November 10, 2020

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November 10, 2020

Austrian Airlines streicht das Streckennetz weiter zusammen

Nach Ryanair, Wizzair und weiteren Airlines muss auch Austrian Airlines das Angebot weiter reduzieren. Vergangene Woche bestätigte das Unternehmen, das bereits nach dem ersten Lockdown Staatshilfe in Anspruch nehmen musste, dass die Produktion auf etwa zehn Prozent des Vorjahresniveaus zurückgefahren wird. Das hat zur Folge, dass weitere Destinationen – zumindest temporär – eingestellt werden müssen. Mit Bangkok und Chicago befinden sich auch zwei Langstreckenziele auf der Streichliste. Auf der Kurz- und Mittelstrecke fallen Klagenfurt, Köln/Bonn, Kosice, Podgorica, Bologna, Eriwan und Nizza weg. Laut einem Sprecher soll die Maßnahme zumindest bis Mitte Dezember 2020 andauern. Das Streckennetz schrumpft daher auf etwa 40 Ziele zusammen. Dem Vernehmen nach stehen einige weitere Ziele auf der Kippe. Zur genauen Dauer der Reduktion kann aufgrund des Pandemieverlaufs keine Aussage gemacht werden. Allerdings ist anzunehmen, dass Austrian Airlines, Wizzair und Ryanair im Dezember 2020 ihre Produktionen nicht hochfahren können, da die Nachfrage auch dann gering sein wird. Derzeit ist auch nicht absehbar ob und wann Antigen-Tests für Einreiseerleichterungen sorgen können.

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Boeing 737-Max soll knapp vor der Wiederzulassung stehen

Die U.S.-amerikanische Zivilluftfahrtbehörde könnte das Flugverbot für die Boeing 737-Max am 18. November 2020 aufheben. Das berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf drei unterschiedliche Quellen. FAA-Chef Steve Dickson sagte, dass man sich in der finalen Phase befinde und diese in den nächsten Tagen abgeschlossen sein wird. Es wird auch damit gerechnet, dass andere Behörden, beispielsweise die EASA, die Wiederzulassung in den nächsten Wochen erteilen könnten. Diesbezüglich äußerte sich das Amt bereits vor einigen Tagen zuversichtlich. Laut FAA ist der Ablauf dann so: Nachdem grünes Licht erteilt wurde, müssen die Airlines die Software-Updates aufspielen und mit ihren Piloten Trainings durchführen. Dieser Prozess wird mindestens 30 Tage in Anspruch nehmen, so dass nicht damit zu rechnen ist, dass sofort nach der Wiederzulassung das Muster kommerziell eingesetzt werden kann. Southwest Airlines, derzeit größter Betreiber der Boeing 737-Max, erklärte gegenüber Reuters, dass die Vorgehensweise mehrere Monate in Anspruch nehmen wird. Daher plane man gar nicht vor dem zweiten Quartal 2021 mit diesem Muster. Auch andere Airlines gehen davon aus, dass es noch einige Zeit dauern könnte.

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Keine Staatshilfe: Norwegian feuert 1.600 Mitarbeiter

Sollte es Norwegian Air Shuttle nicht gelingen frisches Kapital in das Unternehmen zu bekommen, so droht dem Carrier das Aus. Dies könnte nach Angaben des Carriers bereits im ersten Quartal 2021 der Fall sein. Die Regierung Norwegens lehnt die Gewährung weiterer Staatshilfen ab und verweist darauf, dass die Billigfluggesellschaft bereits vor der Corona-Pandemie hochverschuldet war und tief in den roten Zahlen steckte. Norwegian muss sich also auf einem anderen Weg Geld beschaffen, was angesichts der Gesamtumstände kein leichtes Unterfangen ist. Im dritten Quartal des Jahres 2020 lag der Nettoverlust bei etwa 92 Millionen Euro. Die flüssigen Finanzmittel werden Tag für Tag weniger und halbierten sich seit etwa Juli 2020. Da es von der Regierung Norwegens auf den Staatshilfeantrag über fünf Milliarden Kronen einen Korb gab, handelt Firmenchef Jacob Schram sofort: Die aktive Flotte wird auf sechs Maschinen verkleinert und soll vorwiegend innerhalb Norwegens eingesetzt werden. Auch werden weitere 1.600 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Doch gerade im Inland drückt sich mit Wizzair ein durchaus finanzstarker Konkurrent breit. Dieser plant die angeschlagene Norwegian frontal anzugreifen. Derzeit hofft man darauf, dass der Carrier in stark verkleinerter Form erhalten bleiben kann. Michael O’Leary, CEO der Ryanair Group, blickte vergangene Woche in seine berühmte „Glaskugel“ und behauptet, dass Norwegian „wenn überhaupt“ nur als kleine Regionalfluggesellschaft überleben wird.

