November 13, 2020

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November 13, 2020

Volga-Dnepr An-124 auf dem Weg nach Wien verunfallt

Die mit 84 Tonnen beladene Antonov An-124 RA-82042 der russischen Frachtfluggesellschaft Volga-Dnepr Airlines verunfallte heute am Morgen unserer Zeit nach einer Rücklandung am Flughafen von Novosibirsk. Die Maschine sollte die für die automotive Industrie bestimmte Fracht von Seoul (Südkorea) nach Wien bringen, aus operationellen Gründen wurde ein geplanter Zwischenstopp mit mehrstündigen Aufenthalt in der sibirschen Metropole an der Ob eingelegt. Nach dem planmäßigen Start des Fluges VDA 4066 kam es allerdings zu Problemen im Steigflug, die zum Ausfall des Transpondersignals und der Funkverbindung führte. Die Crew entschloss sich umgehend zu einer Rücklandung am Flughafen Novosibirsk, allerdings rutsche die Antonov An-124 dabei etwa 200 Meter über das Pistenende hinaus. Wie The Aviation Herald unter Berufung auf lokale russische Quellen berichtet nahm das 1991 konstruierte Flugzeug Schäden am Fahrwerk, an den Tragflächen sowie an den Triebwerken. Insbesondere das Lotarjow-D-18T-Triebwerk #2 einen größeren Schaden. Augenzeugenberichten sowie nach dem Start aufgenommene Videos zu Folge kam es nach dem Start zu einer massiven Rauchentwicklung. Über russische soziale Netzwerke werden mittlerweile Fotos geteilt, die Vogelfedern in den Triebwerkschaufeln zeigen. Das West Siberian transport prosecutor’s office nahm umgehend eine Untersuchung zu diesem Unfall auf. Die 14 an Board befindliche Besatzungsmitglieder wurden vorsorglich in ein Krankenhaus in Novosibirsk gebracht, konnten dieses aber bereits ohne Verletzungen verlassen. Die seit 1982 gebaute Antonov An-124 gilt mit bislang 56 fertiggestellten Exemplaren als größtes, in Serie gebaute Flugzeug aus russischer Produktion. Aktuell stehen 18 aktive Maschinen im zivilen Einsatz, vorwiegend für den Transport bis zu 150 Tonnen schwerer Güter oder sperriger Frachten.

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FACC erhält EN 9110 Zertifizierung

FACC hat kürzlich die EN 9110 Zertifizierung erhalten und rückt damit eigenen Angaben zufolge „in die weltweite Champions League der Wartungs- und Instandhaltungsbetriebe vor“. Mit diesem Qualitätssiegel erfüllt FACC nun die Voraussetzung, Flugzeugkomponenten und -systeme aller möglichen Hersteller in das Service aufnehmen zu dürfen. FACC ist in Österreich das einzige Unternehmen mit dieser Zertifizierung und zählt zu einem weltweit kleinen Kreis an berechtigten Spezialfirmen. „Flugzeuge sind technisch hochkomplex, dementsprechend streng sind die Anforderungen an Unternehmen, damit sie diese MRO-Services durchführen dürfen“, berichtet Robert Machtlinger, CEO der FACC AG. „Nun hat FACC mit der EN 9110 Zulassung den höchsten internationalen MRO-Befähigungsnachweis erhalten. Wir können mit diesem Qualitätssiegel ab sofort nicht nur selbst produzierte Flugzeugteile, sondern auch Komponenten und Systeme aller Hersteller in die Wartung und Reparatur nehmen“, so Machtlinger. 

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Israir kündigt Nonstop-Flüge zwischen Israel und Bahrain an

Nach der Aufnahme bzw. Ankündigung von Nonstopflügen von Israel in die Vereinigten Arabischen Emirate geht es nun weiter voran: Israir beabsichtigt ab dem 31. Jänner 2020 zweimal wöchentlich zwischen Tel Aviv und Manama (Bahrain) zu fliegen. Dies kündigte der Carrier in einer Aussendung an. Nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate offizielle diplomatische Beziehungen mit Israel aufgenommen haben, ging es schnell. Bahrain und Jordanien wollen ebenfalls ihr Verhältnis mit Israel normalisieren. Mit dem Nachbarn konnte ein Luftfahrtabkommen unterzeichnet werden, da Airlines beider Staaten die Überflüge ermöglicht. Auch die Gespräche mit Bahrain schreiten voran, denn nun stehen die ersten kommerziellen Linienflüge zwischen den beiden Staaten an. In Richtung Dubai sind schon einige Angebote angekündigt, wie Aviation Direct berichtet.

