
ITA Airways prüft rechtliche Schritte gegen Pratt und Whitney wegen anhaltender Triebwerksprobleme
ITA Airways erwägt eine umfassende Schadensersatzklage gegen den US-amerikanischen Triebwerkshersteller Pratt und Whitney. Der Grund für diese weitreichenden rechtlichen Erwägungen sind anhaltende technische Mängel an den Triebwerken der Serie Geared Turbofan, die zu massiven Störungen im operativen Flugbetrieb der Fluggesellschaft führen. Besonders betroffen ist die moderne Kurz- und Mittelstreckenflotte des Typs Airbus A320neo, deren Maschinen aufgrund außerplanmäßiger Inspektionen und verlängerter Wartungsintervalle flächendeckend am Boden gehalten werden müssen. Das Management der Fluglinie in Rom wird voraussichtlich bis Ende Juli oder Anfang August 2026 eine endgültige Entscheidung darüber treffen, ob ein formelles Gerichtsverfahren gegen das amerikanische Rüstungs- und Luftfahrtkonsortium eingeleitet wird. Für das Unternehmen hat die mangelnde Verfügbarkeit der Fluggeräte gravierende wirtschaftliche Folgen, da ein beträchtlicher Teil der Flotte mitten in der reisestarken Sommersaison nicht für den regulären Linienverkehr eingesetzt werden kann. Ursprung der technischen Mängel und globale Auswirkungen auf die Luftverkehrsbranche Die Wurzeln des aktuellen Konflikts liegen in einem gravierenden Produktionsfehler, den Pratt und Whitney bereits im Jahr 2023 einräumen musste. Bei der Herstellung von bestimmten Triebwerkskomponenten der Serie PW1100G, die exklusiv für die Airbus A320neo-Familie verwendet werden, kam es zu Verunreinigungen im verwendeten Pulvermetall. Diese Materialfehler können im regulären Flugbetrieb zu mikroskopisch kleinen Rissen in den Hochdruckturbinenscheiben führen, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. In der Folge wiesen die internationalen Luftfahrtaufsichtsbehörden beschleunigte und unvorhergesehene Sicherheitsüberprüfungen an hunderten Triebwerken weltweit an. Die Abwicklung dieser zusätzlichen Werkstattaufenthalte führte in den vergangenen Jahren zu einem immensen Rückstau in den autorisierten Wartungsbetrieben. Fluggesellschaften auf der ganzen Welt sehen sich mit extrem langen Wartezeiten für Inspektionen








