November 21, 2020

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November 21, 2020

Air France-KLM braucht weitere sechs Milliarden Euro

Der französisch-niederländische Luftfahrtkonzern Air France-KLM benötigt offenbar weitere Unterstützung seitens der Heimatsstaaten. Konkret geht es diesmal um bis zu sechs Milliarden Euro, die in Form von Beihilfen und Krediten gewährt werden könnten. Laut der französischen La Monde sollen bereits Verhandlungen mit den Regierungen von Frankreich und der Niederlande laufen. Demnach soll Frankreich drei Milliarden Euro gewähren und die Niederlande sollen eine Milliarde Euro überweisen. Die restlichen zwei Milliarden Euro könnten in Form von Krediten aufgenommen werden, wobei es hierfür eine Staatshaftung geben soll. Wie die beiden Staaten diese aufteilen, ist noch unklar. Während Frankreich bereits große Teile der ursprünglich bewilligten Beihilfen ausbezahlt hat, stockte es in den Niederlanden. Endgültig grünes Licht gab es erst nachdem sich die Geschäftsleitung und die Pilotengewerkschaft auf ein Sparpaket geeinigt hatten. Generell ist die niederländische Regierung wesentlich zurückhaltender als jene in Frankreich. Unterm Strich wurden Air France-KLM bereits 10,4 Milliarden Euro bewilligt, wobei diese Summe sowohl Kredite als auch Beihilfen inkludiert. Sollten die nunmehr zusätzlich angeforderten Finanzmittel von den beiden Ländern bewilligt werden, so hätte der französisch-niederländische Konzern seit Beginn der Coronakrise die stolze Summe von 16,4 Milliarden Euro verschlungen. Eine weitere Klage von Ryanair würde daher nicht lange auf sich warten lassen. In verschiedenen lokalen Medienberichten äußerten sich Mitglieder der französischen Regierung wohlwollend bezüglich weiterer Staatshilfe für Air France. Man werde das Unternehmen auch weiterhin unterstützen. In den Niederlanden verhält man sich noch zurückhaltend und brachte zuletzt auch das Szenario der Herauslösung von KLM ins Spiel. Zwischen den beiden Aktionären wird es also noch

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VIE-Tochter in Luqa rechnet mit schwierigstem Winter in der Flughafengeschichte

Die maltesische Tochter der Flughafen Wien AG, der Luqa Airport, zählte im Oktober 2020 nur noch 110.346 Fluggäste – ein Rückgang von 73,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Zwischenzeitlich landete Österreich auf der so genannten „Amber List“, was zur Folge hat, dass die Einreise nur gegen Vorlage eines negativen PCR-Tests möglich ist. Auch hinsichtlich der Konnektivität zwischen Österreich und Malta gab es Veränderungen: Wizzair und Ryanair haben ihre Angebote ausgesetzt, so dass nur noch Air Malta zwischen Luqa und Wien fliegt. Doch auch der Staatscarrier reduzierte die Frequenzen. Während der Malta International Airport im Jahr 2019 ein Allzeithoch verzeichnen konnte, rechnet die Geschäftsleitung nun mit äußerst schwierigen Wintermonaten. Die VIE-Tochter teilte mit, dass die Betriebseinnahmen zwischen Jänner und Ende September 2020 um 67,7 Prozent zurückgegangen sind und 24,9 Millionen Euro ausmachen. Die Personalkosten wurden seit April 2020 um 24,1 Prozent gesenkt. Dies wurde auch mittels Lohnkürzungen beim Management und bei einfachen Angestellten umgesetzt. Auch betont der einzige Verkehrsflughafen der Republik Malta, dass das Kurzarbeitsprogramm der Regierung eine große Hilfe ist. Die Betriebskosten konnten um 38,4 Prozent gesenkt werden, da man sich auf die allernotwendigsten Dinge beschränkt hat. Die laufende Winterflugplanperiode 2020/21 soll laut Geschäftsleitung die schwierigste seit der Eröffnung des Flughafens Luqa werden. Die Finanzlage soll nicht angespannt sein, jedoch rechnet man mit einem neuerlich stark sinkenden Verkehrsaufkommen, was niedrigere Einnahmen zur Folge haben wird. In diesem Zusammenhang forderte Luqa-Chef Alan Borg auch einheitliche Reiserichtlinien, um die Nachfrage ankurbeln zu können. Er rechnet jedoch nicht damit, dass sich die Situation kurzfristig

