Dezember 1, 2020

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Dezember 1, 2020

Vistara könnte bald bei Air India einsteigen

Es grenzt an ein Wunder, dass Air India noch nicht das Zeitliche gesegnet hat. Die hochverschuldete Fluggesellschaft schreibt seit Jahren Verluste und stand bereits mehrfach vor der Insolvenz. Vor dieser bewahrt der indische Staat die Nationalairline zwar noch, nun soll sie aber verkauft werden. Und zwar an die Fluglinie Vistara. Vistara ist ein erst wenige Jahre altes Joint Venture zwischen dem indischen Industriekonglomerat Tata und der bekannten Fluggesellschaft Singapore Airlines. Die beiden Geschäftspartner wollen den indischen Luftfahrtmarkt jetzt aufmischen und ein Angebot abgeben. Singapore Airlines würde jedoch unter dem Vorbehalt agieren, dass man selbst sicher durch die Krise komme, wie das Nachrichtenportal CH-Aviation berichtet. Ansonsten scheidet der Carrier aus.  In Indien wird spekuliert, dass Tata selbst ohne die Unterstützung des Partners ein Angebot abgeben könnte. Realistisch scheint es aber nicht, da die beiden Joint Venture-Partner sich vor einigen Jahren darauf geeinigt hatten, gleichzeitig nicht in eine andere Airline in Indien zu investieren. Folgerichtig werde Tata wohl alles daran setzen, den Partner mit an Bord zu bekommen. Man darf gespannt sein.

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Wien nimmt drittes Corona-Testzentrum in Betrieb

Im Bereich des Austria Centers nimmt die Stadt Wien ein drittes Corona-Testzentrum in Betrieb. Dieses ergänzt die beiden bestehenden vor dem Ernst-Happel-Stadion und auf der Donauinsel. Die Eröffnung erfolgt am 1. Dezember 2020. Das neue Zentrum ist auf Antigen-Schnelltests spezialisiert. Derzeit werden an den beiden anderen Testzentren überwiegend Gurgel-PCR-Testungen durchgeführt. Beim Austria Center setzt man auf Schnelltests, die innerhalb vom 15 Minuten ein Ergebnis liefern sollen. Fällt dieses positiv aus, so wird zur Verifizierung zusätzlich ein PCR-Abstrich bzw. –Gurgeltest genommen. Die tägliche Kapazität wird seitens des Magistrats der Stadt Wien mit 15.000 Untersuchungen pro Tag angegeben. Mittelfristig sollen entweder das Testzentrum auf der Donauinsel oder jenes vor dem Ernst-Happel-Stadion aufgelassen werden. Als Ersatz soll im Süden der Stadt ein neues eröffnet werden. Einen genauen Zeitplan gibt es hierfür jedoch noch nicht. Die Teststraße vor dem Fußballstadion steht weiterhin auch Reiserückkehrern, die ihren Hauptwohnsitz in Wien haben, kostenfrei zur Verfügung. „Im September konnten wir im Rahmen eines europaweit einzigartigen Pilotprojekts bereits 2.000 WU-Studierende in sehr kurzer Zeit testen. Nun stellen wir sehr gerne unsere Erfahrung mit der Planung, Durchführung und der damit verbundenen Teststraßen-Logistik der Stadt Wien zur Verfügung“, sagt Susanne Baumann-Söllner, Direktorin des Austria Center Vienna.  Die Schnellteststraßen sind ab 1. Dezember an sieben Tagen pro Woche von 7-19 Uhr geöffnet. Auf dem überdachten Bruno-Kreisky-Platz vor dem Austria Center Vienna stehen zunächst drei Teststraßen für Fußgänger ohne akute Symptome zur Verfügung, die Anreise ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U1 Station Kaisermühlen-VIC) möglich. Zielgruppe sind Besucher von Pflegeheimen sowie Mitarbeiter der kritischen

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Vida: „RH-Kritik an ACG ohne Substanz und Weitsicht“

Die Gewerkschaft Vida zeigt sich neuerlich über das Verhalten des staatlichen Austro-Control-Eigentümers verwundert. Der Aufsichtsrat zeichne sich „lediglich durch ein wildes Poltern gegenüber der Belegschaft aus“, so die Arbeitnehmervertreter. Die Kritik des Rechnungshofs knüpfe daran an und „löst große Bestürzung bei den Mitarbeitern aus“. „Gerade die letzten Wochen haben gezeigt, wie verantwortungs- und krisenbewusst die Beschäftigten der Austro Control gehandelt haben. Nur mit ihrer Unterstützung war es möglich, sich in den schwierigen Kollektivvertragsverhandlungen auf ein Sparpaket in Millionenhöhe einigen zu können, um so den wirtschaftlichen Fortbestand des Unternehmens zu sichern“ erklärt Vida-Fachgruppenleiter Daniel Liebhart. „Dieses Verhalten hat dazu geführt, dass die Beschäftigten jegliches Vertrauen in dieses Kontrollgremium verloren haben. Die nun veröffentlichte Kritik des Rechnungshofs knüpft daran an und löst große Bestürzung bei den Beschäftigten aus. Statt Dank erhält man Schelte. Viele stellen sich die Frage, ob die Kontrollorgane der Austro Control die aktuelle Situation überhaupt erfasst hätten und verstanden haben, dass ausschließlich die Beschäftigten einen Beitrag für den Fortbestand der Flugsicherung in Österreich leisten“. Die Gewerkschaft verweist darauf, dass die Flugsicherung eine systemrelevante Infrastruktur ist, die sich vollständig aus eigenen Einnahmen finanziert. Beispielsweise verdient die ACG an den Gebühren, die Airlines und Privatpiloten zu entrichten habe. Liebhart befürchtet, dass wenn nach dem Motto „Kosten runter, egal was es kostet“ vorgegangen wird, dass Austro Control in der Zukunft Probleme haben für spezialisierte Berufe wie Lotsen, Techniker und Metrologen Personal zu finden. „Seit Jahrzehnten schafft es die Austro Control nicht, einen nachhaltigen Personalstand in der Flugsicherung aufzubauen. Andere Flugsicherungen, wie beispielsweise