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Lufthansa beschafft sich 600 Millionen Euro

Die von der Coronakrise stark gebeutelte und mit neun Milliarden Euro gestützte Lufthansa Group beschafft sich auf dem Kapitalmarkt weitere 600 Millionen Euro in Form einer Wandelanleihe. Diese steht nur institutiellen Anlegern zur Zeichnung offen. Der Carrier will das Geld für „allgemeine Geschäftszwecke“ verwenden. Aus der adhoc-Mitteilung geht hervor, dass zwei bis 2,25 Prozent Zinsen pro Jahr bezahlt werden sollen. Auf den Vorstand der Lufthansa Group wird zunehmend Druck ausgeübt, denn beispielsweise Großaktionär Heinz-Hermann Thiele forderte zuletzt einen radikalen Personalabbau. Gegenüber dem Spiegel äußerte sich ein Regierungsmitglied dahingehend, dass die Personalkosten den Konzern regelrecht auffressen würden. Der Aktionär fordert auch, dass Lufthansa Beteiligungen verkaufen solle. Im Spiegel-Bericht werden Air Plus und Austrian Airlines als Beispiele genannt. Wobei einen Satz zuvor die Rede von „Tafelsilber“ ist, was bei Swiss vor der Pandemie zutreffend war, bei der AUA jedoch nicht. Vieles deutet momentan darauf hin, dass die Staatshilfe, die Österreich, Deutschland, Belgien und die Schweiz gewährt haben, in absehbarer Zeit aufgebraucht sein könnte. Monatlich verliert der Konzern eigenen Angaben nach viel Geld und versucht den Abfluss auf 350 Millionen Euro pro Monat zu begrenzen. Trotz Kurzarbeit ortet die Regierung laut dem Spiegel-Bericht offenbar nur im Personalbereich Einsparungspotential. Mit erheblichem Widerstand seitens der Gewerkschaften ist daher zu rechnen.

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Onur Air verschiebt zwei A321neo zu Holiday Europe

Die bulgarische Ferienfluggesellschaft Holiday Europe übernahm kürzlich zwei Maschinen des Typs Airbus A321neo. Diese wurden bislang von Konzernmutter Onur Air in den Farben des Ablegers betrieben. Nun wurden die beiden Jets auf das bulgarische AOC umgemeldet und tragen laut CH-Aviation.com die Registrierungen LZ-HEH und LZ-HEI. Es handelt sich übrigens um die einzigen beiden A321neo, die Onur Air in der Flotte hatte. Holiday Europe wurde gegründet, um dem türkischen Unternehmen einen besseren Zugang zum EU-Markt zu ermöglichen. Der bulgarische Carrier ist auch im Auftrag diverser deutscher Reiseveranstalter, darunter FTI, in der Luft.

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Estland unterstützt Nordica mit 22 Millionen Euro

Die Regierung Estlands beabsichtigt Nordica und die operative Tochtergesellschaft Xfly (vormals Regional Jet) mit 22 Millionen Euro zu unterstützen. Der Kapitalzuschuss soll in Form neuer Aktien erfolgen. Die Mittel müssen zur Bezahlung laufender Schulden und Leasing- sowie Wartungskosten verwendet werden. Nordica wurde als Nachfolger der insolventen Estonian Air ins Leben gerufen. Ein eigenes AOC hat man nicht, denn die operative Durchführung erfolgte zunächst durch Adria Airways. Später erhielt die Tochter Regional Jet (heute Xfly) eigene Zertifikate. Neuer Kooperationspartner war dann die polnische LOT, denn alle Flüge wurden unter diesen Flugnummern vermarktet. Im Vorjahr wurden die Verbindungen unter der Marke Nordica aufgegeben. Teilhaber LOT führt jedoch einige Verbindungen fort. Xfly ist für diverse Fluggesellschaften als ACMI-Partner tätig. Beispielsweise fliegt man im Auftrag von SAS und LOT. Das polnische Unternehmen hält 49 Prozent an der Nordic Aviation Group. Die Mehrheit befindet sich im Eigentum des Staats Estland. Zuletzt gab es in der lokalen Politik Bestrebungen, dass der polnische Partner herausgekauft werden soll und Nordica wieder unter eigener Marke ab Estland aktiv werden soll.

