November 27, 2020

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November 27, 2020

BER nimmt die Südbahn vom Netz

Die Geschäftsführung des Flughafens Berlin-Brandenburg sieht für das Jahr 2021 keine Aussicht auf Erholung der Luftfahrtbranche. Derzeit liegen die Passagierzahlen bei etwa zehn Prozent des Vorjahresmonats. Nun will man Maßnahmen ergreifen und so bald wie möglich die Südbahn vom Netz nehmen. „2021 wird eines der schwersten Jahre in der Geschichte der FBB. Kein Flughafen in Deutschland wird in der Lage sein, mit den prognostizierten Passagierzahlen seine Betriebskosten zu decken. Die FBB trifft die zweite Corona-Welle in einer Situation, in der wir uns auf den Weg aus dem roten Zahlen hätten machen können. Jetzt helfen nur zwei Dinge: Die Bereitschaft unserer Gesellschafter, in der Krise zu uns zu halten und das Engagement des Unternehmens FBB so effizient und kostengünstig zu arbeiten, wie es irgendwie geht. Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung wird es uns gelingen, den BER für die wirtschaftliche Erholung Ostdeutschlands gut aufzustellen“, so Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup. Das Terminal 5 (ehemaliger Flughafen Schönefeld) soll spätestens im Frühjahr 2021 für zumindest ein Jahr geschlossen werden. Mit den beiden Maßnahmen, denen der Aufsichtsrat bereits zugestimmt hat, will die Betreibergesellschaft die Kosten senken. Die Kurzarbeit soll ab dem 1. Dezember 2020 fortgesetzt werden. Um weitere Einsparungen und Kostensenkungen zu erreichen, wurde darüber hinaus ein gesondertes Ausgabenboard etabliert. Darin werden alle Ausgaben über einem Schwellenwert von 25.000 Euro hinsichtlich ihrer betrieblichen Notwendigkeit streng überprüft, so die FBB. „Vor dem Hintergrund des starken Rückgangs der Passagierzahlen, der aus der europaweit um sich greifenden zweiten Infektionswelle seit Mitte Oktober entstanden ist, passte die Geschäftsführung die für das

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Tata greift Air Asia India unter die Flügel

Dem indischen Air-Asia-Ableger scheint das Schicksal der japanischen Schwester erspart zu bleiben, denn Großaktionär Tata erklärte sich dazu bereit Air Asia India zusätzliche Finanzmittel zu überweisen. So soll die Auflösung dieser Airline vermieden werden. Auch Vistara, an der Tata ebenfalls beteiligt ist, wird Unterstützung erhalten. Laut lokalen Medienberichten sollen 50 Millionen U.S.-Dollar für Air Asia India bereitgestellt werden. Diese sollen teilweise als Eigentümerzuschuss und als Kredite eingebracht werden. Tata Sons hält derzeit 51 Prozent. Die Air Asia Group wird sich nicht beteiligen, weshalb Tata die Beteiligung deutlich aufstocken wird. Erst kürzlich teilte der Konzern mit Sitz in Malaysia mit, dass man mit dem indischen Mehrheitseigentümer über einen Verkauf der Anteile spricht. Mit der nunmehrigen Kapitalmaßnahme werden bereits erste Fakten geschaffen. Tata Sons und Singapore Airlines werden gemeinsam 79,2 Millionen U.S.-Dollar in die Fluggesellschaft Vistara investieren. Die Beteiligungsverhältnisse (51 Prozent / 49 Prozent) werden beibehalten und demnach ist auch die Höhe der Eigentümerzuschüsse verteilt. Singapore Airlines steuerte heuer bereits 169,3 Millionen U.S.-Dollar bei. Wie viel seitens Tata bislang geflossen ist, ist nicht öffentlich bekannt. Anzunehmen ist aber, dass es ebenfalls zumindest ein dreistelliger Millionenbetrag in U.S.-Dollar war.

