
Russischer Appell an die ICAO: Moskau fordert Aufhebung der Sanktionen für die zivile Luftfahrt
Kurz vor der 42. Versammlung der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) in Montréal hat Rußland einen Appell an die globale Luftfahrtgemeinschaft gerichtet. In einem offiziellen Schreiben fordert Moskau die Aufhebung der Sanktionen, insbesondere jener, die den Import von Ersatzteilen für westliche Flugzeuge und Überflugrechte betreffen. Die russische Regierung begründet ihren Vorstoß mit „Sicherheitsbedenken“ und argumentiert, daß die „politisch voreingenommenen, diskriminierenden und zwingenden Maßnahmen“ das Recht der Menschen auf Freizügigkeit verletzten. Der Appell stößt jedoch auf breiten Widerstand, da die ICAO und zahlreiche Staaten die Vorgehensweise Rußlands im Ukraine-Konflikt verurteilen. Die russische Luftfahrtindustrie unter Sanktionsdruck Seit dem Beginn der militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine im Jahr 2022 ist die russische Luftfahrtindustrie von umfassenden Sanktionen betroffen. US-amerikanische, europäische und weitere Länder haben ihren Luftraum für russische Fluggesellschaften gesperrt und den Export von Flugzeugen, Ersatzteilen, Materialien sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen eingeschränkt. Dies hat dazu geführt, daß russische Fluggesellschaften, deren Flotten größtenteils aus Airbus– und Boeing-Flugzeugen bestehen, ohne direkten Zugang zu originalen Ersatzteilen sind. Laut einem Reuters-Bericht versucht Moskau, eine Einigung zu erzielen, um die Sanktionen zu lockern. Die russischen Behörden betonen, daß Ersatzteile entscheidend für die Flugsicherheit seien. Gleichzeitig kritisiert Rußland in den vor der Versammlung eingereichten Arbeitspapieren die Blockade von Flügen russischer Fluggesellschaften in 37 Länder. Die ICAO ihrerseits, eine UN-Sonderorganisation, hat Rußland scharf kritisiert, weil es die Lufthoheit der Ukraine verletzt und Flugzeuge doppelt registriert hat. Diese Doppelregistrierung ermöglichte es russischen Fluggesellschaften, Flugzeuge, die internationalen Leasinggebern gehörten, zu beschlagnahmen und in das russische Luftfahrtregister zu überführen. Sicherheitsrisiken und die Zukunft der Flotte Die








