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Geldstau in Mosambik: Airlink kämpft um die Rückführung von Ticket-Einnahmen

Die südafrikanische Fluggesellschaft Airlink steht vor einem gravierenden operativen und finanziellen Problem in Mosambik. Das Unternehmen ist optimistisch, daß die mosambikanischen Behörden bald eine Lösung für die Blockade der Gelder aus dem Ticketverkauf finden werden, nachdem es mit einer Einstellung der Ticketverkäufe gedroht hatte. Der Fall von Airlink ist dabei kein Einzelfall, sondern reiht sich ein in eine wachsende globale Problematik. Die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) hat Mosambik jüngst als den Staat mit den weltweit größten Schwierigkeiten bei der Rückführung von Airline-Einnahmen eingestuft. Die andauernde Blockade der Gelder stellt eine erhebliche Belastung für die Fluggesellschaften dar und bedroht die internationale Konnektivität des Landes. Das operative Dilemma: Blockierte Gelder belasten die Fluggesellschaften Für internationale Fluggesellschaften ist die Möglichkeit, ihre im Ausland erwirtschafteten Einnahmen in die Heimatwährung zu überführen, ein grundlegendes Element ihres Geschäftsmodells. Die Hauptkosten einer Fluggesellschaft, wie Treibstoff, Flugzeugleasingraten und Wartungskosten, werden in der Regel in stabilen Währungen wie dem US-Dollar beglichen. Wenn Einnahmen, die vor Ort in lokaler Währung (in Mosambik der Mozambikanische Metical) generiert werden, nicht in die Heimatwährung umgewandelt und repatriiert werden können, gerät die Bilanz der Fluglinie in Schieflage. Sie kann ihre Betriebskosten nicht mehr decken und die Nachhaltigkeit der Flugverbindungen ist gefährdet. Genau dieses Dilemma schilderte Airlink in einem internen Schreiben, das am 20. August 2025 an die mosambikanische Vereinigung der Reisebüros und Reiseveranstalter (AVITUM) gesandt und später an die lokalen Medien weitergegeben wurde. Der Fluggesellschaft zufolge setzten die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Rückführung der Gelder ihre gesamten Operationen in Mosambik unter „erheblichen Druck“ und bedrohten

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Frankreichs Himmel in der Schwebe: Neuer Fluglotsenstreik angekündigt

Die europäische Luftfahrt steht erneut vor einer Bewährungsprobe. Eine Mehrheitsgewerkschaft der französischen Fluglotsen, die SNCTA, hat für den 18. September 2025 einen weiteren Streik angekündigt. Die Ankündigung vom 26. August folgt auf das Scheitern eines Dialogs mit der Direction Générale de l’Aviation Civile (DGAC), der nationalen Zivilluftfahrtbehörde. Die Fluglotsen fordern eine Lohnanpassung an die Inflationsentwicklung im Jahre 2024 sowie eine grundsätzliche Überarbeitung der Arbeitsbeziehungen. Die Nachricht löst bei Fluggesellschaften und Reisenden in ganz Europa grosse Besorgnis aus, da ein ähnlicher Streik im Juli 2025 bereits zu massiven Störungen im Flugverkehr führte. Die anhaltende Auseinandersetzung: Die Forderungen der Fluglotsen Die Arbeitsniederlegung der Fluglotsen ist das Resultat einer langjährigen, angespannten Beziehung zwischen den Beschäftigten und der staatlichen Luftfahrtbehörde. Im Mittelpunkt der aktuellen Forderungen steht der Ausgleich der Kaufkraft. Die Gewerkschaft fordert, daß die Gehälter der Fluglotsen die Inflationsrate des vergangenen Jahres widerspiegeln. Darüber hinaus verlangen die Fluglotsen ein jährliches Treffen, um die Auswirkungen der Inflation auf ihre Entlohnung zu erörtern. Über die finanziellen Aspekte hinaus gibt es grundlegende Beschwerden über die Art und Weise, wie der Sektor verwaltet wird. Ein Gewerkschaftsstatement spricht von einem „Klima des Mißtrauens, strafenden Praktiken und herabwürdigenden Führungsmethoden“, die das Arbeitsumfeld seit mehreren Jahren prägten. Diese Kritik deutet darauf hin, daß es sich nicht nur um einen reinen Lohnkonflikt handelt, sondern um einen tiefer liegenden Disput über die Arbeitsbedingungen und die Anerkennung der anspruchsvollen Tätigkeit. Die Kontrolle des Flugverkehrs erfordert ein Höchstmaß an Präzision, Konzentration und ständige Einsatzbereitschaft, was die Fluglotsen als extrem stressigen und verantwortungsvollen Beruf beschreiben.

