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Oktober: 95 Prozent weniger Passagiere in Heathrow

Der größte Flughafen des Vereinigten Königreichs, London-Heathrow, verzeichnete im Oktober 2020 einen 95-prozentigen Rückgang. Gezählt wurden 1,25 Millionen Passagiere. Im Vorjahresmonat waren es 7,06 Millionen Fluggäste. Ähnlich wie die Konkurrenz in Luton geht auch das Management in Heathrow davon aus, dass der Rückgang im November 2020 noch drastischer Ausfallen wird. Hintergrund ist, dass der britische Lockdown einige Reiserestriktionen, die sich sehr nachteilig auf die Nachfrage auswirken, vorsieht. Flughafenchef John Hollande-Kaye kritisiert, dass die Regierung auf starrer Quarantäne beharre und kaum Testmöglichkeiten für Reisende ermöglicht. Das “Freitesten” ist in UK derzeit nicht möglich. Die Nachfrage bricht daher immer weiter ein. Auch soll es aus der Sicht des Heathrow-Vorstands kaum Unterstützung für die Airports, Airlines und Tour Operator geben.

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Lufthansa: Vereinigung Cockpit bessert das Angebot nach

Die Vereinigung Cockpit legt für mögliche Einsparungen bei Lufthansa ein Sparangebot in der Höhe von 155 Millionen Euro vor. Dieses betrifft die Flugzeugführer von Lufthansa, Lufthansa Cargo Germanwings und Lufthansa Aviation Training. Die Gewerkschaft sieht nun den Arbeitgeber am Zug. Die VC ist der Ansicht, dass der Fokus während der Krise auf der Liquiditätssicherung liegen muss. Daher bietet man eine Verlängerung des Unterstützungspakets von 1. Jänner 2021 bis zum 30. Juni 2022 an. Insgesamt werden so über die Laufzeit Einsparungen in der Höhe von 450 Millionen Euro erzielt. Dabei sind Kurzarbeit, Lohnverzicht und Zugeständnisse bei der Altersversorgung berücksichtigt. Im Gegenzug fordert die Vereinigung Cockpit einen Kündigungsschutz bis inklusive 31. Dezember 2022. „Die in diesem Frühjahr vereinbarten und nun zusätzlich angebotenen Zugeständnisse belaufen sich auf einen Wert von insgesamt über EUR 600 Millionen. Dies entspricht gegenüber der Vorkrisenzeit Gehaltsreduzierungen von bis zu 50 Prozent. Die Piloten gehen hiermit an ihre finanzielle Belastungsgrenze, um dem Unternehmen zu helfen“, so Markus Wahl, VC-Präsident. „Das Unterstützungspaket bietet Lufthansa die Möglichkeit, nach der Krise mit maximaler Flexibilität auf Marktentwicklungen reagieren zu können, um so gestärkt aus der Krise zu kommen, sollte der Markt die Möglichkeit bieten“. Eine besondere Herausforderung in der Zeit nach der Krise wird beim Wiederhochfahren des Flugbetriebes die aufwendige Requalifizierung eines Großteils des sich in Kurzarbeit befindenden Cockpitpersonals sein. Das von der VC heute unterbreitete Unterstützungspaket gibt Lufthansa die Flexibilität, schnell und reibungslos aus der Krise zu starten, sowie eventuell frei gewordene Märkte zu besetzen.

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Keine Quarantäne: Touristen können mit negativem PCR in Chile einreisen

Ab Dezember 2020 steht das südamerikansiche Land Chile wieder Touristen aus aller Welt offen. Unabhängig von ihrer Herkunft und den Fallzahlen im jeweiligen Heimatland soll die Einreise über den Flughafen Santiago de Chile möglich sein. Voraussetzung ist allerdings, dass bei der Grenzkontrolle ein negativer PCR-Befund, der nicht älter als 72 Stunden ist, vorgelegt wird. Weiters muss ein Formular ausgefüllt werden. In diesem müssen Angaben zum Herkunfts- und Zielort sowie zum geplanten Aufenthaltsort in Chile gemacht werden. Auch sind einige Fragen zum aktuellen Gesundheitszustand zu beantworten. Eine Absonderung der Touristen findet nicht mehr statt, jedoch ist es notwendig, dass für eventuelles Contact Tracing die Wege der ersten 14 Tage nach Ankunft nachvollziehbar sind. Touristen sind verpflichtet die lokalen Gesundheitsbehörden bei eventuellen Symptomen sofort zu informieren. Dies gilt aber auch für die Einheimischen. Chile erhofft sich mit der Lockerung, die derzeit nur für Einreisen, die über den Flughafen Santiago de Chile erfolgen, einen Aufschwung der am Boden liegenden Touristik-Branche.

