitzplatzangebot im restlichen Europa im gleichen Zeitraum um 16 Prozent über den Werten von 2019 liegt, erreicht Deutschland insgesamt nur 93 Prozent des damaligen Niveaus. Ein wesentlicher Faktor für diese langsame Erholung ist die Schwäche des innerdeutschen Flugverkehrs, der lediglich 55 Prozent seines ursprünglichen Volumens abdeckt. Zwar verzeichnete dieses Segment zuletzt ein leichtes Wachstum von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, bleibt jedoch aufgrund veränderter Reisegewohnheiten und verlagerter Verkehrsströme weit hinter früheren Rekordmarken zurück. Ein zentrales Problem für den Standort Deutschland stellen die hohen staatlichen Standortkosten dar. Internationale Punkt-zu-Punkt-Fluggesellschaften wie Ryanair und Wizz Air kritisieren die steigenden Luftsicherheitsgebühren und die Luftverkehrsteuer, weshalb sie ihre Kapazitäten bevorzugt in andere europäische Märkte verlagern. In den Nachbarstaaten haben diese Anbieter ihr Angebot seit 2019 um 43 Prozent ausgebaut, während sie in Deutschland noch immer 12 Prozent unter dem Vorkrisenwert operieren. Dieser Rückzug trifft insbesondere

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Niederlande planen drastische Erhöhung der Luftverkehrsabgabe bis 2027

Die Niederlande bereiten sich auf die Einführung der europaweit höchsten Fluggesellschaftsabgabe vor. Bis zum Jahr 2027 soll die Steuer pro Ticket auf über 40 Euro steigen, was mehr als dem Achtfachen des aktuellen EU-Durchschnitts von etwa 5 Euro entspricht. Diese Entwicklung resultiert aus früheren Regierungsbeschlüssen und steht im deutlichen Kontrast zu den Bestrebungen der derzeitigen Koalition, eigentlich eine koordinierte europäische Lösung bei der Besteuerung des Luftverkehrs anzustreben. Die massiven Erhöhungen betreffen alle Routen, wobei Mittelstreckenflüge nach Ägypten oder Marokko um etwa 60 Prozent teurer werden könnten. Auf der Langstrecke drohen Preissteigerungen von bis zu 140 Prozent, was für eine vierköpfige Familie eine steuerliche Zusatzbelastung von fast 290 Euro pro Reise bedeuten würde. Die Regierung in Den Haag erwartet durch diese Maßnahme Mehreinnahmen in Höhe von rund 300 Millionen Euro im Jahr 2027, wodurch die jährlichen Gesamteinnahmen aus der Ticketsteuer auf circa 1,1 Milliarden Euro ansteigen würden. Wirtschaftsexperten weisen darauf hin, dass die generierten Mittel derzeit keiner direkten Zweckbindung für die Luftfahrtindustrie unterliegen, sondern in den allgemeinen Staatshaushalt fließen. Branchenanalysen warnen vor einer erheblichen Wettbewerbsverzerrung innerhalb des europäischen Binnenmarktes. Eine Untersuchung des Instituts Markeffect zeigt, dass etwa 74 Prozent der niederländischen Reisenden bereit wären, auf Flughäfen im Ausland auszuweichen, sollten die Abgaben in diesem Maße steigen. Die nationale Fluggesellschaft KLM äußert bereits deutliche Bedenken hinsichtlich der strategischen Auswirkungen auf den Luftfahrtstandort. Ein wachsendes Steuergefälle zu Nachbarländern wie Deutschland oder Belgien könnte zu einer massiven Abwanderung von Passagieren zu konkurrierenden Drehkreuzen wie Brüssel oder Düsseldorf führen. Dieses Phänomen des „Passenger Leakage“ birgt

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Qatar Airways baut globales Streckennetz im Sommerflugplan 2026 wieder aus

