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Mit vielen Grüßen

Wenn man heute verreist, beglückt man die Daheimgebliebenen mit Unmengen von Fotos via Whats App oder Instagramm. Personenbezogene Bilder sind dabei stark in der Überzahl, Landschaft interessiert kaum noch jemanden… Noch vor einigen Jahrzehnten war die Ansichtskarte das Hauptkommunikationsmittel zwischen Reisenden und der Verwandtschaft oder Freunden. Heute ist ihre Zeit vorbei. Es gibt zwar noch einige zu kaufen, Marken dazu gibt es noch seltener. Ansichtskarten waren für Verlage eine Goldgrube, für Touristenorte ein beliebtes Mittel der Selbstdarstellung und Werbung, für die Post eine willkommene Zusatzeinnahme und für die Touristen eine einfache Möglichkeit, mit wenigen, meist nichtssagenden Worten soziale Kontakte aufrecht zu halten und auch ein bisschen angeben zu können. Die große Zeit der Ansichtskarten begann im 19. Jahrhundert, als mit dem Bahnbau auch der Tourismus boomte. Kaum bekannt ist, dass einer der Pioniere der Ansichtskartenproduktion aus Österreich-Ungarn stammt: Max Fruchtermann (1852 in Lviv/Lemberg geboren) wanderte nach Konstantinopel aus und erkannte, dass es den Reisenden des Orient-Express und anderen Gästen ein großes Bedürfnis war, den Menschen zu Hause mitzuteilen, wo sie sich befanden und wie exklusiv der Aufenthalt in der Türkei für sie war. Ab 1890 verkaufte er massenweise selbst produzierte Ansichtskarten, die nicht gerade billig waren, aber egal, sein Geschäft lief prächtig. Als er 1918 starb, hinterließ er über 600.000 Karten, die er wegen des Krieges und fehlender Touristen nicht verkaufen konnte. Noch heute werden in Antiquariaten in Istanbul Reste aus seiner Sammlung angeboten. Gehen wir noch ein paar Jahre zurück: Um 1850, in den Anfangszeiten der Fotografie, hatten sich

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TAAG Angola Airlines schließt Umzug an neuen Luanda-Flughafen ab

Die angolanische Nationalfluggesellschaft TAAG Angola Airlines wird ihren gestaffelten Umzug in den neuen Dr. António Agostinho Neto International Airport (AIAAN) in Luanda am 19. Oktober abschließen. An diesem Tag verlegt die Airline alle verbleibenden internationalen Flugoperationen vom bisherigen Flughafen 4 de Fevereiro an den neuen Standort. Die endgültige Verlagerung erfolgt damit etwa einen Monat später als ursprünglich im Juni geplant, nachdem es im September zu einer kurzfristigen Verschiebung aufgrund der notwendigen Optimierung betrieblicher Bedingungen am neuen Airport gekommen war. Der neue Flughafen, offiziell im November 2023 eröffnet und benannt nach dem ersten Präsidenten Angolas, ist ein zentrales Infrastrukturprojekt der Regierung. Er liegt im Stadtbezirk Icolo e Bengo, rund 40 Kilometer südöstlich der Hauptstadt. Mit dem Umzug bündelt TAAG sämtliche Flugaktivitäten unter einem Dach, nachdem bereits seit November 2024 Inlands- und Regionalflüge, etwa nach Brazzaville und Kinshasa, vom AIAAN aus abgewickelt werden. Die neue Anlage, die schätzungsweise 3,8 Milliarden US-Dollar kostete, ist konzipiert für jährlich 15 Millionen Passagiere, wovon 10 Millionen auf internationalen Verkehr entfallen sollen. Die Verlegung der gesamten internationalen Flotte auf den AIAAN, der über zwei parallele Start- und Landebahnen verfügt, soll die betriebliche Effizienz der Nationalairline deutlich erhöhen und das Flottenmanagement sowie das Passagiererlebnis verbessern. Zu den Langstreckenzielen, die ab dem 19. Oktober ausschließlich vom neuen Airport angeflogen werden, zählen europäische und globale Metropolen wie Lissabon, São Paulo und Havanna sowie afrikanische Destinationen wie Johannesburg, Kapstadt, Lagos, Windhoek, São Tomé und Nairobi. Um Passagieren von Partner-Airlines, die ihren Betrieb noch nicht verlagert haben, den Übergang zu erleichtern, bietet

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Materialverlust bei Frachtflieger zwingt zur Landung: Einblicke in die Belastung der globalen Expresslogistik

