
Pakistan International Airlines: Teilprivatisierung steht vor dem Scheitern
Pakistan International Airlines (PIA) steht am Rande einer tiefgreifenden Krise. Die bemühte Teilprivatisierung der staatlichen Fluggesellschaft, die seit Jahren in den roten Zahlen schreibt, hat die Erwartungen der pakistanischen Regierung nicht erfüllt. Mit nur einem ernsthaften Angebot aus der Bieterrunde deutet alles darauf hin, dass die Airline, die einst als Stolz des Landes galt, in eine ungewisse Zukunft blickt. Laut dem pakistanischen Privatisierungsministerium haben von den sechs vorab qualifizierten Bietern nur zwei tatsächlich Angebote unterbreitet, wobei nur der Immobilienentwickler Blue World City ein konkretes Interesse an einem Erwerb bekundet hat. Das Unternehmen bietet umgerechnet rund 36 Millionen US-Dollar für einen 60-Prozent-Anteil an PIA an, was jedoch weit unter dem von der Regierung festgelegten Mindestgebot von rund 300 Millionen US-Dollar liegt. Diese Summe spiegelt nicht nur die finanziellen Schwierigkeiten der Airline wider, sondern auch die skeptische Haltung potenzieller Investoren gegenüber der maroden Infrastruktur und den wiederholten Skandalen, die die PIA seit Jahren belasten. Ein weiterer Bieter, der als ernsthaft betrachtet werden könnte, war Turkish Airlines, die jedoch laut eigenen Angaben kein Interesse an der PIA hat. In den vergangenen Wochen wurde spekuliert, dass die türkische Fluggesellschaft einen Anteil an der PIA übernehmen könnte, doch das Unternehmen stellte klar, dass dem nicht so sei. Diese Klarstellung kam nach Berichten in den pakistanischen Medien, die eine angebliche Kaufabsicht der Airline verbreiteten. Die Probleme von PIA Die Herausforderungen, vor denen PIA steht, sind vielschichtig. Ein zentrales Problem sind die bereits im Jahr 2020 aufgetretenen Skandale um gefälschte Pilotenlizenzen. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA)