Die staatliche Fluggesellschaft Qatar Airways hat für die kommende Sommersaison den Wiederausbau des Flugplans angekündigt. Ab dem 16. Juni 2026 wird das Unternehmen weltweit mehr als 150 Destinationen von seinem zentralen Drehkreuz, dem Hamad International Airport in Doha, bedienen. Der aktualisierte Zeitplan sieht bis Mitte September 2026 nicht nur die Aufnahme neuer Routen vor, sondern auch eine signifikante Erhöhung der Frequenzen auf bestehenden Verbindungen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die globale Konnektivität während der reisestarken Sommermonate zu stärken und Passagieren eine höhere Flexibilität bei der Reiseplanung zu ermöglichen. Angesichts potenzieller operativer Anpassungen im internationalen Luftraum hat die Airline spezielle Konditionen für Reisende eingeführt. Für Buchungen mit Reisedaten zwischen Ende Februar und Mitte September 2026 werden kostenlose Datumsänderungen für Reisen bis zum 31. Oktober 2026 angeboten. Zudem besteht die Möglichkeit einer vollständigen Rückerstattung ungenutzter Tickets, wobei das Unternehmen eine Bearbeitungszeit von bis zu 28 Werktagen angibt. Diese Kulanzregelungen sollen das Vertrauen der Kunden in einem dynamischen Marktumfeld sichern und auf kurzfristige Änderungen der Rahmenbedingungen im globalen Flugverkehr reagieren. Ergänzend zur Netzwerkerweiterung setzt Qatar Airways auf eine verstärkte Digitalisierung der Fluggastführung. Passagiere werden dazu angehalten, ihren Buchungsstatus regelmäßig über die mobilen Anwendungen der Fluggesellschaft zu prüfen und Kontaktdaten aktuell zu halten. Die Airline betont in ihren operativen Leitlinien zudem, dass der Zugang zu den Flughafeneinrichtungen nur Reisenden mit einer bestätigten Ticketbuchung gestattet ist. Diese Maßnahme dient der Optimierung der Passagierströme am Hamad International Airport, der als eines der wichtigsten Drehkreuze für den Transitverkehr zwischen Europa, Asien und Australien fungiert. Hinter der Expansion

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Strategische Flottenerweiterung bei El Al durch zusätzliche Boeing 787 Dreamliner

Die israelische Nationalfluggesellschaft El Al hat weitreichende Pläne zur Vergrößerung ihrer Langstreckenflotte bekannt gegeben. Das Unternehmen beabsichtigt, Optionen für den Kauf von sechs weiteren Flugzeugen des Typs Boeing 787 Dreamliner auszuüben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in Zukunft bis zu sechs weitere Maschinen dieses Typs zu erwerben. Der aktuelle Auftrag umfasst zusätzliche Einheiten der Variante 787-9 sowie die Umwandlung bestehender Bestellungen in das größere Modell 787-10. Diese größte Version des Dreamliners bietet Platz für rund 310 Passagiere und ist für Flugzeiten von bis zu 15,5 Stunden ausgelegt, während die 787-9 eine Reichweite von bis zu 16,5 Stunden erzielt. Sollten sämtliche Optionen realisiert werden, könnte die Dreamliner-Flotte von El Al auf insgesamt 34 Flugzeuge anwachsen. Damit übertrifft die Fluggesellschaft ihr ursprüngliches Ziel, bis zum Ende des Jahrzehnts 28 Maschinen dieser Art zu betreiben. Aktuell befinden sich 17 Dreamliner im Dienst, die das Rückgrat für interkontinentale Verbindungen nach Nordamerika, Asien und Europa bilden. Mit der Kapazitätserweiterung reagiert die Airline auf den Bedarf an höheren Sitzplatzkapazitäten und einer verbesserten Flugverfügbarkeit auf stark frequentierten Langstrecken. Die Konzernführung betont, dass dieser Schritt eine gezielte Investition in die betriebliche Effizienz und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Luftverkehrsmarkt darstellt. Branchenanalysen verdeutlichen, dass El Al durch die Vereinheitlichung der Flotte auf die Boeing 787-Familie signifikante Vorteile bei der Wartung und Pilotenausbildung erzielt. Die Integration der 787-10 ermöglicht es der Fluggesellschaft zudem, auf volumenstarken Routen mehr Passagiere bei vergleichbaren Betriebskosten zu befördern. Obwohl die Airline noch keine spezifischen neuen Destinationen genannt hat, gilt der Ausbau als Vorbereitung auf eine

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Eurowings startet Flugbetrieb am Flughafen London Gatwick

