Brasilien

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Wettbieten um TAP Air Portugal: Lufthansa steigt mit Ambitionen für ein Atlantik-Drehkreuz in den Bieterkampf ein

Der Wettbewerb um eine Minderheitsbeteiligung an der staatlichen portugiesischen Fluggesellschaft TAP Air Portugal nimmt an Fahrt auf. Die Lufthansa Gruppe hat offiziell ihr Interesse an einem strategischen Einstieg bei der Airline bekundet, wie aus einer Mitteilung in Frankfurt hervorgeht. Damit tritt der deutsche Luftfahrtkonzern in direkte Konkurrenz zu Air France-KLM, die bereits kurz zuvor die Bieterrunde eröffnet hatte. Auch der Mutterkonzern von British Airways und Iberia, die International Airlines Group (IAG), gilt weiterhin als potenzieller Interessent, was auf einen harten europäischen Bieterkampf hindeutet. Die portugiesische Regierung beabsichtigt, 44,9 Prozent der Anteile an einen Brancheninvestor zu veräußern, wobei weitere 5 Prozent für die TAP-Mitarbeiter reserviert sind. Damit würde der portugiesische Staat vorerst Mehrheitsgesellschafter bleiben. Ein strategisches Juwel auf der iberischen Halbinsel TAP Air Portugal gilt als eines der begehrtesten Übernahmeziele in Europa. Die Fluggesellschaft hat sich insbesondere auf den Routen nach Brasilien eine starke Marktposition erarbeitet und dient als wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Reisende zwischen Europa, Afrika und Südamerika. Diese strategisch günstige geografische Lage in Lissabon macht die Airline zu einem attraktiven Ziel für die großen europäischen Luftfahrtkonzerne, die ihre transatlantischen Netzwerke erweitern möchten. Im vergangenen Jahr beförderte TAP insgesamt rund 16 Millionen Passagiere. Die portugiesische Regierung hat den Verkaufsprozess forciert, um die notwendige finanzielle und operative Stabilität für das Unternehmen zu sichern. Nach fünf aufeinanderfolgenden Verlustjahren konnte TAP Air Portugal dank eines umfassenden Restrukturierungsprogramms und der Erholung des globalen Flugverkehrs seit 2022 wieder schwarze Zahlen schreiben. Die Interessenten hatten bis zum 22. November Zeit, ihre grundsätzliche Teilnahme am Bieterverfahren anzumelden. Die

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Latam Airlines nimmt Direktflüge zwischen Brüssel und São Paulo auf

Die Latam Airlines Group wird ab Juni 2026 erstmals Direktflüge für Passagiere zwischen dem Flughafen Brüssel (BRU) und der brasilianischen Metropole São Paulo (GRU) anbieten. Die neue interkontinentale Verbindung soll dreimal wöchentlich bedient werden und stellt einen bedeutenden Ausbau des Streckennetzes in Brüssel dar. Es handelt sich um die erste direkte Passagierflugverbindung von Brüssel nach Lateinamerika seit über 25 Jahren. Die Wiedereinführung einer direkten Verbindung nach São Paulo, der größten Stadt Brasiliens und Lateinamerikas, markiert einen wichtigen Meilenstein für den Flughafen Brüssel. Die Route eröffnet neue Reisemöglichkeiten für Geschäftsreisende, Touristen und Personen, die Familie oder Freunde besuchen möchten, insbesondere in der brasilianischen Gemeinschaft in Belgien. Der CEO des Brüsseler Flughafens, Arnaud Feist, betonte, dass der Flughafen, gelegen im Herzen Europas, durch diese Verbindung zum idealen Zugangspunkt für Reisende aus Brasilien zu Belgien und zahlreichen weiteren europäischen Zielen wird. Die Aufnahme der Passagierflüge folgt auf eine bereits erfolgte Intensivierung der Zusammenarbeit im Frachtbereich. Latam Airlines hatte bereits im September 2024 die Frequenz seiner Frachtflüge ab Brüssel erhöht. Infolgedessen hat sich der Flughafen Brüssel zum wichtigsten europäischen Umschlagplatz für Latam Cargo entwickelt. Die neue Passagierroute wird die Präsenz der Airline in der Region weiter festigen und die gesamte Konnektivität zwischen Belgien und Südamerika deutlich verbessern. Latam Airlines betreibt die Langstreckenflüge zwischen Südamerika und Europa in der Regel mit modernen Großraumflugzeugen. São Paulo ist eines der wichtigsten Drehkreuze Lateinamerikas und ermöglicht Reisenden von dort aus zahlreiche Weiterflüge in andere Regionen Brasiliens sowie in weitere südamerikanische Länder. Die neue Verbindung wird die bestehenden Frachtaktivitäten

