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Führungswechsel bei El Al: Airline ernennt neuen CEO und CFO

Die israelische Fluggesellschaft El Al hat einen umfassenden Führungswechsel bekanntgegeben. Nach einem Auswahlverfahren wurde Levy Halevy zum neuen Chief Executive Officer (CEO) des Unternehmens ernannt. Gleichzeitig kündigte der bisherige Finanzchef Yaakov Shachar seinen Rücktritt an. Seine Nachfolge tritt Gil Feldman an. Der Zeitpunkt des Amtsantritts von Halevy wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Levy Halevy kommt von dem Kreditkartenunternehmen CAL, wo er die letzten sieben Jahre als CEO tätig war. Er brachte das Unternehmen zu Wachstum und hat einen Hintergrund im Finanz- und Technologiesektor. Vor seiner Tätigkeit bei CAL hatte er weitere Führungspositionen inne. Er folgt auf die bisherige Geschäftsführerin Dina Ben Tal Ganancia. Der langjährige Finanzchef von El Al, Yaakov Shachar, geht Ende November in den Ruhestand. Er kam bereits im Jahre 2006 zu der Fluggesellschaft und war dort für die Stärkung der finanziellen Lage mitverantwortlich. Sein Nachfolger wird Gil Feldman, der seit 2020 im Unternehmen ist und aktuell als stellvertretender Finanzchef dient. Er war am Sanierungsplan der Airline während der Corona-Krise beteiligt. Laut dem Verwaltungsratsvorsitzenden Amikam Ben Zvi bringt Halevy umfassende Erfahrung mit und sei der richtige Mann für die Leitung der Gesellschaft. Feldman habe sich in den letzten Jahren bewährt. Mit diesen Besetzungen setzt die israelische Fluggesellschaft auf eine Mischung aus externer Führung und interner Kontinuität für ihr zukünftiges Geschäft.

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Die Gefahr im Nebel: Schwerer Zwischenfall am Flughafen Nizza

Am Flughafen Nizza ereignete sich in der Nacht auf den 22. September 2025 ein schwerer Beinahe-Zusammenstoß, der die Luftfahrtbranche in Aufruhr versetzt. Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft Nouvelair brach im Nebel den Landeanflug im letzten Augenblick ab, nachdem er nur wenige Meter über einem startbereiten Easyjet-Flugzeug hinweggeflogen war. Der Vorfall, der sich gegen 23:30 Uhr ereignete, hätte zu einer Katastrophe führen können. Die Flugaufsicht hat bereits eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären, doch erste Berichte deuten auf einen Pilotenfehler hin. Chronologie des Beinahe-Zusammenstoßes Der Vorfall ereignete sich am späten Abend, als dichter Nebel über dem Nizza Côte d’Azur Airport lag. Auf der Startbahn 04R wartete der Easyjet-Flug 4706 nach Nantes auf seine Startfreigabe. Zur gleichen Zeit befand sich der Nouvelair-Flug 586 aus Tunis im Endanflug. Die Maschine hätte auf der parallel verlaufenden Landebahn 04L aufsetzen sollen, doch die Piloten steuerten die falsche Piste an. Augenzeugenberichte von Passagieren an Bord der Easyjet-Maschine schildern den Vorfall als erschütterndes Erlebnis. Sie berichteten von „spürbaren Vibrationen“ im Flugzeug, als der Nouvelair-Airbus in geringer Höhe über ihre Köpfe hinwegzog. Aufzeichnungen von Flugverfolgungsdiensten legen nahe, daß der Abstand zwischen den beiden Flugzeugen nur wenige Meter betrug. Die Piloten von Nouvelair erkannten ihren Fehler im letzten Moment und initiierten einen Durchstart, um eine Kollision zu verhindern. Die beiden Piloten leiteten eine Kursänderung ein und landeten zwölf Minuten später sicher auf der zugewiesenen Landebahn 04L. Flugstreichung und die psychologischen Folgen Der Schock über den Beinahe-Zusammenstoß hatte unmittelbare Folgen für die Passagiere und die Besatzung des

