Luftfahrt

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Comeback: Air Baltic fliegt Nicht-EU-Länder wieder an

Air Baltic wird ab dem 28. März sein Flugangebot außerhalb von Europa wieder schrittweise hochfahren.  Denn die inländische Regierung erlaubt das Fliegen außerhalb der EU-Landesgrenzen seit kurzem wieder. Schon am Mittwoch werde die lettische Fluggesellschaft die Strecke Riga-Kiew reaktivieren, so der Carrier. „Für viele Menschen ist das Flugzeug das sicherste Transportmittel“, sagt Martin Gauss, Vorstandsvorsitzender von Air Baltic. Ab dem 28. März plane die Fluglinie zudem, die Flugverbindungen nach Tiflis, Tel Aviv, Moskau, St. Petersburg und Minsk wieder aufzunehmen.

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Wilson: „Ryanair-Kurzstrecke wird sich schnell erholen“

Die Ryanair Group geht davon aus, dass sich das Kurzstreckengeschäft rasch wieder erholen wird. Demnach setzt die Konzernführung im Sommer 2021 verstärkt auf dieses Segment. Auch in Deutschland will man wieder expandieren, kündigte Ryanair-DAC-Chef Eddie Wilson im Rahmen einer Veranstaltung der virtuellen ITB Now an. Viele Worte des Geschäftsführers der irischen Fluggesellschaft erinnern an jene, die Konzernchef Michael O’Leary seit dem Beginn der Corona-Pandemie regelrecht wie ein Leierkasten wiederholt. Mit billigen Preisen werde man die Passagiere zum Reisen animieren. Doch Wilson machte auch eine unterschwellige Ansage an die Flughäfen, denn man wird dort hinfliegen, wo man „gute Konditionen“ geboten bekommt. Dies ruft durchaus in Erinnerung, dass sich die Tochtergesellschaft Laudamotion aus Düsseldorf mit der Begründung zu hoher Kosten zurückgezogen hat. Der Konzern behauptete damals, dass preislich kein Entgegenkommen gewährt wurde. Daher schloss man kurzerhand die Basis und kündigte alle Lauda-Beschäftigten. Viele zogen vor Gericht und zwischenzeitlich sind auch erste Urteile da, die zu Gunsten des Arbeitgebers ausgefallen sind. In Wien stellte Lauda-Europe-Chef David O’Brien mit der Begründung hoher Flughafenkosten ebenfalls Kürzungen in den Raum. Derzeit ist das Reisen auch innerhalb der Europäischen Union durchaus kompliziert, denn der Flickenteppich an Einreise- und Quarantänebestimmungen sowie teilweise geschlossene Grenzen machen es kompliziert. Die deutsche Bundesregierung fährt weiterhin die Taktik das Reisen in der Öffentlichkeit zu stigmatisieren. Dennoch sieht Eddie Wilson Licht am Ende des Tunnels. Die Hoffnung schöpft er aus den voranschreitenden Impfungen gegen Covid-19. Billige Tickets und Boeing 737 Max 200 sollen es richten Mittelfristig will Ryanair auch in Deutschland wieder wachsen.

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Air Astana sieht erste Anzeichen der Luftfahrt-Erholung

Die kasachische Air Astana schrieb im Vorjahr einen Verlust in der Höhe von 94 Millionen U.S.-Dollar und schrieb damit erst zum zweiten Mal in der Firmengeschichte rote Zahlen. Nun sieht der Carrier aber erste Anzeichen für eine Erholung der Branche. Das Ergebnis aus dem Jahr 2020 wurden, bedingt durch die Coronavirus-Pandemie, stark von dem vollständigen oder teilweisen Aussetzen des Flugbetriebs geprägt, was zu einem Kapazitätsminus von 47 Prozent sowie einen Umsatzrückgang von 55 Prozent führte. Die Gesamtzahl der beförderten Passagiere sank um 28 Prozent auf 3,7 Millionen Reisende. „Keine Frage, die Auswirkungen der Pandemie auf den internationalen Reiseverkehr sind verheerend. Air Astana ist jedoch widerstandsfähig. Der innerkasachische Flugverkehr konnte sich seit Mai 2020 stark erholen, und unser Low-Cost-Carrier FlyArystan verzeichnete 2020 sogar ein Passagierwachstum von 110 Prozent. Für Cargo war es ebenfalls ein gutes Jahr: Hier haben wir eine Boeing 767 zu einer reinen Frachtmaschine umgerüstet. Das in Teilen wiederaufgenommene internationale Streckennetz sowie neue touristische Verbindungen haben in den letzten Wochen des Jahres 2020 wieder zu besseren Erträgen und einer erfreulicheren Auslastung geführt. Dieser Trend setzt sich auch 2021 fort, weshalb wir mit einer gewissen Zuversicht in die Zukunft blicken“, so Air-Astana-Chef Peter Foster. Fluggesellschaft setzt auf A321LR Laut Mitteilung des Carriers soll sich das finanzielle Ergebnis, das in den Monaten Jänner und Feber 2021 erzielt wurde, auf dem höchsten Stand seit 2017 befinden. Dies deutet man als erstes Anzeichen für eine mögliche Erholung der gesamten Branche. Einzelheiten zur Anzahl der in den beiden Monaten beförderten Passagiere kommunizierte das Unternehmen