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Staaten fordern Abgabe auf Business-Class und Privatjets zur Finanzierung von Klimaresilienz

Auf der derzeit stattfindenden Weltklimakonferenz in Belém, Brasilien, werben Frankreich und Spanien zusammen mit sieben weiteren Staaten für die Einführung einer neuen internationalen Abgabe. Ziel ist eine zusätzliche Steuer auf Flugtickets der Business- und First-Class sowie auf Reisen mit Privatjets. Die Befürworter argumentieren, dass die Einnahmen aus dieser sogenannten Solidaritätssteuer in Milliardenhöhe zur Finanzierung von Maßnahmen zur Klimaresilienz, Anpassung und nachhaltigen Entwicklung in Staaten mit geringerem Einkommen beitragen könnten. Die spanische Botschafterin in Brasilien, María del Mar Fernández-Palacios, bekräftigte in Belém das Prinzip, dass jene, „die mehr verschmutzen, auch mehr beitragen“ sollten, um Normalbürger nicht übermäßig zu belasten. Der französische Klimabotschafter Benoît Faraco sieht in dieser Steuer ein Instrument, das dem Geist des Pariser Klimaabkommens entspricht. Die Forderung der „Premium Flyers Solidarity Coalition“ stützt sich auf Zahlen, wonach nur ein Prozent der Weltbevölkerung für mehr als die Hälfte der Treibhausgasemissionen der kommerziellen Luftfahrt verantwortlich ist. Die Emissionen der privaten Luftfahrt sind demnach zwischen 2019 und 2023 um 46 Prozent gestiegen, was die Notwendigkeit einer Besteuerung des Luxusflugverkehrs unterstreiche. Das deutsche Bundesumwelt- und das Bundesfinanzministerium zeigten sich der Idee einer solchen Abgabe auf Premium-Flüge grundsätzlich offen. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums von Carsten Schneider (SPD) kommentierte, dass jeder, der First Class oder im Privatflieger unterwegs sei, „ohne Probleme darauf eine Abgabe zahlen können“ werde. Dem schloss sich das Finanzministerium von Lars Klingbeil (SPD) an. Allerdings steht diese grundsätzliche Befürwortung im Widerspruch zu einem kürzlich gefassten innenpolitischen Beschluss: Die schwarz-rote Koalition hatte erst in der vergangenen Woche entschieden, die nationale Luftverkehrsteuer zum 1.

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Iberia forciert Expansion in Brasilien mit neuen Zielen

Iberia setzt ihre Strategie fort, die Konnektivität zwischen Europa und Lateinamerika auszubauen, wobei Brasilien im Jahr 2025 der Hauptfokus ist. Die spanische Fluggesellschaft meldete für 2025 einen Kapazitätszuwachs von 27 Prozent auf dem brasilianischen Markt im Vergleich zum Vorjahr, wobei über 591.000 Sitzplätze angeboten wurden. Dieser Expansionskurs wird im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt, in dem Iberia weitere 72.000 zusätzliche Sitzplätze bereitstellen will. Die Pläne wurden von Iberia-Präsident Marco Sansavini im Rahmen der offiziellen Eröffnung des temporären Werbezentrums „Espacio Iberia“ in São Paulo bekannt gegeben. Die Expansion konzentriert sich auf die Aufnahme von zwei neuen, ganzjährigen Routen, womit sich die Zahl der Direktziele in Brasilien auf vier verdoppelt. Der erste Flug nach Recife im Nordosten Brasiliens startet am 13. Dezember, gefolgt von Fortaleza am 19. Januar. Beide Routen werden dreimal wöchentlich bedient und sollen in den ersten sechs Monaten 2026 rund 56.000 Reisende befördern. Damit stärkt Iberia ihre Präsenz über die traditionellen Wirtschaftszentren hinaus. Zusätzlich wird die Route nach Rio de Janeiro, die fünfmal wöchentlich bedient wird, saisonal mit dem Flaggschiff der Langstreckenflotte, dem Airbus A350, beflogen. Insgesamt steigt die Sitzplatzkapazität im ersten Halbjahr 2026 um 72.000 Plätze. Neben São Paulo (zwei tägliche Flüge) und Rio de Janeiro (fünf wöchentliche Flüge) tragen die neuen Destinationen Recife und Fortaleza wesentlich zu diesem Wachstum bei. Die enge Verzahnung mit dem lokalen Markt wird zudem durch Codeshare-Abkommen mit LATAM und Interline-Vereinbarungen mit GOL gewährleistet, die es den Passagieren ermöglichen, insgesamt etwa 50 Inlandsziele zu erreichen. Das „Espacio Iberia“ in São Paulo dient als temporäre

