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Luqa: Regierung reicht Staatshilfeersuchen für Air Malta in Brüssel ein

Der maltesische Staat darf eigentlich kein weiteres Steuergeld in den Staatscarrier Air Malta pumpen, denn dies ist seit der letzten Beihilfe untersagt. Die Regierung befindet sich derzeit in Gesprächen mit der EU-Kommission ob und wenn ja in welcher Form der staatlichen Fluggesellschaft aufgrund der Corona-Pandemie unter die Flügel gegriffen werden darf. Air Malta schreibt derzeit aufgrund der langen Grounding-Phase und der anhaltend niedrigen Nachfrage hohe Verluste. Gleichzeitig setzt der Staat selbst den Carrier mit den Airlines Malta MedAir und dem Ryanair-Joint-Venture Malta Air unter Druck. Die zuerst genannte Fluggesellschaft flog bislang ausschließlich für Air Malta und wurde umgangssprachlich als „Lohndumping-Bude“ bezeichnet. Im Sommer änderte sich die Strategie und der zweite Staatscarrier wurde auf eigene Rechnung auf die Linie geschickt. Aufgrund des Subventionsverbots für Air Malta ist das Unterfangen dieser Fluggesellschaft unter die Flügel zu greifen gar nicht so einfach. Es erfordert in jedem Fall einer von der EU-Kommission zu erteilenden Sondergenehmigung. Ein formeller Antrag wurde laut dem maltesischen Wirtschaftsministerium mittlerweile gestellt. Die Entscheidung der Wettbewerbshüter steht noch aus.

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Air Malta startet Fluggarantie

Derzeit verärgern viele Fluggesellschaften ihre Kunden mit vielen Streichungen. Air Malta versucht nun Vertrauen zu schaffen und startet eine Fluggarantie. Demnach sollen die Flüge auf 15 von 21 Strecken in jedem Fall und unabhängig von der Auslastung durchgeführt werden. Auf Umbuchungsgebühren will man weiterhin verzichten. Unter der Bezeichnung „Business-Guaranteed“ bietet Air Malta ab Luqa 15 Destinationen bzw. 82 Flüge an, die während der Winterflugplanperiode 2020/21 garantiert durchgeführt werden sollen. Davon ausgenommen sind äußere Umstände wie Unwetter oder Schließung von Flughäfen, die seitens der Regierungen verfügt werden könnten. Das Unternehmen erklärt, dass man sowohl typische Ziele für Geschäftsreisende als auch Leisure-Destinationen auf die Liste gesetzt habe. Ab Luqa gibt es zu den nachstehenden Airports garantierte Verbindungen: Amsterdam, Berlin, Brüssel, Catania, Düsseldorf, Frankfurt am Main, London, Mailand, München, Moskau, Paris-CDG, Paris-ORY, Rom, Wien und Zürich. Weiters stehen noch Hamburg, Lissabon, Lyon, Madrid, Palermo und Prag auf dem Flugplan, jedoch nicht auf der „Business-Guaranteed“-Liste.

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Eurowings startet Schnelltests in Düsseldorf

Nach Austrian Airlines und Lufthansa will nun auch Eurowings Corona-Schnelltests einführen. Diese sollen ab Jahresende vorerst in Düsseldorf angeboten werden. In der ersten Phase sollen Passagiere, die zu Ferienzielen reisen, jeweils vor dem Hin- und Rückflug getestet werden. Gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk erklärte ein Eurowings-Sprecher, dass das Ziel ist, dass man so den Passagieren eine mögliche Quarantäne ersparen kann. Auch hofft man darauf, dass sichergestellt werden kann, dass sich während dem Flug niemand infizieren kann. So soll die Nachfrage angekurbelt werden. Allerdings hat die Sache auch einen Haken, denn derzeit anerkennt kein einziger EU-Staat ein negatives Antigen-Ergebnis als Ersatz für einen negativen PCR-Befund. Die Kanaren haben zwar diesen Schritt gesetzt, jedoch widerspricht diese einer jüngeren Anordnung der spanischen Zentralregierung, was für zusätzliche Verwirrung sorgt. Viele Länder, darunter auch Deutschland, akzeptieren selbst einen negativen PCR-Befund nicht als Ersatz für die Quarantäne. Dennoch spekuliert man in der Luftfahrtbranche darauf, dass ein politisches Umdenken kommt und will schlüsselfertige Lösungen anbieten. Zwar drängt die EU-Kommission mittlerweile auf dieses Verfahren, doch zeigen nur wenige Mitgliedsländer tatsächlich Interesse daran. Angaben zu möglichen Kosten für die Passagiere machte Eurowings nicht. Laut WDR soll auch am Flughafen Köln/Bonn an einer vergleichbaren Lösung für Schnelltests gearbeitet werden. Eurowings will dies jedenfalls mittelfristig auch an weiteren Airports anbieten.

