Ryanair

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London-Stansted erlebt Rekordsommer

Der internationale Flughafen London-Stansted (STN) hat im Juli 2025 einen historischen Meilenstein erreicht. Angetrieben durch den Beginn der Sommerferien in Großbritannien, verzeichnete der Flughafen mit 2,92 Millionen Passagieren seinen verkehrsreichsten Juli seit seiner Eröffnung als ziviler Flughafen im Jahre 1966. Die Passagierzahl übertraf den bisherigen Rekord aus dem Juli 2024 um 0,9 Prozent. Diese herausragenden Zahlen sind das Resultat einer hohen Reisenachfrage sowie der Hinzunahme neuer Fluggesellschaften und Flugverbindungen. Der Flughafen, der sich auf den Höhepunkt der geschäftigsten Sommersaison seiner Geschichte vorbereitet, demonstriert eine bemerkenswerte Erholung des Luftverkehrs nach den Turbulenzen der letzten Jahre. Rekordmonat und Rekordtag: Die Zahlen im Detail Der Juli 2025 markiert einen absoluten Spitzenmonat für London-Stansted. Die Gesamtzahl von über 2,92 Millionen Passagieren ist nicht nur ein neuer Rekord für den Monat, sondern trägt auch dazu bei, daß der Flughafen in den letzten zwölf Monaten insgesamt 29,97 Millionen Passagiere abgefertigt hat. Dies entspricht einer Steigerung von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Einen weiteren Rekord verzeichnete der Flughafen am 27. Juli 2025, dem geschäftigsten Tag aller Zeiten für abreisende Passagiere. An diesem Tag passierten mehr als 53.000 Reisende das Terminal, um in ihren Urlaub zu starten. Die Gesamtzahl der Passagiere, die an diesem Tag den Flughafen nutzten, erreichte mit 102.000 Reisenden einen neuen Höchstwert. Diese Zahlen unterstreichen die enorme Bedeutung des Flughafens für den Urlaubsverkehr in Großbritannien. Nach Angaben des Betreibers MAG (Manchester Airport Group) waren Spanien, Italien und die Türkei die beliebtesten Reiseziele im Juli. Die Top-3-Destinationen waren Palma de Mallorca (PMI), Dublin (DUB) und

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Gewerkschaft UGT kündigt Streiks des Bodenpersonals an spanischen Flughäfen an

In Spanien droht in den kommenden Monaten eine Welle von Streiks des Bodenpersonals. Die Gewerkschaft UGT hat Arbeitsniederlegungen bei den Dienstleistern Azul Handling und Menzies Aviation Ibérica angekündigt. Die Streiks von Azul Handling, dem Abfertiger von Ryanair, sollen von Mitte August bis zum Jahresende an 27 Flughäfen in Spanien stattfinden. Menzies-Mitarbeiter sind für den 16., 17., 23., 24., 30. und 31. August zu landesweiten 24-stündigen Streiks aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen bei Azul Handling sind an allen spanischen Basen und Arbeitsplätzen geplant. Die Streiks sollen in drei täglichen Zeitfenstern stattfinden und betreffen große Flughäfen wie Madrid, Barcelona, Málaga, Alicante und Palma. Die Gewerkschaft UGT wirft Azul Handling die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, Mißbrauch bei Zusatzstunden und ungerechtfertigte Sanktionen vor. Dies ist nicht der erste Konflikt zwischen der Gewerkschaft und dem Abfertiger, bereits in der Vergangenheit gab es Auseinandersetzungen über die Arbeitsbedingungen. Der zweite Konflikt betrifft Menzies Aviation Ibérica, dessen Personal für zahlreiche Fluggesellschaften wie Emirates, British Airways, American Airlines, Easyjet, Turkish Airlines und Wizz Air tätig ist. Die UGT begründet die Streikaufrufe mit schweren Verstößen gegen Tarifverträge, wie ausstehenden Gehaltszahlungen, fehlerhaften Dienstplänen und einer zu geringen Personaldecke. Die angekündigten Streiks fallen in die Hauptreisezeit und könnten an vielen Flughäfen zu erheblichen Störungen und Verspätungen führen, da das Bodenpersonal für die Gepäckabfertigung, das Catering und andere Dienstleistungen am Boden verantwortlich ist. Die Streiks in Spanien reihen sich in eine Serie von Arbeitskämpfen ein, die in der europäischen Luftfahrtbranche in den letzten Jahren immer wieder aufgetreten sind. Die Fluggesellschaften und Abfertiger stehen unter dem Druck