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Vanderlande erhält Auftrag für Gepäcksystem am polnischen Großflughafen CPK

Das Konsortium aus der Vanderlande Logistics GmbH und der Vanderlande Logistics Unipessoal Lda hat den Auftrag für die Planung, Lieferung und Installation des Gepäckabfertigungssystems am neuen polnischen Grossflughafen CPK erhalten. Das System, das häufig als das Herzstück eines Passagierterminals gilt, ist ein entscheidender Bestandteil des zukünftigen Drehkreuzes in Mitteleuropa. Der Auftragsvergabe ging ein umfassendes Ausschreibungsverfahren voraus. Drei europäische Unternehmen nahmen an dem Prozess teil. Das Vanderlande-Konsortium konnte sich mit einem Angebot in Höhe von 115 Millionen Euro netto für die Lieferung und Installation durchsetzen. Zum Vergleich lag das Angebot der Konkurrenz Beumer Group Poland bei 198 Millionen Euro netto. Die beiden Angebote umfassten zudem die Kosten für Betrieb und Wartung für die ersten fünf Jahre. Das Gepäckabfertigungssystem wird rund 80.000 Quadratmeter Terminalfläche einnehmen und mit Förderbändern von über 16 Kilometern Länge ausgestattet sein. Die Technologie basiert auf einem Individual Carrier System (ICS), bei dem Gepäckstücke in einzelnen Behältern transportiert werden. Dieses System soll eine hohe Genauigkeit bei der Verfolgung und Sortierung des Gepäcks ermöglichen. Zudem kann es gemäss den wachsenden Passagierzahlen erweitert werden. Der Auftrag ist ein weiterer Meilenstein für das CPK-Projekt, das als strategische Investition Polens gilt. Das Projekt ist darauf ausgelegt, Luft-, Schienen- und Strassennetze zu integrieren. Die Fertigstellung des unterirdischen Bahnhofs sowie des Tunnels ist bis 2029 geplant. Die Inbetriebnahme des Flughafens soll Ende 2032 erfolgen.

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Wiederholte Störungen: United Airlines Boeing 757 muß zweimal notlanden

Ein Flugzeug des Typs Boeing 757 der Fluggesellschaft United Airlines war innerhalb weniger Tage zweimal gezwungen, außerplanmäßig zu landen. Beide Vorfälle ereigneten sich auf Transatlantikflügen von Dublin nach den Vereinigten Staaten und wurden durch Triebwerksprobleme ausgelöst. Der erste Vorfall ereignete sich am 17. September 2025, als das Flugzeug auf dem Weg nach Washington, DC, nach kurzer Flugzeit wieder zum Dublin Airport zurückkehren mußte. Nach erfolgter Wartung und einer Flugplanänderung kam es nur zwei Tage später, am 19. September, zu einer erneuten Notlandung desselben Flugzeugs, diesmal am Shannon Airport. Die Vorfälle werfen Fragen über die Zuverlässigkeit der älteren Maschinen in der Flotte von United Airlines auf. Der erste Vorfall: Rückkehr nach Dublin Am 17. September 2025 sollte die Boeing 757-200 mit der Registrierung N17133 den planmäßigen Flug UA 711 von Dublin nach Washington Dulles International Airport (IAD) durchführen. Kurze Zeit nach dem Start entschloß sich die Flugbesatzung, wegen eines gemeldeten Triebwerksproblems zum Abflughafen zurückzukehren. Der Flug, der insgesamt 46 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord hatte, landete nach mehr als drei Stunden Flugzeit sicher in Dublin. Das Flugzeug, eine fast 27 Jahre alte Maschine, wurde von United Airlines 1997 bestellt und hat bis zum 31. Januar 2025 insgesamt über 97.000 Flugstunden und mehr als 20.000 Flugzyklen absolviert. Die Fluggesellschaft bestätigte den Vorfall und erklärte, daß man sich bemühe, die betroffenen Passagiere so schnell wie möglich an ihr Ziel zu bringen. Der Flug für den darauffolgenden Tag, den 18. September, wurde daraufhin gestrichen. Der zweite Vorfall: Notlandung in Shannon Nachdem die Boeing

