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Stabilisierung im Personenverkehr: Twin City Liner hält Routenbetrieb bei Donau-Niedrigwasser aufrecht

Das anhaltende Niedrigwasser auf der Donau führt derzeit zu deutlichen Einschränkungen im zivilen Schiffsverkehr. Während Frachtschiffe ihre Ladekapazitäten reduzieren müssen und Fahrgastschiffe an verschiedenen Streckenabschnitten – wie in der Wachau sowie östlich von Wien – ihren Betrieb vorübergehend einstellen oder anpassen, bleibt die Verbindung zwischen Wien und Bratislava durch den Twin City Liner aufrechterhalten. Betrieben wird das Schnellboot von der Central Danube Region Marketing & Development GmbH, an der die Wien Holding und die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien beteiligt sind. Die Betriebsfähigkeit des Schnellkatamarans bei geringen Wasserständen ist auf dessen spezifische Bauweise zurückzuführen. Selbst bei vollständiger Auslastung mit bis zu 250 Passagieren weist das Schiff einen Tiefgang von unter einem Meter auf. Dadurch kann der Katamaran die Strecke im Hauptstrom sowie über den Wiener Donaukanal regulär befahren. In der aktuellen Sommerperiode bedient das Verkehrsmittel die Route dreimal täglich je Richtung. Nach Unternehmensangaben führten niedrige Pegelstände seit der Aufnahme des Liniendienstes im Jahr 2006 zu keinen ausfallbedingten Betriebseinstellungen. Die aktuelle Hydrologie der Donau stellt die Schifffahrt in Niederösterreich und angrenzenden Abschnitten jedoch vor breitere Probleme. Die Wasserstraßengesellschaft via donau meldet an mehreren Pegelstationen Werte, die deutlich unter dem mehrjährigen Mittelwert liegen. Neben Einschränkungen im Kabinenschiffsverkehr sind auch Ausflugsverbindungen und regionale Rollfähren von reduzierten Tonnagen oder Betriebseinstellungen betroffen. Die Verlagerung von Transportgütern auf Schiene und Straße verdeutlicht die Anfälligkeit der Flusslogistik bei extremen Wasserständen. Obgleich der Flachwasser-Katamaran den Liniendienst aufrechterhält, verweisen Branchenbeobachter auf operative Herausforderungen bei anhaltendem Niedrigwasser. Bei geringer Wassertiefe erhöht sich das Risiko von Schäden an den Wasserstrahlantrieben durch aufgewirbelte Sedimente oder

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Verschiebungen im Fernreiseverkehr: Ostasien verzeichnet Nachfragewachstum bei Reiseversicherungen

Der Markt für Auslandsreiseversicherungen verzeichnet im Sommer 2026 eine deutliche Auseinanderentwicklung der Zielgebiete bei österreichischen Urlaubern. Nach Auswertungen des Online-Vergleichsportals Durchblicker für das erste Halbjahr 2026 stieg das Interesse an Reiseversicherungen für Südkorea im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 63 Prozent. Auch die Volksrepublik China verzeichnete mit einem Zuwachs von 34 Prozent einen deutlichen Anstieg der Versicherungsanfragen. Demgegenüber zeigten etablierte Fernreiseziele wie die USA trotz des stattfindenden Großereignisses der Fußball-Weltmeisterschaft einen Rückgang von 20 Prozent, während auch die Nachfrage nach Polizzen für Reisen in die Türkei um 22 Prozent nachgab. Als wesentlicher Faktor für das gestiegene Interesse an Südkorea gilt die weltweite Verbreitung südkoreanischer Popkultur sowie die vereinfachten Einreisebestimmungen der vergangenen Jahre. Fast die Hälfte der Versicherungsanfragen für dieses Ziel stammte von Personen unter 30 Jahren. Demgegenüber weisen Branchenkenner darauf hin, dass die Stagnation bei klassischem Fernreisen in die USA auch mit den anhaltend hohen Gesamtreisekosten sowie gestiegenen medizinischen Versorgungskosten vor Ort zusammenhängt, was den Abschluss von Zusatzversicherungen verteuert. Zusätzlichen Druck auf den Abschluss von Auslandskrankenversicherungen erzeugen veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen in den Zielgebieten. In Ländern wie Thailand wird die Einführung einer verpflichtenden Krankenversicherung für ausländische Urlauber geprüft. Parallel dazu haben Behörden in Japan Maßnahmen angekündigt, um unbezahlten Behandlungskosten durch ausländische Touristen entgegenzuwirken, was bis hin zu Wiedereinreisesperren führen kann. Europäische Sozialversicherungen decken Behandlungskosten außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums in der Regel nicht ab, weshalb Behandlungen privat ausgelegt werden müssen. Trotz des steigenden Bedarfs an medizinischer Absicherung verweisen Verbraucherschützer auf erhebliche Preis- und Leistungsunterschiede am Versicherungsmarkt. Zusatzleistungen von Kreditkarten weisen häufig Lücken auf,

