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Fünfmonatige Nachtschließungen für Start- und Landebahnsanierung in London Luton

Der London Luton Airport (LTN) beginnt am 3. November 2025 mit umfangreichen, fünfmonatigen Sanierungsarbeiten an seiner Start- und Landebahn. Das 18 Millionen Pfund teure Projekt ist laut Flughafenleitung notwendig, um die Sicherheit und Betriebseffizienz des Flughafens langfristig zu gewährleisten und allen gesetzlichen Sicherheitsanforderungen weiterhin nachzukommen. Die Arbeiten sind ein zentraler Bestandteil der laufenden langfristigen Infrastrukturinvestitionen des LTN. Um den regulären Passagierverkehr am viertgrößten Londoner Flughafen, der 2024 über 16,7 Millionen Passagiere abfertigte, so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, finden die Bautätigkeiten ausschließlich nachts statt. Die Start- und Landebahn wird montags bis freitags zwischen 0:01 Uhr und 05:45 Uhr für den gesamten Flugverkehr gesperrt. Das Vorhaben soll bis Ende März 2026 abgeschlossen sein. Das beauftragte Unternehmen ist Lagan Aviation and Infrastructure, ein auf Flugplatzprojekte spezialisierter Auftragnehmer. Die umfassende Modernisierung umfasst nicht nur die Erneuerung der Asphaltoberfläche der Piste, sondern auch den Austausch der Bodenbeleuchtung und die Neumarkierung der Roll- und Startflächen. Die Arbeiten werden jedoch zu zeitweisen Einschränkungen führen. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die Nachtschließungen insbesondere den Frachtflugbetrieb und Express-Logistikunternehmen, die auf nächtliche Zeitfenster angewiesen sind, betreffen. Hinzu kommt eine temporäre Herabstufung des Instrumentenlandesystems (ILS) von CAT III auf CAT I, was bei schlechtem Wetter das Risiko von Flugumleitungen erhöht. Der Flughafen hat mehr als 25.000 Haushalte in der Umgebung über die anstehenden Bauarbeiten informiert, da mit Lärmbelästigung und Lichtemissionen zu rechnen ist. Die Flughafenbetreiber betonen, dass alle Anstrengungen unternommen werden, um die Störungen auf ein Minimum zu reduzieren, und dass die Lärmpegel während der gesamten Projektdauer engmaschig überwacht werden.

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Unbemannte Bedrohung aus der Luft: Debatte über Zuständigkeiten bei der Drohnenabwehr

Die zunehmende Präsenz von unbemannten Flugobjekten, den sogenannten Drohnen, im deutschen Luftraum – insbesondere über kritischen Infrastrukturen und sensiblen Bereichen – hat eine intensive Debatte über die nationalen Abwehrmaßnahmen und die klare Verteilung von Zuständigkeiten ausgelöst. Kern der Diskussion sind die Rollen von Polizei und Bundeswehr. Während Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) kürzlich die Forderung nach einer polizeilichen Abwehrkompetenz auch für niedrig fliegende Drohnen bekräftigte, mahnte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zur Besonnenheit und betonte die strikte Einhaltung der verfassungsrechtlich verankerten Kompetenzgrenzen. Im Zuge dieser Entwicklung fordern beide Ministerien eine Novellierung des Luftsicherheitsgesetzes, um die rechtlichen Grundlagen für den Einsatz der Bundeswehr im Inland in Ausnahmefällen zu schaffen und die polizeilichen Fähigkeiten zu stärken. Die rasche technologische Entwicklung der Drohnen und eine als gestiegen wahrgenommene hybride Bedrohungslage erhöhen den politischen Handlungsdruck, die Sicherheitsarchitektur gegen diese neue Form der Gefahr zu modernisieren und eine effektive, aber verfassungsrechtlich abgesicherte, „gestaffelte Verteidigung“ zu etablieren. Ministerielle Positionsbestimmung und die Baumwipfelgrenze Die unterschiedlichen Perspektiven der Ressortchefs verdeutlichen die Komplexität der Drohnenabwehr im Inland. Bundesinnenminister Dobrindt hatte mit seinem Verweis auf eine Unterscheidung nach Flughöhe eine klare Zuständigkeitslinie skizziert. Drohnen, die sich in geringer Höhe, metaphorisch gesprochen in „Baumwipfelhöhe“, bewegen, müssten demnach von der Polizei bekämpft werden können. Seine Argumentation zielt auf die allgemeine Gefahrenabwehr im zivilen Raum ab, die primär in den Händen der Polizeibehörden liegt. Gleichzeitig sieht Dobrindt die Bundeswehr für Drohnen in „hohen Flughöhen“ und mit „hohen Geschwindigkeiten“ zuständig, die klar dem militärischen Bedrohungsbereich zuzuordnen sind. Verteidigungsminister Pistorius reagierte auf diese Äußerungen jedoch mit einer

