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Mailand hat jetzt einen Silvio-Berlusconi-Flughafen

Der norditalienische Großflughafen Mailand-Malpensa ist im Rahmen einer Zeremonie offiziell nach dem früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi benannt worden. Das Drehkreuz führt künftig die Bezeichnung „Aeroporto Milano-Malpensa Silvio Berlusconi“. Die Entscheidung zur Umbenennung des zweitgrößten Flughafens des Landes war bereits im Sommer 2024 auf Initiative der italienischen Zivilluftfahrtbehörde ENAC und des Transportministeriums unter Führung der rechtspopulistischen Partei Lega getroffen worden. An der Zeremonie nahmen Mitglieder der Familie Berlusconi teil, darunter seine älteste Tochter Marina Berlusconi. Die feierliche Umbenennung verlief nicht ohne politische Spannungen und stieß in der Region auf geteilte Reaktionen. Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala sowie Vertreter linker Parteien und von Bürgerinitiativen blieben der Veranstaltung fern. Der Bürgermeister hatte im Vorfeld mehrfach juristische Schritte gegen die Namensänderung geprüft und kritisiert, dass der Beschluss ohne eine breite Abstimmung mit den betroffenen Kommunen der Metropolregion Mailand durchgesetzt worden sei. Kritik entzündet sich vor allem an der umstrittenen Rolle Berlusconis, der zwischen 1994 und 2011 vier Regierungen anführte und dessen politische Laufbahn von zahlreichen Justizverfahren und Skandalen begleitet war. Der Flughafen Mailand-Malpensa dient als zentrales internationales Luftfahrtdrehkreuz für den Norden Italiens und fertigt jährlich über 25 Millionen Passagiere ab. Luftfahrtbranchenkenner betonen, dass die administrative Namensänderung primär politischer Natur ist und keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb, die Abfertigungsprozesse oder die internationalen Flughafencodes (IATA: MXP, ICAO: LIMC) hat. Die Betreibergesellschaft SEA muss jedoch Beschilderungen, digitale Informationssysteme und offizielle Dokumente schrittweise an die neue Bezeichnung anpassen. Die Kontroverse ordnet sich in eine breitere Debatte über das politische Erbe des 2023 verstorbenen Medienunternehmers und Politikers ein. Während

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Österreichs Hotellerie verzeichnet Nächtigungsplus bei sinkender Ertragslage

Die österreichische Tourismusbranche verzeichnet für die ersten acht Monate des Kalenderjahres 2026 eine leichte Zunahme der Gesamtnächtigungen. Nach aktuellen Daten von Statistik Austria stieg die Zahl der Übernachtungen von Januar bis August um 1,5 Prozent auf insgesamt 117,89 Millionen. Während der Monat August mit einem geringfügigen Rückgang von 0,1 Prozent nahezu konstant blieb, weist die bisherige Sommersaison von Mai bis August ein Plus von 2,3 Prozent auf. Trotz der stabilen Nachfrage berichten Branchenvertreter von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) von einer angespannten wirtschaftlichen Lage in vielen Beherbergungsbetrieben. Innerhalb des Beherbergungssektors setzt sich eine Verschiebung der Marktanteile fort. Während der Gewerbebereich der Einfach- und Mittelklassekategorie (Ein- bis Drei-Sterne-Betriebe) in der bisherigen Sommersaison Einbußen von bis zu 2,4 Prozent hinnehmen musste, entwickelte sich das Segment der Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie im Durchschnittsbereich von plus 2,3 Prozent. Das stärkste Wachstum verzeichneten gewerbliche und private Ferienwohnungen mit einem Zuwachs von 8,8 Prozent im Sommer und 6,6 Prozent seit Jahresbeginn. Daten der Österreichischen Nationalbank bestätigen diesen Strukturwandel: Zwischen 2019 und 2025 stieg das Angebot an Ferienwohnungen um 84 Prozent, wohingegen die Zahl der Ein- bis Drei-Sterne-Hotels um 12 Prozent zurückging. Hintergrund der veränderten Nachfragestruktur sind gestiegene Betriebskosten für Energie, Lebensmittel und Personal bei gleichzeitig erhöhter Preissensibilität der Urlaubsgäste. Laut Fachverband Hotellerie meldeten 26 Prozent der Beherbergungsbetriebe einen Rückgang ihrer Erträge im Vergleich zum Vorjahr. Ergänzende Analysen der Nationalbank belegen, dass die reale Wertschöpfung im Sektor Beherbergung und Gastronomie trotz der höheren Nächtigungszahlen im Fünfjahresvergleich um 12 Prozent gesunken ist. Parallel dazu verzeichnete die Branche einen Rückgang der