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Condor baut Cargo-Sparte aus und bereitet Eignerwechsel vor

Die deutsche Fluggesellschaft Condor bereitet sich unter der Führung von Vorstands-Chef Peter Gerber auf einen Wechsel im Gesellschafterkreis vor. Der bisherige Mehrheitseigentümer, der Finanzinvestor Attestor, der im Rahmen der Neuausrichtung rund 450 Millionen Euro in die Airline investiert hat und derzeit 51 Prozent der Firmenanteile hält, strebt perspektivisch den Ausstieg an. Gerber wirbt bei potenziellen Investoren nicht nur mit dem touristischen Passagiergeschäft, sondern zunehmend mit dem Ausbau der Unterdeckfracht. Der Manager, der zuvor langjährig als Vorstandsvorsitzender bei Lufthansa Cargo tätig war, sieht im Frachtbereich ungenutzte Ertragspotenziale für die Airline. Als wesentliche Grundlage für den Ausbau des Beiladefrachtgeschäfts führt Condor die modernisierte Langstreckenflotte des Typs Airbus A330-900 an. Durch die Umstellung des Streckennetzes auf ganzjährige Verbindungen in Märkte mit hohem Frachtaufkommen, darunter Nordamerika und Asien, sollen die Frachträume in den Flugzeugbäuchen kontinuierlich ausgelastet werden. Das Frachtgeschäft dient der Fluggesellschaft als Stabilisator gegen die stark saisonalen Schwankungen im touristischen Passagierverkehr. Finanziell steht der Eignerwechsel vor dem Hintergrund einer abgeschlossenen Restrukturierung. Nach dem Zusammenbruch des früheren Mutterkonzerns Thomas Cook im Jahr 2019 und den anschließenden Einbrüchen während der Corona-Pandemie war die Fluggesellschaft durch staatliche Kredite und Bürgschaften von Bund und dem Land Hessen in dreistelliger Millionenhöhe abgesichert worden. Die verbliebenen Verbindlichkeiten aus dem staatlichen KfW-Kredit in Höhe von 175 Millionen Euro konnte das Unternehmen im Frühjahr 2026 vorzeitig tilgen. Der Staat ist weiterhin über eine Treuhandgesellschaft mit 49 Prozent der Anteile beteiligt, was die Verhandlungen über eine neue Eigentümerstruktur beeinflusst. Hinsichtlich der künftigen Gesellschafterstruktur hält sich das Management Optionen offen. Neben Finanzinvestoren gelten

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Aufnahme von Linienflügen nach Israel: Condor verbindet Frankfurt täglich mit Tel Aviv

