
Camping boomt ungebremst: Rekordzahlen festigen die Position des Outdoor-Tourismus als wirtschaftliches Schwergewicht
Der deutsche Tourismussektor erlebt derzeit eine signifikante Verschiebung der Präferenzen. Während klassische Beherbergungsformen wie Hotels und Pensionen im Jahr 2025 mit leichten Rückgängen in der Gunst der Urlauber zu kämpfen hatten, verzeichnete das Segment Camping ein beeindruckendes Wachstum von 4,2 Prozent. Mit fast 45 Millionen Übernachtungen markiert das Jahr 2025 das vierte Rekordjahr in Folge für die Betreiber von Campingplätzen. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass Camping längst seinem Status als Nischenphänomen entwachsen ist und sich zu einer tragenden Säule der nationalen Tourismuswirtschaft entwickelt hat. Besonders auffällig ist dabei die zunehmende Ganzjahresnutzung: Vor allem die Wintermonate trugen mit massiven Zuwächsen zum Gesamtergebnis bei, was auf eine Professionalisierung der Branche und ein verändertes Nutzerverhalten hindeutet. Strukturwandel im Übernachtungsmarkt Die detaillierte Betrachtung der Übernachtungszahlen für das Jahr 2025 offenbart eine interessante Dynamik innerhalb des Marktes. Während die Hotellerie – dazu zählen Hotels, Gasthöfe und Pensionen – im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Übernachtungen um 0,4 Prozent hinnehmen musste, blieb das Segment der Ferienunterkünfte mit einem minimalen Plus von 0,2 Prozent nahezu stabil. Das Wachstum im Campingbereich fungierte somit als entscheidender Kompensationsfaktor für die Verluste in anderen touristischen Sparten. Seit dem Ende der Pandemie-bedingten Reisebeschränkungen hat sich Camping als die am schnellsten wachsende Urlaubsform etabliert. Ein Blick auf die Langzeitstatistik unterstreicht diesen Trend: Im Vergleich zum Jahr 2019, dem letzten Jahr vor Ausbruch der Corona-Krise, konnten die Campingplätze ihre Übernachtungszahlen um fast ein Viertel steigern. Historisch betrachtet haben sich die Nächtigungen in den letzten 25 Jahren sogar mehr als verdoppelt – von bescheidenen 18








