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Air Baltic benennt Airbus-Flotte nach baltischen Städten

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic setzt die Benennung ihrer Airbus A220-300-Flotte nach Städten im Baltikum fort. Die Aktion, die anlässlich des 35. Jahrestags des „Baltischen Wegs“ im August 2024 mit einer öffentlichen Abstimmung begann, würdigt die kulturelle Einheit und das historische Erbe der baltischen Staaten. Insgesamt wurden 48 Städte – je 16 aus Lettland, Estland und Litauen – aus den über eine Million abgegebenen Stimmen ausgewählt, um künftig die Flugzeuge der Airline zu schmücken. Anfang August 2025 erhielten die ersten drei Maschinen die Namen der baltischen Hauptstädte Riga, Tallinn und Vilnius, jeweils ergänzt durch die Farben ihrer Nationalflaggen. Im weiteren Verlauf des Jahres 2025 wurden bisher 40 Flugzeuge des Typs Airbus A220-300 getauft. Air Baltic beabsichtigt, alle 48 ausgewählten Namen sukzessive auf ihren Maschinen anzubringen. Laut der Fluggesellschaft dient die Namensgebung dazu, die internationale Wahrnehmung der Region zu steigern und den Tourismus zu fördern. Die Flugzeuge sollen als „fliegende Botschafter“ die Städte auf dem gesamten Streckennetz der Airline präsentieren. Die Benennungsinitiative fand bei der Öffentlichkeit großen Anklang. Bei der Abstimmung gab es über eine Million Stimmen, was das starke Interesse der Bevölkerung an der Aktion belegt. Die Auswahl der 48 Städte, die der damaligen Flottengröße entsprach, umfasst neben den bekannten Zentren auch kleinere Orte wie Aizpute (Lettland), Elva (Estland) und Alytus (Litauen). Die Flotte von Air Baltic, die laut Stand April 2025 bereits 50 Maschinen des Typs A220-300 umfasst und weiter wachsen soll, setzt seit Mai 2020 ausschließlich auf dieses Modell. Bis 2030 plant Air Baltic sogar eine Flotte von

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Brüssel kritisiert Madrider Bußgelder: Streit um Handgepäckgebühren eskaliert zur europäischen Rechtsfrage

Die Europäische Kommission hat die spanische Regierung öffentlich gerügt und Bußgelder in Höhe von insgesamt 179 Millionen Euro gegen mehrere niedrigpreisige Fluggesellschaften als rechtswidrig eingestuft. Die Bußgelder, die das spanische Ministerium für soziale Rechte und Verbrauch im November 2024 verhängte, richteten sich primär gegen die Gebühren, welche die Airlines für die Mitnahme von Handgepäck verlangten. Weitere sanktionierte Praktiken waren die Gebühren für die Sitzplatzauswahl von begleitenden Personen von Passagieren mit Assistenzbedarf sowie für das Ausdrucken von Bordkarten am Flughafen. Die europäische Behörde sieht in den spanischen Sanktionen einen Verstoß gegen das in der EU-Gesetzgebung verankerte Recht der Fluggesellschaften, ihre Preispolitik selbst zu bestimmen. Der Konflikt, der die Geschäftsmodelle von Gesellschaften wie Ryanair und easyJet direkt betrifft, eskaliert damit zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung über die Regulierung des Luftverkehrs und die Marktmechanismen in der Europäischen Union. Die spanische Initiative: Verbraucherschutz und die harten Fakten der Bußgelder Die spanische Regierung begründete ihre Sanktionen gegen die fünf niedrigpreisigen Fluggesellschaften – Ryanair, easyJet, Norwegian Air Shuttle, Vueling und Volotea – mit der Notwendigkeit, Verbraucher vor missbräuchlichen Geschäftspraktiken zu schützen. Nach Ansicht des spanischen Verbraucherministeriums würden die beanstandeten Gebühren, insbesondere jene für Handgepäck, das Reisen für Fluggäste künstlich verteuern und wichtige Serviceleistungen unrechtmäßig bepreisen. Die verhängten Bußgelder wurden in ihrer Höhe als Vielfaches der durch diese Praktiken erzielten Einnahmen der jeweiligen Fluggesellschaften festgesetzt. Die Summe von 179 Millionen Euro stellt eine der höchsten Strafen dar, die jemals gegen Fluggesellschaften in Spanien verhängt wurde. Den Löwenanteil der Strafe entfiel mit 107,7 Millionen Euro auf Ryanair, den führenden

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Militärische Übung „Richthofen Shield“ am Flughafen Münster/Osnabrück

