
Theater Sommer Parndorf in die Jubiläumssaison gestartet
Das traditionsreiche Open-Air-Festival Theater Sommer Parndorf feiert im Sommer 2026 sein dreißigjähriges Bestehen und verbindet dieses Jubiläum mit einem runden Geburtstag seines langjährigen Intendanten und Hauptdarstellers. Seit 9. Juli und bis zum 2. August 2026 bringt das Ensemble auf der Freilichtbühne direkt auf dem Kirchenplatz in der burgenländischen Gemeinde Parndorf Molières weltbekannte Komödie „Der Geizige“ zur Aufführung. Intendant Christian Spatzek, der im Zuge der aktuellen Spielzeit zudem sein siebzigstes Lebensjahr vollendet, zeichnet sowohl für die Regie verantwortlich als auch für die Verkörperung der anspruchsvollen Titelrolle des Harpagon. Die diesjährige Produktion beleuchtet nicht nur die Kontinuität und die lokale Verankerung dieses Kulturprojekts im östlichen Österreich, sondern wirft auch Fragen hinsichtlich der langfristigen Nachfolgeplanung und der Ausrichtung privater Freilichtbühnen in einem sich wandelnden Subventions- und Publikumsmarkt auf. Die historische Entwicklung und Struktur der Freilichtspiele im Nordburgenland Seit der Gründung im Jahr 1996 hat sich der Theater Sommer Parndorf als fester Bestandteil des regionalen Kulturkalenders im Burgenland etabliert. Das Festspielkonzept setzt von Beginn an auf die Bespielung des historischen Kirchenplatzes, der durch seine bauliche Beschaffenheit eine spezifische akustische und visuelle Kulisse für klassische Theaterstoffe bietet. Anders als größere burgenländische Festivalstandorte wie Mörbisch oder St. Margarethen, die auf monumentale Operetten- und Operninszenierungen setzen, konzentriert sich Parndorf traditionell auf das klassische Sprechtheater, insbesondere auf Verwechslungskomödien und sozialkritische Stücke der Theatergeschichte. Die administrative und finanzielle Struktur des Festivals basiert auf einer Mischung aus öffentlichen Fördergeldern des Landes Burgenland, Zuwendungen der Gemeinde Parndorf sowie Einnahmen aus dem Ticketverkauf und privaten Sponsorengeldern. In den vergangenen drei Jahrzehnten sah








