Dezember 4, 2020

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Dezember 4, 2020

Schwacher November am BER

Am 31. Oktober eröffnete der BER. Die Euphorie hält nur kurz an, denn Corona holt den Flughafen auf den Boden der Tatsachen zurück. Im ersten Monat nach der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt sind insgesamt 213.000 Passagiere gestartet oder gelandet. m Vergleich zum Vormonat Oktober sind die Passagierzahlen am BER im November noch einmal zurückgegangen. Im Oktober 2020 verzeichneten die beiden Flughäfen Schönefeld und Tegel insgesamt 581.322 Passagiere. Ein Grund für das derzeit dramatisch geringe Niveau ist die weltweite Krise des Luftverkehrs auf Grund der Covid-19-Pandemie. Das Cargo-Aufkommen hat gegenüber dem Vormonat um 120 Tonnen leicht zugenommen. So wurden im November 2020 am BER insgesamt rund 1.900 Tonnen Luftfracht bewegt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das Luftfrachtaufkommen um 39,5 Prozent zurückgegangen.

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Island: Ex-Corona-Patienten dürfen bald ohne Test einreisen

Island stellt die Weichen für den Wintertourismus und öffnet seine Türen für Ex-Corona-Patienten. Diese können künftig problemlos einreisen, ohne dass der Gang in die Selbstisloation droht. Ab dem 10. Dezember gelten erleichterte Einreiseregeln. Demnach können Reisende aus dem Ausland, die bereits Antikörper gegen Sars-CoV-2 haben, frei ins Land einreisen. Sie müssen weder einen negativen Corona-Test vorlegen noch in Quarantäne. Die Regierung verlang, dass die frühere Infektion von einem Labor im Europäischen Wirtschaftsraum oder der Europäischen Freihandelsassoziation bestätigt worden ist. Alternativ sei auch die Bestätigung eines Epidemiologen in Island gültig, wie rnd.de berichtet. Bisher mussten alle Einreisenden einen negativen Test vorweisen – trotzdem traf auch sie die 14-tägige Quarantänepflicht, die erst nach fünf Tagen durch einen weiteren negativen Corona-Test vorzeitig beendet werden konnte.

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Landgericht entscheidet gegen TUI

Das Landgericht Hannover räumt die Zweifel aus dem Weg und stellt klar: Reiseanbieter müssen ihre Kunden klar erkennbar darauf aufmerksam machen, dass sie einen Rückerstattungsanspruch haben. Dieser gerichtlichen Entscheidung lag ein Verfahren gegen den Reiseveranstalter TUI zugrunde. Dieser, aber auch zahlreiche andere Unternehmen, hatten vor allem in der anfänglichen Phase der Pandemie lediglich darauf hingewiesen, dass Kunden bei abgesagten Reisen Anspruch auf einen Gutschein oder eine Umbuchung hätten. Und dabei den gesetzlichen Erstattungsanspruch völlig außer Acht gelassen. Die Missachtung der Informationspflichten wurde in diesem Fall bestraft, doch das war es noch lange nicht. Denn sechs weitere Klagen seien noch vor Gericht anhängig, wie das Reiseportal Reisevor9 berichtet. Unter anderem sollen Condor, Easyjet und Eurowings zu den Beklagten gehören.

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Rekordjahr für deutsche Schlichtungsstelle