Am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) läuft seit Dienstag und noch bis Freitag, den 10. Oktober 2025, die Verteidigungsübung „Richthofen Shield“ der Luftwaffe. Im Fokus steht das Training der Integration militärischer Abläufe in zivile Infrastrukturen, um die Verteidigungsfähigkeit im Bündnisfall zu proben. An der Übung sind neben der Deutschen Luftwaffe auch europäische und transatlantische Partner beteiligt. Kern der Übung ist der Einsatz von bis zu vier Kampfflugzeugen vom Typ Eurofighter. Diese stammen vom Taktischen Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ aus Wittmund, einem der vier Eurofighter-Standorte der Luftwaffe. Die Piloten trainieren dabei Starts und Landungen unter Nutzung der regulären zivilen Flughafeninfrastruktur des FMO. Trotz des zusätzlichen militärischen Flugverkehrs, der lokal zu einer erhöhten Lärmbelästigung führen kann, betonen die Verantwortlichen, dass der reguläre zivile Flugbetrieb nicht beeinträchtigt wird. Die Wahl des FMO als Übungsort unterstreicht dessen strategische Relevanz in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage. Der Flughafen gilt als logistischer Knotenpunkt für die NATO und kann im Verteidigungsfall als kritische Infrastruktur genutzt werden. Landrat des Kreises Steinfurt und FMO-Aufsichtsratsvorsitzender, Dr. Martin Sommer, betonte die Wichtigkeit des Flughafens für die Sicherung des Friedens in Europa. Auch der Bürgermeister der Belegenheitskommune Greven, Dietrich Aden, begrüßte die Übung und sah darin ein wichtiges Zeichen für die gesellschaftliche Akzeptanz militärischer Notwendigkeiten. Er lud Oberstleutnant Sebastian Fiedler, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders, stellvertretend für die Soldaten, zum Eintrag in das Goldene Buch der Stadt ein. Das Manöver „Richthofen Shield“ steht im allgemeinen Kontext der verstärkten NATO-Aktivitäten und der sogenannten Zeitenwende nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das Ziel ist die Verbesserung der logistischen

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Unbekannter Geruch zwingt Eurowings-Maschine zur Umkehr nach Hamburg

Ein routinemäßiger Flug der Fluggesellschaft Eurowings von Hamburg nach Düsseldorf endete am späten Mittwochabend abrupt, als die Besatzung kurz nach dem Start einen undefinierbaren Geruch im Cockpit bemerkte. Die Piloten der Maschine vom Typ Airbus A320 leiteten unmittelbar eine Sicherheitslandung am Hamburger Helmut-Schmidt-Flughafen ein und lösten damit einen Großeinsatz der Flughafenfeuerwehr aus. Obwohl die Einsatzkräfte der Feuerwehr keine Brandursache feststellen konnten und auch keine Gefahr für die zwei Crew-Mitglieder bestand, unterstreicht der Vorfall die strikten Sicherheitsbestimmungen im Luftverkehr und wirft erneut ein Schlaglicht auf das wiederkehrende Problem unklarer Geruchsentwicklungen in Flugzeugkabinen. Die Maschine, die um 22:00 Uhr gestartet war, konnte ihren planmäßigen Flug nicht fortsetzen und blieb am Boden. Chronologie des Vorfalls am Hamburger Flughafen Der Vorfall ereignete sich am späten Abend des Mittwochs, den 8. Oktober 2025. Der Flug der Lufthansa-Tochter Eurowings war planmäßig in Hamburg gestartet und befand sich auf dem Weg zu seinem Zielort Düsseldorf. Nach Angaben eines Sprechers des Hamburg Airport befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Passagiere an Bord, sondern lediglich die zwei Besatzungsmitglieder im Cockpit. Es handelte sich demnach mutmaßlich um einen Überführungsflug oder einen Positionierungsflug für einen späteren Linienflug ab Düsseldorf. Noch während des Steigflugs bemerkten die Piloten den ungewöhnlichen Geruch im Cockpit. Aufgrund der Sicherheitsvorschriften für den Flugbetrieb ist die Besatzung in einem solchen Fall verpflichtet, umgehend zu reagieren und eine außerplanmäßige Landung auf dem nächstgelegenen geeigneten Flughafen einzuleiten, um jegliches Risiko auszuschließen. Die Umkehr nach Hamburg erfolgte routiniert. Nach der Landung am Helmut-Schmidt-Flughafen kam es zu einem Großeinsatz der Flughafenfeuerwehr. Die

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Ausbau des Nordamerika-Tourismus: Icelandair und Fjord Norway intensivieren Partnerschaft