Die deutsche Fluggesellschaft Condor hat eine neue tägliche Flugverbindung zwischen dem Flughafen Frankfurt am Main und dem Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv aufgenommen. Am Samstag führte das Unternehmen den ersten Umlauf auf dieser Strecke durch. Für den Flugbetrieb kommen Mittelstreckenflugzeuge der Airbus-A320-Familie zum Einsatz, die mit einer Zwei-Klassen-Konfiguration aus Business Class und Economy Class ausgestattet sind. Der Flugplan sieht einen täglichen Nachmittagsabflug ab Frankfurt sowie einen Rückflug am darauffolgenden Morgen ab Tel Aviv vor. Mit diesem Schritt baut Condor ihr Flugangebot im Nahen Osten aus und ergänzt ihr bisheriges Portfolio, das überwiegend von klassischen Urlaubs- und Touristikzielen geprägt war. Über das Drehkreuz Frankfurt bietet der Carrier Umsteigeverbindungen für Passagiere aus Nordamerika und Nordeuropa an. Zugleich geht die Fluggesellschaft auf dieser Route in direkten Wettbewerb mit etablierten Anbietern wie der Lufthansa-Gruppe und der israelischen El Al, die den Markt zwischen Deutschland und Israel seit Jahren dominiert bedienen. Die Wiederaufnahme und der Ausbau von Flugverbindungen nach Israel erfolgen in einem komplexen Marktumfeld. Die Nachfrage auf Routen im Nahen Osten zeigt sich aufgrund der regionalen Lage veränderlich und reagiert sensibel auf geopolitische Entwicklungen. Zudem erfordert die Abwicklung von Verbindungen nach Tel Aviv besondere Sicherheitsvorkehrungen und operative Abstimmungen an den Flughäfen, was die Kostenstruktur für die ausführenden Fluggesellschaften beeinflussen kann. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die dauerhafte Profitabilität der neuen Strecke von einer kontinuierlichen Auslastung durch eine Mischung aus Geschäftsreisenden, Städtereisenden und VFR-Verkehr (Visiting Friends and Relatives) abhängt. Ob Condor gegen die starke Konkurrenz am Drehkreuz Frankfurt dauerhaft ausreichende Erträge auf dieser Route erzielen

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Discover Airlines kündigt Routen nach Ostfinnland an

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Discover Airlines erweitert ihr Streckennetz in Nordeuropa und nimmt zwei neue Direktverbindungen von ihrem Drehkreuz Frankfurt am Main nach Ostfinnland auf. Wie die Tochtergesellschaft des Lufthansa-Konzerns mitteilte, wird ab dem 19. Juni 2027 die Stadt Savonlinna im Rahmen eines saisonalen Sommerflugplans einmal wöchentlich jeweils samstags angeflogen. Die Region im finnischen Seenland gilt vor allem in den Sommermonaten als Ziel für Natur- und Kulturtourismus. Ergänzend dazu führt die Fluggesellschaft eine saisonale Winterverbindung nach Kajaani ein. Ab dem 17. Dezember 2027 soll die nordostfinnische Stadt einmal pro Woche – jeweils freitags – bedient werden. Kajaani dient als Zugang zu den Wintersport- und Arealen der Region Kainuu. Für beide Strecken setzt der Anbieter Flugzeuge der Airbus-A320-Familie ein. Durch die Einbindung am Frankfurter Drehkreuz können Passagiere zudem das Umsteigernetz des Konzerns nutzen. Mit den neuen Routen besetzt Discover Airlines Nischensegmente im skandinavischen Markt, die bislang primär über Inlandsanschlüsse ab Helsinki abgedeckt wurden. Direktverbindungen aus Mitteleuropa in kleinere finnische Regionalflughäfen galten für europäische Linienfluggesellschaften in der Vergangenheit oft als wirtschaftlich verhalten zu bewerten, da die Nachfrage stark saisonal schwankt und stark von touristischen Einzelbuchungen abhängt. Der Einsatz von Kapazitäten auf diesen Routen erfordert daher eine hohe Mindestauslastung in den kurzen Saisonfenstern. Die Entscheidung fügt sich in die Ausrichtung von Discover Airlines ein, das Angebot an dezentralen Urlaubs- und Nischenzielen schrittweise auszubauen. Branchenkenner verweisen jedoch darauf, dass der dauerhafte Erfolg solcher Routen von der Stabilität der Buchungszahlen sowie den Gebührenstrukturen an den kleineren Zielhäfen abhängt. Wie sich die Auslastung auf den Strecken nach

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Alexander Schott übernimmt Präsidentschaft des Luftfahrt-Bundesamtes