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Kuba öffnet Havanna für den Tourismus

Kuba ermöglicht ab 15. November 2020 touristische Einreisen über den Flughafen Havanna. Die Reisenden müssen sich jedoch einer Gesundheitsprüfung inklusive PCR-Testung unterziehen. Die Bewegungsfreiheit ist bis zum Vorliegen eines negativen Befunds eingeschränkt. Dies soll jedoch maximal 24 Stunden andauern. Die Testung ist allerdings nicht kostenfrei, sondern hierfür ist eine so genannte “Gesundheitssteuer” zu bezahlen. Über die Höhe haben die Behörden bislang keine konkreten Angaben gemacht. Möglicherweise werden bald weitere Gebiete des abgeschotteten Staats wieder für den Tourismus geöffnet. Für den Badeort Varadero gilt bereits seit einiger Zeit eine Sonderregelung.

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KLM kündigt Kürzungen an

Die zweite Corona-Virus-Welle in Europa hat zu neuen Sperren geführt und KLM Royal Dutch Airlines dazu veranlasst, Netzwerkanpassungen für den kommenden Zeitraum vorzunehmen. KLM wird weiterhin so viele Ziele wie möglich bedienen, jedoch die Sitzplatzkapazität und die Flugfrequenz verringern, teilte die Fluggesellschaft Donnerstagabend mit. In den kommenden Monaten wird KLM rund 90-95 Prozent der europäischen Ziele bedienen, die es vor der Krise bedient hat. Der Service wird für eine Reihe von Zielen eingestellt, hauptsächlich in Großbritannien. Die Gesamtkapazität an Bord europäischer Flüge wird im Vergleich zu den Werten vor Corona von etwa 50 auf 40 Prozent reduziert. In Bezug auf den interkontinentalen Service wird die Anzahl der Passagierflüge etwa 50-60 Prozent des Vor-Corona-Niveaus betragen. „Leider hat die zweite Welle zu neuen Beschränkungen in ganz Europa geführt, nicht nur in den Niederlanden. Die Kapazität wird daher in der kommenden Zeit wieder reduziert. KLM wird seine bestehende Netzwerkstrategie beibehalten und sogar mehrere neue Ziele hinzufügen. Je nach Entwicklung werden in der kommenden Zeit weitere Anpassungen vorgenommen“, so die Airline.

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Dramatische Verkehrsentwicklung an deutschen Flughäfen

Die Luftverkehrsbranche bleibt am Boden: Der Flughafenverband ADV meldet schockierende Zahlen, das Passagieraufkommen an den deutschen Flughäfen liegt gegenüber dem Vorjahr bei nur noch knapp über 10 Prozent – ein Rückgang um -88,1 Prozent. Die negative Entwicklung der Passagierzahlen nimmt dramatische, ja fast schon kriegsähnliche Züge an. Alle Verkehrskennzahlen sind rückläufig, die anhaltenden Negativ-Zahlen machen den Flughäfen zu schaffen. Der Verband zeichnet ein düsteres Bild: Die Flughäfen würden jeden Tag 10 Millionen Euro verlieren. Diese würde unter dem Strich zu einem Verlust in Milliardenhöhe führen. „Die Situation verschärft sich von Tag zu Tag“, heißt es in einer Aussendung.  „Der Luftverkehrsgipfel vor einer Woche hat ein wichtiges Signal für die notleidenden Flughäfen gesetzt. Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt. Die Flughäfen sind auf nicht rückzahlbare Zuschüsse zur wirtschaftlichen Stabilisierung angewiesen. Nur so können irreparable Strukturbrüche verhindert werden. Besonders der Winter wird für die Branche zum erneuten Belastungstest. Um den Luftverkehr wieder zu beleben, brauchen wir verbesserte Teststrategien statt pauschale Quarantäneregelungen“, fordert Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV.

