
Expansionskurs in Fernost: Sun PhuQuoc Airways plant Flottenausbau mit Boeing 787-9
Die vietnamesische Luftfahrtbranche steht vor einer massiven Zäsur. Die erst kürzlich gegründete Sun PhuQuoc Airways hat am 18. Februar 2026 in Washington D.C. eine Absichtserklärung über den Kauf von bis zu vierzig Flugzeugen des Typs Boeing 787-9 unterzeichnet. Dieser Schritt markiert nicht nur die erste direkte Flugzeugbestellung der Fluggesellschaft, sondern stellt zugleich den umfangreichsten Auftrag für Großraumflugzeuge in der Geschichte der vietnamesischen Zivilluftfahrt dar. Im Beisein hochrangiger Regierungsvertreter beider Nationen wurde der Vertrag besiegelt, der es dem Tochterunternehmen der Sun Group ermöglichen soll, von ihrem Heimatdrehkreuz auf der Insel Phu Quoc aus interkontinentale Nonstop-Verbindungen nach Europa, Nordamerika und Nordostasien anzubieten. Die strategische Ausrichtung auf das sogenannte Resort-Aviation-Modell zielt darauf ab, die touristische Infrastruktur Vietnams direkt mit den globalen Märkten zu verknüpfen. Mit dem Ziel, bis zum Jahr 2030 eine Flotte von insgesamt einhundert Maschinen zu betreiben, positioniert sich die Fluggesellschaft als ernstzunehmender Herausforderer auf dem asiatischen Markt. Die strategische Vision der Sun Group Hinter der ambitionierten Expansion steht die Sun Group, einer der größten Immobilien- und Tourismusentwickler Vietnams. Der Vorstandsvorsitzende Dang Minh Truong betonte während der Zeremonie, dass die Wahl auf die Boeing 787-9 gefallen sei, da dieses Modell die optimale Kombination aus operativer Leistungsfähigkeit und Reichweite biete. Das Flugzeug soll das Herzstück der Bemühungen bilden, die Ferieninsel Phu Quoc als globales Reiseziel zu etablieren. Durch die direkte Anbindung an internationale Metropolen entfällt für Reisende der zeitaufwendige Umstieg in den bisherigen Drehkreuzen Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt. Dieses Geschäftsmodell der Resort-Aviation ist eng mit den umfangreichen Investitionen der Sun Group in Hotelanlagen,








