
Mangels Fuel Hedging: Wizz Air fliegt 452,4 Millionen Euro Quartalsverlust ein
Die stark gestiegenen Treibstoffkosten und das bislang nicht vorhandene Fuel Hedging machen sich in den jüngsten Quartalszahlen des Billigfliegers Wizz Air deutlich bemerkbar. Man konnte zwar die Anzahl der beförderten Passagiere deutlich steigern, jedoch flog man gleichzeitig einen exorbitant hohen Verlust ein. Auf den ersten Blick konnte Wizz Air im am 30. Juni 2022 abgelaufenen zweiten Quartal des Jahres 2022 stark von der angezogenen Nachfrage profitieren. Man hatte in diesem Zeitraum rund 12,2 Millionen Fluggäste an Bord und damit um 312,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Auslastung lag bei 84,7 Prozent. Der Billigflieger konnte also deutlich zulegen und befindet sich auf Wachstumskurs. Der Umstand, dass man sich mit dem Beginn der Corona-Pandemie für den Ausstieg aus dem Fuel Hedging entschieden hat, kommt dem Lowcoster nun richtig teuer zu stehen. Der Carrier muss den jeweils tagesaktuellen Pumpenpreis bezahlen und somit deutlich mehr als der Mitbewerber Ryanair, der sich mit rund 65 U.S.-Dollar pro Kerosineinheit abgesichert hat. Erst kürzlich gab die Geschäftsleitung der Wizz Air Group bekannt, dass man die Fuel-Hedging-Geschäfte wiederaufgenommen hat, aber das kommt reichlich zu spät. Die Folge daraus: Trotz des Umstands, dass man im direkten Vergleich mit dem Vorjahresquartal den Umsatz von 199 Millionen Euro auf 808,8 Millionen Euro steigern konnte, erdrücken die hohen Treibstoffkosten den Carrier regelrecht. Man schrieb allein im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust in der Höhe von 452,5 Millionen Euro. Das Ausmaß des Fehlbetrags ist fast ausschließlich auf das verpasste Fuel Hedging und somit die stark gestiegenen Kerosinpreise zurückzuführen. „Während wir








