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KLM stattet Boeing 737 und Embraer 190/195 mit neuen Sitzen aus

Die niederländische Fluggesellschaft KLM erteilte Recaro einen Großauftrag: Insgesamt wurden 5.500 Sitze des Typs SL3710 bestellt. Diese sollen in die Maschinentypen Embraer 190/195 und Boeing 737-800 eingebaut werden. Für Recaro bedeutet dieser Auftrag auch, dass ein Schritt in Richtung Regionalverkehrsflugzeuge gemacht wird. KLM erwartet sich von den neuen Sitzen insbesondere laufende Kosteneinsparungen. Das Gewicht ist aufgrund der Leichtbauweise mit etwa acht Kilogramm pro Sessel recht niedrig. Dadurch sollen die Treibstoffkosten sinken. Laut Recaro soll der Vorteil pro Flugzeug und Jahr bei „einigen tausend Euro“ liegen. „Wir sind begeistert, dass unser langjähriger Partner KLM der Erstkunde für unseren neuen SL3710 ist, da wir beide auf das Ziel hinarbeiten, Flugreisen komfortabler, nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Dies ist nicht nur unser erster Schritt in den Regionalflugverkehr, sondern es ist auch das erste Mal, dass Recaro Flugzeuge von Embraer ausstattet. Diese Gelegenheit nehmen wir nicht auf die leichte Schulter, und wir freuen uns darauf, unsere Vision des ‚Fahrkomforts am Himmel‘ weiter zu verfolgen“, so Recaro-Aircraft-Seating-Chef Mark Hiller.

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Geplatzter Verkauf: Corendon verklagt Sunweb Group

Der türkische Corendon-Konzern wollte seine niederländische Fluggesellschaft Corendon Dutch Airlines an die Sunweb Group verkaufen. Eigentlich, denn der Deal platzte und landet nun vor Gericht. Der Verkäufer klagt den abgesprungenen Käufer. Ein wenig erinnert die Geschichte an den geplatzten Deal zwischen Condor und der polnischen Staatsholding PGL. Auch diese Angelegenheit ist gerichtsanhängig, denn die deutsche Ferienfluggesellschaft fordert vom abgesprungen Käufer Schadenersatz in Millionenhöhe. In den Niederlanden ist es wenig anders, denn dort ist ein Verfahren gegen die Sunweb Group vor einem Gericht in Amsterdam anhängig. Die Sunweb Group bestätigte, dass man vom Verkäufer verklagt wurde. Im ursprünglichen Kaufvertrag waren auch die Veranstalteraktivitäten in den Niederlanden und Belgien sowie Teile der Verwaltung in der Türkei enthalten. Sunweb zog sich am 3. Juni 2020 zurück und begründete den Schritt damit, dass die vereinbarten Bedingungen seitens der Corendon-Gruppe nicht erfüllt wurden. Das sieht man auf der Verkäuferseite gänzlich anders: Man beruft sich unter anderem darauf, dass es im Oktober 2020 seitens der Wettbewerbsbehörde grünes Licht gab und ist über das Verhalten der Sunweb Group erbost. In niederländischen Zeitungen äußert sich Corendon dahingehend, dass es ein „typisches Verhalten von Investmentfonds in der Coronakrise“ wäre. Seit dem Vorjahr befindet sich Sunweb im Eigentum von Triton. Nun liegt die Angelegenheit auf dem Schreibtisch eines Richters in Amsterdam. Die Justiz muss nun entscheiden, ob Sunweb zum Kauf verpflichtet ist, Schadenersatz bezahlen muss oder eben nicht. Der Ausgang des Verfahrens, das sich mit hoher Wahrscheinlichkeit durch mehrere Instanzen ziehen wird, bleibt daher abzuwarten.