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Verbraucherschützer fordern kostenfreien Kabinenkoffer, Airlines wehren sich

Die Auseinandersetzung um die Mitnahme von Handgepäck im Flugzeug hat eine neue Dimension erreicht. Verbraucherschutzverbände aus ganz Europa, angeführt vom deutschen Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv), ziehen vor Gericht, um Fluggesellschaften zu zwingen, ihren Passagieren mehr kostenfreien Platz für ihr Handgepäck in der Kabine zu gewähren. Die Airlines, allen voran die Billigfluggesellschaften, beharren jedoch auf ihren restriktiven Regelungen und argumentieren mit der Effizienz des Betriebs und der Freiheit, Tarife nach dem Baukastenprinzip zu gestalten. Im Kern geht es um die Auslegung von EU-Vorschriften und die Frage, was als „angemessenes Handgepäck“ gilt. Die Airlines nutzen den Platz über den Sitzen zunehmend als Einnahmequelle, während Verbraucherverbände dies als „Kostenfalle“ für ahnungslose Reisende anprangern. „Kostenfalle“ Handgepäck: Die rechtliche Auseinandersetzung Der vzbv hat gemeinsam mit europäischen Partnern eine Offensive gegen die Handgepäckpolitik der Fluggesellschaften gestartet. Die Verbraucherschützer argumentieren, daß die derzeitigen Regelungen, bei denen oft nur eine kleine Tasche kostenfrei mitgenommen werden darf, nicht den Erwartungen und Bedürfnissen der Reisenden entsprechen. Ramona Pop, Vorständin des vzbv, spricht von „Kostenfallen“, die insbesondere Passagiere treffen, die erst am Flugsteig bemerken, daß ihr Gepäck zu groß ist, und dann teure Aufpreise zahlen müssen. Die EU-Gesetzgebung bleibt bei der Definition von „angemessenem Handgepäck“ vage, und genau diese Unbestimmtheit machen sich die Airlines zunutze. Der vzbv fordert, daß neben einer kleinen persönlichen Tasche auch ein Rollkoffer mit den empfohlenen Maßen des Airline-Weltverbands IATA (bspw. 55x40x20 cm, was einer Außenlänge von 115 cm entspricht) kostenfrei in die Kabine mitgenommen werden darf. Rollkoffer in dieser Größe werden seit Jahren als Handgepäck verkauft,

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Ryanair kritisiert Flugsicherung in Deutschland

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat den deutschen Verkehrsminister Schnieder aufgefordert, Maßnahmen zur Behebung des Personalmangels bei der deutschen Flugsicherung zu ergreifen. Nach Angaben der Airline kam es im Jahr 2025 bis zum 4. August bei fast 11.300 Flügen zu Verspätungen. Mehr als zwei Millionen Passagiere von Ryanair seien demnach von den Störungen betroffen gewesen. Ryanair kritisiert, daß mangelhaftes Management und fehlendes Personal bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) die Hauptursache für die Verzögerungen seien. Die Fluggesellschaft kämpft seit langem auf EU-Ebene für eine Reform, die eine vollständige Personalbesetzung der Flugsicherungsdienste gewährleisten soll. Die Forderung wird von anderen Fluggesellschaften und Branchenverbänden geteilt, die ebenfalls unter den Verspätungen leiden. Die Fluggesellschaft rief ihre Passagiere dazu auf, sich auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite zu engagieren. Dort sollen sie die nationalen Verkehrsminister und die EU-Kommission auffordern, die Flugsicherungsdienste ausreichend zu besetzen. Die Airline hofft, dadurch einen Großteil der Verspätungen, die durch die Flugsicherung verursacht werden, beseitigen zu können. Ein ähnliches Vorgehen hatte Ryanair bereits in Frankreich bei den wiederholten Streiks der Fluglotsen unternommen. Die Kritik von Ryanair ist nicht neu. Die DFS hat in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit dem Personalstand, insbesondere in den Kontrollzentren, zugegeben. Im Jahr 2023 warnte die DFS vor Engpässen, die auch zu Einschränkungen bei der Flugverkehrsführung führen könnten. Die europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) fordert ebenfalls eine bessere Koordinierung der Flugsicherungsdienste in der EU, um die Pünktlichkeit zu verbessern.

