
Miat Mongolian Airlines plant Beschaffung von zehn Airbus-Flugzeugen
Die mongolische Nationalfluggesellschaft Miat Mongolian Airlines beabsichtigt, ihre Flottenstruktur in den kommenden Jahren grundlegend zu verändern. Wie das Ministerium für Straßen und Verkehrsentwicklung in Ulaanbaatar Ende Juni 2026 bekannt gab, plant das staatliche Unternehmen den Kauf von zehn Verkehrsflugzeugen des europäischen Flugzeughersteller-Konsortiums Airbus. Diese Maßnahme zielt primär darauf ab, die hohe finanzielle Belastung durch bestehende Operating-Leasingverträge zu senken, da derzeit fast die gesamte aktive Flotte von externen Eigentümern gemietet ist. Die geplante Transaktion soll über langfristige Finanzierungsmodelle abgewickelt werden, wobei bereits konkrete Verhandlungen mit mongolischen Großbanken sowie französischen Finanzinstituten laufen. Branchenbeobachter bewerten das Vorhaben als den Versuch, die ökonomische Rentabilität der staatlichen Fluggesellschaft im Zuge des anhaltenden Ausbaus des internationalen Liniennetzes zu stabilisieren, verweisen jedoch gleichzeitig auf die erheblichen betrieblichen Risiken und Kosten einer plötzlichen Flottenumstellung. Wirtschaftliche Beweggründe und die Last hoher Leasinggebühren Der mongolische Verkehrsminister Borkhuu Delgersaikhan legte im Rahmen einer Medienpräsentation die wirtschaftlichen Defizite der aktuellen Betriebsstruktur offen. Von den derzeit zehn eingesetzten Verkehrsflugzeugen der nationalen Fluggesellschaft befinden sich neun im Besitz von internationalen Leasinggesellschaften. Diese Struktur führt dazu, dass ein erheblicher Teil der operativen Einnahmen direkt für die monatlichen Mietzahlungen aufgewendet werden muss. Trotz einer stabilen Nachfrage sowohl im inländischen Linienverkehr als auch auf den internationalen Routen nach Europa und Asien gelinge es der Gesellschaft aufgrund dieser Fixkostenblöcke nicht, ausreichende finanzielle Rücklagen oder nennenswerte Gewinne zu erwirtschaften. Durch den Erwerb von eigenen Flugzeugen im Rahmen von Finanzierungsleasing-Verträgen soll das Eigentum nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf die Fluggesellschaft übergehen. Dadurch erhofft sich das Ministerium eine langfristige Entlastung der








