August 2, 2020

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August 2, 2020

Polizei beendet „Drogen-Kontrollen“ bei Lauda

Ein durchaus ungewöhnliches Vorgehen der Ryanair-Tochter Lauda beschäftigte am Flughafen Stuttgart die Polizei. Der Carrier bat Besatzungen zum Alkohol- und Drogentest. Diese wurden jedoch nicht vom Luftfahrt-Bundesamt angeordnet, sondern der Carrier selbst baufragte ein irisches Labor, das Haarproben nehmen wollte. Aus Polizeikreisen wird berichtet, dass der Vorfall am Flughafen Stuttgart durchaus ungewöhnlich ist, denn zwar müssen sich Piloten seit dem Germanwings-Absturz durchaus auf Testungen einstellen, jedoch werden diese normalerweise stets behördlich angeordnet und durchgeführt. Dazu kommt, dass es für Flugbegleiter momentan keine gesetzliche Grundlage für die Durchführung derartiger Tests gibt. Zwar ist dies in Brüssel momentan in Diskussion, jedoch beschlossen wurde noch nichts. Sicherheit ist in der Luftfahrt stets das höchste Gut, weshalb manche Fluggesellschaften auf Basis einer Betriebs- oder Einzelvereinbarung die Grundlage für die Durchführung von Alkohol- und Drogentests geschaffen haben. In vielen jüngeren Ryanair- und Malta-Air-Arbeitsverträgen – auch über Leiharbeitsfirmen – ist dies beispielsweise in einer Klausel geregelt. Somit liegt dann die Zustimmung des Mitarbeiters vor. Ganz anders jedoch bei Lauda-Altverträgen, denn in diesen existiert ein solcher Passus nicht. Auch gibt es keine Betriebsvereinbarung, denn in Deutschland hat die Ryanair-Tochter keinen Betriebsrat, mit dem eine solche abgeschlossen werden könnte. Der Ablauf solcher Testungen, unabhängig davon, ob eine behördliche Kontrolle oder auf Basis einer Betriebs- oder Einzelvereinbarung durchgeführt wird, ist in Deutschland im Luftsicherheitsgesetz geregelt. Darin ist auch zu lesen, dass zwingend ein Arzt anwesend sein muss.  Aus Polizeikreisen ist zu hören, dass die Art und Weise wie die Testungen durchgeführt wurden, zum Einschreiten der Exekutive geführt haben soll.

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Klagenfurt-Öffnungszeiten verärgern Business-Aviation

Derzeit sind die Öffnungszeiten am Klagenfurter Flughafen stark eingeschränkt. Das Linienflugangebot ist äußerst überschaubar, jedoch betrifft diese Reduktion der Betriebszeiten auch die allgemeine Luftfahrt sowie die Business Aviation. Im nicht-linienmäßigen Verkehr ist man erbost über die geringe Verfügbarkeit des Kärntner Flughafens. Aufgrund des Lockdowns reduzierten die meisten Airports und Flugplätze in Österreich ihre Betriebszeiten drastisch. Mittlerweile wurde dies weitgehend zurückgenommen, nicht jedoch in Klagenfurt, wo man noch immer an stark reduzierten Betriebszeiten festhält. Auch die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr wurde temporär auf Stufe I zurückgefahren. Der für Luftfahrt zuständige Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) erklärt zu den Gründen der eingeschränkten Öffnungszeiten des Klagenfurter Flughafens: „Die Betriebszeiten eines öffentlichen Zivilflugplatzes sind durch die Vorgaben der Zivilflugplatz-Betriebsordnung geregelt und in den Zivilflugplatz-Benützungsbedingungen des jeweiligen Flughafens verlautbart. Innerhalb dieser Betriebszeiten hat der öffentliche Zivilflugplatz Betriebspflicht. Auf Grund der aktuellen Situation war es erforderlich, diese Betriebszeiten auf Antrag des Zivilflugplatzhalters für eine gewisse Zeit einzuschränken. Für den Flughafen Klagenfurt wurde auf Antrag des Zivilflugplatzhalters eine Betriebszeit von täglich 10:30 bis 15:45 genehmigt. Darüber hinaus ist es möglich, diese täglichen Betriebszeiten im Sinne der Zivilflugplatz-Betriebsordnung im Einzelfall bzw. anlassbezogen zu erweitern. Im Rahmen der Situation bedingt durch die Covid-19-Pandemie wurde unter anderem die wirtschaftliche Situation der öffentlichen Zivilflughäfen in die Abwägungen einbezogen.“ Ein bekannter Businessjet-Operator erklärt, dass durch die eingeschränkten Betriebszeiten insbesondere die Entwicklung der momentan boomenden Bedarfsluftfahrt gehemmt ist. Der einfache Grund hierfür ist laut dem Manager, dass Flüge im doppelten Tagesrand nur schwer möglich sind. Außerhalb der Betriebszeiten ist eine Voranmeldung erforderlich, die jedoch der