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Asiana Airlines vor Übernahme durch Korean Air

Trotz Corona: Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air will den kleineren hochverschuldeten Mitbewerber Asiana Airlines übernehmen.  Der Kaufwert betrage 1,37 Milliarden Euro, teilte Südkoreas Branchenführer am Montag mit. Sobald die Übernahme abgeschlossen sei, könne man unter die zehn größten Fluggesellschaften der Welt aufsteigen, wie das Fliegermagazin CH-Aviation berichtet. Die Genehmigung der Wettbewerbsbehörde stehe noch aus. Um die Übernahmekosten zu schultern, will Korean Air im nächsten Jahr durch die Ausgabe neuer Aktien aufbringen. Damit könnte ein Rivale den anderen ausstechen. Ein ähnliches Szenario wurde in der Vergangenheit oft von Branchen-Kennern als Folge der Corona-Krise in den Raum geworfen. Frei nach dem Motto: Survival of the Fittest.

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Russland: Utair will sich zum Ultra-Lowcoster wandeln

Die russische Fluggesellschaft Utair steckt bereits seit einigen Jahren in einer finanziellen Dauerkrise. Nun überlegt man das Geschäftsmodell grundlegend zu ändern und sich in einen Ultra-Lowcoster zu verwandeln. Dies hat Netzwerkchef Dmitry Belokon während einer Konferenz durchblicken lassen. Den Weg in diese Richtung beschreitet der Carrier bereits seit einiger Zeit, denn es wurden Tarife eingeführt, in denen kein Gepäck inkludiert ist. Auch schaute man sich bei Ryanair und Wizzair das Handgepäckmodell ab. Das hat zur Folge, dass nur noch die Mitnahme einer äußerst kleinen Tasche inkludiert ist und für das IATA-Standardmaß extra zur Kasse gebeten wird. In allen Economy-Tarifen steht nun auch Paid-Catering an. Utair sieht für das geplante Geschäftsmodell großes Potential. Dabei verweist man darauf, dass Aeroflot mit der Tochter Pobeda gute Erfahrungen gemacht habe. Auch startet der Mitbewerber Ural Airlines ab dem etwas abgelegenen Flughafen Moskau-Schukowski in diesem Segment. Präsident Vladimir Putin hat diesen Airport, der erst seit 2006 wieder zivil genutzt werden darf, explizit für Billig- und Charterfluggesellschaften ausbauen lassen. Bislang hält sich das Interesse aber in sehr eng gesteckten Grenzen. Das soll sich jedoch ändern, denn russische Lowcoster sollen gezielt hier angesiedelt werden und Carriern aus anderen Ländern soll der Umzug von Vnukovo, Domodedovo und Scheremetjewo mittles billiger Gebühren schmackhaft gemacht werden. „Dies ist der Weg, den wir aus entwicklungspolitischer Sicht für uns selbst sehen. Und wir prüfen dieses Geschäftsmodell aktiv, da wir im Prinzip bereits einige Schritte in Richtung eines Semi-Low-Cost-Modells unternommen haben“, so Belkon während der russischen Luftfahrtkonferenz „Wings of the Future“.