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Vorfälle an Bord: Rauchender Passagier löst Polizeieinsatz am Flughafen Edinburgh aus

Ein rücksichtsloser Passagier hat am Flughafen Edinburgh (EDI) für Aufregung und eine erhebliche Flugverspätung gesorgt. Kurz vor dem Abflug eines Ryanair-Fluges nach Alicante wurde der Mann von der Crew dabei erwischt, wie er in einer Flugzeugtoilette eine E-Zigarette benutzte. Der Verstoß gegen die strengen Sicherheitsbestimmungen löste den Rauchmelder aus und führte dazu, daß der Mann von sechs Polizisten von Bord gebracht und verhaftet wurde. Der Vorfall, der sich am 3. Juli 2025 ereignete, hatte eine Verzögerung von anderthalb Stunden zur Folge. Er reiht sich in eine Reihe ähnlicher Vorfälle ein, die zeigen, wie unbelehrbare Passagiere den Flugbetrieb stören und die Sicherheit an Bord gefährden. Ein riskanter Dampfstoß: Der Vorfall in Edinburgh Der Flug, eine Boeing 737 Max 8, sollte um 07:05 Uhr vom schottischen Flughafen Edinburgh nach Alicante in Spanien abheben. Doch kurz vor dem Start wurde die Crew auf den Passagier aufmerksam, der es sich in einer der Toiletten des Flugzeugs bequem gemacht hatte, um eine E-Zigarette zu rauchen. Obwohl Vaping im Flugzeug offiziell nicht als Brandgefahr wie herkömmliche Zigaretten eingestuft wird, ist das Benutzen von E-Zigaretten an Bord, insbesondere in den Toiletten, strikt verboten. Der Grund dafür ist, daß der Dampf die Rauchmelder auslösen kann, was in der Tat auch geschah. Die Auslösung des Melders führt zu einem Sicherheitsalarm, der in der Regel die sofortige Alarmierung der Rettungsdienste zur Folge hat. Als der Passagier ertappt wurde, eskalierte die Situation. Ein Zeuge, Tristan James Walker, berichtete der „New York Post“, daß der Mann „sehr ruhig war, nicht stritt oder

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Ryanair meldet neuen Passagierrekord im Juli 2025

Der irische Billigflieger Ryanair hat im Juli 2025 einen neuen monatlichen Passagierrekord verzeichnet. Die Fluggesellschaft beförderte 20,7 Millionen Fluggäste, was einem Zuwachs von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht, als 20,2 Millionen Passagiere gezählt wurden. Trotz dieser Steigerung mußte das Unternehmen im Juli 680 Flüge streichen. Die Ursache für die Flugausfälle waren nach Angaben des Unternehmens vor allem die anhaltenden Streiks der französischen Flugsicherung. Trotz der Beeinträchtigungen durch die Streiks konnte Ryanair eine starke Auslastung von 96 Prozent der Flüge aufrechterhalten. Die Fluggesellschaft führte im Berichtsmonat insgesamt über 113.000 Flüge durch. Ryanair hat in der Vergangenheit immer wieder scharfe Kritik an den Streiks der Flugsicherung in Frankreich geäußert. Der Konzern fordert seit langem eine stärkere Regulierung, um die Auswirkungen von Arbeitsniederlegungen auf den Flugverkehr zu minimieren. Auf Jahressicht, im Zeitraum der letzten zwölf Monate, beförderte Ryanair insgesamt 203,1 Millionen Passagiere, was einer Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Auslastung blieb über diesen Zeitraum stabil bei 94 Prozent. Der Passagierzuwachs ist ein Indiz für die anhaltend hohe Nachfrage nach Billigflügen. Ryanair hat in den letzten Jahren seine Flotte kontinuierlich modernisiert und erweitert, um die steigende Nachfrage bedienen zu können. Die Bilanz von Ryanair zeigt, daß sich die Fluggesellschaft erfolgreich von den Einschränkungen der vergangenen Jahre erholt hat und ihre Position als führender Billigflieger in Europa festigt. Die Zahlen aus dem Juli spiegeln den allgemeinen Trend im europäischen Luftverkehr wider, der von einer starken Erholung und einem Wachstum des Passagieraufkommens geprägt ist.

