
Lufthansa bereitet sich auf Versorgungsengpässe beim Flugkraftstoff vor
Die Lufthansa Group hat angesichts drohender Engpässe bei der Versorgung mit Flugkraftstoff in der zweiten Jahreshälfte 2026 umfassende Notfallpläne initiiert. Während die Konzernführung für das laufende zweite Quartal noch eine stabile Versorgungslage an den Hauptdrehkreuzen Frankfurt und München prognostiziert, wächst die Besorgnis über die Verfügbarkeit von Kerosin ab Juli 2026. Finanzvorstand Till Streichert bestätigte, dass das Unternehmen operative Anpassungen prüft, die unter anderem zusätzliche Tankstopps an Standorten mit gesicherter Versorgung vorsehen könnten. Parallel dazu richtete Konzernchef Carsten Spohr einen dringenden Appell an die Europäische Kommission, regulatorische Hürden temporär abzubauen. Konkret fordert die Lufthansa die Zulassung des US-amerikanischen Kraftstoffstandards Jet A ohne die bisher obligatorische zusätzliche Raffinierung auf den europäischen Jet A1 Standard sowie die Aussetzung von Anti-Tankering-Vorschriften. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass der Flugbetrieb trotz potenzieller logistischer Störungen im globalen Energiemarkt aufrechterhalten werden kann. Analyse der aktuellen Versorgungslage und kurzfristige Prognosen Innerhalb der Führungsetage der Lufthansa herrscht derzeit eine geteilte Einschätzung der zeitlichen Dimension der Krise. Till Streichert betonte in einer Mitteilung an Investoren, dass der Konzern bis Ende Juni keine unmittelbaren Defizite erwartet. Die Lagerkapazitäten an den zentralen Hubs seien ausreichend gefüllt, um den geplanten Sommerflugplan im ersten Halbjahr ohne Einschränkungen abzuwickeln. Diese Stabilität ist für den Konzern von elementarer Bedeutung, da die Monate Mai und Juni traditionell zu den aufkommensstärksten Zeiten gehören und die operative Zuverlässigkeit in dieser Phase die finanzielle Performance des Gesamtjahres maßgeblich beeinflusst. Dennoch blickt das Management mit Sorge auf das dritte und vierte Quartal 2026. Die Unsicherheiten in den globalen Lieferketten, die durch geopolitische








