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Plus Ultra: Gericht gibt zurückgehaltene Staatshilfe frei

Der Umstand, dass die spanische Regierung dem auf ACMI- und Charterflüge spezialisierten Anbieter Plus Ultra über den Staatsfonds Sepi finanzielle Unterstützung gewährte, brachte die Opposition in Rage. Selbst Anzeigen gegen Funktionäre des Fonds wurden erstattet. Ein Teil des Darlehens wurde eingefroren, jedoch auf Beschluss eines Gerichts zur Auszahlung freigegeben. Die spanische Nachrichtenagentur EFE berichtet unter Berufung auf das Urteil, dass ohne die Auszahlung der noch offenen 34 Millionen Euro der Fluggesellschaft Plus Ultra die Insolvenz drohen würde. Insgesamt wurden über Sepi 53 Millionen Euro bewilligt. Am 28. Juli 2021 ordnete selbiges Gericht an, dass die letzte Tranche (34 Millionen Euro) aufgrund des Ermittlungsverfahrens vorerst eingefroren werden müssen. Dieser Beschluss wurde nun explizit rückgängig gemacht. In der Begründung ist weiters die Rede davon, dass die Anschuldigungen von Oppositionspolitikern sich bislang als unwahr erwiesen hätten. Es gäbe keinen objektiven Hinweis auf Verbindungen ins Ausland oder unsaubere Praktiken bei Sepi im Zuge der Vergabe des staatlich garantierten Darlehens. Das Gericht hat dabei die Bücher der Airline von der Staatsanwaltschaft und einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer unter die Lupe genommen. Auch wurden zahlreiche Zeugen einvernommen. Die Behauptung der Opposition, dass die Sepi-Staatshilfe nur aufgrund von Korruption an Plus Ultra ausbezahlt wurde, habe sich im Zuge des Ermittlungsverfahrens als “objektiv unwahr” herausgestellt, so das Gericht.

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Japan: Erster ANA-A380 wieder im Liniendienst

Nach langer Pause setzt die japanische All Nippon Airways wieder Maschinen des Typs Airbus A380 im regulären Linienverkehr ein. Zuletzt führte man mit den Superjumbos gelegentlich Rundflüge durch, doch auf der Hawaii-Strecke waren diese im März 2020 letztmalig im Einsatz. Am Montagabend machte sich die JA381A unter der Flugnummer NH184 auf den Weg von Tokio-Narita nach Honolulu. Zuvor wurde am 7. August 2021 ein Testflug über Japan durchgeführt. Am Dienstag kehrte dieser Airbus A380 kommerziell wieder zurück nach Tokio. Der Carrier beabsichtigt die Superjumbos schrittweise zu reaktivieren. Den Anfang machte die JA381A. Die Airbus-A380-Teilflotte von ANA trägt eine Sonderlackierung, die Schildkröten gewidmet ist. Die Maschinen sind äußerst jung, denn All Nippon Airways schaffte die Superjumbos vergleichsweise spät an.

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Afrikanische Airline sichert sich ehemalige OE-LGL

Die kamerunische Nationalairline Camair-Co wird in Kürze eine ehemalige Austrian Airlines De Havilland DHC-8-400 übernehmen. Seit dem 31. März 2021 steht die DHC-8-400 mit dem Kennzeichen OE-LGL (msn 4310) in Bratislava bei der Austrian Airlines Technik Bratislava. Wenige Wochen davor, am 15. März 2021, hatte dieser Turboprop den letzten kommerziellen Einsatz für Austrian Airlines als OE522 von Venedig zurück nach Wien. Doch zwischenzeitlich ist der Eigentümer dieser Maschine die in Dublin ansässige Firma EIC Aircraft Limited – ein Tochterunternehmen der auf Regionalflugzeuge spezialisierten Leasinggesellschaft Regional One. Das in Miami ansässige Unternehmen verfügt über etwa 80 Flugzeuge, jedoch sind die meisten davon aufgrund COVID-19 arbeitslos. Lediglich für 34 Maschinen bestehen aktuell Dry-Lease-Verträge mit unterschiedlichen Fluggesellschaften weltweit. Da kommt es für Regional One gelegen, dass nun die erwähnte DHC-8-400 bei der Camair-Co untergebracht werden konnte. Bereits sind erste Bilder aus Bratislava in voller Camair-Co-Bemalung zu finden. Mit der baldigen Übernahme dieser Maschine wird Camair-Co wiederum die Dash 8-400 betreiben. Bereits zwischen April 2018 und Mai 2020 hatte Camair-Co bis zu zwei Q400 auf dem Regionalnetz im Einsatz. Beide Maschinen wurden jedoch an den Eigentümer Abu Dhabi Aviation returniert und durch die Xian MA-60 ersetzt.