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Brunner: „Grüner Pass“ macht Urlaube möglich

Österreichs Luftfahrt-Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) geht davon aus, dass der von seinem Parteichef Sebastian Kurz (ÖVP) geforderte „Privilegienpass“ Sommerurlaube möglich machen wird. Ähnlich äußerten sich auch Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG. Brunner ist der Ansicht, dass die Luftfahrtbranche ein hartes Jahr 2020 hinter sich habe, denn man erreichte nur 25 Prozent des Aufkommens von 2019. Nun würden Mutationen und weiterhin strenge Einreisebestimmungen „das von Kunden wie Unternehmen bereits lang ersehnte Hochfahren der Branche“ verzögern. „Der Vorschlag von Bundeskanzler Kurz zu einem EU-weiten Grünen Pass ist eine große Chance für einen geregelten und stabilen Flugverkehr im Sommer. Normalerweise planen Viele um diese Zeit ihren Sommerurlaub, dieses Jahr ist von großen Unsicherheiten geprägt. Das belastet die Branche massiv. Für mehr Stabilität und Planungssicherheit braucht es einfache und einheitliche Lösungen – für Passagiere und Unternehmen“, so Magnus Brunner. „Ein Grüner Pass nach dem israelischen Vorbild ist eine tolle Möglichkeit, um ein Stück Normalität zurück zu bekommen. Ein einheitlicher Nachweis über Impfung, negativen Test oder bereits erfolgte Erkrankung erlaubt den Menschen, die für Mobilität im In- und Ausland notwendige Informationen bereitzustellen und Unternehmen, sowie Behörden eine effiziente Prüfung. Durch einen einheitlichen und elektronischen Nachweis, schaffen wir wesentliche Erleichterungen für Wege des alltäglichen Lebens, wie den Gang zum Friseur. Ich appelliere an die Staats- und Regierungschefs den Vorschlag von Bundeskanzler Kurz zu unterstützen und so eine rasche Lösung zu finden, damit die Menschen und die Luftfahrtbranche wieder ein wenig aufatmen können“.

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Neues Tool zeigt nachfragestarke Strecken, die (noch) nicht bedient werden

Skyscanner verspricht Großes: Den Fluggesellschaften wird ein neues Tool präsentiert, mit dem die ungenutzte Nachfrage nach Direkt-Flügen ermittelt werden kann. Das neue Tool habe beispielsweise die Strecken Berlin-Brandenburg nach Cancún, Frankfurt am Main nach Phuket und Düsseldorf nach Bangkok als Routen ohne Anbindung aber mit Potenzial identifiziert. Im Gegensatz zu anderen Datenquellen würde die Lösung vom Techno-Unternehmen handfeste Prognosen erstellen, um neue Nonstop-Flugverbindungen mit bis zu zwölf Monaten Vorlauf aufzunehmen. Aufgrund der Corona-Krise seien die Daten des vergangenen Jahres praktisch irrelevant. „Angesichts der sich abzeichnenden Erholung im Reisemarkt stellen wir noch mehr von unseren konkurrenzlosen Nachfragedaten zur Verfügung, um Partnern in der gesamten Luftfahrtbranche zu helfen, die sich entwickelnde Strecken-Nachfrage der Reisenden zu verstehen. Unser neues Modul „Unserved Routes“ innerhalb von Travel Insight Vision wurde speziell für Fluggesellschaften und Flughäfen entwickelt und ermöglicht es ihnen, die tägliche Marktnachfrage zu prognostizieren und Business Cases für die Wiederaufnahme bestimmter Direktverbindungen oder sogar die Expansion auf neuen Strecken zu erstellen“, so Michael Docherty, Leiter Datenprodukte bei Skyscanner.