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Baltikum: Quarantäne-Comeback für Österreicher

Die drei baltischen Staaten, Estland, Lettland und Litauen, verlangen von Passagieren, die aus Österreich kommend einreisen wollen, wieder eine 14-tägige Quarantäne. In Lettland ist die Vorschrift bereits seit 25. Juli 2020 in Kraft, am Montag ziehen Estland und Litauen nach.  Die Alpenrepublik wurde seitens der drei EU-Mitglieder wieder auf die Liste jener Länder, die ein hohes Infektionsrisiko aufweisen, gesetzt. Weiters trifft es nun auch Frankreich und Malta, die im Baltikum ebenfalls als unsicher eingestuft werden. Im Inselstaat sind die Infektionszahlen bedingt dadurch, dass ein Flüchtlingsboot mit vielen Infizierten aufgegriffen wurde, statistisch gesehen gestiegen. Sowohl Malta als auch Italien warnen eindringlich vor großen Problemen im Zusammenhang mit Flüchtlingen, die auf dem Seeweg beispielsweise in Malta oder Lampedusa einreisen wollen. So stellten die Maltesen mittels Testungen fest, dass sich in einem Boot nach jüngster lokaler Berichterstattung 65 Infizierte befanden. Insgesamt waren 95 Menschen an Bord, die allesamt unter Quarantäne gestellt wurden.

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Schwerin-Parchim weiterhin geschlossen

Das Areal des insolventen Flughafens Schwerin-Parchim fungiert derzeit als Parkplatz für noch nicht verkaufte Kraftfahrzeuge. Rund 1.500 Fahrzeuge sind auf dem Gelände „gelagert“ und warten auf ihren Weitertransport zu Händlern. In Sachen Flugbetrieb ist es allerdings äußerst ruhig, abgesehen von Vögeln. Der Parchim-Airport befindet sich noch immer in einem Insolvenzverfahren. Die Kontrollzone wurde bereits im April 2019 deaktiviert, so dass der Flughafen seither stillgelegt ist. Starts und Landungen sind daher behördlich untersagt. Daran wird sich laut einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks so schnell auch nichts ändern, denn das zuständige Ministerium verlängerte die Deaktivierung um weitere 90 Tage. Auch verweist man darauf, dass am 8. Oktober 2020 die Wiederaufnahme des Flugbetriebs nicht in Sicht ist, sondern die Deaktivierung stets alle 90 Tage verlängert wird. Vor etwa einem Jahr schlitterte die Betreibergesellschaft, die sich im Besitz chinesischer Geschäftsleute befindet, in die Insolvenz. Seither fand sich kein Interessent, der dem Regionalflughafen Schwerin-Parchim neues Leben einhauchen möchte. Zuvor war dieser bei Airlines ein durchaus beliebter Abstellort für temporär nicht benötigte Flugzeuge. Nun hat die Automobilindustrie diesen „Parkplatz“ entdeckt.

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Wien senkt die Kosten für PCR-Tests

Die Kosten, die am Flughafen Wien für die Durchführung eines COVID-19-PCR-Tests zu entrichten sind, wurden in der Vergangenheit oftmals kritisiert. Nun reagieren der Airport und das durchführende Labor und senken den Preis von 190 Euro auf 120 Euro. Die Veränderung tritt laut einer Medienerklärung der Flughafen Wien AG am Samstag, den 8. August 2020 in Kraft. Dieser deutlich günstigere Preis ist aufgrund von Effizienzsteigerungen sowie Kapazitätsausweitungen möglich und soll damit der steigenden Nachfrage infolge des neuen Einreiseregimes Rechnung tragen, welches vermehrte Testpflichten vorsieht und die Möglichkeit bietet, durch einen PCR-Test die Quarantänepflicht abzukürzen. „Mit diesem in Österreich in Bezug auf Qualität, Schnelligkeit und Preis einmaligen Testungsangebot will der Flughafen Wien einen weiteren Schritt setzen, um Reisen sicherer zu machen und damit die Anstrengungen der Behörden zur Eindämmung der Pandemie unterstützen“, so Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, dazu fest.

