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Fluggastrechte-Verordnung: Airlines haften auch für fremdes Verhalten

Ausgleichsleistung steht auch dann zu, wenn sich der vom Fluggast beauftragte Reisevermittler als dieser ausgibt und in der Folge erhaltene Infos nicht an diesen weiterleitet. Ob die betroffene Airline wusste, dass nicht der Fluggast sondern ein beauftragtes Reiseunternehmen hinter der Buchung steckt, ist für die Haftung nicht von Bedeutung. Ein Passagier bucht über einen Online-Reisevermittler einen Flug. Da die betreffende Fluglinie mit dem Reisevermittler nicht zusammenarbeitet bzw. Buchungen von diesem sogar verhindert, gibt sich der Reisevermittler bei der Online-Buchung einfach als Passagier aus, bucht mit dessen Namen und hinterlegt eine automatisch generierte E-Mail-Adresse. Der betreffende Flug wird in der Folge annulliert. Das Luftfahrtunternehmen verständigt daraufhin umgehend den Passagier unter der hinterlegten E-Mail-Adresse. Oder besser gesagt, es glaubt, ihn zu verständigen. Denn tatsächlich hat nur der Reisevermittler Zugriff auf die genannte E-Mail-Adresse und leitet die Annullierungsinfo in der Folge nicht weiter. Die Airline glaubt hingegen, den Passagier verständigt zu haben und weiß von der Involvierung des Reisevermittlers gar nichts. Der Passagier macht daraufhin Ausgleichsansprüche geltend. Er habe erst beim Online-Checkin erfahren, dass der Flug annulliert wurde und sei damit nicht mindestens zwei Wochen vor Abflug unterrichtet worden.  EuGH macht Haftung für fremdes Verhalten möglich Das Amtsgericht Geldern in Deutschland wies die Klage des Passagiers zunächst ab. Die Fluglinie habe mit der Übermittlung der Verständigung an die hinterlegte E-Mail-Adresse seine Informationspflicht fristgerecht erfüllt. Das Berufungsgericht setzte das Verfahren in der Folge aus und legte die Angelegenheit dem Europäischen Gerichtshof vor. Dieser beurteilte die Lage anders: Es käme einzig und alleine darauf an,

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Ryanair könnte Wizz Air in Sarajevo ersetzen

Der Billigflieger Wizz Air macht die erst im Vorjahr eröffnete Basis Sarajevo mit Anfang November 2022 dicht, mit Ausnahme der Verbindungen nach Abu Dhabi und London-Luton wird man alle anderen Strecken einstellen. Ryanair wittert seine Chance und befindet sich Medienberichten zufolge in Gesprächen mit dem Flughafen. Mit der Ankündigung, fast alle Flüge von und nach SJJ einzustellen, schaffte Wizz Air jüngst eine Marktlücke, die ausgerechnet von einem direkten Konkurrenten ausgenützt werden könnte. Dabei steht der Airport nicht erst seit dem Rückzug des ungarischen Billig-Fliegers in Gesprächen mit Ryanair: Nachdem Wizz Air im August zum ersten Mal über eine Reduzierung ihres Flugplans nach Sarajevo gesprochen hatte, nahm der Flughafen erste Gespräche mit Ryanair auf, um die wenigen Flüge, die eingestellt werden sollten, durch zusätzliche zu ersetzen. Die jüngste Ankündigung, 17 der 19 Strecken einzustellen, hat den Flughafen jedoch dazu veranlasst, sich noch stärker für die Eröffnung einer Basis von Ryanair einzusetzen. Ryanair führt bereits einige Flüge nach Bosnien und Herzegowina durch und ist damit ein geeigneter Kandidat, um den Platz des Konkurrenten einzunehmen. Vor vier Jahren ist die Fluglinie mit Flügen nach Banja Luka in den bosnischen Markt eingetreten und bedient von dort aus mittlerweile sieben Städte. Mit der Aufnahme von Berlin Ende des Monats wird das Flugangebot auf acht Städte anwachsen. Darüber hinaus werde die Fluggesellschaft im November Flüge nach Tuzla aufnehmen, mit Verbindungen ab Wien, Stockholm und Memmingen, wie das Online-Portal Ex-Yu-Aviation berichtet. Mit dem Weggang von Wizz Air verliert der Flughafen Sarajevo sämtliche Flugverbindungen nach Belgien, den Niederlanden,