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Cyberangriff auf IT-Systeme verursacht Flugstörungen in Europa

Ein Cyberangriff auf den IT-Dienstleister Collins Aerospace hat am Freitagabend zu Flugverspätungen an mehreren europäischen Flughäfen geführt. Das Unternehmen ist für die Systeme beim Check-in und Boarding verantwortlich. Am Flughafen Berlin (BER) kam es zu längeren Wartezeiten, während an anderen großen Drehkreuzen, wie Brüssel und London Heathrow, Flugausfälle zu verzeichnen waren. Die Auswirkungen des Angriffs waren auch zu Beginn der Woche noch spürbar. Der Vorfall wirft die Frage nach den Rechten der betroffenen Fluggäste auf. Laut der Fluggastrechtsexpertin Nina Staub von dem Unternehmen AirHelp besteht kein Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung gemäß der Europäischen Verordnung. Grund dafür sei, daß der Cyberangriff als sogenannter außergewöhnlicher Umstand gelte, der außerhalb der Einflussbereiche der Fluggesellschaften liegt. Betroffene Reisende haben dennoch Anspruch auf bestimmte Ersatzleistungen. Die Fluggesellschaften sind dazu verpflichtet, den Passagieren eine alternative Beförderung anzubieten oder den vollen Flugpreis zu erstatten. Bei Verspätungen von über zwei Stunden muss die Airline zudem Mahlzeiten und Getränke bereitstellen. Sollte der Flug erst am nächsten Tag stattfinden, muss sie sich auch um eine Unterkunft kümmern und die Beförderung dorthin gewährleisten. Es wird den Reisenden geraten, die erforderlichen Maßnahmen stets mit der Fluggesellschaft abzustimmen. Kosten, die etwa für Ersatzreisen, Mahlzeiten oder Unterkünfte entstehen, sollten dokumentiert und mit einer Quittung belegt werden. Eine Rückerstattung dieser Ausgaben könne nur so gewährleistet werden.

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Reiseveranstalter Momento erweitert Flugprogramm ab regionalen Flughäfen

Der Reiseveranstalter Momento hat sein umfangreichstes Flug- und Hotelprogramm für den Sommer 2026 vorgestellt. Das Unternehmen erweitert sein Angebot auf insgesamt acht Abflughäfen, wobei der Fokus auf kleineren, regionalen Standorten liegt. Darüber hinaus wurde eine neue Partnerschaft mit der Fluggesellschaft Tuifly bekanntgegeben. Momento arbeitet mit einem Modell, bei dem lokale Reiseveranstalter als exklusive Partner fungieren. Diese betreiben den Vertrieb und das Marketing für die Reisen unter dem Label „Momento by …“. Das Konzept ermöglicht es den regionalen Anbietern, ihren Kunden Ziele anzubieten, die bislang nicht von ihrem Heimatflughafen aus erreichbar waren. Zu den Partnern gehören Anbieter wie Der Schmidt, SZ-Reisen und Frölich Reisen. Insgesamt sind 15.000 Flugplätze zu zwölf europäischen Destinationen verfügbar, einschliesslich der Amalfiküste, Mallorca, Santorin und Zypern. Die Abflughäfen liegen in Deutschland, darunter Braunschweig, Kassel und Memmingen, sowie im dänischen Sonderborg. Als Fluggerät kommen moderne Flugzeuge des Typs Boeing 737-800 zum Einsatz, die exklusiv als Vollcharter gechartert wurden. Für die Zielgebiete hat der Veranstalter über 50.000 Hotelübernachtungen in mehr als 120 Hotels unter Vertrag genommen. Laut Geschäftsführer Philipp Cantauw soll das Modell den Partnern ermöglichen, neue Kunden anzusprechen. Das Unternehmen sieht sich mittlerweile als grösster Anbieter von Ad-hoc-Flugvollchartern im deutschsprachigen Raum und möchte seine Position im regionalen Reisegeschäft weiter stärken. Die Angebote sollen dabei auch eine flexible Urlaubsgestaltung ermöglichen.