Der internationale Luftfrachtverkehr operiert seit Jahren unter Hochdruck, angetrieben durch eine ständig wachsende Nachfrage im globalen Handel und insbesondere durch den explosionsartigen Anstieg des elektronischen Handels. Dieser anhaltende Boom stellt die Logistikunternehmen und ihre eingesetzten Flugzeugflotten vor immense betriebliche Herausforderungen. Ein jüngster Vorfall am Flughafen Köln/Bonn (CGN), einem der wichtigsten europäischen Frachtdrehkreuze, rückt die Belastung und das Alter der hier eingesetzten Flugzeuge in den Fokus. In den frühen Morgenstunden meldete die Besatzung des UPS Airlines Fluges 5X259 beim Anflug auf den Flughafen Köln/Bonn Probleme mit den sogenannten Slats. Diese an den Vorderkanten der Tragflächen montierten Auftriebshilfen sind entscheidend für langsame Flugphasen wie die Landung. Obwohl die Piloten die Maschine sicher auf die Piste brachten, zeigte sich nach der Landung das Ausmaß der technischen Störung: Zwei metallische Legierungsplatten hatten sich während des Fluges oder der Annäherung vom Flugzeug gelöst. Beinahe-Zwischenfall bei der Landung in Köln/Bonn Der Frachtflug 5X259, der von Venedig (VCE) nach Köln führte, musste aufgrund der Fehlfunktion der Slats mit einer überdurchschnittlich hohen Geschwindigkeit landen, da der volle Ausschlag der Auftriebshilfen nicht möglich war. Dies erforderte eine angepasste und sorgfältige Flugführung durch die Piloten. Die verlorenen Teile – mutmaßlich Abdeckungen oder Strukturkomponenten im Bereich der Slats – wurden in einem Umkreis von etwa 16 Kilometern um den Flughafen vermutet. Das Fehlen der Teile ist nicht nur ein potenzielles Risiko für den Flugbetrieb selbst, sondern stellt auch eine Gefahr für Dritte dar, sollten die Metallplatten auf bewohntem Gebiet niedergegangen sein. Glücklicherweise wurde kein Sach- oder Personenschaden außerhalb des Flugzeugs gemeldet.

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Corendon baut Winterflugplan ab Brüssel und Amsterdam aus

Der Reiseveranstalter Corendon erweitert sein Angebot für die kommende Wintersaison durch die Einführung neuer Flugrouten ab dem Flughafen Brüssel und dem Flughafen Amsterdam Schiphol. Die strategische Erweiterung konzentriert sich auf die Bedienung populärer Winterdestinationen, um das Streckennetz auf der Kurz- und Langstrecke zu diversifizieren. Corendon setzt dabei auf eine Kooperation mit verschiedenen Fluggesellschaften, um die angebotenen Routen zu bedienen. Ab Brüssel werden drei neue Ziele in den Flugplan aufgenommen. Dazu gehört Marrakesch in Marokko, das ab November mit Transavia bis zu sechs Mal wöchentlich angeflogen wird. Ebenfalls neu ist Madeira (Funchal) in Portugal, das einmal wöchentlich in Kooperation mit Brussels Airlines bedient wird. Die dritte Ergänzung ist die Algarve mit vier Flügen pro Woche nach Faro, die ebenfalls von Transavia durchgeführt werden. Corendon bietet zu allen neuen Zielen Pauschalreisen mit verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten an. Das Programm ab Brüssel beinhaltet zudem weiterhin die beliebten und hochfrequentierten Direktflüge zu den Kanarischen Inseln (Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura), der türkischen Riviera (Antalya), dem Roten Meer (Hurghada) und der spanischen Küste (Malaga). Auch der Flughafen Amsterdam Schiphol wird durch Corendon mit einem neuen Langstreckenziel gestärkt. Corendon nimmt die Insel Sal auf den Kapverden mit drei wöchentlichen Flügen in sein Programm auf. Diese Verbindung erweitert das bereits bestehende Langstreckenangebot ab Amsterdam, zu dem in der Wintersaison die karibischen Inseln Curaçao und Bonaire gehören. Hinzu kommen Routen nach Gambia und Dubai. Die Flüge ab den Niederlanden werden hauptsächlich von Corendon Dutch Airlines oder Transavia durchgeführt. Mit der Fokussierung auf diese Zielgebiete festigt Corendon seine Marktposition im Segment