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Ryanair kritisiert österreichische Flugsicherung wegen Verspätungen

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat die österreichische Flugsicherung für Flugverspätungen verantwortlich gemacht und Verkehrsminister Peter Hanke zu sofortigen Reformen aufgefordert. Nach Angaben der Billigfluggesellschaft waren am 1. August fast 12.000 Passagiere von Verspätungen betroffen. Ryanair führt diese Störungen auf einen Mangel an Personal bei den Flugsicherungszentren zurück. Ryanair fordert eine angemessene Personalausstattung, um weitere Verspätungen während der Sommerreisewelle zu verhindern. Die Kritik reiht sich ein in eine Serie von Beschwerden, die Ryanair in den letzten Jahren gegen verschiedene europäische Flugsicherungen vorgebracht hat. Der Chef der Fluggesellschaft, Michael O’Leary, ist bekannt für seine scharfe Kritik an den staatlich geführten Monopolen der Flugsicherungen in Ländern wie Frankreich, Spanien, Deutschland und Griechenland. Er behauptet, daß diese Länder durch Mißmanagement und Personalmangel über 90 Prozent der europäischen Flugverspätungen verursachen. Der Verkehrsminister in Österreich, Peter Hanke, der sein Amt erst im März 2025 angetreten hat, ist nun mit den Forderungen der Fluggesellschaft konfrontiert. Es bleibt abzuwarten, wie das Ministerium auf die Vorwürfe reagieren wird. Bislang sind in Österreich keine größeren Streiks oder technische Ausfälle der Flugsicherung bekannt geworden, wie sie in anderen europäischen Ländern vorkamen. Die Kritik von Ryanair, die oft medienwirksam vorgetragen wird, zielt darauf ab, Druck auf die nationalen Regierungen und die EU-Kommission auszuüben. Die wiederholten Forderungen von Ryanair nach Reformen im europäischen Luftraum sind Teil einer breiteren Kampagne, die auch Passagiere dazu aufruft, sich direkt an ihre nationalen Verkehrsminister zu wenden. Die Fluggesellschaft argumentiert, daß die Verspätungen, die jedes Jahr hunderttausende von Reisenden betreffen, unnötig seien und durch eine bessere Planung und

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Condor beendet Rom-Palermo-Flugverbindung vorzeitig

Die Fluggesellschaft Condor stellt ihre Flugverbindung zwischen Rom und Palermo früher als geplant ein. Der letzte Flug von Palermo findet bereits am 20. August 2025 statt, wie das Unternehmen bestätigte. Die Strecke wird auch im kommenden Sommer 2026 nicht mehr in den Flugplan aufgenommen. Die Route wurde erst im April 2025 als Weiterführung der Flüge zwischen Frankfurt und Rom eingeführt. Eine Sprecherin der Airline erklärte, daß Condor ihre Kapazitäten regelmäßig an die Nachfrage auf den Strecken anpasse, um ein attraktives und bedarfsgerechtes Angebot zu schaffen. Branchenbeobachtern zufolge sah sich die Verbindung in Italien starker Konkurrenz durch etablierte Fluggesellschaften wie Ita Airways, Ryanair und Aeroitalia ausgesetzt. Condor bediente die Strecke nur einmal täglich. Anstatt auf die Verbindung zwischen Rom und Palermo zu setzen, richtet Condor ihre Strategie auf andere Ziele aus. Ab Mai 2026 wird die Airline ihr City-Streckennetz um die Städte Barcelona, Budapest und Venedig erweitern. Damit will die Fluggesellschaft ihre Kapazitäten auf nachgefragte Routen fokussieren. Bereits im Winter 2025/2026 hat Condor die Frequenzen zu verschiedenen Städtezielen, wie München, Hamburg und Berlin, sowie zu europäischen Metropolen wie Mailand, Paris und Prag erhöht. Die strategische Neuausrichtung von Condor ist Teil eines breiteren Trends in der Luftfahrtbranche, in der Fluggesellschaften ihre Routennetzwerke dynamisch anpassen. Mit dem Fokus auf sogenannte „City-Verbindungen“ tritt Condor verstärkt in den Wettbewerb mit anderen Fluggesellschaften, darunter auch die Lufthansa Group, die auf diesen Strecken stark vertreten ist. Der Ausbau der City-Ziele soll auch die Anbindung an das Langstreckennetz von Condor verbessern.