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Finnland lässt die Grenzen bis Mitte Dezember 2020 zu

Finnland steht derzeit in Sachen Corona-Neuinfektionen als einziges EU-Land gar nicht so schlecht da. Damit begründet die Regierung nun auch, dass man die Grenzen bis mindestens 13. Dezember 2020 geschlossen halten wird. Es gäbe überhaupt keinen Grund dafür die Beschränkungen innerhalb des Schengenraums zu lockern, ist in einer Erklärung zu lesen. Die Folge daraus ist, dass touristische Einreisen fast unmöglich sind. Es gibt Ausnahmen für Geschäftsreisen bzw. wichtige Gründe und insbesondere den kleinen Grenzverkehr mit Schweden und Norwegen. Ansonsten ist die Einreise derzeit den Bewohnern Finnlands, unabhängig von der Staatsbürgerschaft, vorbehalten. Ist man zum Betreten des finnischen Staatsgebiets berechtigt, so blüht aus dem Ausland kommend eine zehntägige Quarantäne. Um diese „abkürzen“ zu können, müssen gleich zwei PCR-Testungen negativ absolviert werden. Finnland empfiehlt den eigenen Bewohnern das Staatsgebiet nicht zu verlassen, ein explizites Verbot gibt es jedoch nicht.

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Vietnam Airlines erhält 439 Millionen Euro vom Staat

Der Staat wird Vietnam Airlines mit 12 Billionen Dong unter die Arme greifen. Die Nationalversammlung erteilte am Dienstag hierfür grünes Licht. Umgerechnet in Euro wird das Unternehmen somit etwa 439 Millionen Euro erhalten. Gleichzeitig ergreift die Regierung weitere Maßnahmen. Bestehende Kredite bei der Staatsbank werden verlängert. Zusätzlich werden neue Aktien ausgegeben, die komplett von der Regierung im Namen des Staats gezeichnet werden. Vietnam Airlines geriet wie viele andere Fluggesellschaften auch durch die Coronakrise erheblich unter Druck. Der Carrier ist seit 2010 Mitglied der Luftfahrtallianz SkyTeam, arbeitet jedoch auch mit dem Star-Alliance-Mitglied ANA eng zusammen. Vor der Coronakrise bestand die Flotte aus 105 Flugzeugen, darunter 20 Airbus A321neo, 14 A350-900, 11 Boeing 787-9 und vier 787-10.

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Delta lässt Mittelsitze bis März 2021 frei

Während in Europa immer mehr Fluggesellschaften den „freien Mittelsitz“ als zusätzliche Einnahmequelle entdecken, hat Delta Air Lines dafür bislang nichts verlangt. Nun teilte das Unternehmen mit, dass diese Praxis bis zumindest März 2021 beibehalten werden soll. Die EASA empfiehlt den Fluggesellschaften, dass die Mittelsitze, sofern es die Auslastung zulässt, frei bleiben sollen. Es handelt sich aber nur um eine Empfehlung und es gibt auch keinerlei Vorschrift dafür dies tatsächlich umzusetzen. In zahlreichen Staaten, darunter Österreich, ist in den Corona-Verordnungen festgelegt, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln – inklusive Luftfahrt – der Mindestabstand unterschritten werden darf. In der Praxis scheren sich in Europa die wenigsten Fluggesellschaften um das Bedürfnis nach mehr Abstand. Gelegentlich kommt es selbst bei sogenannten „Premium-Airlines“ vor, dass die Passagiere im hinteren Teil der Kabine „zusammengepfercht“ werden, während der Rest der Kabine leer bleibt. Das hat seinen guten Grund, wie ein Berufspilot gegenüber Aviation Direct erklärt: Die meisten Maschinentypen können so bei geringer Auslastung besonders treibstoffeffizient betrieben werden und die Airline spart damit Geld. Das ist jedoch nicht bei jedem Flugzeugtyp ratsam und hängt sehr stark davon ab wie viele Fluggäste es tatsächlich sind. Der Pilot führte auch aus, dass „zum Beispiel“ bei der DHC Dash 8-400 das ab etwa zehn Passagieren nicht mehr möglich ist, sondern diese sind aus technischen Gründen gleichmäßig durch die Kabine zu verteilen. Bei Delta Air Lines wird man wohl das Chaos der Europäer mit ein wenig Unverständnis sehen, denn die meisten Flüge sind ohnehin schwach ausgelastet, so dass das Blockieren des Mittelsitzes – sofern