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Emirates baut Flugangebot nach Südafrika aus

Emirates bedient Johannesburg mit drei täglichen Flügen, nach Kapstadt wird ein weiterer täglicher Flug aufgenommen und Durban wird ab dem 1. Dezember täglich angeflogen. Ab dem 1. März 2023 wird die Golfairline ihr Angebot von und nach Johannesburg auf drei tägliche Flüge erhöhen. Kapstadt wird ab dem 1. Februar 2023 mit zwei täglichen Flügen bedient. Emirates wird außerdem zwei weitere Flüge nach Durban aufnehmen und ab dem 1. Dezember 2022 die Verbindung täglich anbieten. Mit der Aufnahme der neuen Flüge zwischen Dubai und den drei Flughäfen in Südafrika erhöhe sich das Flugangebot auf 42 wöchentliche Verbindungen, so der Carrier. Der Emirates-Flug EK 767 von Dubai nach Johannesburg wird mit einer Boeing 777 durchgeführt und ergänzt die zwei täglichen Flüge mit dem A380. Der Flug geht von 23:25 Uhr bis 5:35 Uhr von Dubai nach Johannesburg und zurück zwischen 22:20 Uhr und 8:20 Uhr. Die zweite tägliche Verbindung von Emirates nach Kapstadt startet um 9:10 Uhr in Dubai und landet um 16:45 Uhr. Zurück fliegt Emirates um 13:25 Uhr und erreicht Dubai um 1:10 Uhr. Mit den zwei täglichen Verbindungen nach Kapstadt stellt die Fluggesellschaft ihren Flugplan aus der Zeit vor der Pandemie wieder her.

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Air Baltic verzeichnet Passagierplus im September 2022

Im diesjährigen September beförderte die lettische Fluggesellschaft 338.100 Passagiere auf insgesamt 3.420 Flügen. Das sind um 45 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Damals begrüßte der Carrier noch rund 232.900 Fluggäste an Bord. „Obwohl die durchschnittliche Zahl der beförderten Passagiere im Herbst tendenziell abnimmt, beobachten wir in diesem Jahr dennoch positive Trends, die die wachsende Nachfrage nach unseren Dienstleistungen durchweg bestätigen. Wir leben derzeit in einer günstigen Situation, in der die Pandemie die Reisemöglichkeiten nicht einschränkt“, so Airline-Chef Martin Gauss.

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Flughafen Wien lädt zum offenen Bewerbertag ein

Am 19. Oktober 2022 geht am Flughafen Wien im Airport City Space erstmals ein offener Bewerbertag über die Bühne. Gesucht werden unter anderem Passenger Handling Agents, Sicherheitspersonal und Airport Service Agents. Interessierte können sich über freie Stellen informieren und sich an Ort und Stelle gleich bewerben. Daher ist es sinnvoll, wenn Jobsuchende gleich ihre Unterlagen mitnehmen. Laut einer Medienerklärung der Flughafen Wien AG soll es auch möglich sein, dass man sich gleich auf eine Beschäftigung einigen kann und mit einer Einstellungszusage noch am selben Tag nach Hause gehen kann. Der Flughafen Wien ist wie eine kleine Stadt und beschäftigt Menschen in über 200 Berufsbildern, von KFZ-Technikern über IT-Experten bis zu Ground Handling- und Sicherheitspersonal, Fachkräfte im technischen Bereich und viele weitere Berufe. Derzeit arbeiten am Airport rund 5.000 Menschen aus über 50 Nationen. Nach zwei pandemiebedingten Krisenjahren zieht das Passagieraufkommen wieder an und dafür stellt auch der Flughafen Wien wieder neues Personal ein. Offene Stellen gibt es aktuell vor allem in den betrieblichen Bereichen, wie bei der Passagier- und Gepäcksabfertigung, beim Sicherheitspersonal und im Terminaldienst. Auf der Website https://karriere.viennaairport.com/airport-job-day-2022 können Interessierte schon vorab mit einem Fragebogen den optimalen Job herausfinden. Wer sich gleich anmeldet, kann beim Airport Job Day entweder kostenlos parken oder mit dem City Airport Train anreisen. Der Termin auf einen Blick: Wann: 19. Oktober 2022, 15.00 – 18.00 UhrWo: AirportCity Space am Flughafen Wien