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Wizzair fasst Russland-Expansion ins Auge

Unter Nutzung der Regeln der siebenten Freiheit will die ungarische Billigfluggesellschaft Wizzair im Dezember 2020 ihre Basis in St. Petersburg eröffnen. Dieser Schritt wurde aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben. Firmenchef Jozsef Varadi hofft auf weitere Liberalisierung in der Russischen Föderation und schließt weitere Expansion nicht aus. Um den Tourismus ankurbeln zu können erleichterte Russland die Einreisebedigungen für die Stadt Stankt Petersburg. Beispielsweise ist aus vielen Ländern kommend kein klassisches Visum mehr notwendig, sondern ein elektronischer Sichtvermerk, der online erlangt werden kann, ist ausreichend. Auch lockerte man die Regeln für die Fluggesellschaften. Diese müssen sich jedoch bei den Behörden registrieren, wenn sie von der siebenten Freiheit profitieren wollen. Wizzair war die erste EU-Airline, die diesen Schritt setzte. „Wenn wir über St. Petersburg sprechen, hoffen wir, dass dies nur der erste Schritt ist, und wenn die Gesetzgebung liberalisiert wird, können wir in anderen Regionen präsent sein. Russland ist ein wunderbarer Markt, und wir möchten, dass er sich unter regulatorischen Gesichtspunkten öffnet. Wir sind bereit solche Initiativen auf jede mögliche Weise zu unterstützen und unsere Präsenz auf dem Markt auszubauen“, so Wizzair-Konzernchef Varadi während einer Pressekonferenz. Der Manager geht davon aus, dass Erleichterungen in Sachen Visa-Erteilung auch zu einem Anwachsen der Nachfrage führen werden. Dies wäre für die Branche ein wichtiger Schritt und würde dieser in der schwierigen Zeit helfen. Doch nicht nur Russland hat Varadi im Fokus, sondern auch Georgien und Armenien. In beiden Ländern ist man schon präsent, will dies jedoch weiter ausbauen: „Wir beobachten die Situation in diesen Ländern genau

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Russland: KrasAvia mit erster ATR72-500

Die russische Regionalfluggesellschaft KrasAvia setzt mitten in der Coronakrise auf ein neues Muster. Das erste Turbopropflugzeug des Typs ATR72-500 ist am 10. November 2020 in Krasnojarsk eingetroffen und trägt nun die Registrierung RA-676111. Die Maschine befindet sich laut CH-Aviation.com im Eigentum der Erik Thun Group und zwar zuvor bei Braathens Regional Airways im Einsatz. KrasAvia will die Teilflotte auf insgesamt drei Einheiten aufstocken. Diese ersetzen ältere Maschinen aus Sowjetzeiten. Weiters hat der Carrier drei Ilyushin Il-114 bestellt. Diese sollen ab 2023 ausgeliefert werden. Dieses Muster ist äußerst selten, denn zwischen 1986 und 2012 wurden nur 20 Exemplare gefertigt. Die Produktion soll – den aktuellen Plänen der russischen Regierung nach – ab 2022 wieder aufgenommen werden. Die Il-114 soll dann wieder als modernisierte Variante erhältlich sein.

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1.000 Emirates-Piloten blüht unbezahlter Urlaub

Rund 1.000 Piloten von Emirates Airline stehen schwierige Zeiten bevor, denn der Carrier beabsichtigt diese für ein Jahr auf unbezahlten Urlaub zu schicken. Hintergrund ist, dass die meisten Flugzeugführer nicht über die Staatsbürgerschaft der Vereinigten Arabischen Emirate verfügen, dies jedoch in Dubai Voraussetzung für die Inanspruchnahme staatlicher Hilfsprogramme ist. Dass Emirates Stellen abbauen will, ist keine Neuigkeit. Bereits im Juli 2020 erklärte Konzernchef Tim Clark, dass bis zu 9.000 Jobs auf der Kippe stehen. Es wurden bereits etwa 1.200 Piloten gekündigt. Auch viele Flugbegleiter traf es, jedoch ist die genaue Anzahl der Kündigungen in diesem Bereich nicht bekannt. Derzeit stehen 104 von 114 Airbus A380 auf dem Boden. Emirates ist der weltgrößte Betreiber dieses Musters. Auf Anfrage erklärte ein Sprecher in Dubai: „Wir können bestätigen, dass wir einigen unserer Piloten 12 Monate lang unbezahlten Urlaub mit der Möglichkeit eines vorzeitigen Rückrufs zum Dienst, abhängig davon, wie schnell sich die Nachfrage erholt und unsere betrieblichen Anforderungen erfüllt, angeboten haben. Während des unbezahlten Urlaubs wird das Unternehmen weiterhin Unterkünfte zur Verfügung stellen sowie Krankenversicherung und andere Zulagen bezahlen. Wir tun weiterhin alles, um unseren Talentpool für die Erholung nach der Pandemie zu schützen, müssen aber auch die Auswirkungen der aktuellen Situation in Bezug auf unsere Geschäftstätigkeit und Kostenbasis beachten. Konzernweit setzen wir verschiedene Angebote um, darunter unbezahlten Urlaub und flexiblere Arbeitszeitmodelle“.