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„Falsche“ Warnmeldung: Neuerliche Wizz-Air-Rücklandung in Wien

Am Mittwoch musste der von Wizz Air Hungary betriebene Airbus A320 mit der Registrierung HA-LYF eine Rücklandung auf dem Flughafen Wien-Schwechat absolvieren. Der Mittelstreckenjet hätte als W62883 nach Pristina fliegen sollen. Der Carrier bestätigte gegenüber Aviation Direct den Vorfall und erklärte, dass die Piloten eine Warnmeldung angezeigt bekommen haben, dass die Frachttür geöffnet ist. Aus Sicherheitsgründen entschied der Kapitän dann, dass eine Rücklandung auf dem Flughafen Wien-Schwechat absolviert wird. Die Passagiere konnten den Airbus A320 problemlos verlassen. Die betroffene Türe war zu jedem Zeitpunkt des Fluges geschlossen. Es handelte sich um eine fehlerhafte Warnmeldung. Techniker überprüften die Maschine und gaben den Jet kurz darauf wieder frei. Die HA-LYF flog dann mit rund zwei Stunden Verspätung und Fluggästen an Bord nach Pristina. Es handelt sich um die zweite Rücklandung von Wizz Air binnen weniger Tage.

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Betriebsgenehmigung erhalten: Aer Lingus UK kann abheben

Der UK-Ableger von Aer Lingus ist nun startklar. Die Zivilluftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs teilte mit, dass die notwendige Betriebsgenehmigung erteilt wurde. Damit kann der neue Carrier die ab Manchester geplanten Langstreckenflüge aufnehmen. Bis zum Erstflug wird es aber nur einige Tage dauern, denn der ursprüngliche Plan sah die Aufnahme von Flügen zwischen UK und den USA zum 29. Juli 2021 vor. Aufgrund der beiderseits harten Einreise- und Quarantänebestimmungen entschied man sich bereits frühzeitig für eine Verschiebung. Dennoch hofft Aer Lingus UK darauf, dass auf beiden Seiten in Kürze – zumindest für Geimpfte – das Reisen wieder einfacher möglich sein wird. Aufgrund des Brexit musste das IAG-Konzernmitglied im Vereinigten Königreich einen Ableger gründen. Dieser soll von Manchester aus Langstreckenflüge in die USA durchführen. Die Expansion in UK geht zu Lasten der irischen Basis Shannon, die künftig nicht mehr für Transatlantik-Verbindungen genutzt werden soll.

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Juli 2021: Ryanair erhielt ein Drittel aller Boeing-Auslieferungen

28 Verkehrsflugzeuge konnte der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing im Juli 2021 an Kunden übergeben. Davon gingen neun B737-Max-200 an die Ryanair Group, die diese Maschinen in Irland und Malta registriert hat. Die U.S.-Amerikaner konnten damit weniger Maschinen als der europäische Konkurrent Airbus ausliefern. Bei Boeing betrafen – mit sechs Ausnahmen – alle Übergaben die B737-Max-Reihe. Die verbleibenden Jets waren Frachtflugzeuge bzw. betreffen militärische Modelle. An UPS wurde eine Cargomaschine des Typs Boeing 747-8F übergeben. Im Bereich des Dreamliners, der das technologische Flaggschiff auf der Langstrecke darstellt, konnte im Juli 2021 keine einzige Maschine übergeben werden. Damit gab es nach Oktober 2020 bis Feber 2021 eine neuerliche Nullrunde. Damals war ein technisches Problem, das neu entdeckt wurde, die Ursache.

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Fly2Sky: Neue ACMI-Verträge in Europa

Der Bulgarische ACMI-Spezialist Fly2Sky konnte zwei neue Verträge mit Wizz Air für zwei Airbus A320-200 abschließen. Am 10. August 2021 hat Fly2Sky in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass man für die beiden Airbus A320-200, LZ-MDI und LZ-MDK, mit einer europäischen Airline für das Sommergeschäft ACMI-Verträge vereinbaren konnte. Für welches Unternehmen Fly2Sky die beiden A320 einsetzt ging aus der Meldung nicht hervor. Aviation.Direct weiß aber, dass es sich um Wizz Air handelt. Beide Airbusse fliegen bereits seit dem 5. August 2021 für die ungarische Airline und sind in Varna resp. Mailand-Malpensa stationiert. Fly2Sky wurde im Jahre 2017 als indirekter Nachfolger der bekannten Air VIA unter dem Namen VIA Airways gegründet, änderte aber bereits den Namen im Jahr 2019 auf Fly2Sky. Neben den zwei erwähnten A320-200 wird noch eine dritte Maschine (LZ-MDO) aktuell für die ägyptische Alexandria Airlines eingesetzt. Es ist außerdem geplant, noch diesen Sommer einen ersten Airbus A321-200 (LZ-MDF) in die Flotte aufzunehmen.

