secondnews

Weitere Artikel aus der Rubrik

secondnews

Malta: Valletta Airlines erhält AOC und Betriebsgenehmigung

Die maltesische Neugründung Valletta Airlines hat Ende der vergangenen Woche AOC und Betriebsgenehmigung durch die lokale Zivilluftfahrtbehörde erteilt bekommen. Das Unternehmen ist ein Ableger der zypriotischen Air Valletta Group, die in keinem Zusammenhang mit einem möglichen Nachfolger für Air Malta steht. Das erste Flugzeug, das auf dem neuen AOC registriert wurde, ist der Airbus A320 mit dem Luftfahrtkennzeichen 9H-NZL. Der 18 Jahre alte Mittelstreckenjet war zuletzt bei Heston Airlines im Einsatz. Ursprünglich wurde die Maschine an die Billigfluggesellschaft Vueling ausgeliefert. Offiziell ist Heston an Valletta Airlines nicht beteiligt, jedoch hat man bestimmte Dienstleistungen erbracht. Zunächst will die Neugründung ins ACMI- und Chartergeschäft einsteigen. Dabei will man sich auf Nord- und Südamerika, Europa, den Nahen Osten und Fernostasien konzentrieren. Zu Beginn soll Valletta Airlines als Singe-Aircraft-Operation aktiv sein. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Flotte entsprechend erweitert werden. „Der ACMI- und Chartermarkt erholt sich und treibt die Nachfrage nach neuen Flugzeugen in die Höhe, da immer mehr Fluggesellschaften versuchen, ihre Kapazitäten für die steigenden Passagierzahlen zu erweitern. Es wird erwartet, dass Valletta Airlines die derzeitige Marktsituation nutzt und Dienstleistungen für Fluggesellschaften und Reiseveranstalter anbietet, um die Kapazität zu erhöhen, ohne sich finanziell zu belasten“, so die Firmengründer von Valletta Airlines. Das kürzlich erhaltene AOC trägt die Nummer MT-74.

weiterlesen »

Ausgeträumt: Mitsubishi stellt Spacejet endgültig ein

Viele Jahre lang hat Mitsubishi Heavy Industries den Spacejet entwickelt, jedoch konnte bislang kein einziges Exemplar ausgeliefert werden. Das seit einiger Zeit auf Eis liegende Programm wird nun endgültig eingestellt. Inwiefern die Kunden von rund 270 Bestellungen entschädigt werden, ist noch völlig offen. Der Spacejet ging als ambitioniertes Projekt der japanischen Luftfahrt an den Start und sollte dazu führen, dass diese wieder international mitmischen kann. Abgesehen von größeren Bestellungen, die man von All Nippon Airways und einer U.S.-amerikanischen Regionalfluggesellschaft an Land ziehen konnte, war die Neuentwicklung nie ein Verkaufsschlager. Der Zukauf des CRJ-Programms von Bombardier solle dies ändern, jedoch erfüllten sich auch in diesem Zusammenhang die Hoffnungen der Japaner nicht. Gegen Beginn der Corona-Pandemie entschied sich Mitsubishi Heavy Industries dazu, dass der Spacejet-Projekt auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt wird. Man stellte sämtliche Testflüge ein und wollte zu einem späteren Zeitpunkt über eine mögliche Fortführung entscheiden. Das hat man nun getan, jedoch wird das Programm aufgegeben. Über knapp 15 Jahre hat MHI etwa 7,6 Milliarden U.S.-Dollar für den Spacejet, der nie an Kunden ausgeliefert wurde, ausgegeben. Das ursprünglich als Mitsubishi Regional Jet bezeichnete Muster stand in direkter Konkurrenz mit der Embraer E-Jet-Reihe sowie der Airbus A220-Familie. Allerdings hatte man von Anfang an Probleme, denn eigentlich hätte der Spacejet schon längst an Erstkunde ANA übergeben werden sollen. Wegen jahrelanger Verzögerungen kam es dazu nie und wird es auch nicht kommen, weil das Programm eben eingestellt wurde. In gewisser Weise ist es natürlich auch ein Gesichtsverlust für die japanische Luftfahrtindustrie, jedoch ist

weiterlesen »