Die deutsche Fluggesellschaft Eurowings hat im Rahmen ihres Sommerflugplans 2026 den Betrieb am Flughafen London Gatwick aufgenommen und damit ihre Präsenz im Vereinigten Königreich deutlich ausgeweitet. Seit dem 29. März 2026 bedient die Airline die Strecke nach Köln/Bonn mit insgesamt 13 wöchentlichen Frequenzen. Diese Verbindung stellt derzeit die einzige Direktverbindung von einem britischen Flughafen in die rheinische Metropole dar. Ergänzt wurde das Angebot am 14. April durch eine neue Route nach Stuttgart, die sechsmal pro Woche angeflogen wird. Beide Verbindungen werden über das North Terminal des zweitgrößten Londoner Flughafens abgewickelt. Die strategische Entscheidung für London Gatwick ermöglicht es Eurowings, sowohl Geschäftsreisende als auch Touristen direkt an wichtige deutsche Wirtschafts- und Kulturzentren anzubinden. Durch die hohe Taktung der Flüge nach Köln und Stuttgart verbessert die Fluggesellschaft die Konnektivität zwischen den beiden Ländern erheblich. Die neuen Strecken fungieren zudem als Zubringer für das weitere europäische Streckennetz der Lufthansa-Tochter, die insbesondere an ihren deutschen Drehkreuzen zahlreiche Anschlussverbindungen in Richtung Osteuropa und in den Mittelmeerraum anbietet. Für den Flughafen London Gatwick ist der Einzug von Eurowings Teil einer umfassenden Wachstumsstrategie im laufenden Geschäftsjahr. Der Airport bietet in diesem Sommer mehr als 230 Flugziele an und konnte neben der deutschen Airline weitere namhafte Anbieter wie Air France, Jet2.com und AirAsia X als Partner gewinnen. Die Ansiedlung von Eurowings stärkt die Position von Gatwick als zentrales Tor für Kurzstreckenverbindungen zwischen Großbritannien und Kontinentaleuropa. Branchenexperten werten den Markteintritt als Zeichen für die anhaltend hohe Nachfrage im Punkt-zu-Punkt-Verkehr auf den Kernrouten nach Deutschland. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass Eurowings

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Easyjet eröffnet neue Basis in Marrakesch und erweitert Streckennetz

Die britische Fluggesellschaft Easyjet hat ihre erste Basis auf dem afrikanischen Kontinent in Marrakesch offiziell in Betrieb genommen. Dieser strategische Schritt markiert eine erhebliche Ausweitung der Präsenz des Unternehmens im marokkanischen Luftverkehrsmarkt. Die Eröffnung der Basis erfolgt in enger Kooperation mit dem Marokkanischen Fremdenverkehrsamt (ONMT). Durch die Stationierung von drei Flugzeugen am Flughafen Marrakesch-Menara ist die Fluggesellschaft in der Lage, ihr Angebot auf bis zu vier Millionen Sitzplätze pro Jahr auszuweiten. Damit festigt das Unternehmen seine Position als einer der führenden Anbieter für Direktverbindungen zwischen Europa und Nordafrika. Die Expansion umfasst die Einführung von sechs neuen Flugverbindungen für die kommende Wintersaison 2026/27. Damit wächst das marokkanische Streckennetz der Airline auf insgesamt 58 Routen an. Zu den neuen Zielen, die von Marrakesch aus bedient werden, gehören Prag, Newcastle und Zürich. Darüber hinaus werden Verbindungen von Nantes nach Essaouira sowie von Bordeaux und Birmingham nach Agadir aufgenommen. Ein wesentlicher Aspekt der Neuausrichtung ist zudem die Umstellung bestehender Verbindungen, etwa nach Hamburg, Lille oder Straßburg, auf einen ganzjährigen Betrieb, was die saisonale Kontinuität im Flugplan deutlich erhöht. Seit der Aufnahme des Flugbetriebs in Marokko im Jahr 2006 hat Easyjet nach eigenen Angaben über 20 Millionen Passagiere von und in das Land befördert. Mittlerweile bedient die Fluggesellschaft fünf marokkanische Flughäfen, darunter auch Rabat, Essaouira und Tanger. Die neue Basis schafft rund 100 direkte Arbeitsplätze für fliegendes Personal und Bodenmitarbeiter vor Ort. Für den Konzern dient der Standort Marrakesch zudem als wichtiger Motor für die eigene Pauschalreisesparte Easyjet Holidays, da die Nachfrage im Freizeitsegment für

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Royal Jordanian Airlines etabliert neue Direktverbindung zwischen Wien und Amman