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Delta Air Lines übertrifft Erwartungen im dritten Quartal 2025

Die US-amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines hat am 9. Oktober 2025 ihre Finanzergebnisse für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2025 vorgelegt und dabei mit Einnahmen am „oberen Ende der Erwartungen“ die Marktprognosen erfüllt oder leicht übertroffen. Das Unternehmen meldete einen Gesamtumsatz von 15,2 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 4,1% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese solide Performance wird von der anhaltenden Nachfrage und einem stringenten Kostenmanagement getragen. Die Zahlen unterstreichen die robuste Verfassung der Fluggesellschaft in einem von wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischen Spannungen geprägten Umfeld und festigen die Position des Unternehmens im globalen Luftverkehr. Begleitet wurden die Finanzergebnisse von Ankündigungen zur Flottenerweiterung und zur strategischen Expansion des Streckennetzes, die den Kurs des Unternehmens für die kommenden Jahre abstecken. Finanzen und operative Margen Die veröffentlichten Quartalszahlen zeigen eine deutliche Rentabilität. Delta Air Lines erzielte im dritten Quartal 2025 ein Betriebsergebnis von 1,7 Milliarden US-Dollar, was einer Betriebsmarge von 11,2% entspricht. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 1,5 Milliarden US-Dollar mit einer Vorsteuermarge von 9,8%. Die Fluggesellschaft meldete zudem einen Gewinn pro Aktie von 1,71 US-Dollar. Analystenschätzungen vor der Veröffentlichung der Zahlen lagen im konsolidierten Durchschnitt bei einem Gewinn pro Aktie von 1,52 US-Dollar bis 1,60 US-Dollar, womit Delta die Erwartungen übertraf. Die Bank of America hatte beispielsweise mit 1,55 US-Dollar gerechnet, was leicht über der Unternehmensprognose lag. Der Präsident der Fluggesellschaft, Glen Hauenstein, hob die Dynamik der jüngsten Geschäftsentwicklung hervor. Er merkte an, dass sich die Verkaufstrends in den letzten sechs Wochen über alle geografischen Regionen und Vorkaufszeiträume hinweg

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Passagierin verstirbt trotz Rettungsversuchen nach medizinischem Notfall an Bord

Am 5. Oktober 2025 musste ein transkontinentaler Flug der KLM Royal Dutch Airlines, die Flugnummer KL601 von Amsterdam nach Los Angeles, eine außerplanmäßige Landung auf dem Yellowknife Airport (YZF) in den kanadischen Northwest Territories durchführen. Grund war ein medizinischer Notfall an Bord: Eine 34-jährige Passagierin war bewusstlos aufgefunden worden. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen durch das Bordpersonal und zufällig anwesendes medizinisches Fachpersonal sowie die schnellstmögliche Verlegung in ein örtliches Krankenhaus, konnte das Leben der Frau nicht gerettet werden. Sie wurde im Krankenhaus von Yellowknife für tot erklärt. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen und die komplexen Abläufe, die mit medizinischen Notfällen im Luftverkehr verbunden sind, insbesondere auf Ultra-Langstreckenflügen. Die Untersuchung zur Todesursache durch den Gerichtsmediziner der Northwest Territories ist eingeleitet. dramatische Szenen über Nordamerika Der Flug KL601, durchgeführt mit einer Boeing 787-8 Dreamliner, Kennzeichen PH-BKG, befand sich über dem Norden Amerikas, als die Besatzung über Funk einen medizinischen Notfall meldete. Die Reaktion der Crew und des Piloten, der umgehend eine sogenannte Diversion, eine außerplanmäßige Umleitung, zum nächstgelegenen geeigneten Flughafen anordnete, war nach Einschätzung von Experten ein Ablauf nach Protokoll. Yellowknife, in der Isolation des hohen Nordens gelegen, diente in dieser kritischen Situation als Rettungshafen. Die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) bestätigte später, dass die Notlandung aufgrund des medizinischen Notfalls der 34-jährigen Frau erforderlich wurde, die nicht mehr ansprechbar war. Während der kritischen Zeit bis zur Landung wurden an Bord Reanimationsversuche durchgeführt. Das Kabinenpersonal ist für solche Situationen regelmäßig in Erster Hilfe und der Nutzung der verfügbaren medizinischen Ausrüstung, zu der

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Wizz Air erweitert Angebot ab Maastricht Aachen Airport massiv

