
Skandal im Tower von Bogotá: Fluglotse suspendiert nach schwerem Sicherheitsverstoß
Ein beispielloser Vorfall am internationalen Flughafen El Dorado in Bogotá hat eine landesweite Debatte über die Flugsicherheit in Kolumbien ausgelöst. Ein Fluglotse wurde suspendiert, nachdem er seinem 18-jährigen Sohn erlaubt hatte, für fast eine Stunde die Kontrolle über den Funkverkehr im Tower zu übernehmen und mit Flugzeugen zu kommunizieren. Der Vorfall, der sich am 21. Juli 2025 ereignete, flog auf, als der Teenager ein Video seiner „Arbeitserfahrung“ im Internet veröffentlichte, das viral ging. Kolumbiens Zivilluftfahrtbehörde, die Aeronautica Civil, leitete umgehend eine Untersuchung ein und stellte fest, daß die Sicherheitsvorschriften in gravierender Weise verletzt worden waren. Dieser Vorfall wirft nicht nur Fragen nach der Aufsicht über das Personal im Kontrollturm auf, sondern auch nach der Integrität des gesamten Luftverkehrssystems. Ein ungewöhnliches Praktikum: Die „Arbeitserfahrung“ im Tower Der Vorfall, der nun weitreichende Konsequenzen hat, wurde lokalen Berichten zufolge durch einen gut gemeinten, jedoch äußerst verantwortungslosen Wunsch des Vaters ausgelöst. Der Fluglotse wollte seinem Sohn eine „Arbeitserfahrung“ ermöglichen, um ihm zu helfen, sich für einen möglichen Beruf als Fluglotse zu entscheiden. Für 50 Minuten durfte der 18-jährige die Kommunikation mit den Flugzeugen am internationalen Flughafen El Dorado (BOG), dem verkehrsreichsten Flughafen Kolumbiens, übernehmen. Der Jugendliche erteilte sogar eine Starterlaubnis für einen Airbus A330-300 von Wamos Air, der als Flug AV-217 für Avianca auf dem Weg nach Buenos Aires war. Der Flughafen El Dorado gehört zu den wichtigsten Drehkreuzen in Lateinamerika und wickelt täglich Hunderte von Flügen ab. Die Übertragung der Verantwortung an eine ungeschulte und nicht autorisierte Person stellt ein extremes Sicherheitsrisiko dar.