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Flughafen Lüttich meldet starkes drittes Quartal und Aufstieg zur europäischen Frachtspitze

Der Flughafen Lüttich (Liege Airport, LGG), Belgiens größter Frachtflughafen, verzeichnete im dritten Quartal 2025 ein deutliches Wachstum im Güterverkehr. Von Juli bis September 2025 wurden insgesamt 334.956 Tonnen Fracht abgefertigt, was einer Steigerung von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Q3 2024: 272.210 Tonnen) entspricht. Auch die Zahl der Frachtflugbewegungen stieg im gleichen Quartal um 9 Prozent auf 7.262 Flüge. Die Dynamik im dritten Quartal basiert laut Flughafenangaben sowohl auf robusten europäischen Exporten, die ein Wachstum von 26 Prozent verzeichneten, als auch auf E-Commerce-Importen. Bereits in den Vormonaten hatte der Flughafen starke Zuwächse gemeldet, mit 14 Prozent Plus im Juli und 29 Prozent im August, traditionell ruhigeren Monaten. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 summiert sich der Frachtumschlag in Lüttich auf 961.640 Tonnen, was einer Steigerung von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Wachstum untermauert die strategische Fokussierung des Flughafens auf den reinen Frachtbetrieb („freightersfirst“). Der LGG, der aktuell als der fünftgrößte Cargo-Airport Europas gilt, hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen neuen Meilenstein erreicht: Er avancierte zum führenden europäischen Flughafen für Vollfrachter und behauptete seine Führungspositionen im Transport von E-Commerce, Pferden und Blumen. Die anhaltende positive Entwicklung in Lüttich steht im Einklang mit einer langfristigen Aufwärtsentwicklung. Eine kürzlich veröffentlichte globale Luftverkehrsstudie für den Zeitraum 2019 bis 2024 listet den Flughafen Lüttich unter den Top 5 der Frachtwachstumsraten weltweit, mit einem Zuwachs von 29 Prozent. Diese Zahlen belegen die wachsende Bedeutung des LGG als wichtiger Logistikknotenpunkt für den europäischen und internationalen Handel, spezialisiert auf Güter wie

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Die späte russische Verantwortung: Putins Eingeständnis nach dem Abschuss des Azerbaijan-Airlines-Fluges 8243

Neun Monate nach dem tragischen Absturz eines Passagierflugzeugs der Azerbaijan Airlines (AZAL) im Dezember 2024 hat der russische Präsident Wladimir Putin erstmals direkt die Verantwortung Russlands für den Tod von 38 Menschen anerkannt. Bei einem Treffen mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev am 9. Oktober 2025 in Duschanbe, Tadschikistan, erklärte Putin, dass das zivile Flugzeug, das vom aserbaidschanischen Baku nach Grozny in Russland unterwegs war, durch Trümmer von russischen Flugabwehrraketen getroffen wurde. Diese Raketen waren demnach gegen ukrainische Drohnen gerichtet, die sich dem russischen Luftraum näherten. Die späte, aber direkte Bestätigung schließt eine monatelange diplomatische Krise zwischen Moskau und Baku ab und markiert einen Wendepunkt in den bilateralen Beziehungen, wobei Russland Entschädigungen und eine Untersuchung der verantwortlichen Beamten versprach. Der tragische Absturz des Embraer E190 Der Zwischenfall betrifft den Azerbaijan Airlines Flug J28243, durchgeführt mit einer Embraer E190 mit der Registrierung 4K-AZ65. Das Flugzeug startete am 25. Dezember 2024 in Baku und sollte auf dem Flughafen von Grozny, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tschetschenien, landen. An Bord befanden sich 62 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder, insgesamt 67 Personen. Erste Berichte deuteten darauf hin, dass die Besatzung des Fluges aufgrund von schlechtem Wetter und dichtem Nebel in Grozny versuchte, zum internationalen Flughafen Aktau in Kasachstan auszuweichen. Etwa 40 Minuten nach dem Start, als sich das Flugzeug dem russischen Luftraum bei Grozny näherte, meldete die Besatzung den Verlust der GPS-Navigationshilfen, ein Phänomen, das Experten auf den Einsatz russischer elektronischer Kampfführung (ew) zur Abwehr von Drohnen zurückführten. Die Region um Grozny stand zu diesem