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air baut ihr Streckennetz ab dem Maastricht Aachen Airport (MST) an der niederländisch-deutschen Grenze signifikant aus. Die Erweiterung beginnt mit dem Start des Winterflugplans 2025/2026 Ende Oktober und zielt vorrangig auf Destinationen in Osteuropa. Die strategische Stärkung des Standorts in der Provinz Limburg spiegelt die anhaltenden Expansionsbestrebungen der Airline wider, insbesondere in Regionen mit starker Nachfrage nach Direktverbindungen in diese Märkte. Der Flugbetrieb startet Ende Oktober 2025 mit neuen Routen nach Chisinau in Moldawien und Bukarest in Rumänien. Im weiteren Verlauf des Winters, ab dem 12. Dezember 2025, wird Tuzla in Bosnien und Herzegowina als drittes neues Ziel hinzugefügt. Diese drei Verbindungen sind zunächst für die Dauer des Winterflugplans bis Ende März 2026 geplant. Parallel dazu bestätigte der Flughafen die Wiederaufnahme der Route nach Alicante, die bereits im Winterflugplan enthalten ist. Insgesamt sieht der Winterflugplan von Wizz Air damit sieben Starts und Landungen pro Woche in Maastricht vor. Die stärkste Expansion folgt mit dem Sommerflugplan 2026. Ab März 2026 nimmt Wizz Air zwei weitere Strecken in das Programm auf, die den Maastricht Aachen Airport mit den polnischen Städten Katowice und Lublin verbinden. Mit diesen zusätzlichen Destinationen wird die Frequenz der Wizz Air-Flüge in Maastricht auf 16 Abflüge pro Woche erhöht. Die Investition am Standort Maastricht erfolgt in einer Zeit, in der andere Billigfluggesellschaften ihre Streckennetze in Europa neu ordnen oder sogar Basen schließen. Die neuen Routen ergänzen das bestehende Netzwerk von Wizz Air, das sich generell stark auf die Anbindung zentral- und osteuropäischer Städte fokussiert.

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Regulierungsbehörde verhängt Geldstrafe gegen IndiGo: Streit um Pilotentraining an kritischen Flughäfen eskaliert

Die indische Luftfahrt-Aufsichtsbehörde, die Directorate General of Civil Aviation (DGCA), hat gegen IndiGo, die größte Fluggesellschaft des Landes, eine Geldstrafe von 20 lakh Rupien (etwa 22.500 US-Dollar) verhängt. Der Grund für die Sanktion, deren Bescheid die Airline am 26. September 2025 erhielt, liegt in angeblichen Versäumnissen beim Pilotentraining für sogenannte Category C Aerodromes. Diese Flughäfen gelten aufgrund ihrer komplexen Betriebsbedingungen und der oft herausfordernden Geländeformationen als Hochrisikostandorte. Die DGCA wirft IndiGo vor, für die erforderliche Spezialschulung der Piloten ungeeignete Simulatoren verwendet zu haben. Die Fluggesellschaft, deren Muttergesellschaft InterGlobe Aviation ist, hat die Strafe öffentlich gemacht und gleichzeitig angekündigt, rechtlich gegen die Entscheidung vorzugehen. Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die strengen Sicherheitsanforderungen im indischen Luftverkehr und die notwendige Einhaltung regulatorischer Standards beim Personalwesen. Kern des Konflikts: Die Kategorie-C-Flughäfen und die Simulatoranforderungen Die verhängte Geldstrafe der DGCA zielt auf einen zentralen Aspekt des Flugbetriebs ab: das Training für kritische Flughäfen. In der indischen Luftfahrtregulierung sind Flughäfen in die Kategorien A, B und C eingeteilt, wobei Kategorie C die komplexesten und anspruchsvollsten Betriebsbedingungen aufweist. Zu diesen Hochrisikostandorten zählen unter anderem der Calicut International Airport (Kozhikode), bekannt für seine Tischplatten-Landebahn, sowie Flughäfen in Leh und Kathmandu (Nepal), die durch anspruchsvolle Anflugverfahren im Gebirgsgelände gekennzeichnet sind. Aufgrund dieser spezifischen Herausforderungen sind Piloten, die diese Flughäfen anfliegen, gesetzlich verpflichtet, eine spezielle Schulung zu absolvieren. Diese Schulung muss gemäß den Civil Aviation Requirements (CAR) auf Flugsimulatoren stattfinden, die speziell für die jeweiligen Flughäfen qualifiziert und zertifiziert sind. Dies umfasst die akkurate Replikation der topografischen Gegebenheiten, des