Die Führungsfrage beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) in Braunschweig ist nach mehrmonatiger Vakanz geklärt. Seit dem 1. August 2026 steht Alexander Schott an der Spitze der zivilen Luftfahrtbehörde. Der Volljurist und bisherige Ministerialdirigent folgt auf Jörg Werner Mendel, der bereits Ende Januar 2026 in die passive Phase der Altersteilzeit getreten war. Schott wechselt aus dem Bundesministerium der Verteidigung nach Niedersachsen, wo er zuletzt als Direktor für Forschung und Innovation sowie für Cyber- und KI-Konzeptionen verantwortlich zeichnete. Er ist der achte Präsident seit der Gründung der Behörde. Der Führungswechsel beim LBA erfolgt in einer Phase organisatorischer Herausforderungen. Die Aufsichtsbehörde war im Jahr 2025 durch Vorwürfe einer ehemaligen Führungskraft unter Druck geraten. Diese hatte dem flugmedizinischen Referat der Behörde Mängel bei den Prüfverfahren und eine Missachtung verwaltungsrechtlicher Grundsätze vorgehalten. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr reagierte auf den Vorgang mit der Anordnung eines Maßnahmenbündels zur Anpassung der Arbeitsabläufe und zur Vereinheitlichung der Prüfpraxis. In seiner neuen Funktion steht Schott vor der Aufgabe, die bundesweite Aufsicht über die Sicherheit der zivilen Luftfahrt zu steuern. Zu den Kernaufgaben des Amtes mit seinen rund 1.000 Mitarbeitern gehören die Zulassung von Luftfahrzeugen, die Lizenzierung von Flugpersonal sowie die Zertifizierung von Luftfahrtunternehmen und Ausbildungsbetrieben. Neben der Abwicklung des Tagesgeschäfts gilt die Modernisierung der behördlichen Verwaltungsprozesse als eine der vordringlichen Aufgaben für die Behördenleitung. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass der Wechsel von einem Experten aus dem Verteidigungskontext an die Spitze einer zivilen Regulierungsinstitution ein genaues Ausbalancieren der behördlichen Aufgaben erfordert. Während die Einbindung moderner Informationstechnologien in die Verwaltungspraxis vorangetrieben werden muss,

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Air Nostrum tilgt Corona-Schulden nach Rückkehr in die Gewinnzone

Die spanische Regionalfluggesellschaft Air Nostrum hat im Geschäftsjahr 2025 Verbindlichkeiten aus der Zeit der Corona-Pandemie in Höhe von insgesamt 53,4 Millionen Euro zurückgezahlt. Dies geht aus Daten des Brachendienstes „CH-Aviation“ hervor. Die Tilgung umfasst eine vorzeitige Rückzahlung von 20 Millionen Euro an die staatliche Industrieholding SEPI (Sociedad Estatal de Participaciones Industriales) sowie 20,4 Millionen Euro für Kredite des staatlichen Kreditinstituts ICO (Instituto de Crédito Oficial). Zusätzlich leistete die Airline Zinszahlungen in Höhe von 13 Millionen Euro auf ihre ausstehenden Pandemieschulden. Die Tilgung der staatlich abgesicherten Kredite wurde durch eine Verbesserung der operativen Geschäftszahlen im Jahr 2025 ermöglicht. Nach einem Verlust von 3,3 Millionen Euro im Jahr 2024 erwirtschaftete das Unternehmen im darauffolgenden Geschäftsjahr einen Gewinn vor Steuern von 10,5 Millionen Euro. Der Jahresumsatz der Fluggesellschaft, die unter der Marke Iberia Regional operiert und vorwiegend Zubringer- und Regionalstrecken bedient, kletterte im gleichen Zeitraum um elf Prozent auf 690,1 Millionen Euro. Der Abbau der Verbindlichkeiten erfolgt vor dem Hintergrund behördlicher Auflagen und der angestrebten Reduzierung staatlicher Beihilfen im europäischen Luftverkehrsmarkt. Während der Pandemie hatte Air Nostrum wie zahlreiche andere europäische Fluggesellschaften umfangreiche staatliche Stützungsmaßnahmen in Anspruch genommen, um Liquiditätsengpässe und den Einbruch des Passagieraufkommens auszugleichen. Die vorzeitige Rückführung von Teilen des SEPI-Darlehens verringert die Zinsbelastung der Fluggesellschaft für die kommenden Geschäftsjahre. Trotz der erreichten Rückkehr in die Profitabilität verweisen Marktbeobachter auf die verbleibende Verschuldung und die moderaten Gewinnmargen im europäischen Regionalflugsegment. Steigende Personal- und Betriebskosten sowie die Abhängigkeit von Muttergesellschaften im Kapazitäts- und Wet-Lease-Geschäft erfordern eine kontinuierliche Auslastung der Flotte. Die vollständige