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Montenegro Airlines: Finanzlage spitzt sich zu

Die Finanzlage bei Montenegro Airlines spitzt sich immer weiter zu. Das Unternehmen bestätigte, dass man die Löhne für Oktober 2020 noch immer nicht ausbezahlen konnte. Weiters habe man bei diversen Zulieferern und Dienstleistern Rückstände. Sollte der Staat keine Hilfe gewähren, so kann die Geschäftsleitung das Grounding nicht mehr ausschließen. „Seit Beginn der Wintersaison hat sich die Krise beschleunigt und die geringen Einnahmen, die wir hatten, wurden weiter reduziert. Bis heute konnten wir den Oktoberlohn nicht bezahlen. Wir haben auch ausstehende Zahlungen für Flugzeugleasing, Triebwerke und Schulden gegenüber Lieferanten. Wir tun alles, um die Ausgaben zu senken. Die Reduzierung der Einnahmen und Ausgaben ist jedoch nicht proportional zueinander“, erklärte ein Sprecher gegenüber der Tageszeitung „Vijesti“. „Unter diesen Umständen und ohne staatliche Beihilfen können wir den Betrieb auch kurzfristig nicht fortsetzen. Wenn ein Unternehmen wie Lufthansa staatliche Beihilfen beantragt und erhalten hat, was kann man dann für uns sagen? Seit dem 31. August haben wir keine staatlichen Mittel mehr erhalten.“

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Turkish plant Gründung einer Cargo-Tochter

Heuer konnte Turkish Airlines im Frachtbereich starke Zuwächse erzielen. Nun plant das Unternehmen den Bereich in eine Tochtergesellschaft, die dann über eigene Zertifikate verfügen soll, auszulagern. Spielte Cargo vor einigen Jahren eine noch untergeordnete Rolle, so konnte sich Turkish Airlines zu einem wichtigen Player in diesem Segment etablieren. Derzeit betreibt man zehn A330-200F und acht Boeing 777F selbst. Weiters sind vier Boeing 747F, betrieben von AirACT und zwei A310F, betrieben von ULS Airlines, im Wetlease für das Unternehmen in der Luft. Aus den für das dritte Quartal des Jahres 2020 veröffentlichten Finanzzahlen geht hervor, dass die Einnahmen aus Frachtflügen in den ersten neun Millionen um 55 Prozent gesteigert werden konnten. Derzeit liegen diese bei 1,881 Milliarden U.S.-Dollar. Um den Bereich weiter expandieren zu können, soll nun eine eigene Cargo-Tochter geschaffen werden. Derzeit werden das AOC und die Betriebsbewilligung von Turkish Airlines genutzt. Die Neugründung soll sich komplett im Eigentum des Carriers befinden, wobei man sich auch den Einstieg eines Partners vorstellen kann.

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Belgrad: Regierung budgetiert Air-Serbia-Subventionen für 2021

Die serbische Regierung beabsichtigt der teilstaatlichen Air Serbia auch im kommenden Jahr mit Subventionen unter die Flügel zu greifen. Dies hat aber auch taktische Gründe, denn sollte Etihad Airways nicht mitziehen, so verwässert die 49-prozentige Beteiligung des Golfcarriers. Budgetiert sind vorläufig knapp 151 Millionen U.S.-Dollar, die unter zehn Firmen, die seitens der Regierung als besonders wichtig eingestuft wurden, aufgeteilt werden. Auf der Liste befindet sich auch die Fluggesellschaft Air Serbia. Wie hoch die Summe, die überwiesen wird, sein wird, steht allerdings noch nicht fest. Da man seit einiger Zeit mit dem Minderheitsgesellschafter Etihad Airways durchaus unglücklich ist, prüft die serbische Regierung seit einiger Zeit die Übernahme des Anteils des Golfcarriers. Dieser hält 49 Prozent. Sollte sich Etihad an dem geplanten Kapitalzuschuss des Staats nicht beteiligen, so könnte sich die momentane Beteiligung in der Höhe von 51 Prozent durch Verwässerung des Etihad-Anteils erhöhen. Dies ist durchaus auch ein taktisches Spiel in den Gesprächen mit dem Golfcarrier.

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BER vor Abbau von 535 Stellen

Vier Wochen ist der neue Flughafen Berlin-Brandenburg in Betrieb und schon stehen die Schließung der Südpiste und des Terminals 5 an. Zusätzlich sollen nun 535 Stellen abgebaut werden. Dies kündigte Finanzchefin Aletta von Massenbach im Brandenburger Landtag an. Bereits im Jahr 2021 müssen zumindest 115 Flughafenmitarbeiter gehen. Die weiteren Jobs sollen bis 2025 entfallen, wobei betont wird, dass dies „sozialverträglich“ erfolgen soll. Nicht nur im Bereich Aviation verzeichnet die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH aufgrund der Corona-Pandemie starke Rückgänge, sondern auch bei der Vermietung von Handels- und Gastronomieflächen. Der Leerstand im neuen Terminal 1 ist beachtlich.

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