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TAP Air Portugal stärkt Brasilien-Netz mit neuer Verbindung nach Curitiba

TAP Air Portugal erweitert ihre Führungsposition im Luftverkehr zwischen Europa und Brasilien und kündigt eine neue Flugverbindung von Lissabon (LIS) nach Curitiba (CWB) an. Die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Paraná wird ab dem 2. Juli 2026 dreimal wöchentlich angeflogen. Mit der neuen Route steigert TAP ihr Angebot auf insgesamt 14 brasilianische Destinationen, mehr als jede andere europäische Fluggesellschaft. Die Flüge werden an Dienstagen, Donnerstagen und Samstagen im Rahmen einer Dreiecksstrecke bedient: Lissabon – Curitiba – Rio de Janeiro (GIG) – Lissabon. Zum Einsatz kommt ein Airbus A330-200 mit einer Kapazität von 269 Sitzen. Der Gouverneur von Paraná, Ratinho Junior, betonte, dass die Direktverbindung nach Portugal den Tourismus ankurbeln, die Ankunft europäischer Besucher erleichtern und die Geschäftsmöglichkeiten mit Europa erweitern werde. Curitiba, das als Wirtschafts- und Kulturzentrum Südbrasiliens gilt, wird damit zu einem neuen wichtigen Einfallstor für Geschäfts- und Urlaubsreisende aus Europa. Carlos Antunes, TAP-Direktor für Amerika, bekräftigte die große strategische Relevanz Brasiliens für die portugiesische Airline. Mit der Aufnahme Curitibas als 14. Ziel stärke TAP ihr Engagement, brasilianische Städte besser an Europa anzubinden und die historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Nationen zu vertiefen. Die Flüge sollen den Reise- und Handelsverkehr zwischen Südportugal und Südbrasilien spürbar verbessern. Der Ticketverkauf für die neue Route beginnt am 11. November 2025. Die anhaltende Expansion von TAP in Brasilien, das ein wichtiger Markt im Rahmen der Privatisierungspläne der Airline ist, festigt die Rolle der Fluggesellschaft als primäre Luftbrücke zwischen Europa und Südamerika. Trotz des schrittweisen Austauschs der A330-200 Flotte durch modernere Muster wie

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Internationale Nachfrage stützt globalen Luftverkehr: IATA-Zahlen zeigen robustes Wachstum trotz regionaler Schwächen

Die globale Luftfahrtindustrie hat im September 2025 weiterhin ein robustes Wachstum der Passagiernachfrage verzeichnet, wobei der internationale Verkehr als primärer Wachstumsmotor fungierte. Nach den von der International Air Transport Association (IATA) veröffentlichten Daten stieg die Gesamtnachfrage, gemessen in Passagierkilometern (rpk), im Vergleich zum September 2024 um 3,6 Prozent. Das Wachstum der Gesamtkapazität (ask) lag mit 3,7 Prozent leicht darüber. Trotz dieser minimalen Überschreitung der Kapazität blieb der Passagierauslastungsfaktor (plf) mit 83,4 Prozent auf einem bemerkenswert hohen Niveau, sank jedoch leicht um 0,1 Prozentpunkte im Jahresvergleich. Wie IATA-Generaldirektor Willie Walsh betonte, trug die starke internationale Nachfrage zu 90 Prozent zum Gesamtwachstum bei. Die internationale Nachfrage legte um 5,1 Prozent zu, während die Inlandsnachfrage lediglich um 0,9 Prozent wuchs. Walsh wies darauf hin, dass die Fluggesellschaften angesichts der für November prognostizierten Kapazitätsausweitung von drei Prozent für den Rest des Jahres mit weiterem Wachstum rechnen, auch wenn ungelöste Probleme in der globalen Lieferkette weiterhin eine erhebliche Belastung darstellen. Internationale Märkte als Wachstumspfeiler: Asien-Pazifik führt die Erholung an Die regionale Aufschlüsselung der internationalen Passagiermärkte zeigt eine breite Erholung, mit deutlichen regionalen Unterschieden in der Dynamik. Asien-Pazifik: Stärkste Erholung der Auslastung Fluggesellschaften in der Region Asien-Pazifik verzeichneten mit einem Anstieg der Nachfrage um 7,4 Prozent das stärkste Wachstum. Hier war der Kapazitätszuwachs von 6,1 Prozent niedriger als das Nachfragewachstum, was zu einer signifikanten Verbesserung des Auslastungsgrads um 1,0 Prozentpunkte auf 83,3 Prozent führte – die einzige Region mit einer spürbaren Verbesserung der Auslastung. Als Haupttreiber dieses Wachstums identifizierte die IATA den innerasiatischen Reiseverkehr, der um