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Azores Airlines führt Saisonflüge zwischen Frankfurt und Ponta Delgada fort

Die portugiesische Regionalfluggesellschaft Azores Airlines setzt ihr Flugprogramm nach Deutschland fort und bietet auch im Sommerflugplan 2027 Direktverbindungen zwischen Frankfurt am Main und Ponta Delgada auf der Azoren-Insel São Miguel an. Der Betrieb wird am 28. März 2027 aufgenommen und läuft bis zum 21. Oktober. In den Randzeiten der Saison, von März bis Mai sowie im Oktober, stehen zwei wöchentliche Umläufe im Flugplan. In den gewohntermaßen nachfragestarken Sommermonaten Juni bis September erhöht der Anbieter das Frequenzangebot auf drei wöchentliche Flüge. Als Fluggerät kommen Maschinen der Airbus-A320-Familie zum Einsatz. Mit der Ankündigung führt die Fluggesellschaft, die operativ als Azores Airlines im Markt agiert, ihr saisonales Angebot auf dieser Route im dritten Jahr in Folge weiter. Die Flugverbindung bedient die anhaltende Nachfrage nach Urlaubsreisen auf den portugiesischen Archipel im Nordatlantik. Neben Passagieren aus dem Rhein-Main-Gebiet nutzt die Fluggesellschaft auch das Drehkreuz Frankfurt, um Umsteigepassagiere über Codeshare-Abkommen und Interline-Partner auf die Atlantikinseln zu befördern. Der Einsatz von Schmalrumpfflugzeugen des Typs Airbus A320 im Transatlantikverkehr stellt für Fluggesellschaften eine flexible Lösung dar, um saisonale Spitzen abzudecken, ohne Großraumflugzeuge einsetzen zu müssen. Allerdings steht die Verbindung in Konkurrenz zu anderen Anbietern und Drehkreuzverbindungen, beispielsweise über Lissabon oder Porto mit TAP Air Portugal. Für Passagiere bieten die Direktflüge eine Ersparnis bei der Reisezeit, verlangen von der Airline jedoch eine konstante Sitzplatzauslastung, um die Betriebskosten auf der Überseestrecke zu decken. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Befristung des Flugangebots auf die einkommensstärkeren Frühlings- und Sommermonate das finanzielle Risiko für die Fluggesellschaft begrenzt. Da die Nachfrage auf den Azoren

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Swiss: Gewerkschaft warnt vor Sparmaßnahmen und Einfluss der Lufthansa