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Austrian Airlines hat Feuerwehrmänner in Hannover sitzengelassen

Für 14 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Langenzersdorf hatte Austrian Airlines im Juni 2022 nach der Teilnahme an einer Messe in Hannover eine besondere Überraschung auf Lager: Der Rückflug nach Wien wurde gestrichen und um eine Ersatzbeförderung kümmerte sich der Carrier nicht. Auch vor Entschädigungen wollte man sich zunächst drücken. Die Reisegruppe organisierte sich schließlich auf eigene Faust Bahnfahrkarten und trat eine über neunstündige Zugfahrt an. Bei der Geltendmachung der Mehrkosten sowie dem gesetzlichen Anspruch auf Ausgleichsleistung in der Höhe von 250 Euro pro Person stießen die Florianis gleich auf die nächste Hürde. Nachdem man sich mit den Austrian Airlines nicht auf eine Entschädigung einigen konnte, wandte sich der Feuerwehrkommandant an die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte. Die kosten- und provisionsfreie Schlichtungsstelle stellte einen Anspruch der FF-Langenzersdorf von 3.500 Euro aufgrund der EU-Fahrgastrechtsverordnung fest. „Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Fall eine gütliche Einigung zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Langenzersdorf und den Austrian Airlines erreichen konnten. Bei Flugannullierungen hat man grundsätzlich die Möglichkeit einer Erstattung des Ticketpreises oder einer alternativen Beförderung zum Zielflughafen zu vergleichbaren Bedingungen. Wenn keine solche Beförderung proaktiv angeboten wird, kann man sich selbst um eine Weiterreise kümmern. In diesem Fall empfiehlt die APF vor dem Kauf von alternativen Tickets unbedingt mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten und alle Rechnungen aufzubewahren. Die FF-Langenzersdorf hat in dieser Hinsicht vorbildlich agiert!“, so Maria-Theresia Röhsler, Geschäftsführerin der APF. „Es war schon sehr unangenehm, dass wir statt dem geplanten Rückflug eine fast 9-stündige Zugfahrt antreten mussten. Ich bin aber sehr

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LOT bekommt sechs weitere Boeing 737 MAX

LOT Polish Airlines übernimmt kurzfristig sechs Flugzeuge vom Typ Boeing 737 MAX 8 und verstärkt damit die Flotte für Kurz- und Mittelstreckenflüge. Die Indienststellung erfolgt schon in diesem Monat, wobei ein Flugzeug direkt von der Fabrik in Seattle ausgeliefert wird. Die kurzfristige Übernahme wurde möglich, weil die rumänische Airline Blue Air den Flugbetrieb eingestellt hat, wie die Airline in einer Aussendung mitteilt. LOT Polish Airlines erhält die Maschinen als operatives Leasing von der in den USA beheimateten Air Lease Corporation (ALC). Zwischen den beiden Partnern bestehen bereits Leasingverträge über fünf Boeing 737 MAX 8 und einen Dreamliner.  Erste zusätzliche 737 MAX 8 geht bereits Mitte des Monats in den Linienbetrieb Die polnische Fluggesellschaft wird die zusätzlichen Boeing 737 MAX 8 vornehmlich ab Warschau auf stark nachgefragten Kurz- und Mittelstrecken innerhalb Europas einsetzen. Die erste Maschine wird bereits Mitte des Monats in den Linienbetrieb integriert. Mit der Indienststellung der sechs zusätzlichen Flugzeuge wächst bei LOT Polish Airlines die Flotte der B737 MAX 8 auf insgesamt elf Jets. Das Flugzeug ist mit zwei CFM LEAP-1B Triebwerken der neuesten Generation ausgestattet und besitzt eine Reichweite von bis zu 5.750 Kilometern – 2.250 Kilometer mehr als die B737-400. Ihr Treibstoffverbrauch ist um 15 Prozent geringer als bei der B737-800 NG. Jede der sechs B737 MAX 8 verfügt über 189 Sitze, die alle mit USB-Anschlüssen ausgestattet sind. Die Kabine wurde nach dem Vorbild der Dreamliner mit dem Boeing Sky Interior gestaltet. So stehen den Fluggästen neue, ergonomisch geformte Fächer für die Gepäckablage zur Verfügung, während

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Wien: Ryanair legt Palma-Zusatzflug am 1. November 2022 auf