Die deutsche Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) hatte in diesem Jahr so viel zu tun, wie noch nie zuvor. Bis Ende Dezember erwartet die Stelle insgesamt rund 41.000 Anträge von Reisenden. Besonders die kriselnde Luftfahrtbranche machte den Betroffenen zu schaffen. Deswegen geht der Löwenanteil der Beschwerden (84 Prozent) auch auf seine Kappe.  In diesem Jahr überholte die SÖP das bisherige Rekordjahr 2018 um ein knappes Drittel. Die Damals sorgte die Air Berlin-Pleite für Mehrarbeit, Fluggäste mussten sich mit massiven Verspätungen und Flugausfällen herumschlagen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr legte die Beschwerdezahl um sogar fast 60 Prozent zu, wie das Traunsteiner Tagblatt berichtet. Bei rund 13 Prozent der Beschwerden ging es wiederum nicht um den Flugverkehr, sondern um die Bahn. Auch den bundeseigenen Konzern traf die Pandemie, wenn auch nicht so drastisch wie die Fluggesellschaften. Die Züge blieben weitgehend leer, viele Menschen verschoben ihre Fahrten, weil Geschäftsreisen ausfielen oder weil sie Angst hatten, mit vielen Menschen in einem Waggon zu sitzen. Auf andere Verkehrsträger bezog sich den Angaben zufolge nur ein geringer Teil der Beschwerden: Der Fallanteil von Beschwerden zu Fernbussen und dem öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) lag der SÖP zufolge lediglich bei jeweils rund einem Prozent. Insgesamt konnte die Stelle in rund acht von zehn Fällen dafür sorgen, dass die Reisenden mit ihrem Anliegen erfolgreich waren.

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EU winkt staatliche Beihilfen für Croatia Airlines durch

Die staatliche Fluggesellschaft Kroatiens erhält grünes Licht für 11,7 Millionen Euro, die von der Regierung an den Carrier fließen. Diese Finanzspritze soll die durch die Corona-Krise entstandenen Verluste abfedern. Zusätzlich dazu würde das Unternehmen auch eine Kapitalerhöhung in der Höhe von 46 Millionen Euro erwarten, wie das Nachrichtenportal Exyuaviation berichtet.

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Fly Bosnia startet mit drei neuen Jets

Das Comeback der Fly Bosnia rückt immer näher: Der Eigentümer des Unternehmens, die Al Shiddi Group, bestätigte, dass die Fluggesellschaft Verträge für drei Airbus A320-Jets mit einer Kapazität von je 180 Passagieren unterzeichnet hatte. Das erste Flugzeug werde voraussichtlich bereits in diesem Monat eintreffen, während die restlichen beiden im April nächsten Jahres erwartet werden, wie das Luftfahrtportal Exyuaviation berichtet. Einer der drei Jets, registriert unter N419UA, ist 26 Jahre alt und war zuvor für United Airlines im Einsatz. Den angeschlagenen Balkan-Carrier traf die Corona-Krise besonders schwer. Im Sommer musste sogar der einzigen Flieger, eine Airbus A319-Maschine, zurückgegeben werden. Deswegen flog die Fluglinie in den Hochsommermonaten im Wet-Lease Passagiere von Sarajevo in die Türkei. 

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Southwest: Über 6800 Stellen wackeln

Die Belegschaft von Southwest Airlines erreichte am Donnerstagabend eine Hiobsbotschaft: Das Unternehmen droht damit 6828 Mitarbeiter in unbezahltem Zwangsurlaub zu schicken. Damit würden rund zwölf Prozent der Beschäftigten um ihre Jobs bangen müssen, wie cnbc.com berichtet. Southwest Airlines begründete den Schritt in einer Stellungnahme mit einem Mangel an bedeutendem Fortschritt in den Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern um vorübergehende Kostensenkungen. Die Entscheidung des Unternehmens komme „nicht völlig überraschend“, sei aber „unglaublich enttäuschend“, sagte der Präsident der Pilotengewerkschaft Swapa, Jon Weaks, in einer Video-Botschaft. „Heute ist ein trauriger Tag in der Geschichte von Southwest Airlines“.

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United Airlines erwartet neue 737 Max-Jets im Dezember

United Airlines spuckt große Töne: Einem internen Sprecher zufolge erwartet die US-Fluggesellschaft in der nächsten Woche eine Boeing 737 Max-Lieferung. Damit wäre United die erste Airline, welche den Krisenflieger des amerikanischen Flugzeugherstellers nach über 19 Monaten Stillstand wieder ausgeliefert bekommt. Insgesamt würde der Carrier in diesem Monat acht neue 737 Max-Jets erwarten, wie das Nachrichtenportal Reuters berichtet. Schon im letzten Monat gab das Unternehmen bekannt, im ersten Quartal 2021 mit der 737 Max fliegen zu wollen, nachdem die Genehmigung der US-Luftfahrtbehörde erteilt wurde.