Die Schweizer Luftfahrtgewerkschaft SEV-Gata hat scharfe Kritik an den Sparplänen und den Führungsentscheidungen bei der Fluggesellschaft Swiss geübt. Trotz einer stabilen Geschäftsentwicklung und positiver Betriebsergebnisse sieht die Gewerkschaft die Interessen der Beschäftigten gefährdet. Anlass zur Besorgnis gibt insbesondere ein angekündigtes Sparprogramm in der Administration, welches den Abbau von rund zehn Prozent der Vollzeitstellen in der Verwaltung vorsieht. SEV-Gata, die vor allem die Interessen des Bodenpersonals vertritt, verlangt angesichts der finanziellen Kennzahlen eine stärkere finanzielle Beteiligung der Belegschaft am Unternehmenserfolg. Ein weiterer zentraler Kritikpunkt richtet sich gegen den zunehmenden Einfluss der deutschen Muttergesellschaft Lufthansa. Mit der Besetzung des Verwaltungsrats durch zwei Führungskräfte des Mutterkonzerns befürchtet die Arbeitnehmervertretung eine schrittweise Beschneidung der operativen Unabhängigkeit der Schweizer Airline. Die Gewerkschaft betont, dass die Angestellten einer profitablen Tochtergesellschaft nicht für finanzielle Schwierigkeiten oder Versäumnisse innerhalb des gesamten Lufthansa-Konzerns einstehen dürften. Es wird gefordert, die Schweizer Identität sowie die unternehmerische Eigenständigkeit der Swiss konsequent zu wahren. Vor den anstehenden Lohnverhandlungen erhöht die Gewerkschaft somit den Druck auf das Management. Neben spürbaren Gehaltserhöhungen verlangt die Arbeitnehmerseite verlässliche Zusagen zum Erhalt der Arbeitsplätze am Standort Schweiz. Der Konflikt verdeutlicht das anhaltende Spannungsverhältnis zwischen der zentralen Konzernsteuerung in Frankfurt und den Autonomiebestrebungen regionaler Tochtergesellschaften. Ähnliche Debatten über Sparvorgaben und die Verlagerung von Entscheidungskompetenzen prägen das Verhältnis zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften in der europäischen Luftfahrtbranche seit Jahren. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die Durchsetzung von Sparmaßnahmen bei gleichzeitig guten Unternehmensergebnissen das Betriebsklima belasten kann. Ein verhärteter Tarifkonflikt beim Bodenpersonal birgt zudem Risiken für den laufenden Flugbetrieb, da organisatorische Reibungsverluste

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Kopenhagen: Triebwerksproblem erzwingt Umkehr eines Airbus A350 der SAS

Ein Langstreckenflug der Fluggesellschaft Scandinavian Airlines (SAS) von Kopenhagen nach Tokio-Haneda musste am Montag vorzeitig abgebrochen werden. Die Besatzung eines Airbus A350-900 mit der Kennung SE-RSF entschied sich zur Umkehr zum Ausgangsflughafen, nachdem im Cockpit ein Abfall des Öldrucks an einem der Triebwerke angezeigt wurde. Flug SK983 war um 13:04 Uhr Ortszeit in Kopenhagen gestartet und befand sich bereits auf der Reiseflughöhe von 37.000 Fuß über Polen, als die Unregelmäßigkeit auftrat. Nach den Standardverfahren für den Flugbetrieb schalteten die Piloten das betroffene Rolls-Royce Trent XWB-Triebwerk ab und leiteten den Rückflug ein. Der zweistrahlige Airbus A350 ist gemäß den internationalen ETOPS-Regularien (Extended-range Twin-engine Operational Performance Standards) dafür zertifiziert, auch mit nur einem funktionsfähigen Triebwerk über einen längeren Zeitraum sicher zu fliegen. Das Flugzeug landete rund zwei Stunden und zehn Minuten nach dem Start ohne weitere Zwischenfälle auf der Landebahn 22L des Flughafens Kopenhagen, wo die Einsatzkräfte der Flughafenfeuerwehr die Maschine vorsorglich auf der Piste in Empfang nahmen. Scandinavian Airlines stufte die Maßnahme als reine Vorsichtsentscheidung ein und stellte ein Ersatzflugzeug bereit, um die Passagiere nach Tokio zu befördern. Für die Betroffenen bedeutete die Umkehr jedoch spürbare Verzögerungen im Reiseplan, da Anschlüsse in Japan umgebucht und die Vorbereitungen für das Ersatzflugzeug mehrere Stunden in Anspruch nahmen. Nach der Landung prüften Mechaniker das betroffene Aggregat auf Ursachen für den Öldruckabfall, um eventuelle Folgeschäden oder Systemfehler auszuschließen. Der Vorfall verdeutlicht die strikten Sicherheitsvorgaben im internationalen Luftverkehr, wirft jedoch gleichzeitig Fragen bezüglich der Zuverlässigkeit einzelner Komponenten bei Langstreckenflugzeugen auf. Obwohl Triebwerksabschaltungen im Flug selten sind,

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