November 23, 2020

Weitere Artikel aus der Rubrik

November 23, 2020

PLAY: Start-up sichert sich erste Slots

Die Start-up-Airline PLAY hat zwar noch kein AOC in der Tasche. Dafür sichert sich der isländische Billig-Flieger aber jetzt schon wichtige Slots für das nächste Jahr. Und zwar für Verbindung nach London-Gatwick, London-Stansted und Dublin. Jüngsten Berichten zufolge würde PLAY in der Lage sein, zweimal täglich nach Stansted und einmal am Tag nach Gatwick und Dublin zu starten, wie das Luftfahrtportal CH-Aviation berichtet. Eine Bestätigung vonseiten des Unternehmens stehe noch aus. Ebenso wie konkrete Informationen zum endgültigen Starttermin, der sich aufgrund von Corona verschoben hat.

weiterlesen »

Jet Airways: Banken wollen Restart nicht finanzieren

Zu Hochzeiten mauserte sich Jet Airways noch zur größten indischen Fluggesellschaft. Im April 2019 musste die Fluglinie jedoch dicht machen, zu hoch war der Schuldenberg. Heute arbeiten neue Investoren am Comeback. Wie schwer es tatsächlich wird zeigt sich jetzt:  Die Banken weigern sich, der Airline zusätzliche Mittel zuzuführen. Die Kreditgeber fürchten, dass der indische Luftfahrtsektor härter von der Coronavirus-Krise getroffen wurde und daher eine beträchtlichere Finanzspritze benötigt wird. Daher müsse man eine Stange mehr Geld in die Hand genommen werden, als derzeit kolportiert. Dementsprechend müssen die neuen Eigentümer eigene Mittel zuschießen, um wie geplant Anfang 2021 starten zu können, wie ch-aviation.com berichtet. Und das solange, bis die Banken ihre Zustimmung erteilen.

weiterlesen »

Aeroflot bekommt einen neuen Chef

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot bekommt mit Mikhail Poluboyarinov einen neuen Chef. Der Manager war zuletzt als Direktor der staatlichen Leasinggesellschaft GTLK tätig und folgt auf Vitaly Saveliev, der künftig als Verkehrsminister der Russischen Föderation fungieren soll. Poluboyarinov war in der Vergangenheit für Aeroflot in der Funktion des Deputy CEO tätig, eher im Jahr 2010 zur Leasinggesellschaft GTLK wechselte. Seit 2017 hat er ein Aufsichtsratsmandat bei der größten Fluggesellschaft Russlands. Neuer Chef bei GTLK wird übrigens der momentan amtierende Verkehrsminister, Yevgeny Ditrikh. Somit tauschen die drei Russen ihre Funktionen untereinander durch. Aeroflot ist Mitglied der Luftfahrtallianz Skyteam und die größte Fluggesellschaft Russlands. Sie gilt als vom Kreml kontrolliert und betreibt 294 Verkehrsflugzeuge. Mit Ausnahme der 54 Sukhoi SSJ-100 stammen alle Maschinen von den Herstellern Boeing und Airbus. Zahlreiche weitere Flugzeuge werden über Tochtergesellschaften und Beteiligungen wie Pobeda und Rossiya betrieben.

weiterlesen »