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Hohe Passagierfrequenz: Dortmund erwartet 180.000 Reisende in den Herbstferien

Der Dortmund Airport stellt sich auf eine intensive Reisezeit ein. Mit dem Beginn der Herbstferien in Nordrhein-Westfalen rechnet der Flughafen in den zwei Wochen bis zum 26. Oktober mit einem Aufkommen von rund 180.000 Passagieren. Die erwartete Zahl liegt damit deutlich über den Werten des Vorjahres. In den Herbstferien 2024 hatte der Flughafen 172.174 Fluggäste verzeichnet, was bereits ein Plus von 27,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2023 darstellte. Dieses anhaltend hohe Niveau setzt den Wachstumstrend der Vormonate fort: So zählte der Flughafen im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 1,48 Millionen Passagiere und verzeichnete in den Sommerferien sogar einen neuen Rekord mit über 494.000 Reisenden. Reisende können bis zum Ende des Monats noch aus dem Sommerflugplan wählen, der insgesamt 35 Destinationen in 19 Ländern umfasst. Besonders gefragt sind in der Übergangszeit zum Winter traditionell Städtereisen und Ziele mit spätsommerlichen Temperaturen. Die armenische Hauptstadt Jerewan wird als attraktive Destination mit über 20 Grad Celsius beworben. Auch Budapest ist mit fünf wöchentlichen Verbindungen eine Option für Kultur- und Entspannungssuchende. Für den klassischen Badeurlaub bleiben die türkischen Regionen an Riviera und Ägäis relevant; Flüge nach Antalya werden bis zu viermal und nach Izmir dreimal pro Woche angeboten, da dort auch Mitte Oktober noch Temperaturen um 25 Grad erwartet werden. Obwohl die Passagierzahlen auf Wachstumskurs sind, muss der Airport weiterhin den Abgang von Fluggesellschaften kompensieren. Nach dem Rückzug von Ryanair und der Reduzierung des Angebots bei Eurowings im Zuge des Sommerflugplans versucht der Flughafen, das verlorene Volumen durch die Frequenzsteigerungen und neue Strecken anderer Airlines auszugleichen.

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Zweifel an der Machbarkeit der CO2-Neutralität 2050: Luftfahrtbranche kämpft mit Technologie- und Kraftstoffengpässen

Der Luftfahrtsektor sieht sich mit den weitreichenden Zielen zur Reduktion seiner Kohlenstoffdioxid-Emissionen konfrontiert, doch die Machbarkeit des vom internationalen Airline-Verband IATA für 2050 ausgerufenen Ziels der CO2-Neutralität wird zunehmend infrage gestellt. Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa, äußerte in einem aktuellen Interview mit dem Deutschlandfunk deutliche Skepsis hinsichtlich der Erreichbarkeit dieser Vorgabe, zu der sich die IATA-Mitgliedsunternehmen 2021 verpflichtet hatten. Spohr verweist auf eine stockende technologische Entwicklung bei Flugzeugherstellern und massive Probleme bei der Verfügbarkeit und den Kosten alternativer Treibstoffe. Er betont, dass ohne weitreichende staatliche Unterstützung die finanziellen Belastungen für europäische Airlines zu einem schwerwiegenden Wettbewerbsnachteil führen. Die Aussagen des Chefs einer der größten europäischen Luftfahrtgruppen beleuchten die zentralen Herausforderungen, mit denen die gesamte Branche auf ihrem Weg zur Emissionsreduktion ringt. Die stockende Flugzeugentwicklung Ein Hauptgrund für Spohrs Zweifel liegt in der aus seiner Sicht unzureichenden Geschwindigkeit der technologischen Weiterentwicklung bei den großen Flugzeugherstellern. Weder bei Airbus in Toulouse noch bei Boeing in Seattle seien derzeit Flugzeuge in Produktion oder in der konkreten Planung, die einen großen, revolutionären technologischen Sprung im Sinne einer signifikanten Reduktion des CO2-Ausstoßes darstellen würden. Die aktuellen Modelle konzentrieren sich hauptsächlich auf die Erneuerung der Flotten mit marginal verbesserten, aber im Kern konventionellen Triebwerkstechnologien. Die Luftfahrtindustrie sieht sich dabei mit einzigartigen technischen Hürden konfrontiert. Während die Automobilindustrie beispielsweise auf die E-Mobilität umgestellt hat, sind Batterien für Großraumflugzeuge aufgrund ihres Gewichts und des geringen Leistungsvermögens derzeit keine praktikable Option. Alternative Antriebe, wie wasserstoffbasierte Systeme, werden zwar von Herstellern wie Airbus erforscht. Experten gehen jedoch davon aus, dass

