Dezember 9, 2020

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Dezember 9, 2020

El Al und Gulf Air unterzeichnen Kooperationsvertrag

Zwischen Bahrain und Israel herrscht diplomatisches Tauwetter. Dies spiegelt sich nun auch in der Luftfahrt wieder, denn El Al und Gulf Air unterzeichneten eine Absichtserklärung für eine Zusammenarbeit. Gemeinsam will man Linienflüge zwischen den beiden Staaten, die einst verfeindet waren, anbieten. Der Vertrag umfasst eine Codeshare-Kooperation, die es Passagieren ermöglichen soll im jeweils anderen Streckennetz umzusteigen. Die Strecke Bahrain-Tel Aviv will man gemeinsam betreiben und den Flugplan aufeinander abstimmen. Derzeit plant Gulf Air ab 7. Jänner 2021 nach Tel Aviv zu fliegen. Die formelle Genehmigung der beiden Regierungen steht allerdings noch aus, wird jedoch in den nächsten Tagen erwartet.

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209 Mitarbeiter wollen Air India kaufen

Nachdem sich der beabsichtigte Verkauf von Air India seit Jahren kompliziert gestaltet, wollen nun 209 Mitarbeiter das Zepter selbst in die Hand genommen und bieten gemeinsam mit einem nicht näher genannten Fonds für die Übernahme des anschlagenen Carriers. Laut Informationen der Nachrichtenagentur IANS soll Vetriebsdirektor Meenakshi Mallik die Interessenten anführen. Aus einem internen Rundschreiben geht hervor, dass sich die 209 Angestellten mit jeweils rund 1.119 Euro beteiligen werden, falls das Angebot Erfolg haben sollte. Die restlichen Finanzmittel sollen von dem nicht näher genannten Fonds aufgebracht werden. „Finanziell weiß ich, dass wir nicht die notwendigen Voraussetzungen haben, um allein an diesem Ausschreibungsverfahren teilzunehmen. Wir haben dementsprechend nach einem Private-Equity-Fonds gesucht und versucht, die Unterstützung zu sichern, der mit uns in das Unternehmen investiert und den Nutzen teilt“, so Mallik in einem Statement. Hat man Erfolg sollen die Beteiligungsverhältnisse wie folgt sein: 51 Prozent Mitarbeiter und 49 Prozent der Fonds.

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Swiss-Chef Klühr rechnet mit steigenden Ticketpreisen

Während Ryanair-Konzernchef Michael O’Leary erst vor wenigen Tagen wieder öffentlich betonte, dass er mit sinkenden Ticketpreisen und dadurch steigender Nachfrage rechnet, sieht man bei der Lufthansa-Tochter Swiss die Lage komplett anders. Man geht in der Schweiz von steigenden Flugscheinpreisen in der Economy-Class aus. Dies würde auch damit zusammenhängen, dass die Nachfrage seitens Geschäftsreisender, die gelegentlich auch Business- und First-Class fliegen und damit für rund 40 Prozent der Einnahmen sorgen, stark eingebrochen ist. Man vermutet bei Swiss, dass auch nach der Corona-Pandemie viele Termine telefonisch oder über Videokonferenzen erledigt werden und somit die Nachfrage seitens der Geschäftsreisendend dauerhaft geringer sein wird. Swiss-Chef Thomas Klühr erklärte gegenüber dem Schweizerischen Rundfunk, dass seiner Meinung nach die Premium-Economy künftig eine wichtige Rolle spielen wird. Diese wäre für Geschäftsreisende, die ein bisschen mehr haben wollen, aber beispielsweise aufgrund von Vorgaben keine Business-Class buchen dürfen relevant. Auch will man jene Privatkunden ansprechen, denen Business oder gar First zu teuer ist, jedoch die Differenz zwischen Eco und Premium-Economy akzeptieren. Da das Kontingent zu Lasten der günstigsten Beförderungsklasse geht, vermutet Swiss-Chef Klühr, dass die Preise in der Economy steigen werden. Er relativiert jedoch, dass es langfristig teurer wird, allerdings noch nicht im kommenden Jahr. Das würde mit dem harten Wettbewerb, der beim Wiederanziehen der Nachfrage bevorsteht, zusammenhängen. Ein weiterer Aspekt, den der scheidende Swiss-Generaldirektor für die steigende Preistendenz anführt sind zusätzlich Abgaben, beispielsweise die Kohlenstoffdioxid-Steuer in der Schweiz.