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Tierschützer: Glasfassade von BER-Terminal 1 für Vögel tödlich

Das Terminal 1 des Flughafens Berlin-Brandenburg soll sich laut Naturschutzbund Deutschland als besonders problematisch für Vögel erweisen. So sollen täglich viele Tiere gegen die Glas-Fassade knallen und sich dabei schwer verletzten oder gar daran verenden. Laut Nabu soll die Problematik seit einigen Monaten bekannt sein, jedoch kam die erst jetzt durch eine Medienmitteilung in eine breitere Öffentlichkeit. Die Tierschützer kritisieren, dass Vögel besonders häufig gegen die Glasscheiben fliegen und fordern daher dringende Nachbesserungen seitens der Betreibergesellschaft. Große Glasflächen sind für Vögel generell problematisch, da die Tiere diese oftmals nicht als Hindernis erkennen, sondern ungebremst gegen die Scheibe fliegen. Manche Vögel sterben sofort und andere überleben mit Verletzungen und einem schweren Schädel-Hirn-Trauma, dem sie jedoch in vielen Fällen einige Tage später qualvoll erliegen oder zur leichten Beute für Fressfeinde werden. „Es liegen ein Dutzend mit Fotos dokumentierte Fälle vor, in welchen ganze Vogelschwärme, teilweise bis zu 50 Individuen, durch Anflug an die Glasfassade getötet wurden“, so Nabu-Referentin Manuela Brecht.Der BER verweist darauf, dass das Terminal 1 auch hinsichtlich der umweltrechtlichen Aspekte geprüft wurde und alle Auflagen der Behörden eingehalten wurden. Man verweist auch darauf, dass Vogel-Crashs mit Glasscheiben ein generelles Problem sind und nicht spezifisch für den BER sind. Der Nabu kontert, dass die Vogel-Problematik bereits vor der Eröffnung des Terminals 1 bekannt war, jedoch unzureichende bis gar keine Maßnahmen ergriffen wurden. Die Kritik richtet sich auch an die zuständigen Behörden. Nun fordert man dringende Nachbesserungen und bittet Passagiere, dass diese verletzte oder gar tote Vögel am BER mit Foto, Datum

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EU-Kommission evaluiert Verschärfungen für Einreisen aus den USA

Erst Mitte Juni 2021 hob die EU-Kommission einseitig das Einreiseverbot für Personen, die sich in den Vereinigten Staaten von Amerika aufgehalten haben, auf. Davon ausgenommen waren stets Personen mit Wohnsitz oder Staatsbürgerschaft in der EU. Nun denkt man in Brüssel laut über eine Wiedereinführung nach. Das noch unter der Trump-Regierung erlassene Einreiseverbot für EU-Bürger in die Vereinigten Staaten von Amerika wurde bislang nicht aufgehoben. Zwar gibt es erste Anzeichen dafür, dass die Biden-Administration zumindest darüber nachdenkt, jedoch umgesetzt wurde noch nichts. Die EU-Kommission blickt mit Sorge auf die Neuinfektionen in den USA und evaluiert nun ein neuerliches Einreiseverbot. Dabei kann das Führungsorgan der Europäischen Union lediglich grundsätzliche Empfehlungen aussprechen, denn die tatsächliche Umsetzung obliegt den Mitgliedern der Staatengemeinschaft.  Für Fluggesellschaften, die im Transatlantik-Geschäft tätig sind, wäre ein neuerlicher EU-Bann ein herber Rückschlag. Man hoffte darauf, dass zumindest Geimpfte bald wieder in beide Richtungen möglichst ohne weitere Auflagen reisen können. Es ist allerdings noch unklar, ob die EU-Kommission bzw. die Nationalstaaten von einem möglichen neuen Einreiseverbot vollständig Geimpfte ausnehmen werden oder nicht. Hinsichtlich der USA zeichnet sich ab, dass künftig für die Einreise eine Impfpflicht bestehen könnte.

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Dortmund: Wizz Air schließt einzige Basis in Deutschland

Erst im Juni des Vorjahres eröffnete die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air auf dem Flughafen Dortmund die erste Basis in Deutschland. Per 24. Oktober 2021 wird diese geschlossen. In einem Aviation Direct vorliegenden Rundmail wurde die Belegschaft über die Schließung informiert. Auch der Flughafen Dortmund informierte seine Mitarbeiter über die Aufgabe der deutschen Wizz-Air-Basis. Auch der Stützpunkt im lettischen Riga wird aufgegeben. Die Schließung wird hier zum 3. Oktober 2021 erfolgen, geht aus Rundschreiben hervor. Zunächst berichtete das polnische Portal Pasazer über das Aus der beiden Bases. Wizz Air selbst gab zur bevorstehenden Schließung der Stationen Dortmund und Riga vorerst keine Stellungnahme ab. Den betroffenen Mitarbeitern werden jedenfalls alternative Arbeitsplätze an anderen Bases des Konzerns angeboten. Ob dies in jedem individuellen Fall eine passende Lösung ist, bleibt abzuwarten. Sowohl Riga als auch Dortmund sollen im Streckennetz der Wizz Air erhalten bleiben. Die meisten Routen werden ab Oktober 2021 mit Maschinen, die an an anderen Flughäfen stationiert sind, bedient. Die Station in Riga besteht seit dem Jahr 2014 und jene in Dortmund wurde im Juni des Vorjahres eröffnet.

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