Die Fluggesellschaft Ryanair legt aufgrund hoher Nachfrage am 1. November 2022 ein zusätzliches Kurspaar zwischen Wien und Palma de Mallorca auf. Hintergrund ist auch, dass der planmäßige Flug FR489 (Palma-Wien) bereits ausgebucht ist. Die Sonderflüge werden als FR9460 (Wien-Palma) bzw. FR9461 (Palma-Wien) mit in Österreich stationiertem Airbus A320 von Lauda Europe durchgeführt. Der Hinflug verlässt die Hauptstadt gegen 15 Uhr 15 und wird Mallorca um 17 Uhr 40 erreichen. Der Airbus A320 von Lauda Europe wird in Palma gegen 18 Uhr 15 abheben und Wien um 20 Uhr 45 erreichen. Derzeit zeigt sich preislich ein durchaus kurioses Bild: Der Hinflug FR9460 war am Nachmittag des 7. Oktober 2022 zum Preis von 16,99 Euro im Verkauf. Für den Rückflug FR9461 wurden 186,99 Euro verlangt. Dieser Umstand dürfte daran liegen, dass am 1. November 2022 in Österreich ein Feiertrag ist und dieser auch als Rückreisetag genutzt wird. Die Folge daraus ist, dass in Richtung Palma die Nachfrage deutlich niedriger ist als in Richtung Wien.

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Österreich ins Leitungsorgan der ICAO gewählt

Nach rund 15 Jahren „Abwesenheit“ ist Österreich wieder im Leitungsgremium der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO vertreten. Die Generalversammlung wählte Christian Schleifer mit deutlicher Mehrheit in den Rat. Schleifer ist österreichischer Vertreter bei der ICAO und verfügt über langjährige Erfahrung im Luftfahrtbereich und wurde als Kandidat der Abis Gruppe (Belgien, Irland, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Schweiz) nominiert. Als Spezialorganisation der Vereinten Nationen (UN) ist die ICAO für die Grundlagen und Weiterentwicklung der Internationalen Zivilluftfahrt zuständig.  Österreich hatte zuletzt vor 15 Jahren einen Sitz im Leitungsgremium der ICAO. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Generalversammlung den Vertreter der Russischen Föderation aus dem Verwaltungsrat „abgewählt“ hat. Russland konnte nicht ausreichend Stimmen für die Wiederwahl in den ICAO-Rat bekommen. Die ICAO, der 193 Staaten angehören, gilt als einer der wichtigsten Akteure der globalen Luftfahrt. Bei der Wahl am ersten Oktober wurde Österreich nach 15 Jahren wieder in den Rat der Organisation gewählt und stellt bis 2025 eines der insgesamt 36 Mitglieder. Damit hat Österreich direkten Einfluss darauf, dass Sicherheit, Umwelt und neue Technologien ganz oben auf der Tagesordnung bleiben. Insbesondere Umweltthemen werden in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt darstellen.

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Easyjet stellt Berlin-Innsbruck ein

Der Billigflieger Easyjet wird entgegen vormaliger Ankündigungen die Nonstop-Strecke zwischen Berlin und Innsbruck nicht reaktivieren. Der Verkauf von Flugscheinen für den Sommerflugplan 2023 wurde bereits eingestellt. Damit wird man im Sommer 2023 nicht von Berlin aus in Tirol präsent sein. Der Lowcoster reduziert die Präsenz auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg deutlich. Im Sommer 2023 wird man dem aktuellen Stand der Dinge nach nebst Innsbruck auch die Ziele Athen, Bastia, Cagliari, Kefalonia, Köln/Bonn, Göteborg, Helsinki, Mykonos, Santorin, Mailand-Malpensa, Marseille, La Palma, Lamezia Terme und Marrakesch nicht mehr anbieten. Man wird ab dem BER mit elf stationierten Flugzeugen tätig sein. Weiters werden zahlreiche Umläufe „out of Base“ bedient. Die österreichischen Ziele Wien und Innsbruck werden gestrichen. Derzeit gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass eine Wiederaufnahme der beiden Routen in absehbarer Zukunft erfolgen könnte. Easyjet wird im Sommerflugplan 2023 dem heutigen Informationsstand nach von Berlin aus weder in Wien noch in Innsbruck präsent sein. Während der Winterflugplanperiode 2022/23 wird Austrian Airlines einzelne Umläufe zwischen Berlin und Innsbruck durchführen.

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