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DDSG Blue Danube auf Erfolgskurs: Traditionsschiffahrt mit neuen Angeboten

Die DDSG Blue Danube, Österreichs traditionsreichstes und grösstes Binnenschifffahrtsunternehmen, blickt auf eine äußerst erfolgreiche Sommersaison zurück. Nach dem starken touristischen Aufschwung der vergangenen Monate richtet das Unternehmen nun seinen Fokus auf die Herbstsaison und neue Angebote, die speziell auf einheimische Gäste abzielen. Mit der neu lancierten Donau Panorama Tour sollen die Wiener dazu ermutigt werden, ihre eigene Stadt aus einer frischen Perspektive zu erleben. Die neuen Produkte und die strategische Neuausrichtung wurden an Bord der MS Vienna, dem jüngsten Flottenmitglied, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Firma präsentiert. Das Unternehmen, ein Gemeinschaftsunternehmen von Wien Holding und Verkehrsbüro, setzt damit auf eine Verbindung von historischem Erbe und moderner Marketingstrategie. Von der Donaumonarchie in die Neuzeit: Eine traditionsreiche Geschichte Die Wurzeln der DDSG Blue Danube reichen weit zurück in die Geschichte der österreichischen Monarchie und des europäischen Binnenschiffahrtwesens. Das Unternehmen wurde 1995 als Nachfolgegesellschaft der legendären Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft gegründet, die bereits im Jahre 1829 vom Stapel lief. Die ursprüngliche DDSG war in ihrer Blütezeit eines der grössten Schifffahrtsunternehmen der Welt und spielte eine zentrale Rolle bei der Verbindung der Habsburger Hauptstadt mit dem Schwarzen Meer. Sie war massgeblich für den Handel, den Personenverkehr und die kulturellen Verbindungen auf der Donau verantwortlich. Ihre Schiffe transportierten nicht nur Passagiere, sondern auch Güter und prägten die wirtschaftliche Entwicklung des gesamten Donauraumes. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie und den Wirren des 20. Jahrhunderts wurde die Gesellschaft mehrmals neu strukturiert, bis sie schliesslich in den 1990er Jahren in ihre heutige Form überging. Die heutige DDSG

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Arbeitskampf bei GE Aerospace: Hunderte Mitarbeiter treten in den Streik

Hunderte von Mitarbeitern des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns GE Aerospace an den Standorten Evendale, Ohio, und Erlanger, Kentucky, haben die Arbeit niedergelegt. Der Streik, der am 28. August 2025 begann, ist die Folge gescheiterter Tarifverhandlungen zwischen der Unternehmensleitung und der Gewerkschaft United Auto Workers (UAW). Die Beschäftigten werfen der Firma vor, „beleidigende Gegenangebote“ gemacht zu haben, die eine erhebliche Erhöhung der Gesundheitskosten für die Arbeiter bedeuten würden. Der Arbeitskampf an den wichtigen Produktions- und Vertriebsstandorten droht die Lieferketten des globalen Konzerns zu stören und reiht sich in eine wachsende Zahl von Arbeitskonflikten in der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie ein. Der Streik wurde durch ein Abstimmungsergebnis vom 22. August 2025 mit einer überwältigenden Mehrheit von 84 Prozent der UAW-Mitglieder in Evendale und Erlanger autorisiert. Ihr Tarifvertrag war am 27. August um Mitternacht ausgelaufen. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen die stark steigenden Gesundheitskosten, ein in den Vereinigten Staaten zentraler Streitpunkt in Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft gab an, daß die Vorschläge des Managements eine Steigerung der Gesundheitskosten für die Arbeitnehmer um 36 Prozent innerhalb von vier Jahren vorsehen würden. Während die Geschäftsleitung von GE Aerospace behauptet, der Gewerkschaft ein umfassendes Angebot gemacht zu haben, das die Forderungen der Arbeiter adressiere, stellt die UAW die Angemessenheit der vorgeschlagenen Lohnerhöhungen in Frage, wenn sie durch höhere Gesundheitskosten aufgezehrt werden. Das von der Unternehmensleitung präsentierte Angebot sieht demnach eine allgemeine Lohnerhöhung von 12 Prozent über drei Jahre, drei beschleunigte Barzahlungen in Höhe von insgesamt 2500 Dollar sowie Erhöhungen beim bezahlten Urlaub und Krankengeld vor. Aus Sicht der Gewerkschaft reicht

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Millionenschwerer Vergleich: Delta Air Lines zahlt nach Notablassung von Kerosin