Die nationale Fluggesellschaft des Haschemitischen Königreichs Jordanien, Royal Jordanian Airlines, nimmt am 24. Juni 2026 eine neue Nonstop-Verbindung zwischen der österreichischen Hauptstadt Wien und ihrem Heimatdrehkreuz Amman auf. Die Strecke zum Queen Alia International Airport wird viermal wöchentlich bedient, wobei die Flugtage auf Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag festgelegt wurden. Zum Einsatz kommen moderne Flugzeuge des Typs Airbus A320neo, die unter anderem mit einer Internetverbindung über WLAN ausgestattet sind. Diese Expansion ist Teil einer großangelegten Wachstumsstrategie, mit der die Fluggesellschaft ihre Präsenz auf dem europäischen Markt signifikant ausweiten möchte. Hinter der neuen Flugverbindung steht die Initiative ExploRJordan, mit der das Land verstärkt internationale Reisende für seine kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten gewinnen will. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Felsenstadt Petra, das Wüstental Wadi Rum sowie das Tote Meer. Karim Makhlouf, Chief Commercial Officer von Royal Jordanian, betont, dass die Route Wien als strategisches Tor zu Zentral- und Osteuropa nutzt. Durch die Anbindung an das Drehkreuz Amman erhalten Passagiere zudem Zugriff auf über 50 Anschlussverbindungen in den Nahen Osten, die Levante und nach Asien, was die Rolle Wiens als internationales Luftfahrt-Drehkreuz weiter stärkt. Der Flughafen Wien begrüßt das Engagement der Fluggesellschaft als wichtiges Signal in einer für die Region anspruchsvollen Zeit. Flughafen-Vorstand Julian Jäger wertet die Entscheidung von Royal Jordanian als Vertrauensbeweis in den Standort Wien-Schwechat. Das zusätzliche Angebot ergänzt bestehende Verbindungen in den arabischen Raum und fördert den wirtschaftlichen Austausch sowie den Tourismussektor beider Nationen. Durch die Taktung der Flüge werden sowohl Geschäftsreisende als auch Urlauber angesprochen, die von den

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Weltweit größte Sammlung von DDR-Werbefiguren im Elbepark Dresden präsentiert

Im Dresdner Elbepark wird ab dem 23. April 2026 eine umfassende kulturhistorische Schau eröffnet, die sich der Alltags- und Werbegeschichte der DDR widmet. Der Dresdner Privatsammler Torsten Meisel präsentiert dort erstmals Teile seiner Sammlung mit dem Titel „DDR Werbefiguren Welt“. Mit einem Gesamtbestand von mehr als 900 Objekten gilt die Kollektion als die weltweit umfangreichste ihrer Art. Die Ausstellung zeigt mindestens 250 ausgewählte Exponate, die einen detaillierten Blick auf die grafische Gestaltung und Markenkommunikation des ostdeutschen Staates sowie seiner Vorgängerinstitutionen ermöglichen. Die gezeigten Objekte reichen von bekannten Klassikern wie dem Minol-Pirol und dem Leipziger Messemännchen bis hin zu selteneren Charakteren wie dem Telelotto-Otto. Besonders hervorzuheben sind Exponate mit einer bis zu 80-jährigen Geschichte, darunter die Fewa-Johanna aus den 1930er Jahren. Sammler Torsten Meisel, der die Stücke über Jahrzehnte auf Flohmärkten und über Fachnetzwerke zusammengetragen hat, dokumentiert mit der Schau den Wandel des Industriedesigns. Ergänzend zur Figurensammlung umfasst die Präsentation historische Werbepostkarten aus der Zeit zwischen 1955 und 1963, die durch aufwendige Handzeichnungen bestechen. Ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Luftfahrtgeschichte. In Kooperation mit dem Jubiläum „100 Jahre Lufthansa“ werden originale Verkaufspuppen aus dem einstigen Berliner Büro der Fluggesellschaft sowie seltene Illustrationen gezeigt. Diese Stücke verdeutlichen die Bedeutung der Markenidentität im internationalen Wettbewerb der damaligen Zeit. Center-Manager Gordon Knabe sieht in der Realisierung dieses Projekts eine Möglichkeit, das Einkaufszentrum als kulturellen Treffpunkt zu positionieren und Besuchern einen kostenfreien Zugang zu musealen Inhalten zu ermöglichen. Während des Ausstellungszeitraums bis zum 2. Mai 2026 wird Torsten Meisel regelmäßig persönlich vor Ort

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Qantas Group passt Kapazitäten aufgrund steigender Kerosinkosten an