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RegioJet startet Personaloffensive vor Übernahme neuer Bahnlinien in Tschechien

Das private tschechische Eisenbahnverkehrsunternehmen RegioJet bereitet eine betriebliche Netzausweitung im Personennah- und Fernverkehr vor und hat eine umfangreiche Rekrutierungskampagne gestartet. Das Unternehmen sucht Personal für mehrere hundert Positionen, darunter Triebfahrzeugführer, Zugbegleiter, Instandhaltungstechniker und Vertriebsmitarbeiter. Der Schwerpunkt der Personalgewinnung liegt auf den Knotenpunkten Prag und Brünn sowie den Regionen Vysočina und Ústí nad Labem (Aussig). Grund für den erhöhten Personalbedarf ist der Betriebsstart auf der Schnellzuglinie R9 ab Dezember 2026, die Prag über Havlíčkův Brod und Jihlava mit Brünn verbindet. Die Linie wird nach einer öffentlichen Ausschreibung des tschechischen Verkehrsministeriums von RegioJet übernommen. Zudem baut das Unternehmen seine Regionalverkehrsleistungen im Nordwesten des Landes aus. Für die neuen Strecken setzt der Betreiber auf neue Elektrotriebzüge des Herstellers PESA auf der R9-Route sowie auf Einheiten von Škoda im Regionalnetz Ústí nad Labem. Die Rekrutierungsmaßnahme findet vor dem Hintergrund eines allgemeinen Fachkräftemangels im europäischen Schienenverkehrssektor statt. Insbesondere bei Triebfahrzeugführern herrscht auf dem mitteleuropäischen Markt ein intensiver Wettbewerb zwischen staatlichen und privaten Eisenbahnunternehmen. RegioJet versucht, Bewerber durch Ausbildungsprogramme für Quereinsteiger sowie die Möglichkeit zur Qualifikation für den grenzüberschreitenden Einsatz nach Deutschland, Österreich, Polen und in die Slowakei zu gewinnen. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die fristgerechte Bereitstellung von geschultem Betriebspersonal eine Schlüsselbedingung für die Einhaltung der vertraglichen Qualitäts- und Fahrplanvorgaben gegenüber den Aufgabenträgern darstellt. Personelle Engpässe führten in der Vergangenheit bei mehreren Bahnunternehmen in der Region zu Zugausfällen und Einschränkungen im Betriebsablauf, weshalb die Verlässlichkeit des Rekrutierungsprozesses für den künftigen Netzausbau entscheidend ist.

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Österreichisches Bundesheer verzeichnet steigende Teilnehmerzahlen bei Kaderausbildung