EU-Kommission arbeitet an einheitlichen Richtlinien für Schnelltests

Innerhalb der Europäischen Union herrscht bei Schnelltests keinerlei Einigkeit, denn manche Staaten setzen diese bereits für Massentests ein, andere zweifeln an der Zuverlässigkeit. Gemeinsam ist lediglich, dass ein negativer Antigen-Befund zu keinen Einreiseerleichterungen führt. Das soll sich – so der Wille von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen – nun ändern. Zunächst müssen einheitliche Qualitätsstandards geschaffen werden. Auf deren Grundlage will die Kommission durchsetzen, dass die EU-Mitglieder diese gegenseitig anerkennen müssen. Das ist ein erster, aber wichtiger Schritt, dass Antigen-Befunde im Reiseverkehr den PCR-Ergebnissen gleichgestellt werden könnten. Maßgeblich ist, so Ursula von der Leyen, dass die Testkits bei „mindestens“ vier von fünf Infizierten korrekt anschlagen. Auf Basis dieser Vorgabe sollen einheitliche Qualitätsrichtlinien geschaffen werden, denn momentan gibt es viele verschiedene Kits, die jedoch noch nicht bewertet sind und die Ergebnisse zum Teil nicht einmal im Inland anerkannt sind. Die EU-Kommission will nun auf eigene Kosten eine Bewertung der Angebote vornehmen und so für einheitliche Qualitätsrichtlinien sorgen. Das Leitungsorgan der Europäischen Union bestellte bereits in großer Menge Schnelltests, die explizit für den Reiseverkehr bestimmt sind. Gegen den Einsatz stemmen sich jedoch zahlreiche EU-Staaten, darunter bis zuletzt auch Deutschland. In der Bundesrepublik Deutschland deutet sich jedoch ein vorsichtiges Umdenken an, denn man will die Teststrategien der Reiseindustrie nun doch genauer ansehen und evaluieren, ob man eventuell Einreiserleichterungen gewähren kann. Die Airlinebranche setzt große Hoffnungen darauf, dass Antigen-Schnelltests, die vor dem Abflug oder aber auf dem Landweg am Grenzübergang durchgeführt werden, zu Einreiseerleichterungen führen. Wer negativ getestet wird soll reisen dürfen und keine Quarantäne

weiterlesen »

Oberverwaltungsgericht Münster kippt deutsche „Zwangsquarantäne“

Ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster könnte sich möglicherweise bundesweit auswirken: Das Gericht kippte die Quarantänepflicht für Rückkehrer aus vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebieten und stellte fest, dass Personen, die aus Regionen mit niedrigeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort eben zu Hause einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind als während der Reise. Das Urteil stellt die bisherige Praxis der Bundesrepublik auf den Kopf, denn wandte man eine starre Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an. Allerdings sind in vielen Regionen Deutschlands die „Quoten“ beachtlich höher, so dass es dazu kommen kann, dass man aus einem vermeintlichen „Risikogebiet“ nach Deutschland zurückkehrt und am Wohnort wesentlich höhere Infektionszahlen sind. Dennoch müsste man in Quarantäne, denn die deutsche Politik suggeriert ungeachtet der Zahlen des RKI, dass Gefahr vom Ausland ausgeht. Das Robert-Koch-Institut stellte allerdings fest, dass nur ein verschwindend geringer Anteil der Infektionen auf Reiserückkehrer zurückzuführen ist, mehr dazu in diesem Artikel. Ein Deutscher, der einen Urlaub auf Ibiza und Teneriffa verbracht hatte, klagte gegen die Quarantänevorschriften der Bundesrepublik Deutschland. Er argumentierte damit, dass die Anzahl der Neuinfektionen auf den Balearen deutlich niedriger wäre als in seiner Heimatstadt Bielefeld. Dennoch sollte er in Quarantäne, da er sich auf Ibiza aufgehalten hatte. Das Gericht gab der Klage statt und kippte die Quarantänevorschrift des Bundeslands Nordrhein-Westfalen. Diese trat pikanterweise erst am 8. November 2020 in Kraft. „Das von den Rückkehrern ausgehende Infektionsrisiko stellt sich jedenfalls bei vergleichbaren Inzidenzwerten nicht anders dar, als wenn sie daheim geblieben wären“, ist in der Urteilsbegründung des Oberverwaltungsgerichts Münster zu lesen. Ein

weiterlesen »

Kasachstan will alte Flugzeuge aus dem Verkehr ziehen

Die kasachische Regierung beabsichtigt Verkehrsflugzeuge und Helikopter, die älter als 40 Jahre sind, aus dem kommerziellen Flugverkehr zu entfernen. Derzeit wird im Parlament ein entsprechendes Gesetz diskutiert. Sollte dieses Rechtskraft erlangen, so wäre es Betreibern nicht mehr gestattet Maschinen, die dieses Alter überschreiten, innerhalb von Kasachstan, im Luftraum des Landes und im internationalen Verkehr einzusetzen. Ausnahmen sind für Flugzeuge, die explizit für Oldtimer-Rundflüge gedacht sind, vorgesehen. Ansonsten droht im kommerziellen Bereich auch die behördliche Löschung aus dem Register. Eingeschlossen ist auch, dass Verkehrsflugzeuge und Helikopter, die vor 1975 gebaut wurden, nicht mehr in das kasachische Register eingetragen werden können. Kasachstan will auch erreichen, dass im Cargo-Verkehr keine Flugzeuge mehr eingesetzt werden, die älter als 25 Jahre sind. Betroffene Betreiber hoffen, dass es Ausnahmen für bereits registrierte Flugzeuge gibt. Sollte Kasachstan dies jedoch nicht gewähren, könnte dies einige Operator vor große Herausforderungen stellen.