Rumänien: Legend Airlines übernimmt drei Airbus A340-300 von Airhub Airlines

Die rumänische Fluggesellschaft Legend Airlines wird drei weitere Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A340-300 einflotten. Es handelt sich um die Maschinen mit den Seriennummern 835, 938 und 668. Diese waren vormals unter anderem bei Airhub Airlines im Einsatz. Das zuerst genannte Flugzeug ist derzeit im maltesischen Luftfahrtregister als 9H-AHUB eingetragen. Airhub Airlines hat vor einiger Zeit mitgeteilt, dass man sich sukzessive von allen Vierstrahlern trennen wird. Die Maschine wurde im Jahr 2007 an Finnair ausgeliefert. Der Airbus A340-300 mit der Seriennummer 938 wird momentan als 9H-HOP von Airhub Airlines genutzt und ging ursprünglich im Jahr 2008 an Finnair. Als 9H-ZMK ist der dritte Airbus A340-300, der vom maltesischen Carrier zu Legend Airlines wechseln soll, unterwegs. Diese Maschine wurde im Jahr 2005 an Air Tahiti Nui ausgeliefert. Derzeit verfügt der rumänische Carrier über zwei Airbus A340-300, jedoch kann man diese nur eingeschränkt einsetzen. Hintergrund ist, dass zwar das AOC gültig ist, jedoch die Betriebsgenehmigung vorübergehend ausgesetzt ist. Der Carrier muss einige Auflagen erfüllen, um kommerziell fliegen zu dürfen. Im Vorjahr wurde bekannt, dass man plant im Sommer 2023 mit fünf Airbus A340-300 zu fliegen. Nun ist bekannt, dass die drei noch unbekannten Exemplare aus Beständen der Air Hub Airlines stammen werden. Derzeit ist Legend Airlines der einzige rumänische AOC-Holder, der Maschinen des Typs Airbus A340 hat.

weiterlesen »

Aeroexpress Regional führt Budapest-Cluj fort

Unter der Marke Aeroexpress Regional werden im Sommerflugplan 2023 auch Nonstopflüge zwischen Budapest und Cluj angeboten. Diese Route hätte eigentlich nur temporär bis zum 17. Februar 2023 bedient werden sollen. Die Route soll vorerst an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag mit Turbopropflugzeugen des Typs Embraer 120 bedient werden. Derzeit wird diese Strecke von keiner anderen Airline bedient, jedoch plant die rumänische Regionalfluggesellschaft Air Connect diese ab 28. März 2023 aufzunehmen. Der Herausforderer will an den Verkehrstagen Dienstag und Sonntag fliegen. Aeroexpress Regional hatte im Herbst des Vorjahres ab Cluj und Târgu Mureș kurzzeitig auch das Ziel Debrecen im Portfolio. Diese wurden mangels Nachfrage aber wieder aufgegeben. Formell ist der Anbieter eine so genannte virtuelle Fluggesellschaft, da die operative Durchführung durch Base Airlines (Budapest Aircraft Service) erfolgt. Allerdings ist man an Aeroexpress Regional finanziell beteiligt. Budapest Aircraft Service ist ein Embraer-120-Operator, der ursprünglich auf die Erbringung von ACMI- und Charterdienstleistungen sowie Frachtflüge spezialisiert ist. Über die Beteiligung Aeroexpress Regional ist man defacto ins Liniengeschäft eingestiegen. Das Streckennetz ist auf die Verbindung von ungarischen Airports mit rumänischen ausgerichtet. Die Route Budapest-Cluj ist vorerst bis Mitte April 2023 buchbar, jedoch ist davon auszugehen, dass in Kürze eine Verlängerung über die komplette Sommerperiode 2023 erfolgen wird.

weiterlesen »

Wizz Air stellt fünf weitere Rumänien-Strecken ein

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air wird ab Mitte März 2023 weitere fünf Strecken ab Rumänien einstellen. Betroffen sind die Flughäfen Sibiu, Iasi, Cluj und Bukarest. Ab dem zuletzt genannten Airport wird auch die Ancona-Route, die erst am 3. Jänner 2023 aufgenommen wurde, wieder eingestellt. Zwar heißt es derzeit, dass die Route voraussichtlich im Winterflugplan 2023/24 reaktiviert werden soll, jedoch sind laut Boardingpass.ro die Chancen gering, da die Nachfrage in der kalten Jahreszeit ohnehin gering sein soll. Auch Rimini wird man nicht mehr ab Bukarest bedienen. Diese Route wurde am 29. September 2022 erstmals bedient und wird in Kürze wieder aufgegeben. Ab Sibiu wird der Rotstift auf der Madrid-Strecke angesetzt. Ab Iasi fällt Bari weg. Hintergrund ist, dass die Basis in Italien aufgelöst wird. Zwar hat der Carrier angekündigt, dass diese Route im Winterflugplan 2023/24 wieder bedient werden soll, jedoch gilt es die tatsächliche Umsetzung abzuwarten. Ab Cluj wird Wizz Air ab Mitte Mai 2023 nicht mehr nach Perugia fliegen. Auch diese Route soll im Winter 2023/24 reaktiviert werden.

weiterlesen »