Die Fluggesellschaft Icelandair und das Reiseunternehmen Fjord Norway haben am 7. Oktober eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die touristische Erschließung Westnorwegens, insbesondere für nordamerikanische Reisende, voranzutreiben. Die Kooperation zielt auf die Stärkung der gemeinsamen Marketingaktivitäten in den Schlüsselmärkten von Icelandair ab, um Westnorwegen besser bei Reiseveranstaltern, -büros und Medien zu positionieren. Hintergrund der Partnerschaft ist der signifikante Zuwachs nordamerikanischer Touristen in Norwegen. Im Jahr 2024 zählte Norwegen insgesamt 5,6 Millionen Touristen. Icelandair verzeichnete auf der Strecke nach Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens, einen Passagieranstieg von 26,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei Besucher aus Nordamerika 55 Prozent dieses Wachstums ausmachten. Das anhaltende Interesse nordamerikanischer Gäste wird von Icelandair auf die Suche nach Ursprüngen – bedingt durch die historischen Verbindungen – sowie auf die Attraktivität Norwegens als sicheres Reiseziel mit beeindruckender Natur und vielfältiger Kultur- und Gastronomieszene zurückgeführt. Die schwache norwegische Krone trägt zusätzlich zur Attraktivität bei, da Reisen für ausländische Besucher günstiger werden. Als Reaktion auf das gestiegene Interesse erweitert Icelandair ab der kommenden Saison die Kapazitäten für die Verbindung nach Bergen. Ab dem 10. April 2026 soll auf vielen Flügen der Airbus A321LR eingesetzt werden, ein Flugzeugtyp, der bis zu 27 zusätzliche Sitzplätze bietet. Dieses Flugzeugmuster, dessen Auslieferung an Icelandair bereits im Dezember 2024 begann und das die ältere Boeing 757-Flotte sukzessive ersetzt, ist für seine größere Reichweite bekannt. Icelandair bedient derzeit 18 Ziele in Nordamerika und nutzt den Drehkreuz-Flughafen in Reykjavik, um eine direkte und schnelle Verbindung nach Bergen und die Regionen Westnorwegens anzubieten. Die Zusammenarbeit erfolgt im Jahr

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Der harte Kampf um den Geschmack: GIC gewinnt Air China und baut Marktposition in Frankfurt aus

Die Luftfahrtbranche am Standort Frankfurt verzeichnet einen bemerkenswerten Zuwachs im hart umkämpften Airline-Catering-Segment. Seit Mitte September 2025 versorgt die in Kelsterbach ansässige GIC International Catering GmbH, ein familiengeführtes Unternehmen mit 25 Jahren Erfahrung, die Langstreckenflüge der chinesischen Airline Air China auf der wichtigen Direktverbindung von Frankfurt nach Chengdu mit maßgeschneiderten Mahlzeiten. Diese neue Partnerschaft, die Air China als einen der größten Akteure im asiatischen Luftverkehr in das Kundenportfolio von GIC holt, unterstreicht die steigende Bedeutung von individuellen, hochwertigen Bordmenüs als zentrales Element im Wettbewerb der internationalen Fluggesellschaften. Für GIC, das aktuell 21 Airlines am Frankfurter Flughafen beliefert und täglich bis zu 5.000 Mahlzeiten produziert, bedeutet die Kooperation eine strategische Stärkung seiner Position als Premium-Dienstleister in einem von globalen Marktführern dominierten Umfeld. Kulinarische Brücke zwischen Europa und Asien: Das neue Bordkonzept Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit zwischen GIC und Air China steht die Entwicklung eines innovativen Speisekonzepts, das die kulturelle und kulinarische Verbindung zwischen Deutschland und der chinesischen Provinz Sichuan in den Fokus rückt. Passagiere auf der Langstreckenroute von Frankfurt zum Tianfu International Airport (TFU) in Chengdu dürfen sich auf eine Fusion aus europäischen Einflüssen und authentischen chinesischen Aromen freuen. Die Menüvorschläge, wie etwa zartes Rinderfilet mit knusprig gebratenen Kartoffelwürfeln oder aromatisches Kung-Pao-Chicken mit knackigem Gemüse, demonstrieren den Anspruch, über dem Atlantik ein Gourmet-Erlebnis zu schaffen. Nach Angaben von GIC liegt der besondere Wert auf Qualität, Frische und ansprechender Präsentation in allen Serviceklassen. Göksel Yildirim, Geschäftsführer von GIC International Catering, betonte die gemeinsame Basis: „Mit Air China starten wir eine spannende, neue

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Air Astana baut Angebot nach Nahost und Asien deutlich aus