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Air Baltic benennt Airbus-Flotte nach baltischen Städten

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic setzt die Benennung ihrer Airbus A220-300-Flotte nach Städten im Baltikum fort. Die Aktion, die anlässlich des 35. Jahrestags des „Baltischen Wegs“ im August 2024 mit einer öffentlichen Abstimmung begann, würdigt die kulturelle Einheit und das historische Erbe der baltischen Staaten. Insgesamt wurden 48 Städte – je 16 aus Lettland, Estland und Litauen – aus den über eine Million abgegebenen Stimmen ausgewählt, um künftig die Flugzeuge der Airline zu schmücken. Anfang August 2025 erhielten die ersten drei Maschinen die Namen der baltischen Hauptstädte Riga, Tallinn und Vilnius, jeweils ergänzt durch die Farben ihrer Nationalflaggen. Im weiteren Verlauf des Jahres 2025 wurden bisher 40 Flugzeuge des Typs Airbus A220-300 getauft. Air Baltic beabsichtigt, alle 48 ausgewählten Namen sukzessive auf ihren Maschinen anzubringen. Laut der Fluggesellschaft dient die Namensgebung dazu, die internationale Wahrnehmung der Region zu steigern und den Tourismus zu fördern. Die Flugzeuge sollen als „fliegende Botschafter“ die Städte auf dem gesamten Streckennetz der Airline präsentieren. Die Benennungsinitiative fand bei der Öffentlichkeit großen Anklang. Bei der Abstimmung gab es über eine Million Stimmen, was das starke Interesse der Bevölkerung an der Aktion belegt. Die Auswahl der 48 Städte, die der damaligen Flottengröße entsprach, umfasst neben den bekannten Zentren auch kleinere Orte wie Aizpute (Lettland), Elva (Estland) und Alytus (Litauen). Die Flotte von Air Baltic, die laut Stand April 2025 bereits 50 Maschinen des Typs A220-300 umfasst und weiter wachsen soll, setzt seit Mai 2020 ausschließlich auf dieses Modell. Bis 2030 plant Air Baltic sogar eine Flotte von

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Brüssel kritisiert Madrider Bußgelder: Streit um Handgepäckgebühren eskaliert zur europäischen Rechtsfrage

Die Europäische Kommission hat die spanische Regierung öffentlich gerügt und Bußgelder in Höhe von insgesamt 179 Millionen Euro gegen mehrere niedrigpreisige Fluggesellschaften als rechtswidrig eingestuft. Die Bußgelder, die das spanische Ministerium für soziale Rechte und Verbrauch im November 2024 verhängte, richteten sich primär gegen die Gebühren, welche die Airlines für die Mitnahme von Handgepäck verlangten. Weitere sanktionierte Praktiken waren die Gebühren für die Sitzplatzauswahl von begleitenden Personen von Passagieren mit Assistenzbedarf sowie für das Ausdrucken von Bordkarten am Flughafen. Die europäische Behörde sieht in den spanischen Sanktionen einen Verstoß gegen das in der EU-Gesetzgebung verankerte Recht der Fluggesellschaften, ihre Preispolitik selbst zu bestimmen. Der Konflikt, der die Geschäftsmodelle von Gesellschaften wie Ryanair und easyJet direkt betrifft, eskaliert damit zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung über die Regulierung des Luftverkehrs und die Marktmechanismen in der Europäischen Union. Die spanische Initiative: Verbraucherschutz und die harten Fakten der Bußgelder Die spanische Regierung begründete ihre Sanktionen gegen die fünf niedrigpreisigen Fluggesellschaften – Ryanair, easyJet, Norwegian Air Shuttle, Vueling und Volotea – mit der Notwendigkeit, Verbraucher vor missbräuchlichen Geschäftspraktiken zu schützen. Nach Ansicht des spanischen Verbraucherministeriums würden die beanstandeten Gebühren, insbesondere jene für Handgepäck, das Reisen für Fluggäste künstlich verteuern und wichtige Serviceleistungen unrechtmäßig bepreisen. Die verhängten Bußgelder wurden in ihrer Höhe als Vielfaches der durch diese Praktiken erzielten Einnahmen der jeweiligen Fluggesellschaften festgesetzt. Die Summe von 179 Millionen Euro stellt eine der höchsten Strafen dar, die jemals gegen Fluggesellschaften in Spanien verhängt wurde. Den Löwenanteil der Strafe entfiel mit 107,7 Millionen Euro auf Ryanair, den führenden

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