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Neues Zeitalter des Grenzmanagements: Österreich startet Entry-Exit-System an Flughäfen

Österreich hat seine nationalen Vorbereitungen für die Inbetriebnahme des neuen Entry-Exit-Systems (EES) abgeschlossen. Das automatisierte IT-System, das ab dem 12. Oktober 2025 schrittweise in den 29 EU-Schengen-Ländern eingeführt wird, dient der elektronischen Erfassung von Reisenden aus Drittstaaten bei deren Ein- und Ausreise in den Schengen-Raum. Dies betrifft Personen, die sich bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen visumfrei oder mit Kurzaufenthaltsvisum in der Europäischen Union aufhalten dürfen. Die vollständige Anwendung des EES an allen Außengrenzen des Schengen-Gebiets ist für den 10. April 2026 vorgesehen. Die Einführung des EES markiert das Ende des manuellen Abstempelns von Reisepässen. Kernstück des Systems ist die Erfassung biometrischer Daten – konkret Fingerabdrücke und ein Gesichtsbild – sowie des Namens, des Reisedokuments und des Datums und Ortes der Grenzübertritte. Die Speicherung dieser Daten in einem fälschungssicheren, EU-weit vernetzten System soll nach Angaben des Innenministeriums zu einem deutlichen Sicherheitsgewinn führen. Ziel ist die effektive Bekämpfung von Identitätsbetrug, schweren Straftaten und Terrorismus sowie die automatische Aufdeckung illegaler Aufenthalte und Visumsüberziehungen. In Österreich erfolgt die Erfassung an den sechs internationalen Flughäfen: Wien-Schwechat, Salzburg, Linz, Innsbruck, Klagenfurt und Graz. Der Flughafen Wien macht hier den Anfang, wobei der Start des Probebetriebs für den 12. Oktober 2025 angekündigt wurde. Die sukzessive Inbetriebnahme an den weiteren österreichischen Flughäfen erfolgt gestaffelt: Salzburg folgt am 12. November, Innsbruck am 19. November, Graz am 26. November sowie Linz und Klagenfurt am 3. Dezember. Am Flughafen Wien wurden bereits 16 Millionen Euro in die technische Infrastruktur investiert, darunter in Selbstbedienungsanlagen und Grenzkontrollkojen, um

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Sundair weitet Chartergeschäft ab Leipzig/Halle aus

Die deutsche Fluggesellschaft Sundair hat Ende September ihr Charterangebot am Flughafen Leipzig/Halle (LEJ) signifikant erweitert. Mit dem Beginn des Herbstes wurden vier neue touristische Routen in den Flugplan aufgenommen. Die zusätzlichen Verbindungen werden mit einer Boeing 737-800 durchgeführt und bedienen die beliebten Urlaubsziele Antalya (Türkei) sowie Heraklion, Kos und Rhodos (Griechenland). Die neuen Charterflüge sind primär zur Abdeckung der Spätsommer- und Herbstferien-Nachfrage konzipiert. Konkret umfasst das zusätzliche Angebot viermal wöchentlich die Strecke nach Antalya und ebenfalls viermal pro Woche nach Heraklion auf Kreta. Die griechischen Inseln Kos und Rhodos werden jeweils zweimal bzw. dreimal pro Woche angeflogen. Die Strecken wurden sukzessive ab dem 27. und 28. September aufgenommen. Die Flüge stellen eine temporäre Erweiterung des Netzwerks am mitteldeutschen Flughafen dar. Die Saison endet auf den griechischen Inseln Kos und Rhodos bereits zum 25. Oktober, während die Verbindung nach Heraklion bis zum 30. Oktober und die Strecke nach Antalya voraussichtlich bis zum 2. November Bestand haben soll. Sundair, bekannt für sein Engagement in Nischenmärkten und bei der Übernahme ehemaliger Germania-Strecken, ist bereits an anderen deutschen Flughäfen wie Dresden und Berlin präsent und nutzt für die zusätzlichen Kapazitäten Flugzeuge des Typs Boeing 737-800.

