
Analyse der Staatsholding SEPI: Unregelmäßigkeiten bei den Rettungsschirmen für Air Europa und Plus Ultra
Die spanische Staatsholding SEPI (Sociedad Estatal de Participaciones Industriales) steht im Zentrum einer parlamentarischen und justiziellen Untersuchung, die die Rechtmäßigkeit milliardenschwerer Rettungspakete während der Pandemie infrage stellt. Im Fokus stehen insbesondere die Finanzspritzen für die Fluggesellschaften Air Europa und Plus Ultra sowie den Industriekonzern Duro Felguera. Jüngste Aussagen vor dem Untersuchungsausschuss des Senats deuten darauf hin, dass die internen Prüfmechanismen der Holding systematisch umgangen wurden, um politische Vorgaben umzusetzen. Der Vorwurf wiegt schwer: Es wird vermutet, dass technische Berichte, die eine mangelnde Eignung der Unternehmen für die Hilfsgelder attestierten, unterdrückt oder durch unverbindliche Stellungnahmen externer Berater ersetzt wurden. Damit wurde das festgelegte Verfahren zur Vergabe von Mitteln aus dem Fonds zur Unterstützung der Solvenz strategischer Unternehmen (Fasee) offenbar zugunsten einer schnellen Abwicklung politisch motivierter Rettungsaktionen ausgehebelt. Struktur und Funktion des Fasee-Fonds Der Fasee-Fonds wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, Unternehmen zu stützen, die als strategisch für die spanische Wirtschaft gelten und deren finanzielle Schieflage ausschließlich auf die Auswirkungen der Covid-Maßnahmen zurückzuführen war. Die gesetzlichen Anforderungen waren präzise: Eine positive Fortführungsprognose und der Nachweis der strategischen Bedeutung waren zwingende Voraussetzungen für den Erhalt öffentlicher Gelder. Im Fall der Fluggesellschaft Plus Ultra wurden diese Kriterien jedoch bereits frühzeitig von Experten angezweifelt. Die Airline verfügte zum Zeitpunkt des Rescues lediglich über ein einziges einsatzbereites Flugzeug und hatte bereits vor der Pandemie mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. José Ángel Partearroyo, der ehemalige Direktor für Beteiligungen bei der SEPI, erklärte kürzlich vor dem Parlament, dass seine Abteilung lediglich Berichte externer Berater an die