Das Österreichische Bundesheer verzeichnet ein anhaltendes Interesse an der Laufbahn als Unteroffizier. Anfang September 2026 haben mehr als 1.000 Anwärter die sogenannte Kaderanwärterausbildung 1 begonnen, die als Grundbaustein für die Unteroffiziers- und spätere Offizierslaufbahn dient. Dies folgt auf die Ausmusterung von 473 neuen Unteroffizieren im Februar an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns. Die Absolventen der 18-monatigen Ausbildung übernehmen nach ihrem Abschluss Aufgaben als Gruppenkommandanten in der Truppe, der Grundwehrdienerausbildung sowie bei Inlandseinsätzen und Auslandsmissionen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner führte die stabilen Rekrutierungszahlen auf strukturelle Anpassungen und Besoldungsreformen der vergangenen Jahre zurück. Um den vorzeitigen Ausbildungsabbrüchen entgegenzuwirken, hat das Bundesheer im laufenden Jahr unter anderem ein Mentorenprogramm für Kaderanwärter eingeführt. Durch die individuelle Begleitung soll die Bindung an die Truppe gestärkt und die Drop-out-Quote in den ersten Dienstjahren verringert werden. Aktuell umfasst der Unteroffizierskader im Bundesheer knapp 9.000 Personen, darunter 370 Frauen. Die verstärkte Personalgewinnung steht im Zusammenhang mit der Erhöhung des Verteidigungsbudgets und dem Ausbau des Bundesheeres im Rahmen des Aufbauplans 2030+. Neben der Beschaffung neuer Panzersysteme, Transporthubschrauber und Luftabwehrkapazitäten erfordert der Aufwuchs der Streitkräfte eine entsprechende personelle Abdeckung im mittleren Führungssegment. Unteroffiziere tragen dabei die operative Verantwortung für die Ausbildung der jährlich rund 16.000 Grundwehrdiener sowie für die Instandhaltung des Gerätsparks. Militärexperten verweisen jedoch darauf, dass der Konkurrenzdruck auf dem zivilen Arbeitsmarkt und der demografische Wandel die langfristige Personalsicherung erschweren. Trotz sinkender Austrittsraten bleibt der Anteil von Frauen im Kaderbereich mit rund vier Prozent weiterhin gering. Zudem erfordert die technische Modernisierung des Bundesheeres eine verstärkte Spezialisierung in IT- und Fachbereichen, für

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NÖVOG kündigt Herbstprogramm für die Waldviertelbahn an

Die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) startet das Herbstprogramm auf dem Streckennetz der schmalspurigen Waldviertelbahn. Im Zeitraum von Ende September bis Ende Oktober 2026 bietet das Landeseisenbahnunternehmen auf den Abschnitten zwischen Gmünd, Groß Gerungs und Litschau vertaktete Sonderfahrten mit Diesel- und Dampftraktion an. Das Fahrtenangebot wird mit regionalen Kulinarik- und Wanderangeboten verknüpft, um Ausflugsgäste im Nordwesten Niederösterreichs anzusprechen. Anlassbezogen kommt unter anderem eine Doppeltraktion der historischen Dampflokomotiven Mh.1 und Mh.4 zum Einsatz. Die Vermarktung der Schmalspurbahn als touristisches Infrastrukturangebot ist Teil des regionalen Verkehrskonzepts des Landes Niederösterreich. Neben dem Ausflugstransport dient die Bahnlinie der Erschließung der ländlichen Region rund um den Knotenpunkt Gmünd, der über die Franz-Josefs-Bahn sowie regionale Buslinien an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden ist. Die Fahrplangestaltung sieht ermäßigte Konditionen für Inhaber des KlimaTickets und der Niederösterreich-Card vor, zudem werden Fahrradstellplätze in den Zügen bereitgestellt. Die Geschäftsführung der NÖVOG, bestehend aus Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl, verweist auf eine stabile Auslastung der Freizeitlinien im Vorjahresvergleich. Trotz der touristischen Bedeutung von Museumsbahnen stehen Schmalspurbahnen im ländlichen Raum vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Der Erhalt historischer Triebfahrzeuge, die Instandhaltung der Schieneninfrastruktur und die Bereitstellung von Betriebspersonal verursachen hohe Fixkosten, die durch Fahrkerlöse allein meist nicht gedeckt werden können. Öffentliche Zuschüsse und die Quersubventionierung durch das Land Niederösterreich bleiben daher Voraussetzung für den dauerhaften Erhalt der Streckennetze im Schmalspurbereich. Branchenbeobachter heben hervor, dass Nischenangebote wie Themen- und Sonderfahrten eine notwendige Einnahmequelle darstellen, um die Auslastung außerhalb der sommerlichen Hauptsaison zu sichern. Das Ausflugsprogramm der Waldviertelbahn endet regulär mit dem Nationalfeiertag am 26. Oktober, bevor die Strecke

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Embraer liefert erstes Transportflugzeug C-390 Millennium an Usbekistan aus

Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer hat das erste militärische Mehrzwecktransportflugzeug vom Typ C-390 Millennium an die usbekische Luftwaffe übergeben. Die offizielle Auslieferung fand im Embraer-Werk in Gavião Peixoto im Bundesstaat São Paulo statt. An der Zeremonie nahmen Vertreter der usbekischen Luftstreitkräfte unter der Leitung von Generalmajor Achmad Jamolowitsch Burkhonow sowie Vertreter der staatlichen Beschaffungsinstitution „O’ztextreyd“ teil. Der Ende 2024 unterzeichnete Kaufvertrag umfasst neben der Maschine ein Ersatzteil- und Logistikpaket sowie die Schulung von fliegendem und technischem Personal. Mit der Übernahme des zweistrahligen Schulterdeckers ist Usbekistan der erste Staat in Zentralasien, der den Flugzeugtyp operativ einsetzt. Die Streitkräfte des Landes nutzen die Maschine zur Erneuerung ihrer Transportflotte, die bislang maßgeblich aus älteren sowjetischen Modellen wie der Antonow An-12 und An-26 bestand. Die C-390 erreicht eine maximale Nutzlast von 26 Tonnen und ist für logistische Transportaufgaben, Truppenverlegungen, medizinische Evakuierungsflüge sowie Such- und Rettungseinsätze vorgesehen. Durch die Ausrüstung mit Turbofan-Triebwerken erzielt das Muster eine Reisegeschwindigkeit von rund 470 Knoten und kann auch auf unbefestigten Pisten operieren. Die Auslieferung unterstreicht den veränderten Beschaffungskurs usbekischer Streitkräfte, die ihre Rüstungsgüter zunehmend diversifizieren und nicht mehr ausschließlich aus russischer Produktion beziehen. Das Muster von Embraer steht im internationalen Wettbewerb vor allem in Konkurrenz zur US-amerikanischen Lockheed Martin C-130J Super Hercules. Zu den europäischen Vertragspartnern, die sich ebenfalls für die Anschaffung der C-390 entschieden haben, zählen unter anderem Portugal, Ungarn, die Niederlande, Österreich und Tschechien. Militäranalysten weisen darauf hin, dass die Einführung westlicher oder südamerikanischer Flugzeugmuster bei Streitkräften mit ehemals sowjetischer Infrastruktur erhebliche Anpassungen bei Logistik-, Instandhaltungs- und Ersatzteilketten

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Digitalisierung der Tourismusbranche: Österreich startet Initiativen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz

Anlässlich des Welttourismustages am 27. September 2026 hat das österreichische Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus gemeinsam mit der Österreich Werbung und der Wirtschaftskammer Österreich ein Maßnahmenpaket zur Integration Künstlicher Intelligenz (KI) im Tourismussektor angekündigt. Unter dem UN-Motto „Digital Agenda and Artificial Intelligence to Redesign Tourism“ soll die Initiative vor allem kleinen und mittleren Betrieben wie Familienhotels, Gastronomiebetrieben und regionalen Freizeitanbietern den Zugang zu digitalen Werkzeugen erleichtern. Das Vorhaben bildet einen Schwerpunkt der im Juni 2026 beschlossenen nationalen Tourismusstrategie „Vision T“. Hintergrund der Digitaloffensive ist der Wandel des Konsumentenverhaltens bei der Reiseplanung und Buchung. Zunehmend treten sprachbasierte KI-Assistenzsysteme an die Stelle klassischer Suchmaschinen und Buchungsportale. Für die österreichische Tourismuswirtschaft entsteht dadurch die Anforderung, strukturierte Betriebs- und Destinationsdaten so aufzubereiten, dass sie von Algorithmen verarbeitet und bei automatisierten Reiseempfehlungen berücksichtigt werden. Das angekündigte KI-Paket umfasst Schulungsangebote, Leitfäden für automatisierte Gästekommunikation, Übersetzungssysteme sowie Softwarelösungen für die Administration. Die Umstellung auf KI-gestützte Systeme bringt für die Branche jedoch organisatorische Herausforderungen mit sich. Während große Hotelketten und internationale Buchungsplattformen bereits über die personellen und finanziellen Ressourcen für komplexe Dateninfrastrukturen verfügen, hinken viele inhabergeführte Betriebe im ländlichen Raum bei der Digitalisierung hinterher. Branchenexperten betonen, dass ohne einheitliche Datenstandards und Schnittstellen das Risiko besteht, dass kleinere Leistungsträger in den Empfehlungen digitaler Assistenten unsichtbar werden. Zudem verweisen Wirtschaftsanalysten auf die beträchtlichen Folgekosten für Lizenzierungen und Systemintegrationen. Die Digitalisierung kann zwar administrative Abläufe im Tagesgeschäft beschleunigen und dem Fachkräftemangel entgegenwirken, ersetzt jedoch nicht die notwendigen Investitionen in die physische Qualität der Beherbergungs- und Gastronomieinfrastruktur. Die Effektivität der Fördermaßnahmen