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HiSky Europe kündigt Iasi-Frankfurt an

Das Startup HiSky Europe kündigte an, dass in Iasi eine Maschine des Typs Airbus A320 stationiert wird. Mit diesem Flugzeug sollen die Ziele Frankfurt am Main, London-Stansted und Dublin bedient werden. Das Unternehmen versucht als HiSky in Moldawien ein AOC zu erlangen und gleichzeitig in Rumänien mit der Tochter HiSky Europe. Ein exakter Termin für den Start wurde noch nicht genannt. Jedenfalls tritt man in Iasi in einen harten Wettbewerb mit Wizzair und Blue Air sowie Tarom. Die beiden Billigfluggesellschaften bedienen bereits diverse Routen ab diesem Airport, darunter auch London-Luton. Wizzair kündigte erst kürzlich die Aufnahme weiterer Strecken ab Iasi an.

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Mailand: Iberia wechselt von Malpensa nach Linate

Das IAG-Konzernmitglied Iberia wird künftig ab Madrid nicht mehr nach Mailand-Malpensa, sondern nach Mailand-Linate fliegen. Mit Wirksamkeit zum 1. Dezember 2020 verlagert der Carrier das Angebot auf den sich nahe der Innenstadt befindlichen Flughafen. Linate ist – wie erwähnt – sehr zentrumsnah, weshalb Slots an diesem Airport äußerst begehrt sind. Platzhirsch ist Alitalia. Der wesentlich größere Flughafen Malpensa befindet sich ebenso wie Bergamo rund eine Autostunde entfernt. Iberia beabsichtigt bis zu 12 wöchentliche Rotationen zwischen Madrid und Linate anzubieten. Weitere Informationen zu den Flughäfen Malpensa, Linate und Bergamo unter diesem Link.

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Ocean könnte zu Lasten von Eurowings Europe gehen

Die Lufthansa-Tochter Ocean GmbH soll spätestens ab Ende 2021 mit eigenem AOC und eigener Betriebsgenehmigung auf der Mittel- und Langstrecke fliegen. Primär sollen touristische Strecken bedient werden. Das hierfür erforderliche Fluggerät soll von den Konzernschwestern Eurowings und Brussels Airlines übertragen werden. Der Start in Frankfurt am Main erfolgt laut Airliners.de noch in der laufenden Winterflugplanperiode, wobei die drei eingesetzten Maschinen von Brussels Airlines unter der Marke Eurowings betrieben werden. Im Sommer 2020 sollen laut Konzernchef Carsten Spohr sieben Großraumjets auf touristischen Langstrecken eingesetzt werden. Mittelfristig ist geplant, dass die Leisurestrecken auf der Mittel- und Langstrecke, die momentan von Lufthansa, Cityline und Brussels Airlines operativ betrieben werden, zur Ocean GmbH übertragen werden. Ab welchem Airport diese abheben werden, ist noch nicht final entschieden. Fix ist jedoch, dass die Aktivitäten in diesem Segment bei der neuen Tochtergesellschaft gebündelt werden. Das Projekt kann auch Auswirkungen auf die österreichische Eurowings Europe haben, denn derzeit prüft man die Übertragung von acht Maschinen des Typs Airbus A320 zur Ocean GmbH. Diese sollen dann ab Frankfurt und München diverse Ziele in der Mittelmeerregion bedienen. Ob die österreichische Eurowings Europe als ACMI-Partner fungieren wird oder möglicherweise gar obsolet werden könnte, ist noch nicht entschieden. Das Ocean-Projekt von Konzernchef Carsten Spohr ist den Gewerkschaften ein Dorn im Auge. Diese werfen vor, dass der Kranich „Tarifflucht“ begehen würde. Definitiv ist es aber ein Eingeständnis, dass die bisherige Eurowings-Strategie grandios gescheitert ist. Der Lufthansa-Vorstand versucht die Touristik, die seit dem Verkauf der Condor-Anteile stark vernachlässigt wurde, auf neue Beine zu stellen.

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Wien: Wizzair wechselt in Rom nach Ciampino

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizzair wird künftig nicht mehr von Wien aus nach Rom-Fiumicino fliegen, sondern wechselt nach Rom-Ciampino. Derzeit pausiert die Strecke in die italienische Hauptstadt. Die Umstellung soll mit der Wiederaufnahme per 18. Dezember 2020 vollzogen werden. Derzeit fliegt ab Wien keine andere Fluggesellschaft den kleineren der beiden Flughäfen Roms, Ciampino, an. Dieser wird überwiegend von den Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizzair genutzt. Ab Wien fliegt Ryanair allerdings nach Fiumicino. Der Flughafen Flughafen Rom-Ciampino befindet sich rund 15 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums. Der Airport wurde im Jahr 1916 eröffnet. Die Verkehrsanbindung erfolgt überwiegend mit Bussen. Rom-Fiumicino befindet sich rund 29 Kilometer südwestlich der Innenstadt und ist mit Zügen und Bussen angebunden. Beide Airports werden von Aeroporti di Roma, einer Tochtergesellschaft des Atlantia-Konzerns der Familie Benetton, betrieben.

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