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Q3/2020: Embraer lieferte 28 Jets aus

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer lieferte im dritten Quartal des Jahres 2021 insgesamt 28 Maschinen aus. Dabei handelte es sich um sieben Verkehrsflugzeuge und 21 Business Jets. Den Umsatz beziffern die Brasilianer mit 759 Millionen U.S.-Dollar. Unter dem Strich steht jedoch ein Quartalsverlust in der Höhe von 121 Millionen U.S.-Dollar. Der Auftragsbestand per 30. September 2020 ist mit 15,1 Milliarden U.S.-Dollar kommuniziert worden. Nach dem Aus für die Zusammenarbeit mit Boeing befindet sich der Konzern auf der Suche nach einem alternativen Partner. Die Geschäftsleitung deutete kürzlich an, dass man diesen eventuell für das E2-Programm gefunden haben könnte. Offizielle Details wurden aber noch nicht bekanntgegeben.

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Wizzair verpasst Jozsef Varadi einen unbefristeten Vertrag

Die Wizzair Group verpasste ihrem Konzernchef Jozsef Varadi einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Bislang war der Kontrakt – wie bei Spitzenmanagern üblich – immer auf ein paar Jahre befristet. Das ändert sich nun. Das Unternehmen teilte mit, dass die Konditionen im wesentlichen unverändert bleiben. Die Entfristung würde allerdings das Vertrauen des Aufsichtsrats in die Fähigkeiten des ungarischen Firmenchefs unterstreichen. Varadi steht seit der Gründung im Juli 2003 an der Spitze der Billigfluggesellschaft. Die operative Tochter Wizzair Hungary wird von Stephen Jones geleitet. Der Neuseeländer fungiert in der Holdinggesellschaft als Stellvertreter von Jozsef Varadi.

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Qatar Airways schafft die First Class ab

Das waren noch Zeiten: Qatar Airways, Emirates Airline und Etihad Airways übertrumpften sich regelmäßig gegenseitig mit immer luxuriösen First-Class-Kabinen. Der Golfcarrier aus Doha zog sich früh aus diesem Rennen zurück, behielt aber in der A380 einen “Fuß in der Tür”. Damit ist jetzt Schluss. Qatar Airways bietet künftig keine First Class mehr an. Das Tarifsystem wurde grundlegend umgestellt. Künftig gibt es je drei Tarife in der Business- und Economy-Class. Zuletzt hatte man die Erste Klasse nur noch im Maschinentyp Airbus A380 eingebaut. Diese sind aber aufgrund der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit abgestellt. Ob sie jemals wieder abheben werden, ist ungewiss. Qatar Airways äußerte sich in der Vergangenheit wiederholt, dass der Absatz in der First Class nicht zufriedenstellend ist. Daher baute man diese aus bzw. Neuauslieferungen hatten keine Erste Klasse mehr. Wie erwähnt: Im A380 verlieb diese noch.

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Friedrichshafen: Sun Air verschiebt Comeback in den August 2021

Eigentlich wollte der British-Airways-Franchisenehmer Sun Air of Scandinavia kurz vor Weihnachten 2020 ab Friedrichshafen zumindest die Düsseldorf-Strecke reaktivieren. Ab Billund wollte man schon ab Anfang November 2020 wieder fliegen. Wollte, denn daraus wird nun nichts, denn das Comeback wurde gar in den August 2021 verschoben. Auf eigene Rechnung ist Sun Air derzeit gar nicht unterwegs. Lediglich im Auftrag von Astra Zeneca, ein Pharmakonzern, auf dem Hoffnungen hinsichtlich eines Corona-Impfstoffs lasten, führt man Werksverkehrsflüge zwischen Göteborg, Cambringe und Manchester durch. Die Strecken, die man vor der Pandemie eigenwirtschaftlich bedient hatte, ruhen weiterhin. Die zuletzt angekündigten Wiederaufnahmen wurden abgesagt. Friedrichshafen war für Sun Air ein gemischter Erfolg, denn die Flüge nach Hamburg erwiesen sich als finanzieller Flop. Maßgeblich dürften sowohl die Nachfrage als auch das im Betrieb sündhaft teure Fluggerät des Typs Dornier 328-Jet beigetragen haben. Auch bediente man kurzzeitig eine Flugverbindung ins französische Toulouse, die insbesondere für Airbus und MTU interessant gewesen sein dürfte. Weder Twinjet, noch Sun Air schafften es die Strecke dauerhaft erfolgreich zu betreiben. Die Folge daraus ist, dass der BA-Franchisenehmer momentan nur noch die Wiederaufnahme der Düsseldorf-Route ins Auge fasst. Die Wiederaufnahme der Linienflüge ist allerdings um stolze neun Monate in den August 2021 verschoben worden, wie aus einer Medienmitteilung von Sun Air of Scandinavia hervorgeht. Für Friedrichshafen ist die Entscheidung der Dänen ein herber Rückschlag, denn momentan hat man gar keine regelmäßigen Linienflüge. Lufthansa stellte die Anbindung an das Drehkreuz Frankfurt am Main erneut ein. Andere Fluggesellschaften zogen sich aufgrund der Krise zumindest temporär zurück. Mit