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Delta Air Lines: 12 Milliarden Verlust im Corona-Jahr

Die Corona-Krise färbte die Geschäftszahlen US-Airline Delta im abgelaufenen Jahr dunkelrot. Unter dem Strich steht ein Milliardenverlust in der Höhe von fast 10,2 Milliarden Euro.  Ein Jahr zuvor sah die Welt noch ganz anders aus. Damals florierte das Geschäft und die Fluggesellschaft fuhr einen Gewinn von knapp 3,9 Milliarden Euro ein, wie Aero berichtet. Doch die Corona-Krise traf heuer die Luftfahrtbranche mit voller Wucht. Delta-Chef Ed Bastian hofft nun, die Airline mit weiteren milliardenschweren Staatshilfen durch die Krise zu bringen: „Ich bin optimistisch, dass es ein Jahr der Erholung und ein Wendepunkt wird.“ Im vergangenen Jahr brach Deltas Umsatz um fast zwei Drittel auf 17,1 Milliarden Dollar ein. Der Flugverkehr war infolge der Corona-Pandemie zeitweise weitgehend zum Erliegen gekommen. Auch danach blieb die Nachfrage nach Flugtickets auf niedrigem Niveau. Inzwischen schöpft die Konzernspitze wieder Hoffnung. Sie erwartet, dass sich die Nachfrage nach Flugreisen zu Beginn des Jahres zunächst nur ungleichmäßig erholt und die Buchungen eher schwach bleiben. Sobald größere Teile der Bevölkerung geimpft sind, die Büros wieder öffnen und die Zuversicht der Verbraucher wächst, rechnet das Management allerdings mit einem anhaltenden Anziehen der Nachfrage. Bis dahin muss Delta wie andere Fluglinien noch durchhalten. Ende Dezember verfügte Delta den Angaben zufolge noch über 16,7 Milliarden US-Dollar an flüssigen Mitteln. Jeden Tag verliert es 10 bis 15 Millionen Dollar. 

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Rekordjahr für deutsche Schlichtungsstelle

Die deutsche Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) hatte in diesem Jahr so viel zu tun, wie noch nie zuvor. Bis Ende Dezember erwartet die Stelle insgesamt rund 41.000 Anträge von Reisenden. Besonders die kriselnde Luftfahrtbranche machte den Betroffenen zu schaffen. Deswegen geht der Löwenanteil der Beschwerden (84 Prozent) auch auf seine Kappe.  In diesem Jahr überholte die SÖP das bisherige Rekordjahr 2018 um ein knappes Drittel. Die Damals sorgte die Air Berlin-Pleite für Mehrarbeit, Fluggäste mussten sich mit massiven Verspätungen und Flugausfällen herumschlagen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr legte die Beschwerdezahl um sogar fast 60 Prozent zu, wie das Traunsteiner Tagblatt berichtet. Bei rund 13 Prozent der Beschwerden ging es wiederum nicht um den Flugverkehr, sondern um die Bahn. Auch den bundeseigenen Konzern traf die Pandemie, wenn auch nicht so drastisch wie die Fluggesellschaften. Die Züge blieben weitgehend leer, viele Menschen verschoben ihre Fahrten, weil Geschäftsreisen ausfielen oder weil sie Angst hatten, mit vielen Menschen in einem Waggon zu sitzen. Auf andere Verkehrsträger bezog sich den Angaben zufolge nur ein geringer Teil der Beschwerden: Der Fallanteil von Beschwerden zu Fernbussen und dem öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) lag der SÖP zufolge lediglich bei jeweils rund einem Prozent. Insgesamt konnte die Stelle in rund acht von zehn Fällen dafür sorgen, dass die Reisenden mit ihrem Anliegen erfolgreich waren.

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BMK: 9,9 Millionen für nachhaltige Innovation in der Luftfahrt

