
Japan Airlines testet Biodiesel aus Reiskleie-Nebenprodukten
Die japanische Luftfahrtgesellschaft Japan Airlines hat am Flughafen Yamagata ein innovatives Demonstrationsprojekt gestartet, das die Nutzung von neuartigem Biodiesel im Flughafenbetrieb untersucht. Seit dem 28. Mai 2026 wird ein spezieller Kraftstoff, der aus Nebenprodukten der Reiskleieöl-Produktion gewonnen wird, für den Antrieb eines Gepäckschleppers eingesetzt. Dieses Fahrzeug ist für den Transport von Fracht- und Gepäckcontainern auf dem Rollfeld verantwortlich und dient als Testobjekt für die Belastbarkeit des alternativen Kraftstoffs unter realen Einsatzbedingungen. Das Projekt, das in enger Kooperation mit der Wissenschaft und der Industrie durchgeführt wird, soll bis Ende Mai 2027 laufen und wertvolle Erkenntnisse über die technische Zuverlässigkeit und die logistische Handhabung dieses spezifischen Biotreibstoffs liefern. Es handelt sich dabei um den weltweit ersten Einsatz eines Biodiesels an einem Flughafen, der mittels des sogenannten Ionenaustauschharz-Verfahrens hergestellt wurde. Innovative Verfahrenstechnik aus der akademischen Forschung Der im Projekt verwendete Kraftstoff basiert auf Reiskleie-Fettsäuren. Dabei handelt es sich um ein nicht essbares Nebenprodukt, das bei der Raffinierung von Reiskleieöl anfällt. Die Herstellung erfolgt durch das Unternehmen Boso Oil and Fat, welches zur Showa Sangyo Gruppe gehört. Die technische Besonderheit liegt in der Anwendung des Ionenaustauschharz-Verfahrens, einer Technologie, die an der renommierten Tohoku-Universität entwickelt wurde. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden der Biodiesel-Produktion ermöglicht dieses Verfahren eine effizientere Umwandlung von Fettsäuren in Treibstoff, wobei auch Rohstoffe genutzt werden können, die für die Lebensmittelproduktion ungeeignet sind. Die Beteiligung der Tohoku-Universität unterstreicht den wissenschaftlichen Anspruch des Vorhabens. Forscher der Universität begleiten die Testphase intensiv, um die chemische Stabilität des Kraftstoffs sowie dessen Auswirkungen auf die Motorenkomponenten des