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Flug von Luqa nach Rom endete für Teenager im Knast

Ein Flug von Luqa (Malta) nach Rom endete für einen Teenager nicht nur mit einer Zurückweisung, sondern auch mit einer viermonatigen Haftstrafe. Beim Boarding am Flughafen Malta ist dem Personal nicht aufgefallen, dass der Pass des 17-jährigen gefälscht war. Am „Zielflughafen“ führte jedoch die italienische Finanzpolizei (Guardia di Finanza) eine routinemäßige Kontrolle durch und wurde stutzig. Das Reisedokument, das der Teenager aus Marokko vorleget hatte, wurde überprüft und stellte sich als Fälschung heraus. Nach Rücksprache mit den maltesischen Behörden wurde klar, dass der Teenager aus einer Flüchtlingsunterkunft in Hal Far stammt und mittels eines gefälschten Reisepasses nach Italien gelangen wollte. Die italienischen Behörden verweigerten die Einreise und wiesen den jungen Mann mit dem nächsten Luqa-Flug zurück nach Malta. Dort blühte ihm eine „Begrüßung“ durch die Exekutive, denn der Teenager wurde unmittelbar nach dem Aussteigen verhaftet. Mittlerweile gab es auch eine Gerichtsverhandlung und der 17-jährige wurde zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt. Die Dauer der Untersuchungshaft wird allerdings angerechnet und abgezogen. Das Gericht ahndete die Verwendung eines gefälschten Ausweisdokuments. Möglich wäre auch eine längere Gefängnisstrafe gewesen, jedoch legte die Richterin das junge Alter und den Umstand, dass der Teenager von Anfang an geständig war, mildernd aus. „Flughafen-Seriendieb“ zu fast fünf Jahren Haft verurteilt Die maltesische Justiz hatte sich auch mit einem anderen „Flughafen-Kriminalfall“ zu befassen, denn über einen längeren Zeitraum suchte ein Dieb die Geschäfte am Flughafen Luqa heim. Laut Mitteilung des Gerichts soll sich ein nicht näher bezeichneter Mann in unregelmäßigen Abständen in Shops im öffentlichen Bereich „bedient“ haben. Smartphones, I-Pads,

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737-Max: China wartet Ergebnisse der Unfallermittlungen ab

Während die U.S.-amerikanische Luftfahrtbehörde bereits die Wiederzulassung erteilt hat und EASA-Chef Patrick Ky zuletzt erklärte, dass es auch in Europa soweit sein wird, ist China in Sachen Boeing 737-Max zurückhalten. Vorläufig denkt man gar nicht daran dieses Muster wieder abheben zu lassen. Die CAAC erklärte, dass zunächst die beiden fatalen Unfälle vollständig aufgeklärt werden müssen und die Untersuchungen abgeschlossen werden müssen. Auch verlangen die Chinesen, dass sämtliche Piloten neu und insbesondere vollständig auf dieses Muster geschult werden müssen. Einen „politischen Hintergrund“ soll es laut CAAC nicht geben. Die chinesische Luftfahrtbehörde deutete auch an, dass man die seitens der FAA erteilte Wiederzulassung für „zu früh“ hält, da die Untersuchungen der beiden Abstürze noch nicht abgeschlossen sind. Die tatsächliche Ursache der beiden Totalverluste wäre noch nicht ermittelt und daher habe man sich aus Sicherheitsgründen dazu entschieden die Ergebnisse abzuwarten. Daraus lässt sich ableiten, dass es noch einige Zeit dauern wird bis Operator aus dem Reich der Mitte die Maschinen des Typs Boeing 737-Max einsetzen dürfen bzw. ausländische Betreiber dieses Muster von/nach China einsetzen können.

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