Die österreichische Luftfahrtforschungs-Community kam diese Woche virtuell zusammen, um über die strategische Ausrichtung von Forschung, Technologie & Innovation in der Luftfahrt zu diskutieren. In Rahmen des virtuellen Forums wurden die neuen Schwerpunkte der Take-Off-Herbstausschreibung von BMK und FFG vorgestellt. Bis 24.02.2021 haben heimische Unternehmen die Möglichkeit, ihre Vorhaben für nachhaltige Innovation in der Luftfahrt einzureichen. Die Ausschreibung ist mit einer Höhe von 9,9 Millionen Euro dotiert und hat nicht zuletzt Emissionsreduktion in der Luftfahrt für ein klimafaires Wachstum zum Ziel.  „Im Regierungsprogramm haben wir uns ein großes Ziel gesetzt: Klimaneutralität 2040. Der Weg zu einer klimafreundlicheren Luftfahrt ist ein klarer Auftrag an Forschung- und Innovation, vor allem aber eine Chance für die heimische Luftfahrt sich mit grünen Technologien neu zu positionieren und eine Vorreiterrolle einzunehmen“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. Die diesjährige Ausschreibung legt das Augenmerk schwerpunktmäßig auf umweltfreundliche und nachhaltige innovative Lösungen, darunter auch an Vorhaben, die das Anwendungspotential von Wasserstoff für die österreichische Luftfahrt erforschen. Ein weiterer Fokus liegt in der automatisierten beziehungsweise autonomen Luftfahrt sowie in Innovationen, die den Faktor Mensch im Gesamtsystem Luftfahrt einbeziehen. „Die Reduktion von Emissionen in der Luftfahrt ist nicht nur vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Umweltschutzes essentiell, sondern hat auch einen wirtschaftlichen Aspekt. Denn bei steigenden Kosten für Treibstoff und Emissionssaustoß ist ein effizienter Klimaschutz auch ein klarer Wettbewerbsfaktor. Neue Antriebsformen und alternative Treibstoffe sind dabei ein zentrales Thema. Großer Hoffnungsträger in diesem Bereich sind alternative Treibstoffe, wie auch erneuerbarer Wasserstoff. Neuste Schätzungen gehen davon aus, dass Wasserstoff die Klimaauswirkungen eines Fluges um

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LCY: Mehr als ein Drittel der Mitarbeiter sollen gehen

Der Luftfahrtsektor ist angeschlagen. Entlassungen stehen in Zeiten von Corona an der Tagesordnung. So auch am London City Airport: Mehr als ein Drittel der Arbeitsverträge sollen aufgelöst werden. Das könnte das Aus für bis zu 239 Arbeitsplätze heißen. Diese Menschen müssen gehen, damit andere bleiben können – damit der Flughafen überhaupt durch die Krise kommt. Denn die Passagierzahlen sanken in der Lockdown-Phase wie nie zuvor. Wie das Nachrichtenportal „The Guardian“ berichtet, werden nach der Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs Ende Juni nur noch 17 Strecken am eigentlich verkehrsreichen Flughafen bedient. „Der Luftverkehrssektor befindet sich in der größten Krise der Geschichte. Wir haben uns so lange wie möglich zurückgehalten und versucht, möglichst alle Mitarbeiter an Bord zu halten. Aber leider sind auch wir nicht immun gegen die verheerenden Auswirkungen dieses Virus“, so Vorstandsvorsitzender Robert Sinclair.

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Luftfahrt: Kreditversicherer rechnet mit langem Leiden

Der Kreditversicherer Coface rechnet damit, dass sich die gesamte Transportbranche inklusive Luftfahrt nicht vor dem Jahr 2022 von den Folgen der Corona-Pandemie erholen wird. „Wir rechnen mit einem ‚langen Leiden‘ für die gesamte Luftfahrtbranche. Derzeit gibt es keinerlei Anhaltspunkte für eine rasche Erholung des Transportsektors“, erläutert Declan Daly, Regional CEO für Zentral- und Osteuropa bei Coface. „Sollte es zu einer zweiten Pandemiewelle in diesem Jahr kommen, wäre der Umsatz im 4. Quartal 2020 sogar um 57 Prozent und im 4. Quartal 2021 um 27 Prozent niedriger als Ende 2019“. Von den 13 Sektoren, für die Coface sektorale Risikobewertungen veröffentlicht, ist der Luftverkehr am stärksten betroffen: Der Umsatz dürfte im Basisszenario um 51 Prozent und im Falle einer zweiten COVID-19-Welle bis Ende 2020 um 57 Prozent zurückgehen. Der Einbruch des Reiseverkehrs führte auch zu einem starken Rückgang der Luftfrachtkapazität, da der Großteil der Fracht von Passagierflugzeugen mitbefördert wird. Der Schlüssel für eine positive Entwicklung könnte, so die Coface-Experten, in Innovationen liegen. „Auf lange Sicht werden Nachhaltigkeit und Umweltschutz die bestimmenden Herausforderungen für den Verkehrssektor und hier insbesonders für die Luftfahrt bleiben. Es wird Innovationen brauchen, die einen weniger umweltbelastenden Verkehr ermöglichen“, so Daly mit einem Ausblick.

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