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Schweden: Tuifly Nordic steigt ins Inlandsgeschäft ein

Da wird sich Greta Thundberg aber freuen: Die schwedische Fluggesellschaft Tuifly Nordic wird ins Inlandsgeschäft einsteigen. Angeboten werden Flüge von Stockholm, Göteborg und Malmö zum Sälen Trysil Airport. Die Aufnahme soll laut CH-Aviation.com am 20. Dezember 2020 erfolgen. Die drei Routen werden je zweimal pro Woche mit Boeing 737-800 bedient. Zusätzlich sind einzelne Umläufe zum Scandinavian Mountains Airport (Sälen) ab Angelholm, Norrköping und Växjö geplant. Diese sollen im Feber 2021 durchgeführt werden. Der Flughafen Sälen wurde im Dezember des Vorjahres eröffnet und verwendet auch den Marketingnamen „Scandinavian Mountains Airport“. Hinter dem Projekt stehen die Betreiber zweier Schigebiete in Schweden und eines in Norwegen. Tuifly Nordic hofft darauf, dass man vom Inlandstourismus profitieren kann, da aufgrund der Einreise- und Quarantänebestimmungen viele Ressorts im Ausland momentan nur schwer erreichbar sind.

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Skyexpress hat ersten A320neo übernommen

Die griechische Fluggesellschaft Skyexpress hat mit der SX-IOG den ersten Airbus A320neo übernommen. In Kürze soll mit der SX-TEC eine baugliche Maschine übernommen werden. Beide Flugzeuge werden von der Aviation Capital Group geleast. Die SX-IOG wurde bereits in Finkenwerder abgeholt und nach Griechenland überstellt. Der Carrier plant insgesamt sechs Airbus A320neo einzuflotten. Angekündigt ist bereits, dass im Feber 2020 zwei weitere Einheiten übernommen werden. Skyexpress erlöste vor einigen Wochen den Flugzeugbauer Airbus von einer längeren Durststrecke und tätigte eine Neubestellung. Der griechische Carrier war bislang primär als Regionalfluggesellschaft tätig. In der Firmengeschichte gab es immer wieder „Ausflüge“ mit Jets verschiedener Typen, doch blieb man über lange Sicht gesehen den Turboprops treu. Das ändert sich nun, denn mit sechs Airbus A320neo will man sowohl im Inland als auch im europäischen Verkehr ein wichtiger Carrier werden. Derzeit plant Skyexpress die SX-IOG ab 14. Dezember 2020 im Linienverkehr zwischen Thessaloniki und Athen einzusetzen. Weiters soll Heraklion ab der Hauptstadt künftig mit A320neo bedient werden. Als Starttermin nennt die Fluggesellschaft den 18. Dezember 2020.

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Mailand: Gericht erklärt Ernest Airlines insolvent

Ein mögliches Comeback der Ernest Airlines ist nun in weitere Ferne gerückt, denn ein Gericht entschied diese Woche, dass das Unternehmen insolvent ist und abgewickelt werden muss. Der Flugbetrieb wurde bereits vor knapp einem Jahr eingestellt. Bis 19. April 2021 können Gläubiger ihre Forderungen anmelden. Dies schließt auch Inhaber von Flugtickets, die nicht mehr genutzt werden konnten, ein. Das Gericht beraumte die erste Gläubigerversammlung für den 19. Mai 2021 an. Die Gewerkschaft Uiltrasporti sieht die Entscheidung des Gerichts positiv, denn Ernest Airlines würde nur noch als Firmenhülse existieren. Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs wäre von Anfang an unwahrscheinlich gewesen. Für die Mitarbeiter hatte dies aber Folgen, denn formell sind diese noch immer bei der Fluggesellschaft angestellt und hatten daher keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Das ändert sich nun mit dem Gerichtsbeschluss. Die Arbeitnehmervertreter fordern, dass den Betroffenen so rasch wie möglich das Insolvenzentgelt nach italienischem Recht gewährt wird.