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Österreich macht wieder dicht: Das sind die Regeln

Die österreichische Bundesregierung verschärft ab 17. November 2020 die Corona-Maßnahmen drastisch. Der Hauptausschuss des Nationalrats stimmte für die so genannte Covid-19-Notmaßnahmenverordnung. Die Opposition verweigerte jedoch geschlossen die Zustimmung. Die neuen Regeln sind auch von Reisenden zu beachten. Das Sozialministerium schreibt in einer Aussendung, dass vorerst die nachstehenden Ausgangsbeschränkungen bzw. Ausnahmen von diesen gelten: „Das Verlassen des privaten Wohnbereichs und der Aufenthalt außerhalb des privaten Wohnbereichs sind nur zu folgenden Zwecken zulässig: Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum Betreuung von und Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen sowie Ausübung familiärer Rechte und Erfüllung familiärer Pflichten Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, wie insbesondere der Kontakt mit dem/der nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden LebenspartnerIn oder der Kontakt mit einzelnen engsten Angehörigen bzw. einzelnen wichtigen Bezugspersonen, mit denen in der Regel mehrmals wöchentlich Kontakt gepflegt wird die Versorgung mit Grundgütern des täglichen Lebens die Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen die Deckung eines Wohnbedürfnisses die Befriedigung religiöser Grundbedürfnisse, wie Friedhofsbesuche und individuelle Besuche von Orten der Religionsausübung, sowie die Versorgung von Tieren. berufliche Zwecke und Ausbildungszwecke, sofern dies erforderlich ist. Aufenthalt im Freien zur körperlichen und psychischen Erholung zur Wahrnehmung von unaufschiebbaren behördlichen oder gerichtlichen Wegen zur Teilnahme an gesetzlich vorgesehenen Wahlen und zum Gebrauch von gesetzlich vorgesehenen Instrumenten der direkten Demokratie zum Zweck des Betretens von Orten und Kundenbereichen von Betriebsstätten, deren Betreten nach dieser Verordnung zulässig ist und zur Teilnahme an in der Verordnung aufgezählten Veranstaltungen“ Zum Abstand und zur MNS-Pflicht schreibt das Ministerium: „Es gilt auch weiterhin die Abstandspflicht von mindestens

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Portugal: Ryanair klagt gegen Sata-Staatshilfe

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair kündigt weitere Klagen gegen Staatshilfen für Airlines an. Diesmal trifft es Azores Airlines und Sata Air Acores. Chefjurist Juliusz Komorek bezeichnet die Beihilfe als „illegal“ und will vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. „Dies ist ein interessanter Fall. Die Europäische Kommission genehmigte teilweise staatliche Beihilfen für SATA und es wurde auch eine Untersuchung zu alten Rekapitalisierungsmaßnahmen eingeleitet. Es gab drei verschiedene Rekapitalisierungsmaßnahmen zugunsten von SATA, die der Europäischen Kommission nicht mitgeteilt wurden. Wenn diese Art von Hilfe nicht mitgeteilt wird, ist sie illegal“, so Komorek gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa. „Wir sind uns der Bedeutung von SATA für die Gewährleistung der Konnektivität zwischen den Azoren und dem Kontinent bewusst, aber eine Sache, die in diesem Prozess übersehen wurde, war, dass es auch andere Fluggesellschaften wie Ryanair gibt, die dies tun.“ Die EU-Kommission gab am 18. Oktober 2020 grünes Licht für 133 Millionen Euro, die der Staat Portugal dem Carrier bereitgestellt hat. Argumentiert wurde die Beihilfe unter anderem damit, dass die Konnektivität zwischen den Azoren und dem Festland weiterbestehen muss.

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