Die australische Luftfahrtgesellschaft Qantas Group hat auf die anhaltende Volatilität der Treibstoffpreise und die veränderten globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einer Reduzierung ihrer Inlands-Kapazitäten reagiert. Für das Quartal von April bis Juni 2026 wird das Angebot im australischen Binnenmarkt um etwa fünf Prozentpunkte gesenkt. Hintergrund dieser Maßnahme sind die massiv gestiegenen Raffineriemargen, die laut Unternehmensangaben vom 14. April 2026 von 20 US-Dollar im Februar auf Spitzenwerte von bis zu 120 US-Dollar pro Barrel angestiegen sind. Trotz einer Absicherung von 90 Prozent des Rohölbedarfs für das erste Halbjahr 2026 bleibt der Konzern den Schwankungen bei der Treibstoffverarbeitung stark ausgesetzt. Die geschätzten Treibstoffkosten für den Zeitraum von Januar bis Juni 2026 belaufen sich auf 3,1 bis 3,3 Milliarden Australische Dollar. Um die finanziellen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten abzufedern, implementiert die Gruppe neben Kapazitätsanpassungen auch Änderungen im internationalen Streckennetz sowie Preiserhöhungen bei den Flugtarifen. Dennoch verzeichnet das internationale Geschäft eine überdurchschnittliche Dynamik: Die Umsatzprognose für das erste Halbjahr 2026 wurde auf ein Wachstum von vier bis sechs Prozent angehoben, was einer Verdopplung der bisherigen Prognose entspricht. Auch im Inlandsgeschäft wird ein Umsatzplus von etwa fünf Prozent erwartet. Ein wesentlicher Teil der strategischen Neuausrichtung betrifft die Umverteilung von Kapazitäten. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Europareisen zieht Qantas Flugzeuge von US-Verbindungen und dem Inlandsnetz ab, um zusätzliche Flüge nach Paris-Charles-de-Gaulle und Rom-Fiumicino anzubieten. Diese Verlagerung dient der Optimierung der Ertragsstärke im internationalen Segment. Für das gesamte Geschäftsjahr, das am 30. Juni 2026 endet, prognostiziert die Gruppe ein kapazitätsseitiges Gesamtwachstum von drei Prozent, während

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Politischer Konflikt in Lettland über Millionen-Kredit für Air Baltic verschärft sich

Die lettische Ministerpräsidentin Evika Siliņa sieht sich angesichts einer geplanten Finanzspritze für die nationale Fluggesellschaft Air Baltic mit einer schweren Regierungskrise konfrontiert. Siliņa erklärte öffentlich ihre Bereitschaft, den Fortbestand ihrer Koalition zu riskieren, um einen kurzfristigen Überbrückungskredit in Höhe von 30 Millionen Euro (rund 35,4 Millionen US-Dollar) für den Carrier abzusichern. Das Kabinett hatte die Finanzhilfe bereits am 31. März 2026 bewilligt, doch die notwendige Bestätigung durch das Parlament wurde aufgrund politischer Blockaden vertagt. Der Konflikt droht nun die Stabilität der amtierenden Regierung aus der konservativen Partei „Neue Einheit“, dem Bündnis der Grünen und Bauern (ZZS) sowie den Progressiven zu sprengen. Hintergrund der Spannungen sind Forderungen des Koalitionspartners ZZS, die Unterstützung des Kredits an personelle Konsequenzen zu knüpfen. Berichten zufolge verlangt das Bündnis den Rücktritt des Verkehrsministers Kaspars Briškens, der der Partei „Die Progressiven“ angehört. Briškens steht seit Längerem wegen der finanziellen Schieflage der staatlichen Fluggesellschaft und Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten unter Druck. Sollten die Progressiven die Koalition verlassen, würde die Regierung von Siliņa ihre parlamentarische Mehrheit verlieren. Die Ministerpräsidentin betont jedoch, dass die Sicherung der Liquidität von Air Baltic Vorrang vor parteipolitischen Differenzen habe, da die Airline eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Anbindung des Baltikums spiele. Die Fluggesellschaft Air Baltic bereitet derzeit einen Börsengang (IPO) vor, der für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant ist. Der nun debattierte Kredit wird von Experten als kritisch angesehen, um den operativen Betrieb bis zur Kapitalaufnahme am freien Markt aufrechtzuerhalten. Das Unternehmen hatte zuletzt mit hohen Kosten für Triebwerkswartungen und Zinszahlungen zu kämpfen, konnte

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