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Spaniens Flughäfen vor Streikchaos: Ryanair-Tochter Azul Handling von massiven Arbeitsniederlegungen bedroht

Die spanische Luftfahrtbranche steht vor einer turbulenten zweiten Jahreshälfte. Die Gewerkschaften UGT und CGT haben für die Ryanair-Tochter Azul Handling, die Bodenabfertigungsdienste in Spanien erbringt, 22 Streiktage angekündigt. Die erste Welle der Arbeitsniederlegungen soll bereits am 15. August 2025 beginnen, mitten in der Hauptreisezeit. Die Streiks, die sich über Feier- und Brückentage bis in den Dezember ziehen, könnten den Flugbetrieb an den wichtigsten Flughäfen Spaniens erheblich beeinträchtigen. Die Gewerkschaften begründen ihren Schritt mit massiven Vorwürfen gegen das Unternehmen, darunter prekäre Beschäftigungsverhältnisse, erzwungene Überstunden und die Blockade der gewerkschaftlichen Arbeit. Die Situation wird durch eine interne Spaltung innerhalb der Arbeitnehmervertretung erschwert, da eine dritte Gewerkschaft, CCOO, den Streik ablehnt. „Ryanair rechnet nicht mit Beeinträchtigungen des Flugbetriebs aufgrund dieser Streiks von Drittabfertigungsunternehmen in Spanien“, erklärt ein Sprecher der Fluggesellschaft Ryanair auf Anfrage. Die Wurzeln des Konflikts: Prekäre Arbeitsbedingungen und Zwang zur Mehrarbeit Die von den Gewerkschaften UGT und CGT erhobenen Vorwürfe gegen Azul Handling sind schwerwiegend. Laut der spanischen Nachrichtenagentur EFE wird die Situation an den Standorten als „gravierend“ beschrieben. Im Zentrum der Kritik stehen die sogenannten „horas complementarias“, also die ergänzenden Stunden, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ihre reguläre Arbeitszeit hinaus leisten müßten. Wer sich weigere, diese Stunden zu arbeiten, werde sanktioniert – in Einzelfällen mit bis zu 36 Tagen ohne Lohn. Dieses System, so die Gewerkschaften, sei ein zentrales Problem für die Angestellten, da es eine verläßliche Arbeitsplanung unmöglich mache und die finanzielle Sicherheit gefährde. Ein weiterer Hauptkritikpunkt ist die systematisch auf prekäre Verhältnisse ausgelegte Beschäftigungspraxis. Die Gewerkschaften werfen dem

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Juristischer Feldzug gegen Handgepäckgebühren: Verbraucherschützer klagen Fluggesellschaften

Ein seit langem schwelender Konflikt zwischen Fluggesellschaften und Verbraucherschützern eskaliert. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat rechtliche Schritte gegen mehrere europäische Fluggesellschaften eingeleitet, um die gängige Praxis kostenpflichtiger Handgepäckregeln zu beenden. Der VZBV hat sieben Airlines abgemahnt und gegen Easyjet, Wizz Air und Vueling Klage eingereicht. Die Verbraucherschützer werfen den Unternehmen vor, mit ihren Gepäckregelungen gegen EU-Recht zu verstoßen. Sie argumentieren, daß angemessenes Handgepäck ein wesentlicher Bestandteil des Flugpreises sein müsse und nicht separat berechnet werden dürfe. Dieser Schritt ist Teil einer europaweiten Initiative, die die EU-Kommission dazu bringen soll, verbindliche und einheitliche Regelungen für das Handgepäck zu schaffen. Die rechtliche Grundlage: Eine Frage der Wesentlichkeit Die juristische Auseinandersetzung entzündet sich an einer grundlegenden Frage: Was ist im Flugpreis enthalten? Ramona Pop, Vorständin des VZBV, spricht von einer „Verbrauchertäuschung“. Airlines wie Ryanair oder Easyjet lockten mit extrem niedrigen Preisen, die jedoch nicht einmal die Mitnahme eines normalen Handgepäckstücks abdeckten. Um ein solches mitnehmen zu können, müsse man entweder einen teureren Tarif buchen oder am Flugsteig teuer nachzahlen. Nach Ansicht der Verbraucherschützer widerspricht dies der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Der EuGH hatte bereits im Jahre 2014 in einem wegweisenden Urteil (Aktenzeichen C-487/12) entschieden, daß die Beförderung von Handgepäck ein wesentlicher Bestandteil der Passagierbeförderung sei, sofern es den vernünftigen Anforderungen wie Gewicht und Größe entspreche. Ein solches Handgepäck, so der Gerichtshof, dürfe daher nicht mit einem gesonderten Preisaufschlag belegt werden. Der EuGH argumentierte, daß die Airlines die Kosten für die Beförderung des Handgepäcks, die als unvermeidlich gelten, in den Flugpreis einkalkulieren müßten.

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