Nach einem Notfall im Jahre 2020, bei dem ein Flugzeug der Delta Air Lines Tausende Kilogramm Kerosin über dicht besiedeltem Gebiet abließ, hat sich die Fluggesellschaft zu einem millionenschweren Vergleich bereit erklärt. Der Vorfall, der sich am 14. Januar 2020 über Teilen von Los Angeles und Orange County ereignete, führte zu einer Sammelklage von zehntausenden Grundstückseigentümern. Diese warfen der Airline vor, unnötigerweise in niedriger Höhe Treibstoff abgelassen und ihre Grundstücke kontaminiert zu haben. Obwohl Delta jedes Fehlverhalten von sich wies, hat sich das Unternehmen nun zur Zahlung von 78,75 Millionen Dollar (rund 68 Millionen Euro) bereit erklärt, um einen langwierigen Rechtsstreit zu vermeiden. Der vorgeschlagene Vergleich bedarf noch der richterlichen Zustimmung, schliesst aber einen der aufsehenerregendsten Fälle in der jüngeren US-amerikanischen Luftfahrtgeschichte ab. Der Zwischenfall über Los Angeles: Ein Routineflug mit drastischen Folgen Der Fall geht auf einen Flug von Los Angeles nach Shanghai zurück, der kurz nach dem Start in Schwierigkeiten geriet. Die Boeing 777, die mit 167 Passagieren und Besatzungsmitgliedern besetzt war, erlitt kurz nach dem Abheben einen Triebwerkschaden, der sich in einem Leistungsverlust bemerkbar machte. Gemäß dem Sicherheitsprotokoll entschieden sich die Piloten, die Maschine umgehend zum Los Angeles International Airport (LAX) zurückzuführen. Um eine sichere Landung zu gewährleisten, war es notwendig, das Gewicht des Flugzeugs zu reduzieren. Aus diesem Grund wurde die Notablassung von Treibstoff angeordnet. An Bord des Flugzeugs befanden sich Tausende Kilogramm Kerosin, die für den Langstreckenflug nach China benötigt wurden. Die Piloten liessen rund 6800 Kilogramm der brennbaren Flüssigkeit aus den Tanks ab. Tragischerweise

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TAP Air Portugal kämpft mit steigenden Kosten: Gewinnrückgang trotz erhöhter Passagierzahlen

Die portugiesische Fluggesellschaft TAP Air Portugal meldet einen deutlichen Gewinnrückgang im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Trotz eines Anstiegs der beförderten Passagiere und des erzielten Umsatzes fiel das Nettoergebnis um 42,5 Prozent auf 37,5 Millionen Euro. Dieses Ergebnis steht im starken Kontrast zum Vorjahreszeitraum und verdeutlicht die erheblichen Herausforderungen, mit denen das Unternehmen konfrontiert ist. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, sind es vor allem die stark gestiegenen Betriebskosten, die das Ergebnis belasten. TAP-Konzernchef Luis Rodrigues betonte, daß sich die Fluggesellschaft in einem „hochkompetitiven Umfeld“ bewege und einen der operativ anspruchsvollsten Sommer der letzten Jahre erlebe. Parallel zu den wirtschaftlichen Schwierigkeiten läuft das wichtige Privatisierungsverfahren des staatlichen Unternehmens, das die Zukunft der Fluggesellschaft maßgeblich beeinflussen wird. Wirtschaftliche Talfahrt trotz Passagierrekord: Die nackten Zahlen Die jüngsten Geschäftszahlen von TAP Air Portugal zeigen ein paradoxes Bild. Im zweiten Quartal konnte das Unternehmen seine Einnahmen um 1,7 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro steigern. Auch die Zahl der beförderten Passagiere wuchs um beachtliche 4,5 Prozent auf 4,3 Millionen. Diese Zahlen würden unter normalen Umständen auf eine robuste und gesunde Entwicklung hindeuten. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Gleichzeitig stiegen die Betriebskosten um 5,6 Prozent auf rund eine Milliarde Euro an, was die positive Entwicklung der Einnahmen vollständig absorbiert. Bei genauerer Betrachtung der Kostendaten zeigen sich die Hauptbelastungsfaktoren. Die Personalkosten, die einen wesentlichen Anteil der betrieblichen Ausgaben ausmachen, stiegen um 18,3 Prozent. Diese Zunahme ist vermutlich auf eine Kombination aus inflationsbedingten Gehaltserhöhungen, Neueinstellungen zur Bewältigung des gestiegenen Flugaufkommens und möglicherweise auch auf neue Tarifverträge zurückzuführen. Auch die

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Schon wieder: Linz steht ohne Hub-Anbindung da