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Russland: Auch aus Smartavia wird ein Lowcoster

Bis vor wenigen Jahren war das Geschäftsmodell „Billigflieger“ in der Russischen Förderation regelrecht verpönt. Aeroflot brachte mit Dobrolet den ersten Lowcoster auf den Markt, doch dieser war ein Rohrkrepierer und hielt sich weniger als ein Jahr auf dem Markt. Dem Nachfolger verpasste man den durchaus präpotenten Namen „Pobeda“, russisch für „Sieg“. Dobrolet musste aufgrund von Sanktionen, die seitens der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika erlassen wurden, den Betrieb einstellen. Diese untersagten Bürgern und Firmen jegliche Geschäftsbeziehungen mit dem Aeroflot-Ableger. Damit war das junge Unternehmen rasch die Leasing-Flotte los. Dem Nachfolger verpasste man den Namen „Pobeda“, wohl auch deswegen, weil man durch die Neugründung die Sanktionen umgehen konnte. Bedingt durch die Corona-Krise kommen immer mehr russische Luftfahrtunternehmen auf die Idee sich in Lowcoster oder gar Ultra-Lowcoster zu verwandeln. Zuletzt kündigte dies unter anderem Utair an. Smartavia bestätigte nun gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax, dass man sich ebenfalls in die Billigfluggesellschaft transformieren wird. Deputy-CEO Denis Pomerantsev sagte gegenüber Interfax, dass die Geschäftsleitung den Standpunkt vertritt, dass es nur mit einem Lowcost-Geschäftsmodell möglich sein wird die nächsten drei bis vier Jahre zu überleben. Der Sommer 2020 wäre gar nicht so schlecht gelaufen, aber seit Oktober 2020 fallen die Passagierzahlen erneut sehr stark. Nun will man den Flugbetrieb minimal halten und so Kosten einsparen. In der warmen Jahreszeit des kommenden Jahres will Smartavia den russischen Markt mit einer aggressiven Preisstrategie aufmischen. Die dafür notwendigen Schritte habe man bereits eingeleitet. So verweist Pomerantsev darauf, dass Speisen und Getränke kostenpflichtig werden, nur noch die

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Regierung pumpte sieben Milliarden Dollar in Saudi Arabian Airlines

Kräftige finanzielle Unterstützung von der Regierung erhielt Saudi Arabian Airlines bereits vor der Coronakrise: Im Vorjahr pumpte der Staat 3,6 Milliarden U.S.-Dollar in das Luftfahrtunternehmen und legte im Frühjahr 2020 nochmals 1,8 Milliarden U.S.-Dollar nach. Diese direkten Zuschüsse sind aber nicht alles: Der Carrier soll weiteres Geld von der Regierung Saudi-Arabiens erhalten haben. Reuters berichtet, dass über Bürgschaften und das Aufkaufen neuer Aktien wesentlich mehr Finanzmittel eingeschossen wurden. Der Flugbetrieb von Saudi Arabian Airlines war bereits lange vor der Coronapandemie defizitär. In Summe soll die Regierung etwa sieben Milliarden U.S.-Dollar zur Verfügung gestellt haben, um so das Unternehmen vor dem Kollaps bewahrt haben.

