
Blick auf Wiens Ortstaxe: Hoteliers kritisieren geplante Erhöhung und Verbraucherschützer bleiben auffallend still
Die geplante Erhöhung der Ortstaxe in Wien, angekündigt von Finanzstadträtin Barbara Novak, stößt bei den Wiener Hoteliers auf heftigen Widerstand. Die Maßnahme, die laut offiziellen Angaben jährlich 81 Millionen Euro zusätzlich einbringen soll, wird von den Betrieben als erhebliche finanzielle Belastung und als ungerechtfertigt kritisiert. Die Hoteliers befürchten, daß sie auf den Nachforderungen für bereits getätigte Buchungen sitzenbleiben, insbesondere für Großveranstaltungen wie Kongresse, die oft Jahre im Voraus zu festen Konditionen abgeschlossen werden. Eine Analyse der Steuerlast zeigt, daß Wien mit der geplanten Erhöhung im europäischen Spitzenfeld rangiert, entgegen den Behauptungen der Finanzstadträtin, man bewege sich im Mittelfeld. Auffallend ist in diesem Zusammenhang die Zurückhaltung der Konsumentenschützer, insbesondere der Arbeiterkammer und des Vereins für Konsumenteninformation, die bei einer Preiserhöhung ohne Gegenleistung für die Verbraucher bisher keine öffentliche Stellung bezogen haben. Ein Faktencheck widerlegt die offizielle Darstellung Die Behauptung von Finanzstadträtin Novak, die Wiener Ortstaxe befinde sich im europäischen Mittelfeld, wird von Branchenexperten und unabhängigen Analysen scharf kritisiert. Als Vergleich wird oft Amsterdam genannt, wo die City Tax bei 12,5 Prozent liegt. Doch dieser Vergleich, so die Kritiker, hinkt. Er vernachlässigt die unterschiedliche Gesamtsteuer- und Abgabenbelastung in den beiden Ländern. Während die Niederlande eine Steuer- und Abgabenquote von 39 Prozent aufweisen, liegt diese in Österreich bei 45 Prozent. Berücksichtigt man alle Abgaben, so rangiert Wien mit seiner Ortstaxe nach der geplanten Erhöhung nicht im Mittelfeld, sondern auf dem zweiten Platz in Europa. Nach der angekündigten Rekord-Erhöhung lastet auf den Wiener Hotels die höchste Steuer- und Abgabenlast aller Unternehmen Europas, so der