Die Austrian Airlines (AUA), eine Tochtergesellschaft der Lufthansa, stellt zum Ende des Sommerflugplans die einzige verbliebene Hub-Strecke vom Flughafen Linz zum internationalen Drehkreuz Frankfurt ein. Die Entscheidung, die ab dem 26. Oktober 2025 wirksam wird, begründet die Fluglinie mit unzureichender Nachfrage und hohen Verlusten. Dieser Schritt hat weitreichende Folgen für den ohnehin finanziell angeschlagenen Flughafen Linz und löst eine heftige politische Debatte über die Rolle der AUA und die Anbindung Österreichs an das internationale Flugnetz aus. Die Einstellung der Flugroute ist nicht nur eine wirtschaftliche Notwendigkeit für die Fluggesellschaft, sondern auch ein symbolischer Einschnitt für die Region Oberösterreich, die nun ihre wichtigste Anbindung an einen globalen Verkehrsknotenpunkt verliert. Wirtschaftliche Gründe für eine schwere Entscheidung: Fehlende Nachfrage und rote Zahlen In einer offiziellen Stellungnahme gab die AUA bekannt, daß sie die Strecke Linz – Frankfurt im kommenden Winterflugplan pausieren müsse. Als Hauptgründe wurden die grossen Verluste auf der Route genannt, deren Ausblick für die kommenden Monate keinen Raum für Zuversicht lasse. Auch der Flughafen Linz selbst bestätigte in einer schriftlichen Stellungnahme die schwierige Lage: Die Nachfrage sei speziell in den letzten Monaten deutlich hinter den Prognosen zurückgeblieben. Besonders enttäuschend sei der Umsteigeverkehr in das interkontinentale Streckennetz der Lufthansa-Gruppe, der unter den Erwartungen geblieben sei. Die Strecke von Linz nach Frankfurt war in erster Linie keine Punkt-zu-Punkt-Verbindung für Reisende, die direkt nach Frankfurt wollten, sondern diente als Zubringer für das globale Streckennetz der Lufthansa-Gruppe. Die Rentabilität einer solchen Zubringerroute hängt maßgeblich davon ab, wie viele Passagiere von Linz aus weiter in die

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Finanzielle Turbulenzen bei Kenya Airways: Kurzfristige Kredite sollen Überleben sichern

Die kenianische Staatsfluggesellschaft Kenya Airways kämpft erneut mit finanziellen Schwierigkeiten. Wie bekannt wurde, hat die Airline kurzfristige Darlehen in Höhe von 50 Millionen US-Dollar von lokalen Geschäftsbanken erhalten, um ihren dringendsten Betriebskapitalbedarf zu decken. Diese sogenannte Überbrückungsfinanzierung ist notwendig geworden, da eine geplante langfristige Kapitalbeschaffung von 500 Millionen US-Dollar, die das Unternehmen nachhaltig stabilisieren soll, ins Stocken geraten ist. Das Hauptproblem liegt in der Verzögerung der Genehmigung durch die kenianische Regierung, die mit einem Anteil von 49 Prozent der Hauptaktionär der Fluggesellschaft ist. Die aktuellen Herausforderungen bei Kenya Airways sind ein Spiegelbild der anhaltenden Spannungen in der globalen Luftfahrt, die durch operative Engpässe und die Suche nach stabiler Finanzierung gekennzeichnet ist. Ein Rückfall in die roten Zahlen: Die finanzielle Lage im ersten Halbjahr Die finanziellen Zahlen für das erste Halbjahr 2025 zeichnen ein beunruhigendes Bild. Kenya Airways schlitterte mit einem Nachsteuerverlust von 12,15 Milliarden kenianischen Schilling (entsprechend 94 Millionen US-Dollar) wieder in die Verlustzone, nachdem im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch ein kleiner Gewinn von 513 Millionen Schilling (vier Millionen US-Dollar) erzielt werden konnte. Die Umsätze des Unternehmens fielen um fast 19 Prozent auf 74,5 Milliarden Schilling (577 Millionen US-Dollar), ein direkter Spiegelbild des Rückgangs der Passagierzahlen um 14 Prozent und einer Reduzierung der verfügbaren Sitzkapazität um 16 Prozent. Diese negativen Entwicklungen, so gab die Airline bekannt, sind das Resultat einer Kombination aus betrieblichen und finanziellen Schwierigkeiten. Die Liquidität der Gesellschaft geriet unter Druck, da die Einnahmen sanken, während die Betriebskosten nur um 4,6 Prozent auf 86,7 Milliarden Schilling (671

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Hohe Gebühren bremsen Luftverkehr: Ryanair kritisiert Deutschlands Erholung