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Ryanair verzichtet auf Treibstoffzuschläge und reduziert Wachstumsprognose

Der irische Billigflieger Ryanair verzichtet trotz gestiegener Kerosinpreise auf die Einführung gesonderter Treibstoffzuschläge auf den Ticketpreis. Konzernchef Michael O’Leary kündigte an, die zusätzlichen Belastungen im laufenden Betrieb auffangen zu wollen. Als direkte Konsequenz aus den erhöhten Treibstoffkosten korrigierte das Unternehmen jedoch seine globale Wachstumsprognose für das Geschäftsjahr 2027 leicht nach unten: Statt der ursprünglich angepeilten 216 Millionen Passagiere rechnet die Fluggesellschaft nun mit einem Passagieraufkommen von etwa 214 Millionen Fluggästen. Nach Unternehmensangaben wird der Preisanstieg beim Kerosin aktuell noch zu großen Teilen durch Finanzinstrumente zur Treibstoffpreisabsicherung abgefedert. Für die gesamte europäische Luftfahrtbranche erwartet die Unternehmensführung im Sommer 2027 hingegen spürbare Preisanpassungen. O’Leary prognostiziert bei Konkurrenzanbietern Preisaufschläge auf Flugscheine im Bereich von zehn bis zwanzig Prozent, da viele Fluggesellschaften Kostensteigerungen bei Treibstoffen, Flughafengebühren und Flugsicherungsentgelten direkt an die Passagiere weiterreichen müssen. Die erwarteten Preissteigerungen könnten nach Einschätzung der Ryanair-Führung den Konsolidierungsdruck im europäischen Luftverkehr weiter verstärken. Der Konzern rechnet mit marktbedingten Kapazitätsreduzierungen sowie vereinzelten Insolvenzen von finanziell schwächer aufgestellten Anbietern. Vor diesem Hintergrund führt die Fluggesellschaft bereits Gespräche mit verschiedenen europäischen Verkehrsflughäfen, um frei werdende Start- und Landerechte sowie Abfertigungskapazitäten bei möglichen Marktaustritten von Wettbewerbern zu übernehmen. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Ankündigung von Preisstabilität im Rahmen der Marketingstrategie von Billigfluggesellschaften zu sehen ist. Zwar sichern langfristige Absicherungsgeschäfte temporäre Kostenvorteile, jedoch treffen gestiegene operative Standortkosten an deutschen und europäischen Flughäfen auch die Low-Cost-Anbieter. Sollte das Kerosinpreisniveau dauerhaft hoch bleiben, wird sich zeigen müssen, ob Tarifstrukturen im untersten Preissegment ohne Anpassung der Grundpreise aufrechterhalten werden können.

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Bundeswehr würdigt 70-jähriges Bestehen der Luftwaffe mit Großem Zapfenstreich