weiterlesen »

IAG: Air-Europe-Übernahme könnte später erfolgen

Die geplante Übernahme der spanischen Fluggesellschaft Air Europa durch die International Airlines Group könnte sich noch länger hinziehen, denn diverse Bedingungen für die Staatshilfe werden derzeit nachverhandelt. Weiters soll die IAG maximal 300 bis 400 Millionen Euro bezahlen wollen. Lokale Medien berichten unter Berufung auf interne Quellen, dass es derzeit unwahrscheinlich erscheint, dass die Transaktion im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen werden kann. Auch steht zur Diskussion, dass die IAG die Übernahme nicht in bar, sondern in Form von Aktien bezahlen könnte. Laut El Economista könnte Globalia so 4,6 Prozent an der International Airlines Group halten. Bislang wurde aber noch keine Vereinbarung mit den Gewerkschaften abgeschlossen, denn Air Europa soll in Iberia aufgehen. In diesem Zusammenhang soll es zur Verkleinerung der Flotte und damit verbunden zum Personalabbau kommen. Die spanische Regierung gewährte dem Carrier eine Staatshilfe in der Höhe von 475 Millionen Euro. Ursprünglich wollte die IAG eine Milliarde Euro für Air Europa bezahlen, jedoch sank der Wert aufgrund der Corona-Pandemie erheblich.

weiterlesen »

Aer Lingus will Shannon-Langstrecke nach Manchester verlegen

Ab Irland ist es momentan für das IAG-Konzernmitglied Aer Lingus besonders schwierig Langstreckenflüge anzubieten, denn die Einreisebestimmungen sind äußerst restriktiv. Das Unternehmen versucht nun nach Manchester auszuweichen. Unabhängig vom Brexit könnte Aer Lingus von Verträgen zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich profitieren, die wesentlich älter sind als die Europäische Union. Auf Grundlage uralter Vereinbarungen beabsichtigt der irische Carrier die bislang ab Shannon angebotenen Langstreckenflüge nach Manchester zu verlegen. Laut Reuters hat man bereits 1.500 Slotpaare erlangen können. Am britischen Airport soll eine neue Basis eröffnet werden, die aus einem Airbus A330 sowie drei A321LR bestehen soll. Mit dieser Teilflotte will man primär Langstreckenflüge in Richtung Nordamerika anbieten. Doch so ganz gesichert ist das Vorhaben noch nicht, denn bei Aer Lingus ist man sich nicht ganz sicher, ob das auf Grundlage der uralten Verträge zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich umsetzbar ist. Möglicherweise könnte man doch auf ein Luftfahrtabkommen zwischen der Europäischen Union und UK angewiesen sein. Ein solches existiert allerdings noch nicht und wird ein solches nicht abgeschlossen, könnte das Vorhaben äußerst schwierig werden. Ein Fuß in der Tür wäre dann noch, wenn formell BA-Flugnummern verwendet werden, jedoch die Konzernschwester Aer Lingus als Wetlease-Partner fliegt. Ein Comeback wird es jedenfalls in der Luftfahrtallianz Oneworld geben. Dieses ist primär von der International Airlines Group angetrieben. Aer Lingus gehörte zwischen 2000 und 2007 diesem Bündnis an. Da man sich damals in Richtung Point-to-Point-Lowcoster ausrichtete, hat man die Allianz verlassen. Seitens der Vereinigten Staaten wurde vor wenigen Tagen die kartellrechtliche Bewilligung für den

weiterlesen »