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Paderborn/Lippstadt rechnet mit 60.000 Fluggästen in den Herbstferien

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt (PAD) erwartet für die anstehenden Herbstferien in Nordrhein-Westfalen rund 60.000 Fluggäste. Das Passagieraufkommen stabilisiert sich damit auf einem hohen Niveau, liegt jedoch unter dem Spitzenwert des Vorjahres, als 65.819 Reisende gezählt wurden. Die höchsten Kapazitäten im Flugplan sind den klassischen Baderegionen gewidmet: Antalya in der Türkei und Palma de Mallorca in Spanien. Die Betreiber des Regionalflughafens weisen darauf hin, dass die Vergleichbarkeit mit dem Passagierergebnis von 2024 eingeschränkt ist. Damals trug die mittlerweile eingestellte Lufthansa-Verbindung nach München in ihrem „eingeschwungenen Zustand“ noch maßgeblich zu den Zahlen bei. Nach dem Wegfall dieser wichtigen Anbindung im Mai 2025 wurde die Strecke in einem einmaligen regionalen Kraftakt durch die Initiative Skyhub PAD wieder aufgenommen. Die von Unternehmern und Privatpersonen gegründete Gesellschaft Skyhub PAD betreibt die Verbindung nach München seit dem 1. September 2025 in Zusammenarbeit mit der dänischen DAT (Danish Air Transport) mit einer ATR 72. Im ersten Monat verzeichnete der neue Dienst 4.297 Passagiere und schloss kurz nach dem Start ein Interline-Abkommen mit fünf Airlines der Lufthansa Group ab, was internationale Weiterflüge über das Drehkreuz München wieder ermöglicht. Derzeit befindet sich das Angebot jedoch noch im Aufbau. Im direkten Vergleich mit den großen nordrhein-westfälischen Drehkreuzen fällt die Passagierprognose am PAD erwartungsgemäß kleiner aus. Der Flughafen Köln/Bonn prognostiziert für die Herbstferien einen Andrang von rund 650.000 Reisenden. Die beliebtesten Ziele sind auch hier Antalya und Palma de Mallorca, aber auch Griechenland verzeichnet einen deutlichen Zuwachs. Der Düsseldorfer Airport rechnet mit der höchsten Passagierzahl: Bis zu 1,3 Millionen Fluggäste werden vom

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Krisentreffen bei Lufthansa: Spitzengespräch soll Pilotenstreik abwenden

Im festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihrer Stammpiloten ist kurzfristig Bewegung eingetreten: An diesem Donnerstag treffen sich Vertreter des Managements und der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu einem Spitzengespräch. Ziel des hochrangigen Treffens ist es, einen drohenden Streik abzuwenden, nachdem die Verhandlungen über die betriebliche Altersversorgung für die rund 4800 Piloten der Lufthansa Kerngesellschaft und der Lufthansa Cargo in sieben Runden gescheitert waren. Die Piloten sind seit der vergangenen Woche nach einer erfolgreichen Urabstimmung formell streikbereit. Die VC hatte die Urabstimmung Mitte September eingeleitet, nachdem die Fluggesellschaft laut Gewerkschaft kein „verhandlungsfähiges Angebot“ zur Altersvorsorge vorgelegt hatte. Die Gewerkschaft, deren Mitglieder mit deutlicher Mehrheit für einen möglichen Arbeitskampf stimmten, fordert eine angemessene Absicherung und kritisiert, dass ein seitens des Arbeitgebers eingeführtes kapitalmarktfinanziertes Modell das frühere Niveau deutlich verfehle. Die Altersvorsorge gilt als zentraler Baustein der Lebensplanung der Piloten. Die Erwartungshaltung der Arbeitnehmerseite ist klar: „Unsere klare Erwartung ist, dass Lufthansa ein neues, aber vor allem verhandlungsfähiges Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vorlegt“, betonte VC-Präsident Andreas Pinheiro. Die Lufthansa selbst lehnte eine Stellungnahme zum aktuellen Vorgang ab. Personalvorstand Michael Niggemann hatte in den vergangenen Wochen mehrfach darauf verwiesen, dass der finanzielle Spielraum der derzeit defizitären Airline begrenzt sei. Der Konflikt steht somit zwischen der Forderung der Piloten nach einer adäquaten Absicherung und dem Sanierungskurs des Lufthansa-Konzerns, der unter anderem auch den Abbau von Verwaltungspersonal und die Verlagerung von Kurz- und Mittelstreckenflügen auf konzerneigene Töchter wie Discover und City Airlines vorsieht. Angesichts der Herbstferien in vielen Bundesländern könnten Streiks an den Drehkreuzen Frankfurt

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