DB und ÖBB machen St. Anton zum höchstgelegenen ICE-Bahnhof

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist noch bis einschließlich 25. März 2023 mittels einer InterCity-Express-Verbindung mit St. Anton am Arlberg verbunden. Laut ÖBB und Deutscher Bahn handelt es sich um die höchstgelegene ICE-Haltestelle im Streckennetz. Seit Dezember 2023 verbinden die Elektrotriebzüge der Deutschen Bahn AG Hamburg mit dem bei Schifahrern beliebten Ort in Tirol. Es handelt sich um eine saisonale Verbindung, die über München geführt wird. Vorerst planen DB und ÖBB, dass diese bis einschließlich 25. März 2023 unter dem Beinamen „Ski Express Tirol“ angeboten wird. Bei entsprechendem Erfolg könnte diese in der nächsten Wintersaison erneut aufgelegt werden. „Als St. Antons einstige Visionäre die Arlberg-Bahnstrecke und unseren Bahnhof errichteten, war ihnen die Tragweite sicher nicht bewusst. 140 Jahre später ist beides im Sinne der Nachhaltigkeit wichtiger denn je. Daher freuen wir uns, mit der neuen, direkten ICE-Direktverbindung aus Hamburg einen weiteren Schritt in Richtung klimaneutraler Anreise für unsere Gäste gehen zu können“, so St. Antons Tourismusdirektor Martin Ebster. Der neue „Ski Express Tirol“ startet in der Wintersaison bis einschließlich 25. März 2023 jeden Samstag um 06:05 Uhr in Hamburg und bringt Urlauber in rund zehn Stunden über Hannover, München sowie Innsbruck in die „Wiege des alpinen Skilaufs“ sowie retour. Darüber hinaus gibt es samstags um 06:26 Uhr ab München eine weitere ICE-Direktverbindung nach St. Anton. Dank der Ankunftszeit um 11:03 Uhr können Pistenfans noch fast einen ganzen Tag im Skigebiet genießen. In der Sommersaison wird von 24. Juni bis 9. September ebenso eine ICE-Verbindung zwischen München und St. Anton angeboten.

weiterlesen »

Passagierzahlen: Ljubljana weit unter dem Vorkrisenaufkommen

Der slowenische Flughafen Ljubljana konnte sich bislang weder von der Pleite der Adria Airways noch von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholen. Im Jahr 2022 hatte man lediglich 970.156 Passagiere und rangiert somit im direkten Vergleich mit anderen Hauptstädten weit hinten. Trotz des Umstands, dass die slowenische Regierung auf einigen Routen Subventionen verteilt hat, konnte der von Fraport geführte Airport bislang nicht wachsen. Man liegt weit hinter dem Wert, den man vor der Corona-Pandemie hatte. Erschwerend kommt dazu, dass der Wegfall des einstigen Homebase-Carriers Adria Airways zu Lasten von Konnektivität und Angebot geht. Weniger Möglichkeiten ziehen logischerweise auch weniger Reisende an. Regelrecht sinnbildlich dafür ist der Umstand, dass viele Konferenzteilnehmer der in Ljubljana abgehaltenen Veranstaltung „New Air Gateway to Europe“ mangels Flugverbindungen nicht auf dem Luftweg anreisen konnten. Lange Zug-, Bus-, bzw. Autofahrten mussten unternommen werden, um in die slowenische Hauptstadt zu gelangen. Zwar geht Fraport davon aus, dass man im laufenden Jahr etwa 1,2 Millionen Passagiere am Standort Ljubljana haben wird, jedoch ist es fraglich, ob das gelingen wird. Das Erreichen des Vorkrisenniveaus sieht man nicht vor dem Jahr 2026. Für 2023 sind zusätzliche Routen von Finnair und Aegean Airlines sowie einige Frequenzaufstockungen angekündigt, aber dies ist auch der slowenischen Regierung zu wenig. Ein neues Subventionspaket soll dazu führen, dass zusätzliche Strecken aufgenommen werden. Dazu will man etwa 5,6 Millionen Euro pro Jahr in die Hand nehmen. Das Vorhaben wurde bei der EU-Kommission zur Bewilligung eingereicht, wobei die formelle Genehmigung noch nicht erteilt wurde. Gleichzeitig will Slowenien bis Mitte dieses

weiterlesen »