Air Astana, die führende Airline-Gruppe in Zentralasien und der Kaukasusregion, verstärkt im Herbst 2025 ihr internationales Streckennetz. Die Expansion umfasst die Wiederaufnahme von Flugverbindungen und eine deutliche Erhöhung der Frequenzen zu gefragten Zielen im Nahen Osten und in Asien, wodurch die Drehkreuze in Almaty und Astana gestärkt werden. Ein Schwerpunkt des Ausbaus liegt auf der Anbindung an Saudi-Arabien. Bereits im September wurden die wöchentlichen Flüge von Almaty und Schymkent nach Dschidda wieder aufgenommen. Ab Ende Oktober erweitert die Fluggesellschaft das Angebot in den Wüstenstaat zusätzlich mit Flügen von Almaty und Schymkent nach Medina. Die Hauptstädteregion Astana und die Stadt Aktau erhalten ebenfalls alternierende Verbindungen nach Dschidda und Medina, die alle zwei Wochen bedient werden. Saudi-Arabien, insbesondere Medina, gilt als zweitwichtigstes Pilgerzentrum nach Mekka und zieht jährlich Millionen von Besuchern an. Air Astana reagiert damit auf die Nachfrage im Bereich Freizeit- und Pilgerreisen. Auch die Kapazitäten zu südostasiatischen und arabischen Ferienzielen werden massiv aufgestockt. Die Flugfrequenz von Almaty nach Dubai wird von sieben auf zwölf pro Woche erhöht, und die Verbindung von Astana nach Dubai steigt von sieben auf zehn Flüge wöchentlich. Das Thailand-Angebot wird verdoppelt: Sowohl die Routen Almaty–Bangkok als auch Almaty–Phuket werden künftig täglich mit sieben statt bisher vier wöchentlichen Flügen bedient. Darüber hinaus wird die Anbindung an die Malediven und Vietnam verbessert: Die Flüge von Almaty nach Malé starten Ende Oktober mit zunächst drei wöchentlichen Verbindungen, die in der Hochsaison auf fünf anwachsen. Die vietnamesische Insel Phu Quoc wird ab Dezember sogar täglich von Almaty aus angeflogen, zusätzlich

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Expansion des Premiumangebots: Lufthansa weitet „Allegris“ auf Drehkreuz Frankfurt aus

Mit dem gestrigen Erstflug von Frankfurt nach Toronto beginnt die zweite wichtige Phase in der Einführung des neuen Langstreckenproduktes „Allegris“ der Lufthansa. Die Fluggesellschaft bringt die hochmoderne Kabinenausstattung damit von ihrem bisherigen Startpunkt München an ihr größtes Drehkreuz und unterstreicht damit ihren Premiumanspruch im internationalen Luftverkehr. Eingesetzt werden auf den neuen Routen werksneue Flugzeuge des Typs Boeing 787-9 Dreamliner. Neben Toronto stehen ab dem Winterflugplan 2025/2026 weitere attraktive internationale Ziele auf dem Programm, darunter Rio de Janeiro, die kolumbianische Hauptstadt Bogotá, das indische Hyderabad und voraussichtlich ab Dezember auch Austin in Texas. Die Einführung in Frankfurt markiert einen entscheidenden Schritt in einem milliardenschweren Investitionsprogramm der Lufthansa Group zur Modernisierung ihrer gesamten Langstreckenflotte. Eine neue Ära des Fliegens: Der Start in Frankfurt Die Stimmung in den Kreisen der Lufthansa ist positiv. Seit Mai 2024 ist das „Allegris“-Produkt bereits erfolgreich ab dem Hub München auf ausgewählten Airbus A350-900-Flügen im Einsatz und wird, den Angaben des Unternehmens zufolge, von den Passagieren mit großer Zufriedenheit angenommen. Über eine halbe Million Fluggäste hätten das neue Sitzkonzept in allen Reiseklassen bereits erlebt, wobei sich deutlich über 90 Prozent begeistert geäußert hätten. Die heutige Erweiterung nach Frankfurt, das wichtigste Drehkreuz der Airline, ist nicht nur ein logistischer, sondern auch ein strategischer Meilenstein. Francesco Sciortino, Hub Manager Frankfurt von Lufthansa Airlines, betonte die Bedeutung der Erweiterung: „Wir freuen uns, dass wir künftig auch unseren Fluggästen ab Frankfurt mit „Allegris“ unser neuestes und deutlich aufgewertetes Reiseerlebnis auf Langstreckenflügen anbieten können.“ Die Entscheidung, die Boeing 787-9 für die neuen Frankfurter