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Embraer sichert Grossauftrag für E195-E2-Jets von Leasingfirma Truenoord

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer hat einen bedeutenden Verkaufsabschluss für seine Regionaljet-Familie E2 vermeldet. Die spezialisierte niederländische Leasing- und Managementfirma Truenoord hat eine Festbestellung über 20 Flugzeuge des Typs E195-E2 platziert. Nach Angaben des Herstellers beläuft sich der Auftragswert auf 1,8 Milliarden US-Dollar, was umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro entspricht, basierend auf den Listenpreisen. Der Vertrag zwischen Embraer und dem Regionalflugzeug-Leasingexperten Truenoord ist nicht nur eine wichtige Festbestellung, sondern beinhaltet auch Kaufrechte (Optionen) für weitere 30 Maschinen. Quellen deuten darauf hin, dass diese Optionen sowohl für zusätzliche E195-E2 als auch für zehn kleinere E175-E1-Jets gelten. Diese Vereinbarung markiert für Truenoord den ersten Direktauftrag beim brasilianischen Flugzeughersteller und unterstreicht das wachsende Interesse von Leasingfirmen an der neueren Generation von Regionaljets im Segment der 100- bis 150-Sitzer. Der E195-E2 ist das grösste Modell der E2-Familie von Embraer und zielt auf den Markt für Schmalrumpfflugzeuge ab. Mit dieser Bestellung baut Truenoord seine Flotte an Regionaljets weiter aus, welche es an Fluggesellschaften weltweit vermietet, darunter Betreiber in Europa und Nordamerika. Die Investition in die E195-E2 signalisiert Vertrauen in das Marktpotenzial der effizienteren und kapazitätsstärkeren Regionalflugzeuge, die zunehmend ältere Muster in diesem Grössenbereich ersetzen.

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Embraer präsentiert C-390 in Seoul und vertieft Partnerschaft mit Südkorea

Der brasilianische Luftfahrthersteller Embraer beabsichtigt, seine Präsenz auf dem asiatischen Markt zu stärken, indem er vom 20. bis 24. Oktober auf der Seoul ADEX 2025 sein Verteidigungs- und Sicherheitsportfolio vorstellt. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die C-390 Millennium, das militärische Transportflugzeug des Unternehmens. Der Auftritt unterstreicht das Engagement Embraers für die südkoreanische Verteidigungsindustrie, nachdem die Defense Acquisition Program Administration (DAPA) das Flugzeug im Jahr 2023 im Rahmen der Ausschreibung für Large Transport Aircraft (LTA-II) für die Luftwaffe der Republik Korea (ROKAF) ausgewählt hatte. Die Einführung der C-390 in Südkorea schreitet planmäßig voran. Embraer betonte die enge Zusammenarbeit mit DAPA und ROKAF bei diesem Projekt. Die C-390 Millennium wird speziell an die Anforderungen der ROKAF angepasst, wobei ein umfassendes Paket an Dienstleistungen, Ersatzteilen, Bodenausrüstung und Schulungen inbegriffen ist. Ein zentraler Bestandteil des Geschäfts ist das Industrial Cooperation Program. Dieses sieht vor, dass bedeutende Komponenten des Transportflugzeugs von lokalen südkoreanischen Partnern wie ASTG, EMK und Kencoa Aerospace gefertigt werden. Damit soll die industrielle Basis Südkoreas gestärkt und die Luftfahrtbeziehungen zwischen Korea und Brasilien gefestigt werden. Zur weiteren Identifizierung von Kooperationsbereichen fand erst im Vormonat eine Roadshow von Embraer und der Korea Trade-Investment Promotion Agency (KOTRA) in Sacheon und Busan statt. Die Präsenz von Embraer in Südkorea manifestiert sich zudem bereits durch den Betrieb einer Praetor 600 des Flight Inspection Centers seit 2024. Die C-390 Millennium, die weltweit in Konkurrenz zur Lockheed Martin C-130J Super Hercules steht, gewinnt international weiter an Bedeutung. Südkorea war das erste Land in Asien, das sich für das