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Frankfurt: Condor kündigt weitere Langstrecken an

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor wird am 18. Dezember 2020 Nonstop-Flüge von Frankfurt am Main nach Punta Cana, Puerto Plata und Santo Domingo aufnehmen. Die Malediven stehen ebenfalls wieder zweimal pro Woche im Flugplan. Die Verbindungen auf die kanarischen Inseln werden aufgestockt: Von Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und München bringt Condor Urlauber nach Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, La Palma, Teneriffa und Madeira. Reisen mit Condor sind bei allen deutschen Veranstaltern buchbar, Flugtickets wie gewohnt unter www.condor.com im Reisebüro und telefonisch. „Wir sehen an unseren Flügen nach Kuba, dass die Deutschen reisen wollen – und verantwortungsbewusstes Reisen ist dank umfangreicher Schutzmaßnahmen und Hygienekonzepten über die gesamte Reise hinweg möglich. Wir freuen uns, eines der beliebtesten Ziele der Condor-Kunden, die Dominikanische Republik, noch in diesem Jahr wieder in unseren Flugplan aufzunehmen. So steht einem Winterurlaub an karibischen Traumstränden nichts mehr im Wege“, so Ralf Teckentrup, CEO von Condor. Verbindungen ab Frankfurt, ab dem 18. Dezember 2020 Varadero: Dienstag, Freitag, Samstag Punta Cana: Montag, Mittwoch, Samstag Puerto Plata, Santo Domingo: Sonntag Malediven: Montag, Samstag

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Neos: „Austro Control hat RH-Empfehlungen mangelhaft umgesetzt“

Im Nachgang des KV-Abschlusses zwischen Austro Control und der Gewerkschaft Vida übt die Oppositionspartei Neos heftige Kritik. Man wirft der Geschäftsleitung vor, dass diese die Empfehlungen des Rechnungshofs weitgehend nicht umgesetzt habe. „Ich bin enttäuscht, dass die Austro Control die Empfehlungen aus dem Vorbericht des Rechnungshofes großteils links liegen gelassen hat“, sagt der Rechnungshofausschussvorsitzende und NEOS-Abgeordnete, Douglas Hoyos, zum aktuellen Follow-up-Bericht zur zivilen Flugsicherung. „Vor allem bei den Personalkosten der Austro Control besteht auch aus meiner Sicht dringender Handlungsbedarf. Der Personalaufwand ist alleine von 2015 bis 2018 um 49 Prozent gestiegen. Die Austro Control hat die Gehaltsschemata von beiden Kollektivverträgen leider nicht auf ein Niveau gedämpft, das mit dem des Bundes vergleichbar wäre“, so Hoyos. Der Oppositionspolitiker erklärt weiters, dass bei der ACG Abteilungsleiter rechnerisch rund 12.500 Euro pro Monat erhalten, während beim Staat im Schnitt 8.500 Euro bezahlen werden. Hoyos vertritt die Ansicht, dass das KV-Verhandlungsergebnis ein „richtiger Schritt“ ist und sagt: „Die Einsparungen von rund 80 Mio. Euro alleine im Jahr 2020 begrüßen wir. Beide Seiten haben große Bereitschaft gezeigt, vor allem jetzt in der Krise dazu beizutragen, dass die Austro Control auch in den nächsten Jahren gut arbeiten kann. Auch die Ankündigung, einen Kollektivvertrag für neu eintretende Mitarbeiter_innen auszuverhandeln, sehen wir grundsätzlich positiv, die bestehenden Kollektivverträge müssen aber ebenso angepasst werden“.

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Fraport-Chef Schulte bleibt ADV-Präsident

