Die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hält die Zügel in der Hand und bremst das Tempo des Flugzeugherstellers Boeing. Während Boeing darauf drängt, die monatliche Produktion seiner meistverkauften 737 Max-Flugzeuge zu steigern, hat die FAA angekündigt, vor einer Entscheidung eine Reihe von szenariobasierten Übungen durchzuführen. Diese Maßnahme, die auf einen Vorfall im Januar 2024 zurückgeht, bei dem ein Rumpfsegment einer 737 Max 9 im Flug abfiel, signalisiert, dass die Behörde keine vorschnellen Schritte unternehmen wird. Die Entscheidung über die Aufhebung der derzeitigen Produktionsgrenze von 38 Maschinen pro Monat hängt von Boeings Fähigkeit ab, seine Fertigungsqualität nachhaltig zu verbessern. Die strengen Auflagen der Aufsichtsbehörde Seit dem Zwischenfall mit dem Flugzeug von Alaska Airlines steht Boeing unter der intensiven Beobachtung der FAA. Die Behörde hat den Hersteller gezwungen, einen umfassenden Plan zur Behebung der Produktionsqualitätsprobleme zu entwickeln. Als Teil dieser verschärften Aufsicht hat die FAA angekündigt, sogenannte „Tabletop-Übungen“ mit Boeing durchzuführen. Diese Übungen, die voraussichtlich bis Ende September 2025 abgeschlossen sein sollen, sind darauf ausgelegt, potenzielle Risikofaktoren zu identifizieren und Boeings Fähigkeit zur Einhaltung der Qualitätsstandards zu bewerten. Bryan Bedford, der Administrator der FAA, erklärte am 26. August 2025 gegenüber Reuters, dass die Behörde noch nicht zugestimmt habe, die Produktionsrate zu erhöhen. „Wir sind übereingekommen, dass es sinnvoll wäre, den Prozess zu entwickeln, mit dem wir eine Konversation über eine Ratensteigerung in Betracht ziehen würden“, sagte er. Diese Aussage macht deutlich, dass die FAA die Kontrolle behalten will und Boeing dazu zwingt, seine Hausaufgaben zu machen, bevor über eine Steigerung nachgedacht