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Embraer steigert Flugzeug-Auslieferungen im dritten Quartal 2025

Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer hat im dritten Quartal des Jahres 2025 seine Auslieferungszahlen leicht gesteigert und insgesamt 62 Flugzeuge an Kunden übergeben. Dies stellt eine geringfügige Steigerung gegenüber dem zweiten Quartal 2025 mit 61 und dem dritten Quartal 2024 mit 59 ausgelieferten Jets dar. Der Auftragsbestand des Unternehmens erreichte zudem in jüngster Vergangenheit einen Rekordwert. Besonders die Sparte Kommerzieller Luftverkehr verzeichnete eine Zunahme. Hier wurden 20 neue Verkehrsflugzeuge ausgeliefert. Im Vergleich dazu standen im zweiten Quartal 19 und im dritten Quartal des Vorjahres 16 Auslieferungen zu Buche. Mehr als die Hälfte der ausgelieferten Kommerz-Jets (elf Einheiten) entfielen auf den Typ E195-E2, welcher als größtes in Produktion befindliches Flugzeug des Herstellers in diesem Segment gilt. Auch der Geschäftsbereich Executive Jets konnte mit 41 Auslieferungen sein Vorquartalsergebnis (38 Jets) übertreffen und erreichte das Niveau des dritten Quartals 2024 (41 Jets). Hierbei ragte der Phenom 300 heraus, von welchem 20 Einheiten an Kunden übergeben wurden. Der Phenom 300 gilt als schnellster Leichtjet in Produktion und ist seit 13 Jahren in Folge Marktführer in seinem Segment. Im Bereich Verteidigung und Sicherheit wurde im Berichtszeitraum ein Exemplar des KC-390 Millennium ausgeliefert, eines Militärtransportflugzeugs, das für vielfältige Missionen konzipiert ist. Nationen wie Portugal, Ungarn und die Niederlande setzen bereits auf diesen Flugzeugtyp, und auch Österreich sowie die Tschechische Republik haben sich jüngst für die Beschaffung dieses Musters entschieden. Der brasilianische Hersteller Embraer ist der weltweit drittgrößte Flugzeughersteller und größte Exporteur von Gütern mit hohem Mehrwert in Brasilien. Das Unternehmen prognostizierte für das Gesamtjahr 2025 Auslieferungen im

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Iberia eröffnet Pop-up-Store in São Paulo – Brasilien als Wachstumsmarkt

Die spanische Fluggesellschaft Iberia baut ihr Engagement in Brasilien mit der Eröffnung des Pop-up-Stores „Espacio Iberia“ in São Paulo aus. Vom 3. bis zum 30. November 2025 öffnet das Erlebniszentrum seine Türen in der Rua Óscar Freire 777 im exklusiven Viertel Jardims. Die Aktion unterstreicht die strategische Bedeutung Brasiliens für das Langstreckennetz der Airline, die in diesem Jahr ihre höchste Kapazität an Sitzplätzen aller Zeiten in das Land anbietet. Das auf drei Etagen verteilte und über 1.100 Quadratmeter große Gebäude bietet Besuchern die Möglichkeit, das Flugerlebnis der Iberia kennenzulernen. Zu den kostenfreien Attraktionen gehören Flugsimulatoren, die Anprobe historischer Uniformen sowie eine Virtual-Reality-Tour durch die Welt der Luftfahrt. Ein weiteres Hauptthema ist die spanische Gastronomie. Besucher können sich auf Verkostungen, Show-Cooking und Weinproben freuen. Zudem wird es ein umfangreiches Programm an Diskussionsrunden und Vorträgen zu Themen wie Tourismus und Sport geben. São Paulo ist nach Bogotá, Mexiko-Stadt und Buenos Aires das vierte internationale Ziel für den Espacio Iberia. Die Iberia erhöht ihr Angebot auf dem brasilianischen Markt erheblich: Neben den bereits existierenden zwei täglichen Flügen nach São Paulo, wovon einer mit dem Airbus A350 bedient wird, und den vier bis fünf wöchentlichen Flügen nach Rio de Janeiro werden ab Dezember 2025 und Januar 2026 zwei neue Strecken in den Nordosten Brasiliens eröffnet. Diese neuen Verbindungen nach Recife und Fortaleza werden dreimal wöchentlich mit dem neuen Airbus A321XLR bedient.

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