Der deutsche Flughafenverband ADV wählte einen neuen Vorstand. Präsident bleibt auch weiterhin Fraport-Chef Stefan Schule. Im sind Ludger van Bebber (Dortmund) und Andrea Gebbeken (München) als Vizepräsidenten zur Seite gestellt. „Unsere Branche kann sich langfristig nur erholen, wenn pauschale Quarantäneregelungen verbesserten Teststrategien Platz machen. Trotz aller hoffnungsvollen Nachrichten, dass Impfstoffe schon bald zur Verfügung stehen, braucht der Luftverkehr eine überzeugende Wiederanlauf-Strategie. Der Neustart des internationalen Flugverkehrs muss schon aus ökonomischen Gründen beginnen. Die Flughäfen als unverzichtbare Infrastrukturen in den volkswirtschaftlichen Versorgungsketten bleiben auch in der Krise zuverlässige Partner für Wirtschaft und Regionen“, so Schulte zum Auftakt seiner zweiten Amtszeit als ADV-Präsident. „Die deutschen Flughäfen nehmen beim Lärm- und Klimaschutz international eine Vorreiterrolle ein. Sie werden ihre eigenen CO2-Emissionen bereits bis 2030 um 50 Prozent reduzieren – unter anderem durch Investitionen in energieeffiziente Gebäude und elektrisch betriebene Fahrzeuge. Darüber hinaus haben sich die Flughäfen verpflichtet, ihre CO2-Emissionen weiter zu reduzieren mit dem verbindlichen Ziel, bis 2050 vollständig CO2-neutral zu sein. Um den gesamten Luftverkehr in Einklang mit dem Klimaschutz zu bringen, braucht es aber eine Flottenmodernisierung und einen Systemwechsel hin zu alternativen Kraftstoffen. Das wird nur gelingen mit einem fairen regulatorischen Rahmen, der neutrale Wettbewerbsbedingungen gewährleistet. Hierfür werde ich mich in Brüssel und Berlin einsetzen“. Das zukünftige ADV-Präsidium hat folgende Mitglieder: Stefan Schulte, Präsident (Flughafen Frankfurt) Andrea Gebbeken, Vizepräsidentin (Flughafen München) Ludger van Bebber, Vizepräsident (Flughafen Dortmund) Götz Ahmelmann (Mitteldeutsche Flughäfen) Michael Eggenschwiler (Flughafen Hamburg) Elmar Kleinert (Flughafen Bremen) Engelbert Lütke-Daldrup (Flughafen Berlin/Brandenburg) Thomas Schnalke (Flughafen Düsseldorf) Walter Schoefer (Flughafen Stuttgart)

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Austrian Airlines legt neue MNS-Masken auf

Der Onlineshop von Austrian Airlines erweitert das Sortiment um MNS-Masken des Designers La Hong sowie um Produkte des Elektronikkonzerns Apple. Weiterhin erhältlich sind typische Werbeprodukte wie Schuhe, Flugzeugmodelle und Badeenten. Die Bezahlung kann auch mit Meilen des Kundenbindungsprogramms Miles&More erfolgen. Die neuen MNS-Masken mit aufgesticktem AUA-Logo können ab Anfang Dezember 2020 zum Preis von 14,90 Euro bestellt werden. Es handelt sich um ein waschbares Produkt, das wiederverwendet werden kann.

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Wizzair versucht Geschäftsreisenden Charterflüge anzubieten

Bei Verfügbarkeit bieten die meisten Linienfluggesellschaften das Chartern ihrer Flugzeuge an. Bei Lowcostern kommt dies allerdings eher selten vor, da in normalen Zeiten die Flotte durchgetaktet ist und wenig Zeit für Sonderflüge bleibt. Wizzair bietet nun auf der Startseite der Homepage das Chartern ihrer Maschinen an. Interessant ist dabei der Slogan, der verwendet wird, denn dieser erinnert äußerst stark an jenen des Mitbewerbers Ryanair. Unter dem Claim „Charter Flights Made Simple“ versucht Wizzair Firmen bzw. Geschäftsreisende anzusprechen. Eine Onlinebuchung ist allerdings nicht möglich, denn es muss eine Anfrage in englischer Sprache an eine E-Mail-Adresse geschickt werden. Vorsorglich weist der Carrier sogar darauf hin, dass dieses Postfach nur für Anfragen für Vollcharterflüge und nicht für Auskünfte zu Linienflügen bestimmt ist. Ryanair wirbt mit dem Slogan „Low Fares Made Simple” und gründete vor einiger Zeit einen Ableger in Polen. Unter der Marke Ryanair Sun war die Tochtergesellschaft zunächst fast ausschließlich im Charter für Veranstalter tätig. Mittlerweile verpasste man dem Unternehmen den Namen Buzz und es fliegt primär im Auftrag der Konzernschwester Ryanair DAC. Allerdings führt man weiterhin vereinzelt Sonderflüge für polnische Tour Operator durch.

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