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American Airlines führt weitere Kapitalerhöhung durch

Das Oneworld-Mitglied American Airlines beabsichtigt sich über eine weitere Kapitalerhöhung zusätzliche Liquidität auf dem Kapitalmarkt zu beschaffen. Der Konzern teilte mit, dass dazu bis zu 38,5 Millionen neue Aktien ausgegeben werden sollen. Diese sollen um etwa 13 U.S.-Dollar pro Stück zum Kauf angeboten werden. Der Carrier beabsichtigt über die Kapitalerhöhung rund 500 Millionen U.S.-Dollar in die aufgrund der Coronakrise klammen Kassen zu bekommen. Die Bank of America fungiert als Partner dieser Kapitalmarkttransaktion und will selbst 5,8 Millionen Anteilsscheine zeichnen. American Airlines gab bereits im Juni 2020 sowohl eine Wandelanleihe als auch neue Aktion aus. Dadurch wurden rund 1,5 Milliarden U.S.-Dollar eingenommen. Der Verlust ist jedoch erdrückend: Das Defizit lag allein im dritten Quartal des Jahres 2020 bei etwa 2,4 Milliarden U.S.-Dollar. Aufgrund der Beendigung eines Programms der Trump-Regierung droht nun vielen Mitarbeitern die Arbeitslosigkeit.

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Oktober: Boeing kassierte 12 B737-Max Stornos

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing kassierte im Oktober 2020 zwölf weitere Stornos für den Maschinentyp B737-Max. Seit Jahresanfang wurden 448 Einheiten abbestellt, wie aus den vom Hersteller veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Im Gegensatz zu Airbus konnten die Amerikaner im Oktober 2020 keine einzige Neubestellung an Land ziehen. Ausgeliefert wurden 13 Flugzeuge. Im Vorjahresmonat waren es 20 Einheiten. Die FAA soll unmittelbar vor der Aufhebung des Flugverbots für die 737-Max stehen, jedoch wird bis zum tatsächlichen kommerziellen Einsatz noch einige Zeit vergehen. Southwest rechnet nicht mit einem Einsatz im ersten Quartal des Jahres 2021.

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Deutschland: Verbraucherzentrale fordert Ende der Vorkasse bei Flugtickets

Deutsche Konsumentenschützer unternehmen einen neuen Anlauf die bisherige Verkaufspraxis bei Flugtickets zu ändern. Der Chef des des Bundesverband Verbraucherzentrale fordert, dass Flugscheine erst wenige Tage vor Abflug bezahlt werden müssen. Vor einigen Jahren unternahm die Konsumentenschutzorganisation bereits einen ähnlichen Anlauf und argumentierte damit, dass die Vorauskasse bei Tickets gegen das Prinzip Ware gegen Geld verstoßen würde. Geklagt wurden einige Airlines, jedoch unterlag die Verbraucherzentrale. Das Höchstgericht argumentierte damit, dass ein günstigerer Preis bei langfristiger Buchung mit Vorauszahlung die Praxis rechtfertigen würde. Gegenüber der Rheinischen Post führte Vebraucherzentrale-Chef Müller aus, dass die Fluggesellschaften während der Corona-Krise das Gesetz missachtet haben und so gravierende Nachteile für Konsumenten entstanden sind. Diese müssten mehrere Monate auf die Erstattung ihrer Tickets warten und in vielen Fällen ist unklar, ob jemals eine Rückzahlung erfolgen wird. Das Verhalten der Airlines bezeichnete Müller als “peinlich und skandalös” und verweist darauf, dass viele Anbieter milliardenschwere Staatshilfe erhalten haben. Die Anzahl der Beschwerden über Reiseveranstalter und Fluggesellschaften wäre in diesem Jahr massiv gestiegen. Man habe bundesweit bereits 80.000 Fälle. Dieser Wert liegt – so Müller – um das Zwanzigfache über dem Vorjahreswert. Die überwiegende Mehrheit betrifft bis dato nicht geleistete Rückzahlungen für Tickets und Reisen, die aufgrund der Coronakrise nicht angetreten werden konnten und obendrein der Anbieter die Durchführung selbst abgesagt hatte. Der Bundesverband Verbraucherzentrale forderte zahlreiche Fluggesellschaften, Reisebüros und Tour Operator zur Unterlassung der Vorkasse-Praxis, aber auch zur Einhaltung des Gesetzes und somit zur Rückzahlung der Kundenforderungen auf. Unter anderem gegen Tui, Easyjet, Condor und Eurowings zog man sogar

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