
Neuausrichtung der Logistikinfrastruktur am Frankfurter Flughafen und Einstellung der Gepäckabfertigung am Fernbahnhof
Die Deutsche Lufthansa stellt die dezentrale Gepäckinfrastruktur am Fernbahnhof des Flughafens Frankfurt ein und schließt das sogenannte AirRail Terminal zum 26. Oktober 2026. Reisende, die mit dem Zug anreisen und einen Weiterflug gebucht haben, müssen ihr Gepäck künftig in den regulären Abfertigungsbereichen im Terminal 1 aufgeben. Auch die Gepäckausgabe nach der Landung erfolgt für Bahnreisende ab diesem Zeitpunkt ausschließlich über die zentralen Bandanlagen des Hauptterminals. Während das Luftfahrtunternehmen zur genauen Motivation für diesen Schritt keine Stellung bezieht, bedeutet die Entscheidung eine gravierende Veränderung in den Abläufen für Passagiere des kombinierten Bahn- und Flugangebots Express Rail. Veränderte Laufwege und Abfertigungsprozesse für Zugreisende Mit der Schließung der Einrichtung über dem Fernbahnhof fällt eine Schnittstelle weg, die ursprünglich für eine nahtlose Verbindung zwischen Schienen- und Luftverkehr sorgen sollte. Bisher konnten Fluggäste nach der Ankunft mit dem ICE direkt im Übergangsbereich zwischen Bahnhof und Terminal einchecken und ihre Koffer abgeben. Künftig müssen diese Wege mit sämtlichen Gepäckstücken absolviert werden. Je nach gebuchter Reiseklasse und Status stehen den Passagieren im Terminal 1 automatisierte Gepäckabgabestationen sowie klassische Check-in-Schalter zur Verfügung. Auf dem Rückweg entfällt die gesonderte Bereitstellung der Koffer am Bahnhof. Reisende müssen nach der Landung den regulären Weg durch die Ankunftshalle nehmen, ihr Gepäck an den zentralen Gepäckbändern entgegennehmen und anschließend selbstständig zum Fernbahnhof transportieren. Für Fluggäste, die lediglich mit Handgepäck reisen und bereits eine digitale Bordkarte besitzen, verändern sich die Abläufe hingegen nicht, da sie weiterhin direkt die Sicherheitskontrollen ansteuern können. Hintergründe und betriebswirtschaftliche Aspekte der Entscheidung Die Fluggesellschaft hat bislang keine detaillierten Gründe