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Die Kürbis-Saison 2025: Nachfrage explodiert und neue Trends erobern den Markt

Der Herbst steht vor der Tür, und mit ihm beginnt die Hochsaison für den Kürbis. Beim Online-Supermarkt Gurkerl zeigen die Verkaufszahlen bereits in den ersten Septemberwochen einen explosionsartigen Anstieg von 112 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Eine Auswertung der Daten der letzten und der aktuellen Saison offenbart nicht nur die ungebrochene Beliebtheit des Herbstgemüses, sondern auch spannende Trends bei Sorten und verarbeiteten Produkten. Während der klassische Hokkaido-Kürbis weiterhin der unangefochtene Bestseller ist, gewinnen neue Sorten wie der Honeynut-Kürbis und praktische Ofenkürbisse an Popularität. Die Nachfrage nach saisonalen Produkten wie Pumpkin Spice Sirup und Kürbisravioli schnellt ebenfalls in die Höhe. Experten bestätigen, daß der Trend zur frühen Verfügbarkeit und die Vielfalt des Angebots die Konsumenten begeistern. Rasanter Nachfrageanstieg und die Favoriten im Einkaufskorb Mit dem Beginn des Septembers gehört der Kürbis zu den meistgekauften Produkten. Im Vorjahr verzeichnete Gurkerl in den Monaten September und Oktober sogar ein Plus von über 600 Prozent gegenüber den Sommermonaten. Jeder fünfte Kunde griff in diesem Zeitraum zum Kürbis. Die Bestseller-Sorten des vergangenen Jahres waren der Hokkaido, der Butternut und der Halloween-Kürbis, die auch heuer wieder die Verkaufslisten anführen. Daneben etablieren sich zunehmend neue Varianten. Carina Gschaider vom Hof Franzlbauer in Niederösterreich, eine langjährige Lieferantin von Gurkerl, beobachtet einen wachsenden Trend zu handlicheren und unkomplizierten Sorten. Der Honeynut-Kürbis, eine kleine, handgroße Variante des Butternut, besticht durch seinen süßen Geschmack, der an Honig erinnert. Er eignet sich besonders gut für Suppen und Ofengerichte. Auch Ofenkürbisse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie sind laut Gschaider „unglaublich praktisch“, da

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Wiens Prater erhält neues Musicaltheater

In einer kürzlichen Pressekonferenz hat das Unternehmen ATG Entertainment das architektonische Design für ein neues Musicaltheater in Wien vorgestellt. Das geplante Theater im Prater soll im November 2027 eröffnet werden. Das Projekt ist eine internationale Zusammenarbeit zwischen den Architekturbüros Haworth Tompkins aus London und Dietrich Untertrifaller aus Wien. Die beiden Büros schaffen ein Haus mit 1.800 Sitzplätzen und einem besonderen Designansatz. Das Bauvorhaben wird als das grösste privat finanzierte Theaterprojekt Österreichs der letzten hundert Jahre bezeichnet. Nach Angaben einer Marktanalyse der ICG Integrated Consulting Group soll der jährliche Wertschöpfungseffekt etwa 157 Millionen Euro betragen. Der Bau verbindet globale Expertise im Theaterbau, die Haworth Tompkins aus über 30 Projekten einbringt, mit der regionalen Verankerung des Wiener Büros. Im Mittelpunkt der Planung stehen verschiedene Prinzipien, darunter Barrierefreiheit sowie soziale Inklusion. So soll das Design den Zugang für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen ermöglichen. Zudem wird auf die Verwendung von langlebigen Materialien und moderner Gebäudetechnik geachtet. Das Projekt steht auch für eine starke regionale Wertschöpfung durch die Zusammenarbeit mit österreichischen Partnern. Das neue Theater fügt sich damit in das bestehende Ensemble im historischen Prater ein und setzt gleichzeitig eigene architektonische Akzente.