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Leipzig-Frankfurt nur noch auf der Schiene

Lufthansa wird künftig nicht mehr zwischen Leipzig/Halle und Frankfurt am Main fliegen. Stattdessen setzt man auf eine Kooperation mit der Deutschen Bahn. So soll es spezielle Bereiche in den Zügen zwischen den beiden Städten geben. Das Unternehmen erklärte in einem TV-Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks, dass dies schon länger geplant war, jedoch die Corona-Krise die Umsetzung nun beschleunigt habe. Das Modell wird definitiv auch Schule machen, denn es gibt weitere Inlandsverbindungen, die auf die Schiene verlagert werden sollen.

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Wizzair kassiert Landeverbot in Griechenland

Eine saftige Strafe in Form eines temporären Landesverbots in Athen kassiert der ungarische Billigflieger Wizzair aufgrund der Missachtung einer Anordnung der griechischen Regierung. Konkret wirft Griechenland der Fluggesellschaft vor, dass das Vorhandensein der Einreise-QR-Codes im großen Stil nicht überprüft wurde und so viele Passagiere ohne diesen ins Land gebracht wurden. Im Notam A2235/20 wird der Mittelmeerstaat besonders deutlich und untersagt Wizzair die Landung und Durchführung sämtlicher Flüge nach Athen, da die im Notam 2138/20 veröffentlichten Vorschriften missachtet wurden. Der Bann für Wizzair tritt am 2. August 2020 um 21 Uhr 00 (UTC) in Kraft und wird bis mindestens 14. August 2020, 21 Uhr 00 (UTC) andauern. Gleichzeitig warnt Griechenland im Notam alle anderen Fluggesellschaften eindringlich davor, dass bei Missachtung der Anweisungen ähnliche Sanktionen verhängt werden könnten. Airlines, die Griechenland anfliegen, müssen vor dem Boarding kontrollieren, ob die Passagiere den zur Einreise notwenigen QR-Code auf Papier oder auf dem Smartphone dabei haben. Wer diesen nicht hat, darf nicht befördert werden.

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BA stellt LCY-JFK ein

Die International Airlines Group kündigt in den Dokumenten, die im Zuge der Präsentation der Halbjahreszahlen verteilt wurden, die Ausflottung der letzten verbliebenen Flugzeuge des Typs Airbus A318 ein. Das dürfte insbesondere auf die Strecke London-City-New York Auswirkungen haben. British Airways bietet seit längerer Zeit ab dem innerstädtischen City-Airport ein reines Business-Class-Produkt nach New York an. Dieses wird mit A318, die mit nur 32 Sitzen bestuhlt sind, bedient. Auf dem Hinflug nach JFK wird ein Tankstopp im irischen Shannon eingelegt, wo die Passagiere auch die Einreiseformalitäten in die Vereinigten Staaten erledigen können. Somit kommt der Flug formell als Inlandsflug in den USA an. Ein Vorteil für die Reisenden. Zurück wird nonstop geflogen. Die Corona-Pandemie hatte allerdings zur Folge, dass die Flüge BA1/2 temporär eingestellt wurden und bis mindestens Oktober 2020 pausieren sollen. Doch nun wird klar, dass die Aufgabe dieser exklusiven Verbindung endgültig sein dürfte, denn mit der G-EUNA wird der letzte Airbus A318 ausgeflottet.  Eine Sprecherin von British Airways bestätigte auf Anfrage, dass die Strecke London-City-New York-JFK endgültig eingestellt wird. Als Hintergrund nannte das Unternehmen den Rückgang der Passagiernachfrage aufgrund der Corona-Pandemie. Damit endet bei BA eine weitere Ära, denn die A318-Flüge ab London-City waren unter Flugnummern unterwegs, die vormals für die Concorde genutzt wurden.

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