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„Neuer“ Laudamotion-KV wurde nie abgeschlossen – Lauda Europe könnte „alter“ KV gerichtlich aufgezwungen werden

Im Frühjahr 2020 sorgten die Laudamotion-Geschäftsführer David O’Brien und Andreas Gruber in Sachen des gewünschten neuen Kollektivvertrags für ordentlich Wirbel, doch unmittelbar nach er Einigung der Sozialpartner verloren die beiden Ryanair-Manager plötzlich das Interesse. Der unter großem Wirbel regelrecht erpresste „neue Kollektivvertrag“ wurde niemals abgeschlossen, bestätigen Gewerkschaft und Wirtschaftskammer übereinstimmend. Rückblick: Zunächst vollführte die österreichische Ryanair-Tochter Laudamotion eine regelrechte Seifenoper rund um die Kurzarbeit und verschickte diverse, in englischer Sprache abgefasste Briefe an Regierungsmitglieder. Unter anderem forderte man, dass die Gewerkschaft Vida zur Unterzeichnung der Sozialpartnervereinbarung „angewiesen“ werden solle und drohte mit dem Gang vor den Europäischen Gerichtshof, weil man sich gegenüber Austrian Airlines diskriminiert fühlte. Die ÖGB-Teilgewerkschaft Vida wurde als Austrian-Airlines-Betriebsgewerkschaft diskreditiert. Das vorläufige Ende der Seifenoper war, dass die Vida die Vereinbarung unterzeichnete und somit Laudamotion in den Genuss der Kurzarbeit kam. Kurzarbeit wurde einfach so beendet – Mitarbeiter gingen gar gegen die Gewerkschaft auf die Straße Doch das Wort „kurz“ nahmen David O’Brien und Andreas Gruber wohl wörtlich, denn es dauerte nicht lange, da wurde ein neuer Kollektivvertrag gefordert. Ein Vordruck wurde an die Sozialpartner geschickt und falls dieser nicht unterschrieben wird, mache man Wien dicht und setzt das Personal auf die Straße. Es folgte die nächste Seifenoper, die sogar zwei Demonstrationen des Lauda-Personals gegen die eigene Gewerkschaft zur Folge hatte. Letztlich einigen sich die Sozialpartner auf einen Kompromiss. Zwischenzeitlich wurden einfach die Kurzarbeit beendet und die Flugzeuge demonstrativ ausgeflogen. Unmittelbar nach der Einigung wurde nochmals mit „Brieferln“ gefordert, dass bis 17 Uhr 00 ein Vordruck unterschrieben

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Neuer Flybe-Eigentümer beantragt Betriebsbewilligung

Das Comeback der insolventen Regionalfluggesellschaft Flybe schreitet weiter voran. Eine Tochtergesellschaft des neuen Eigentümers Cyrus Capital stellte bei der Zivilluftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs den Antrag auf Erteilung der notwendigen Betriebsbewilligung (OL). Der Antrag wurde am 1. Dezember 2020 von Thyme Opco eingebracht und beinhaltet sowohl die Durchführung von Linien- als auch Charterflügen im Rahmen des AOCs, berichtet das Portal CH-Aviation.com. Der Pleite-Carrier wurde von Cyrus Capital übernommen. Ende Oktober 2020 wurde angekündigt, dass Flybe wieder abheben soll. Laut der britischen Zivilluftfahrtbehörde wurde das AOC bislang nicht entzogen. Allerdings müssen zahlreiche Auflagen erfüllt werden, um die OL, die zwingend notwendig ist, reaktivieren zu können. CH-Aviation wirft berechtigt die Frage auf wozu Cyrus Capital mit einer neuen Tochtergesellschaft die Erteilung einer neuen Betriebsgenehmigung beantragt, wenn jene von Flybe reaktiviert werden könnte. Der neue Flybe-Eigentümer will zu diesem Thema keine öffentliche Stellungnahme abgeben und antwortete Aviation Direct: „Kein Kommentar“.

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