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Caspar-David-Friedrich-Weg ist „Deutschlands schönster Wanderweg 2025“

Sachsen hat sich als Zielregion für Aktivurlauber etabliert. Das Bundesland präsentiert Routen, die sowohl für Wanderfreunde als auch für Radfahrer Anziehungspunkte bieten. Die Region feiert insbesondere den Gewinn des Titels „Deutschlands schönster Wanderweg 2025“ durch den Caspar-David-Friedrich-Weg in der Sächsischen Schweiz, der in der Kategorie Tagestouren ausgezeichnet wurde. Die etwa 15 Kilometer lange Route, die in Krippen startet, führt Wanderer auf den Spuren des berühmten Malers Caspar David Friedrich durch das Elbsandsteingebirge und bietet Ausblicke, die Vorlagen für dessen Werke lieferten, darunter das weltbekannte Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Die Ehrung des Caspar-David-Friedrich-Wegs durch das renommierte Wandermagazin fällt in das Jahr des 250. Geburtstages des Romantikmalers (1774–1840) und ist das Ergebnis einer Neugestaltung der Strecke. Entlang des Weges wurden neue Aussichtspunkte und Informationstafeln installiert, die das Leben und Wirken des Künstlers mit der ihn umgebenden Landschaft verknüpfen. Friedrich floh im Sommer 1813 vor den Truppen Napoleons aus Dresden in das Fischerdorf Krippen und nutzte die Wanderungen in der Umgebung zur Motivsuche. Dieser historische und künstlerische Bezug gilt als Alleinstellungsmerkmal der Route. Auch ein weiterer sächsischer Weg überzeugte bei der Publikumswahl: Der Kammweg Erzgebirge-Vogtland erreichte mit seiner 289 Kilometer langen Distanz den 3. Platz in der Kategorie der Mehrtagestouren. Neben dem Erfolg im Wandersegment setzt Sachsen auch auf dynamische Radstrecken. Die Sächsische Schweiz und die Oberlausitz werden durch die Gravelbike-Route RockHead verbunden. Die 320 Kilometer lange Rundtour, die seit 2024 besteht und 2026 in ihre zweite volle Saison startet, richtet sich mit rund 4.660 Höhenmetern an sportlich ambitionierte Radfahrer. Die

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Druck im Maschinenraum: Österreichs Hotellerie zwischen Rekordnächtigungen und drohender Investitionsbremse

Die österreichische Hotellerie steht trotz anhaltend hoher Übernachtungszahlen und eines erwarteten leichten Anstiegs der Nächtigungen vor einer wirtschaftlich hochgradig angespannten Wintersaison 2025/2026. Wie aus der jüngsten Mitgliederbefragung der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) hervorgeht, klafft die Schere zwischen steigenden Betriebskosten und der Zurückhaltung der Gäste bei den Ausgaben immer weiter auseinander. Dieses Ungleichgewicht droht, die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismuslandes zu schwächen und führt bei vielen Betrieben bereits zu einer spürbaren Investitionszurückhaltung. Die Branche, die für Österreichs Wirtschaft von fundamentaler Bedeutung ist, fordert angesichts dieser Entwicklung von der Politik rasche und tiefgreifende Maßnahmen zur Entlastung von Steuern, Abgaben und Bürokratie, um eine „toxische Melange“ aus Preisdruck und Investitionsstopp abzuwenden. Die Diskrepanz zwischen Außendarstellung und Betriebswirklichkeit Die Stimmung in den Hotels selbst ist gespalten: Während der Gast im besten Fall nichts von den finanziellen Nöten des Gastgebers spüren soll, wie ÖHV-Präsident Walter Veit betont, dominieren hinter den Kulissen die Sorgen um die marginale Entwicklung der Erträge. Die Gäste, so die Beobachtung, buchten zwar weiterhin, aber oft kürzer oder in einer günstigeren Kategorie, was auf eine erhöhte Preissensibilität hindeutet. Die Analyse der ÖHV-Mitgliederbefragung, an der 254 Leitbetriebe aus ganz Österreich teilnahmen, belegt diese Entwicklung mit klaren Zahlen: Für die Wintersaison 2025/2026 wird zwar ein leichtes Nächtigungsplus von durchschnittlich 0,6 Prozent erwartet, doch die Umsätze sollen nur um 2,2 Prozent steigen. Dieser Zuwachs reicht bei weitem nicht aus, um die erwarteten Kostensteigerungen aufzufangen. Zwei Drittel der befragten Hoteliers rechnen mit einem weiteren Anstieg der Ausgaben, primär getrieben durch höhere Kosten für Personal und Wareneinkauf. Die Folge dieser

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