Mit einem Großen Zapfenstreich in Berlin-Gatow hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius das 70-jährige Bestehen der deutschen Luftwaffe gewürdigt. Am Sitz des Kommandos Luftwaffe marschierten dazu Verbände der Streitkräfte auf, um das Gründungsjubiläum im Rahmen des militärischen Zeremoniells zu begehen. Der Minister verwies in seiner Ansprache auf das veränderte Anforderungsprofil und das erweiterte Aufgabenspektrum der Luftstreitkräfte vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen Lage in Europa. Die historische Entwicklung der Waffengattung begann am 2. Januar 1956, als die ersten 100 freiwilligen Rekruten ihren Dienst am Fliegerhorst Nörvenich in Nordrhein-Westfalen antraten. Seit der geopolitischen Zeitenwende im Jahr 2022 konzentrieren sich die Streitkräfte wieder verstärkt auf die Aufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung im Rahmen der NATO. Zum aktuellen Einsatzspektrum zählen neben der Absicherung des Luftraums an der NATO-Ostflanke auch verlegbare Abfangeinheiten sowie internationale Einsätze im Indopazifik. Zur Modernisierung der Ausrüstung hat die Bundeswehr in den vergangenen Jahren umfangreiche Beschaffungsprojekte auf den Weg gebracht. Neben der Anschaffung von Tarnkappenflugzeugen des Typs F-35 als Nachfolge für die Tornado-Flotte steht der Aufbau des bodengebundenen Luftverteidigungssystems Arrow 3 im Mittelpunkt, das zur Abwehr ballistischer Langstreckenraketen dient. Ergänzt wird die Flotte durch den fortlaufenden Zulauf von Eurofightern und Transportern vom Typ Airbus A400M. Verteidigungsexperten weisen jedoch darauf hin, dass die Luftwaffe trotz hoher Sondervermögen-Investitionen weiterhin mit gravierenden Engpässen bei Ersatzteilen, der Munitionsbevorratung sowie beim Personalstand zu kämpfen hat. Die permanente hohe Einsatzbelastung bei Bündnis- und Evakuierungsmissionen führt zu einer starken Beanspruchung von Material und fliegendem Personal, was die personelle Einsatzbereitschaft im Routinebetrieb fortlaufend belastet.

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Mitteldeutsche Flughafen AG prüft Terminal-Neubau am Flughafen Dresden

Die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG) zieht strukturelle Anpassungen an ihren beiden Standorten Dresden und Leipzig/Halle in Betracht. Für den Flughafen Dresden prüft die Betreibergesellschaft derzeit den Neubau eines kleineren Terminalgebäudes. Das vor rund 25 Jahren in Betrieb genommene, gegenwärtige Hauptterminal soll bei Realisierung der Pläne stillgelegt werden, um die laufenden Bewirtschaftungskosten an das veränderte Passagieraufkommen anzupassen. Wie das Unternehmen mitteilte, befinden sich die Überlegungen in einem frühen Stadium; konkrete Beschlüsse zu Standort, Zeitplan und Finanzierung stehen noch aus. Eine Verkleinerung des Altbaus wurde aus Wirtschaftlichkeitserwägungen verworfen. Auch am Fracht- und Passagierknotenpunkt Leipzig/Halle sind operative Vereinfachungen im Gespräch. Um die Instandhaltungs- und Abwicklungskosten im Passagierbereich zu senken, plant das Management den Rückbau von Fluggastbrücken, sodass Fluggäste Maschinen künftig direkt über das Vorfeld erreichen. Zudem soll die Check-in-Infrastruktur räumlich verdichtet werden. Hintergrund beider Maßnahmen ist die historisch bedingte Überdimensionierung der Terminalbauten, die vor der Jahrtausendwende für deutlich höhere Fluggastzahlen ausgelegt worden waren und nun hohe Fixkosten verursachen. Die strukturellen Umbauüberlegungen folgen auf ein Sanierungsprogramm der Holding, das im Juli 2026 vorzeitig abgeschlossen werden konnte und für das Geschäftsjahr 2025 zu einem positiven Betriebsergebnis von 10,5 Millionen Euro führte. Der wirtschaftliche Konsolidierungskurs war von Stellenstreichungen sowie einem Rückgang im Linien- und Low-Cost-Segment begleitet. Das Passagieraufkommen leidet unter Streckenstreichungen etablierter Fluggesellschaften und den im europäischen Vergleich hohen deutschen Standort- und Sicherheitsgebühren. Unter anderem hatte sich die Billigfluggesellschaft Ryanair aus Leipzig zurückgezogen, wobei Verhandlungen über eine mögliche Wiederaufnahme von Verbindungen geführt werden. Luftfahrtexperten werten die Überlegungen der Betreibergesellschaft als notwendige Reaktion auf die veränderten Marktbedingungen

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