Handgepäck im Vergleich: Condor erlaubt weniger als Ryanair und Wizz Air

Reisender (Foto: Unsplash/Mantas Hesthaven).
Reisender (Foto: Unsplash/Mantas Hesthaven).

Handgepäck im Vergleich: Condor erlaubt weniger als Ryanair und Wizz Air

Reisender (Foto: Unsplash/Mantas Hesthaven).
Werbung

Dem aktuellen Planungsstand nach wollen sich im Sommerflugplan 2022 nicht weniger als sechs Fluggesellschaften auf der Strecke Wien-Heraklion matchen. Dabei handelt es sich um Corendon Europe, Condor, Austrian Airlines, Wizz Air, Ryanair und Aegean Airlines. Die Produkte sind fast deckungsgleich, jedoch gibt es Unterschiede im Detail.

Die Handgepäckbestimmungen dieser sechs Carrier werden in diesem Artikel genauer unter die Lupe genommen. Um eine Vergleichbarkeit haben zu können wird die jeweils billigste Tarifklasse herangezogen. Die enthalten bei allen Anbietern kein Aufgabegepäckstück. Fast alle Carrier haben auch teurere Tarife, bei denen beispielsweise Check-in-Gepäck enthalten sein kann. Dieser Umstand wurde in der untenstehenden Übersicht nicht berücksichtigt.

Condor mit kundenunfreundlichsten Handgepäckbestimmungen

Ob alle sechs Airlines im Sommer 2022 tatsächlich zwischen Wien und Heraklion fliegen werden, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Momentan kann berechtigt daran gezweifelt werden, denn das derzeit bei den sechs Fluggesellschaften buchbare Angebot ist ein offensichtliches Überangebot, das zu ruinösen Preisen führen könnte.

Frei nach dem Motto „darf es ein bisschen weniger sein“ bringt Condor mit dem Wien-Comeback die im Vergleich miesesten Handgepäckbestimmungen nach Österreich. Im günstigsten Economy-Tarif darf man lediglich eine Mini-Tasche mit den maximalen Abmessungen 40x30x10 Zentimeter dabeihaben. Das Gewicht ist irrelevant. Damit unterbietet man sogar die Billigflieger Ryanair und Wizz Air. Wer beispielsweise einen Trolley, der maximal 55x40x20 Zentimeter groß und acht Kilogramm schwer sein darf mitnehmen will, muss dies auch bezahlen. Die Preise sind dynamisch und beginnen bei zehn Euro. Nach oben hin gibt es keine offizielle Grenze.

Unterschiedliche Höchstabmessungen bei Ryanair und Wizz Air

Wizz Air und Ryanair gestatten ebenfalls nur die Mitnahme einer kleinen Tasche. Allerdings unterschieden sich sowohl die maximalen Dimensionen als auch das Höchstgewicht. Der ungarische Billigflieger erlaubt 40x30x20 Zentimeter bei einem Maximalgewicht von zehn Kilogramm. Beim irischen Mitbewerber sind es höchstens 40x25x25 Zentimeter und das Gewicht spielt keine Rolle. Für die Mitnahme von Trolleys, die bei beiden Anbietern maximal zehn Kilo wiegen dürfen, muss man das so genannte Priority-Paket dazu buchen. Dabei zeigen sich erneut Unterschiede bei den maximalen Abmessungen: Wizz Air erlaubt dann 55x30x23 Zentimeter und Ryanair lediglich 55x40x20 Zentimeter.

Corendon und Aegean Airlines erlauben die Mitnahme von zwei Handgepäckstücken. Der maltesische Carrier gestattet eines mit den Dimensionen 55x40x25 Zentimetern bei einem Höchstgewicht von acht Kilogramm sowie eine kleine Tasche (40x30x15 Zentimeter), für die das Gewicht irrelevant ist. Der griechische Konkurrent erlaubt mit 56x45x25 Zentimetern das im Vergleich größte Handgepäckstück. Dieses darf höchstens acht Kilogramm wiegen. Weiters erlaubt man eine kleine Tasche, deren Dimensionen nicht näher definiert sind. Aegean Airlines meint damit beispielsweise eine Damenhandtasche oder eine „dünne Laptoptasche“.

Austrian Airlines gestattet die Mitnahme eines Handgepäckstücks mit den Höchstabmessungen 55x40x23 Zentimeter. Das Gewicht darf maximal acht Kilogramm betragen. Im Gegensatz zu Condor, Ryanair und Wizz Air ist die Mitnahme eines zweiten Handgepäckstücks (z.B. kleine Tasche) auch gegen Aufpreis nicht möglich. Die Tariftabelle der Lufthansa-Tochter kennt keine solche Option.

Getränke und Snacks nur bei Aegean inklusive

Wie bereits eingangs erwähnt: Alle sechs auf Wien-Herkalion tätigen Fluggesellschaften inkludieren in den günstigsten Tarifen kein Aufgabegepäck. Dieses kann kostenpflichtig hinzugebucht werden, wobei sich die Preise zum Teil stark unterscheiden können. Besonders bei der Aufgabe eines zweiten Koffers bitten ausnahmslos alle sechs Carrier besonders empfindlich zur Kasse.

An Bord sind nur noch bei Aegean Airlines Snacks und Getränke im Flugpreis inklusive. Bei Austrian Airlines, Ryanair, Wizz Air, Condor und Corendon Europe muss die Geldbörse gezückt werden. Die fünf genannten Fluggesellschaften haben ein Buy-on-Board-Konzept. In einem ähnlichen Vergleich nahm Austrian Airlines die Bordpreise diverser Airlines unter die Lupe. Dieser findet sich unter diesem Link.

Zusammenfassung in Tabellenform

 CorendonCondorAustrian AirlinesWizz AirRyanairAegean
“großes Handgepäck”ja
(55x40x25cm, max. 8kg)
nein
(aufpreispflichtig,
55x40x20cm, max. 8kg)
ja
(55x40x23cm, max. 8kg)
nein
(aufpreispflichtig,
55x40x23cm, max. 10kg)
nein
(aufpreispflichtig,
55x40x20cm max. 10kg)
ja
(56x45x25cm, max. 8kg)
“kleines Handgepäck”ja 
(40x30x15cm)
ja
(40x30x10cm)
neinja
(40x30x25cm, max. 10kg)
ja
(40x25x20cm)
ja
(persönlicher Gegenstand wie “schmale Laptop- oder Damenhandtasche”)
Check-in Gepäcknein
(nur gegen Aufpreis)
nein
(nur gegen Aufpreis)
nein
(nur gegen Aufpreis)
nein
(nur gegen Aufpreis)
nein
(nur gegen Aufpreis)
nein
(nur gegen Aufpreis)
Getränke & Snacksnein
(nur gegen Aufpreis)
nein
(nur gegen Aufpreis)
nein
(nur gegen Aufpreis)
nein
(nur gegen Aufpreis)
nein
(nur gegen Aufpreis)
ja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Redakteur dieses Artikels:

Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Über den Redakteur

Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Werbung