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Griechenlands Hotelbetriebe kritisieren TUI

Normalerweise zahlt das Reiseunternehmen den Hotels 60 Tage nach der Abreise der Gäste ihr Geld aus. Dieses Zahlungsziel stößt bei den Hoteliers nicht gerade auf Ansehen, benötigen sie doch gerade jetzt in den schwierigen Zeiten von Corona schnellstmöglich Kohle. Reiseveranstalter TUI soll jetzt den Bogen komplett überspannt haben: Der Konzern habe Vertragsänderungen vorgelegt, aufgrund derer die griechischen Hotelpartner bis März 2021 auf ihr Geld für Leistungen in diesem Jahr warten müssten. Und das kann sich die Branche nicht leisten. Während ein Betroffener die Vereinbarung mit dem vorerst geretteten Reiseveranstalter sofort beenden möchte, bringt eine Partei in Griechenland sogar die Politik ins Spiel. Diese soll Druck auf TUI ausüben. Das umstrittene Unternehmen habe auch Stellung dazu bezogen. Man habe einen großen Teil der Zahlungen für den Sommer 2020 bereits beglichen. Mit einer „kleinen Prozentzahl“ von Hotelpartnern in Griechenland und Spanien habe man Gespräche aufgenommen, um Zahlungsziele zu diskutieren und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu erörtern, wie reisevor9.de berichtet.

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Spanien verlangt ab 23. November 2020 einen negativen PCR-Test

Ab 23. November 2020 müssen alle Personen, die aus von der spanischen Regierung definierten Risikogebieten einreisen, einen negativen PCR-Befund, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, vorlegen. Eine anschließende Quarantäne ist dann nicht erforderlich.  Spanien reagiert damit auf weltweit steigende Fallzahlen und will so die weitere Einschleppung des Coronavirus verhindern. Die Vorlagepflicht gilt ausdrücklich auch für Deutsche, die nach Palma de Mallorca reisen wollen. Die Kanaren verlangen bereits seit 14. November 2020 die Vorlage eines negativen Befundes, akzeptieren jedoch nicht nur PCR-Ergebnisse, sondern auch Antigen-Tests. Spanienweit muss der Befund in englischer oder spanischer Sprache vorgelegt werden. Achtung: Wer kein negatives PCR-Ergebnis vorweisen kann, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Weiters kann ein Antikörper-Test angeordnet werden. Innerspanisch gilt diese Beschränkung nicht, auch nicht für Inselbewohner.

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Spanische Regierung macht den Kanaren einen Strich durch die Rechnung

Wir befinden uns mitten in der zweiten Welle. Zahlreiche europäische Länder haben deswegen beschlossen, eine Testpflicht einzuführen, um das Risiko „importierter“ Covid-19-Ansteckungen zu minimieren. Darunter zählt jetzt auch Spanien: Ab dem 23. November müssen Einreisende aus Risikogebieten zwingend ein negatives PCR-Testergebnis vorzeigen. Andere Testverfahren sind nach dem Wortlaut der Regelung unzulässig. Und genau hier scheiden sich die Geister. Denn kurz vor der Entscheidung der spanischen Zentralregierung führten auch die Kanarischen Inseln eine Testpflicht ein. Diese sollte ab dem 14. November gelten. Und sie ist weiter gefasst als die Verordnung der Regierung, denn die kanarische Lösung lässt auch die Verwendung von Corona-Schnelltests zu. In Vorfreude auf diese Vorschrift würden Reiseveranstalter wie TUI oder FTI ihren Kunden Schnelltests anbieten, wie reisevor9.de berichtet. Diese Handhabe wird wohl ab dem 23. November eingestellt, spätestens da sollten Reisebüros den Kanaren-Urlaubern zum PCR-Test raten.

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Judith Engel leitet künftig die Verkehrssektion im BMK

Die Verkehrssektion im österreichischen Klimaschutzministerium steht ab Jänner 2021 unter neuer Leitung. In diesem Bereich ist auch die Luftfahrt angesiedelt. Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) teilte mit, dass der Posten nach Ausschreibung an Judith Engel vergeben wurde. Die Stelle war seit 30. Juni 2020 aufgrund der Pensionierung des bisherigen Sektionschefs, Gerhard Gürtlich, vakant. Engel war zuletzt Leiterin des Rahmenbauprogramms im Wiener Gesundheitsverbund und davor bei der Flughafen Wien AG und der ÖBB-Infrastruktur AG in Leitungsfunktionen tätig. Sie ist ausgebildete Bauingenieurin und bringt einen umfassenden Erfahrungsschatz in unterschiedlichen Teilen des Verkehrssektors und der Bauwirtschaft mit. „Ich freue mich, dass wir mit Judith Engel eine großartige Expertin für die Leitung der Sektion Verkehr gewinnen konnten. Gemeinsam werden wir in den nächsten Jahren die großen Herausforderungen im Kampf gegen die Klimakrise angehen. Denn heute ist der Verkehr leider noch unser Sorgenkind in der Klimabilanz – in Zukunft liegen aber enorme Chancen in der klimafreundlichen Mobilität“, so Leonore Gewessler.

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