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IAG-Abfertigungstochter: South Europe Ground Services festigt seine Position im spanischen Luftverkehr

Die IAG-Tochtergesellschaft South Europe Ground Services (South), zuständig für die Abfertigungsdienste der Gruppe in Spanien, hat eine erfolgreiche Sommerbilanz für das Jahr 2025 vorgelegt. In ihrem zweiten Betriebssommer konnte das Unternehmen seine Position als einer der führenden Dienstleister im spanischen Flughafensektor festigen. Von Mitte Juni bis Mitte September fertigte South fast 31 Millionen Passagiere ab, beförderte über 16,6 Millionen Gepäckstücke und betreute mehr als 200.000 Flüge. Das Unternehmen betont, daß dieses hohe Volumen trotz der großen Nachfrage und schwieriger Wetterbedingungen erreicht wurde. Die positiven Zahlen spiegeln nicht nur die Stärke des Geschäftsmodells wider, sondern auch die Effizienz der Teams an den verschiedenen Standorten. Madrid-Barajas als operatives Zentrum Der Flughafen Adolfo Suárez Madrid-Barajas (MAD), das zentrale Drehkreuz von South, verzeichnete das höchste Aufkommen im Sommer. In den Monaten Juni, Juli, August und der ersten Hälfte des Septembers fertigte das Unternehmen dort mehr als 11,5 Millionen Passagiere ab und beförderte 9 Millionen Gepäckstücke. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum über 61.000 Flüge abgewickelt. Diese Zahlen unterstreichen die zentrale Bedeutung des Flughafens für das gesamte Netzwerk von South und die IAG-Gruppe in Spanien. Auch an den anderen Flughäfen des Landes waren die Aktivitäten beachtlich. In den Regionen außerhalb Madrids fertigte South fast 20 Millionen Passagiere ab, betreute über 8,5 Millionen Gepäckstücke und wickelte fast 140.000 Flüge ab. Diese Ergebnisse verdeutlichen die breite operative Basis des Unternehmens, das an insgesamt 38 spanischen Flughäfen tätig ist. Regionale Schwerpunkte und Wachstumsmärkte Die Sommerbilanz beleuchtet auch die Leistungen an den wichtigsten regionalen Flughäfen. Barcelona-El Prat (BCN) etablierte sich

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Cyberangriff auf BER wirft Fragen zu deutscher Flughafensicherheit auf

Ein Cyberangriff auf den Flughafen Berlin (BER) am vergangenen Wochenende hat erneut die Debatte über die Sicherheit deutscher Infrastrukturen ausgelöst. Der Angriff, der vermutlich von einer pro-russischen Hackergruppe ausging, führte zu einer kurzzeitigen Überlastung der Webseite des Flughafens. Der Flugbetrieb blieb von dem Vorfall jedoch unberührt. Der Angriff fällt in eine Zeit, in der neue gesetzliche Regelungen die Cybersicherheit im Transportsektor stärken sollen. Mit der neuen EU-Richtlinie NIS2 gelten Flughäfen als Einrichtungen mit besonderer Wichtigkeit, die zukünftig strengere Cybersicherheitsauflagen erfüllen müssen. Dazu gehören unter anderem verstärkte Risikoanalysen und die Meldung von Sicherheitsvorfällen. Bei Verstössen drohen den Unternehmen erhebliche Geldbussen, während die Geschäftsleitung persönlich haftbar gemacht werden kann. Laut dem estnischen IT-Unternehmen Net Group stehen insbesondere kritische Infrastrukturen im Visier von Angreifern. Priit Kongo, der Geschäftsführer des Unternehmens, das Erfahrungen mit dem Aufbau digitaler Systeme in Estland hat, verweist darauf, daß die Bedrohungslage zunehme. Eine aktuelle Analyse des Unternehmens zeigt, daß die Anzahl der Cyber-Begriffe in den Geschäftsberichten der DAX40-Konzerne seit 2015 um über 1.400 Prozent gestiegen ist. Kongo betont, daß die Cybersicherheit eine zentrale Managementaufgabe sei. Massnahmen wie technischer Schutz, kontinuierliche Risikoanalysen und klare Prozesse seien unerlässlich, um sich gegen die zunehmend professionell agierenden Täter zu schützen. Prävention sei demnach langfristig wirtschaftlicher als die Folgen eines erfolgreichen Angriffs.

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