
Zürich: Glatt-Revitalisierung gerät ins Stocken
Der Revitalisierung der Glatt steht ein unsichtbares Hindernis im Weg: Die geplante Umgestaltung des Flusses bei Zürich wird aufgrund von unerwarteten Bodenverunreinigungen mit per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) vorläufig gestoppt. Die Flughafen Zürich AG, die das Projekt als Ausgleichsmaßnahme für eigene Bauvorhaben außerhalb des Flughafengeländes durchführt, hat nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts einen Baustopp für die weiteren Phasen beschlossen. Grund hierfür ist die ungeklärte Rechtslage im Umgang mit den langlebigen Chemikalien, die in den landwirtschaftlich genutzten Böden entlang der Glatt gefunden wurden. Während die erste Phase des Projekts unter erheblichen Mehrkosten fortgeführt wird, wartet das Unternehmen nun auf klare gesetzliche Vorgaben seitens des Bundes, bevor die restlichen Abschnitte in Angriff genommen werden. Ein Projekt der Ausgleichsmaßnahmen Die Flughafen Zürich AG ist gesetzlich dazu verpflichtet, für Bauvorhaben, die wertvolle Naturräume in Anspruch nehmen, sogenannte ökologische Ersatzmaßnahmen zu schaffen. Dies ist eine gängige Praxis im Rahmen der Raumplanung und des Naturschutzes. Eine solche Maßnahme ist die geplante Revitalisierung der Glatt, eines Flusses, der in seiner heutigen Form stark begradigt und kanalisiert ist. Das Projekt zielt darauf ab, einen 3,2 Kilometer langen Abschnitt des Flusses auf den Gemeindegebieten von Rümlang und Opfikon wieder in einen naturnahen Zustand zurückzuversetzen. Ziel ist es, neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen und die Biodiversität zu fördern. Das Vorhaben wurde in enger Abstimmung mit den zuständigen kantonalen und eidgenössischen Behörden geplant und seit Anfang 2025 umgesetzt. Unerwartete Entdeckung: PFAS im Erdreich Die Bauarbeiten für den ersten Abschnitt des Revitalisierungsprojekts, im Gebiet Eichhof zwischen der Neuen








