
Übernahme von Air Belgium gescheitert: Zukunft der Fluggesellschaft ungewisser denn je
Die belgische Fluggesellschaft Air Belgium steht vor dem endgültigen Aus. Die lang erwartete Übernahme durch das anglo-niederländische Konsortium Erwan ist gescheitert, nachdem das Handelsgericht in Nivelles das laufende Akquisitionsverfahren am Donnerstagabend für ungültig erklärt hat. Die Airline hat nun eine letzte Frist bis zum 27. März, um einen neuen Investor zu finden. Gelingt dies nicht, droht die vollständige Liquidation des Unternehmens. Air Belgium hatte in den vergangenen Monaten intensive Gespräche mit Erwan geführt, einem Konsortium, das das Unternehmen übernehmen und unter dem neuen Namen „Air One Belgium“ mit Fokus auf Frachtflüge weiterführen wollte. Ursprünglich gab es große Hoffnungen, daß die Übernahme den wirtschaftlich angeschlagenen Betrieb retten und den 197 verbliebenen Mitarbeitern eine Zukunftsperspektive bieten könnte. Doch das Verfahren zog sich in die Länge. Immer wieder kam es zu Verzögerungen, da Erwan keine überzeugenden finanziellen und rechtlichen Garantien vorweisen konnte. Schließlich entschied das Handelsgericht in Nivelles, das Übernahmeverfahren zu stoppen, womit die Verhandlungen endgültig zum Scheitern verurteilt waren. Krise bei Air Belgium: Eine Airline im Überlebenskampf Die finanzielle Lage von Air Belgium ist seit Jahren angespannt. Die Fluggesellschaft wurde 2016 mit großen Ambitionen gegründet und nahm 2018 den Flugbetrieb auf. Ihr Geschäftsmodell basierte ursprünglich auf Langstreckenflügen von Brüssel nach Asien und Überseezielen. Doch die Nachfrage blieb hinter den Erwartungen zurück, und die Airline hatte mit starker Konkurrenz etablierter Anbieter zu kämpfen. In der Folgezeit versuchte sich Air Belgium an verschiedenen Geschäftsmodellen, darunter Wet-Lease-Dienste für andere Airlines sowie Frachtflüge. Doch auch diese Strategien konnten die wirtschaftlichen Probleme nicht dauerhaft lösen. Im September