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Plus Ultra: Sitze raus aus dem A340, Fracht rein

Die spanische Charterfluggesellschaft Plus Ultra verwandelt einen ihrer Airbus A340-600 in einen Frachter. Dazu werden die Passagiersitze entfernt. Laut dem Carrier handelt es sich um die EC-NFQ, deren 376 Plätze entfernt werden. Plus Ultra ist bereits seit einiger Zeit mit Passagierflugzeugen im Frachtgeschäft tätig. Mangels Nachfrage nahm man Cargo-Aufträge an. Nun soll die Kapazität dieser Maschine durch eine temporäre Konvertierung erhöht werden. Insgesamt wird man dann etwa 328 Kubikmeter oder bis zu 68 Tonnen Fracht transportieren können.

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El Al und Etihad vereinbaren intensive Zusammenarbeit

Das Eis zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel schmilzt immer weiter, denn nun unterfertigten El Al und Etihad Airways eine Absichtserklärung, die in eine tiefgehende Zusammenarbeit münden soll. Die neue Freundschaft zwischen den beiden Fluggesellschaften ist ein weiterer Höhepunkt in den noch jungen diplomatischen Beziehungen der beiden Länder. Konkret wollen Etihad Airways und El Al in den Bereichen Cargo, Wartung und Vielfliegerprogramm zusammenarbeiten. Auch wird man im Passagierbereich kooperieren und zwar Codeshares auf zahlreichen Strecken etablieren. So sollen Fluggäste des Golfcarriers künftig in Tel Aviv auf El-Al-Flüge umsteigen können und umgekehrt jene der größten Fluggesellschaft Israels in Abu Dhabi auf Etihad-Verbindungen. Der Startschuss für die Zusammenarbeit ist nun mit der beiderseitigen Unterfertigung der gefallen, die Details werden in den nächsten Wochen und Monaten ausgehandelt und dann gemeinsam umgesetzt.

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DER-Reisebüros verlangen nun Geld für die Beratung

Bislang war die Beratung in fast allen Reisebüros kostenfrei und die Vermittlung von Pauschalreisen war aufgrund der Provisionen so gut wie nie mit Kosten verbunden. Bei der Buchung anderer Leistungen, beispielsweise Flugtickets, erheben aber die meisten Agenturen eine Gebühr. Nun preschen die DER-Reisebüros vor und machen die Beratung generell kostenpflichtig. Während Pauschalreisen ein zuverlässiges Standbein sind, konnten die in den verschiedensten Agenturen tätigen Touristiker in den letzten Jahren ein Phänomen beobachten: Kunden haben sich im Reisebüro beraten lassen, Hotels zeigen lassen und so weiter. Gebucht wurde dann aber übers Internet bei Lowcostern und über Vermittlungsportale. Verboten ist das natürlich nicht, denn Preise vergleichen und sich lediglich über das Angebot informieren ist keine Kaufverpflichtung. Die Krise führt jetzt dazu, dass viele Reisebüros über Beratungspauschalen nachdenken. Diese sollen, falls der Kunde nichts kauft, zumindest den Personalaufwand abdecken. Noch hadern viele mit der Entscheidung, aber die DER-Reisebüros preschen jetzt vor und teilten mit, dass zwei kostenpflichtige Beratungspakete eingeführt werden. Liegt der Reisepreis bis maximal 500 Euro, so erhebt DER eine Gebühr in der Höhe von 15 Euro. Ab 501 Euro werden 30 Euro fällig. Dabei handelt es sich um die Servicepauschalen für das Basispaket, die laut Mitteilung unter anderem individuelle Reisebausteine, Preisvergleiche, Einreiseinformationen, die Nutzung der App mit Kontaktfunktion zum Berater und einen Kofferanhänger beinhalten. Sollen jedoch beispielsweise Sitzplatzreservierungen getätigt werden, Sonderwünsche an Hotels übermittelt werden, die elektronischen Reiseunterlagen auf Papier ausgehändigt werden oder aber Genehmigungen eingeholt werden, fallen bis 500 Euro Auftragswert 34 Euro an. Ab 501 Euro kostet das Plus-Paket sogar

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