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat scharfe Kritik am deutschen Luftverkehrsmarkt geübt. Im Rahmen der Veröffentlichung ihres Verkehrsupdates für Deutschland gab das Unternehmen bekannt, daß sich der Flugverkehr nur schleppend von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erhole. Gemäß den Daten von Ryanair habe der Flugverkehr lediglich 89 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht. Die Airline macht dafür insbesondere die hohen Zugangskosten am Standort Deutschland verantwortlich. Ryanair-Chef Eddie Wilson appellierte direkt an die Regierung, die Steuern und Gebühren zu senken, um die Erholung zu beschleunigen. Der Konflikt zwischen den Fluggesellschaften und der deutschen Regierung rückt damit die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Luftverkehrs ins Zentrum der öffentlichen Debatte. Die Kluft in der Erholung: Deutschland im europäischen Vergleich Die Erholung des Luftverkehrs ist in vielen Ländern Europas in vollem Gange. Während einige Länder das Vorkrisenniveau bereits erreicht oder sogar übertroffen haben, hinkt der deutsche Markt nach Ansicht von Marktbeobachtern und Branchenverbänden hinterher. Die von Ryanair genannten 89 Prozent des Vorkrisenniveaus stellen eine signifikante Lücke dar. Besonders deutlich wird dies an regionalen Flughäfen, die für das Geschäftsmodell von Billigfluggesellschaften von entscheidender Bedeutung sind. Ryanair hat sich beispielsweise vollständig von den Flughäfen in Dresden und Leipzig zurückgezogen. Die Passagierzahlen liegen dort nach Unternehmensangaben bei lediglich 60 beziehungsweise 74 Prozent des Vorkrisenniveaus. Auch der Hauptstadtflughafen in Berlin erreicht mit nur 71 Prozent noch nicht wieder seine volle Kapazität. Diese Zahlen spiegeln einen breiteren Trend wider, bei dem die Nachfrage zwar zurückkehrt, aber die Fluggesellschaften ihre Kapazitäten strategisch in Märkte mit günstigeren Bedingungen verlagern. Der Rückzug von Fluglinien wie Ryanair hat direkte

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Thai Airways vor Kapazitätsengpässen: Modernisierung der Flotte könnte neue Europa-Routen verzögern

Die staatliche Fluggesellschaft Thai Airways International, die sich in einer Phase tiefgreifender Restrukturierung befindet, steht vor einer bedeutenden operativen Herausforderung. Im Zuge der Flottenmodernisierung ist eine zeitliche Lücke in der Verfügbarkeit von Langstreckenflugzeugen entstanden, die das Unternehmen dazu zwingen könnte, Pläne für neue Europa-Verbindungen zu verschieben. Wie aus Berichten hervorgeht, hat die Airline mehr ältere Maschinen ausgemustert, als zeitnah neue Flugzeuge geliefert werden können. Konzernchef Chai Eamsiri bestätigte einen „signifikanten Engpaß im Sitzangebot“, der sich direkt auf die Kapazität der Airline auswirkt. Die thailändische Fluggesellschaft durchforstet nun den Leasingmarkt nach einer Überbrückungslösung, um ihre ambitionierten Wachstumsziele im lukrativen Europaverkehr zu sichern. Der Flottenumbau als strategische Zäsur: Abschied von Riesenjets Die Flottenmodernisierung von Thai Airways ist ein notwendiger und strategischer Schritt. In den vergangenen Jahren hatte die Airline eine ineffiziente und heterogene Flotte betrieben, bestehend aus bis zu acht verschiedenen Flugzeugtypen. Diese Vielfalt führte zu hohen Betriebskosten, komplexen Wartungsprozessen und aufwendigen Schulungsprogrammen für das Personal. Als Folge einer finanziellen Restrukturierung und des drastischen Rückgangs des Flugverkehrs wurde beschlossen, die Flotte radikal zu vereinfachen und zu modernisieren. Ausgemustert wurden bereits ikonische, aber unwirtschaftliche Flugzeuge wie der doppelstöckige Airbus A380 und die vierstrahlige Boeing 747-400. Auch ältere Modelle der Boeing 777-200ER wurden aus dem Verkehr gezogen. Der Plan sieht vor, die Flotte bis zum Jahr 2033 auf lediglich vier Flugzeugtypen zu reduzieren. Die Strategie konzentriert sich auf effiziente und kostengünstige Flugzeuge, die auf die Bedürfnisse der Airline zugeschnitten sind. Für die Langstreckenverbindungen sollen die Boeing 777-300ER, die Boeing 787 (Dreamliner) und der Airbus

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