Deutschland will Luftfahrt-Hilfspaket auf den Weg bringen

Spät, aber doch hat die deutsche Bundesregierung erkannt, dass die momentane Situation der Luftfahrtbranche massiv zusetzt. Bislang hielt man sich – abgesehen von Lufthansa – mit staatlichen Hilfen stark zurück. Nun prüft man einige Maßnahmen wie man der Branche unter die Flügel greifen kann. Bis vor wenigen Tagen zeigte sich die Spitze der Bundesrepublik hinsichtlich der von Flughäfen und Airlines vorgeschlagenen Schnelltests ablehnend. Nun wirft man doch einen Blick auf das Konzept und stellt zumindest vage – ohne nähere Details zu nennen – in Aussicht, dass Einreiserleichterungen angedacht sind. Im Bereich der Langstrecke will man mit einigen Staaten verhandeln und „Safe Travel Corridors“ schaffen. Wie das genau funktionieren wird, ist allerdings noch hoffen und soll erst mit anderen Staaten evaluiert werden. Über die entsprechenden Pläne berichtete zunächst das Handelsblatt. Das deutsche Verkehrsministerium bestätigte auf Anfrage den Artikel. Über den Zeitplan ist noch nicht viel bekannt, denn erst Anfang Dezember 2020 sollen die Verhandlungen – vorerst innerhalb der Ministerien – beginnen. Die von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) angekündigte „Luftfahrtmilliarde“ soll der deutschen Flugsicherung sowie den Airports zufließen. Dabei wird auch namentlich der neue Flughafen Berlin-Brandenburg genannt, der erst kürzlich mit einer Schließungsandrohung für Aufsehen sorgte. Welcher Airport wie viel Geld bekommen soll, ist noch unklar. Im Hintergrund läuft ein Kompetenzgerangel wie viel die einzelnen Bundesländer beisteuern müssen. Derzeit schwebt dem Verkehrsministerium vor, dass die Hälfte vom Bund und die andere Hälfte von den Ländern aufgebracht werden muss. Demnach würde sich Scheuers Luftfahrtmilliarde real auf eine halbe Milliarde Euro reduzieren, denn der

weiterlesen »

Impfstofftransport wird Herausforderung für Luftfracht

Es dürfte wohl die größte humanitäre Aufgabe in der bisherigen Geschichte des Luftfrachtverkehrs werden, in den kommenden Monaten Milliarden an Impfstoffdosen gegen das Covid-19-Virus auszuliefern. Akribisch bereiten sich derzeit die Impfstoffhersteller, Logistiker wie Airlines in aller Welt auf den herausfordernden Transport vor, denn einzelne Impfstoffe verlangen einen gesicherten Transport bei bis zu -70 Grad Celsius. Der Dachverband der Fluggesellschaften IATA erwartet bis zu achttausend Transportflüge, die benötigt werden, um eine Versorgungssicherheit für die derzeitige Weltbevölkerung über 7,8 Milliarden Menschen sicherzustellen. Logistikriesen wie DHL, UPS, Fedex sowie andere führende Logistikunternehmen stehen bereits seit längerem in intensiven Gesprächen mit Impfstoffherstellen wie Biontech, Pfizer oder Moderna. Dabei geht es zum einen um einen entsprechend zeitnahen Transport jener Präparate, welche bereits von dutzenden Ländern gesichert wurden, andererseits um notwendige logistische Modalitäten. Denn je nach Hersteller der Impfstoffdosen unterscheiden sich deren Voraussetzungen ihres Transportes. Während jene von Biontech oder Pfizer eine durchgehende Kühlkette von etwa -70 Grad Celsius verlangen, orientieren sich andere Präparate an der üblichen für medizinische Produkte geltende Temperaturnorm zwischen 2 und 8 Grad. Um auf die unterschiedlichen Transportbedingungen entsprechend vorbereitet zu sein, rüsten sich derzeit Handling-Unternehmen und Airlines mit entsprechend konstruierten Containern aus, mit denen bis zu 100.000 Impfstoffdosen transportiert werden können. Kostenpunkt etwa 15.000 Euro. „Im Flugzeug und auf Lkw kommen die Präparate in Kunststoffboxen mit Trockeneis, also gefrorenem CO2. Solche Boxen könnten eine Temperatur von minus 70 Grad bis zu sechs Tage halten“, erklärt Thomas Ellmann, Vice President Life Sciences & Healthcare bei DHL Freight. Erfahrungen zieht man dazu aus

weiterlesen »