USA: Rechtsanwalt wirft Boeing Verstoß gegen 737-Max-Vergleich vor

Gegen den U.S.-amerikanischen Flugzeugbauer Boeing wurde über einen Rechtsanwalt, der Hinterbliebene von Opfern von 737-Max-Abstürzen vertritt, eine weitere Klage eingebracht. In dieser wird unter anderem damit argumentiert, dass der Hersteller mit der Behauptung sich nicht schuldig zu fühlen gegen den mit dem U.S.-Justizministerium geschlossenen Vergleich verstoßen würde. Das Rechtsmittel wurde am 1. Feber 2023 beim District Court for the Northern District of Texas eingebracht. Inhaltlich argumentiert der Jurist unter anderem, dass Boeing gegen den mit dem DOJ geschlossenen Generalvergleich verstoßen würde. Boeing wurde von US-Bezirksrichter Reed O’Connor aufgefordert, im Oktober 2022 vor Gericht zu erscheinen, obwohl der Vergleich des Unternehmens mit dem DOJ eine Klausel enthielt, die das Unternehmen vor weiterer Strafverfolgung schützt. Die beiden Seiten einigten sich im Januar 2021, wobei Boeing zustimmte, 2,5 Milliarden Dollar an Entschädigungen und Geldstrafen an die betroffenen Fluggesellschaften und die Familien der Opfer zu zahlen. Bezirksrichter O’Connor argumentierte, dass der Vergleich von Boeing mit dem DOJ gegen ein Gesetz verstößt, das es Unternehmen untersagt, ohne Wissen der Opfer Vereinbarungen über einen Vergleich oder einen Aufschub der Strafverfolgung abzuschließen. Infolgedessen wurde das Unternehmen gezwungen, am 26. Januar 2023 vor Gericht zu erscheinen. Das Unternehmen plädierte daraufhin auf „nicht schuldig“. Nach Angaben des Anwalts, der die Familien der Opfer vertritt, widersprach das Unternehmen damit jedoch direkt „der Sachverhaltsdarstellung, in der Boeing der Verschwörung zum Betrug der FAA für schuldig erklärt wird“. Dem Antrag zufolge enthielt der Vergleich mit dem DOJ eine Klausel, die es Boeing untersagte, „der Übernahme der Verantwortung zu widersprechen“. Die Familien der

weiterlesen »

Aeroporti de Roma entfristet 257 Arbeitsverhältnisse

Für Italien fast ungewöhnlich, jedoch konnte der Betreiber der Flughäfen Fiumicino und Ciampino, Aeroporti de Roma, mit den Gewerkschaften CGIL, CISL, UIL und UGL of Air Transport eine Einigung bezüglich der Übernahme von 257 befristeten Mitarbeitern in unbefristete Dienstverhältnisse erzielen. In Italien werden von Arbeitgebern nur ungerne unbefristete Arbeitsverträge mit Arbeitnehmern abgeschlossen, da diese im direkten Vergleich mit Österreich oder Deutschland nur schwer gekündigt werden können. In Verhandlungen mit Gewerkschaften verpflichtete sich Aeroporti de Roma dazu, dass 257 befristete Vollzeitmitarbeiter in unbefristete Arbeitsverhältnisse überführt werden sollen. Diese sind an den Flughäfen Ciampino und Fiumicino tätig. Seitens der ADR kann man sich vorstellen, dass sich die Anzahl freiwillig erhöhen könnte, denn man rechnet mit einer äußerst hohen Passagiernachfrage in der Sommersaison 2023. „Die heute unterzeichnete Vereinbarung ist das Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und stellt mit der Stabilisierung von 257 Beschäftigten eine wichtige Investition in unser Humankapital dar“, erklärt Marco Troncone, CEO von Aeroporti di Roma. Ab März werden 66 Mitarbeiter, die derzeit beim FCO und der CIA in der Fluggastbetreuung beschäftigt sind, unbefristet eingestellt, während weitere 191 Mitarbeiter von befristeten Verträgen in Vollzeitverträge wechseln werden. Die Gewerkschaften CGIL, CISL, UIL und UGL of Air Transport sind die anderen Unterzeichner der Vereinbarung.

weiterlesen »

Heathrow muss sich einen neuen Firmenchef suchen

Der Flughafen London-Heathrow muss sich auf die Suche nach einem neuen Geschäftsführer machen, denn John Holland-Kaye wird noch in diesem Jahr zurücktreten. Der Manager steht seit neun Jahren an der Spitze des größten Airports des Vereinigten Königeichs. Holland-Kaye ist mit den Fluggesellschaften aneinandergeraten, weil er während des Reisechaos im letzten Sommer den Flugverkehr einschränkte und die Landegebühren drastisch erhöhte. Außerdem musste er sich gegen die Pläne zum Bau einer dritten Startbahn in Heathrow zur Wehr setzen. Nach neun Jahren als CEO des Flughafens Heathrow hat John Holland-Kaye den Verwaltungsrat über seine Absicht informiert, im Jahr 2023 als CEO zurückzutreten.

weiterlesen »