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Persönlich – Gábor Németh, Herr der 3D-Flugzeugbilder

In der zweiten Ausgabe der neuen AviationDirect-Reihe “Persönlich”, in der wir künftig interessante Personen aus der Luftfahrtszene porträtieren, widmen wir uns Németh Gabor, Planespotter am Flughafen Wien und Herr der 3-Flugzeugbilder. AviationDirect: Gábor, in Wien bist du bereits bestens bekannt als leidenschaftlicher Planespotter, ursprünglich kommst du aber aus Ungarn. Darf man fragen, wie du zu diesem Hobby gekommen bist und was dich nach Österreich verschlagen hat? Ich wurde in Budapest geboren und bin 2012 mit meiner Familie nach Wien gezogen, weil ich hier einen Job gefunden habe. Zuvor war mein Bruder 20 Jahre lang Rennfahrer und ich machte Fotos bei den Rennen. Als er mit seine Rennkarriere beendet hat, habe ich mich auch ein bisschen vom Motorsport entfernt, also habe ich hier in Österreich weiter nach dem Fotomotiv gesucht, das „schnell”, „bunt” und „laut“ ist. Auf einer Reise kamen wir am Wiener Flughafen vorbei und ein Flugzeug kam direkt über unseren Köpfen an. Damals habe ich beschlossen, einmal Flugzeuge zu fotografieren. In Ungarn konnte ich mir dafür keine Zeit nehmen, so musste ich das hier versuchen. Ich war in drei Tagen dreimal am Zaun und dann wurde es mein Hobby. Eines der Highlights bisher für Németh Gábor, die Tupolev Tu-154M AviationDirect: Der Flughafen Wien hat schon mehrfach deine Bilder auf seinen Social-Media-Seiten geteilt. Ich nehme an, eine große Ehre für dich? Das ist nicht nur eine Ehre, über die ich mich sehr freue, sondern auch ein positives Feedback, dass es sich gelohnt hat, in diese Richtung zu gehen. Infolgedessen wurde

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Schauinsland Reisen bei Sundair ausgestiegen

Der deutsche Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen ist bei der Ferienfluggesellschaft Sundair, an der man bislang 49 Prozent gehalten hat, ausgestiegen. Man will jedoch weiterhin mit dem Carrier, der sich derzeit in einem Schutzschirmverfahren befindet, kooperieren. Gegenüber Touristik Aktuell erklärte der Tour Operator, dass man auch weiterhin den Vertrieb für die touristischen Strecken von Sundair übernehmen wird und auch der größte Charterkunde bleiben wird. Man habe die Anteile übertragen, um ein „möglichst effizientes Schutzschirmverfahren“ ermöglichen zu können.

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Salzburg: Wizz Air verschiebt St.-Petersburg-Flüge erneut

Wenig überraschend verschiebt die Billigfluggesellschaft Wizz Air die Aufnahme sämtlicher Flüge von/nach St. Petersburg. Betroffen sind auch die Flüge ab Salzburg und Bratislava. Diese hätten ab Mitte Dezember 2020 bedient werden sollen. Auch die Aufnahme von Kiew-Schuljany wurde wieder verschoben. Neuer Termin für die Reaktivierung bzw. Neuaufnahmen diverser Routen von/nach St. Petersburg ist nun Feber 2021. Ob dieser Zeitpunkt haltbar ist oder neuerlich nach hinten verschoben werden muss, hängt primär vom weiteren Fortgang der Corona-Pandemie ab. Russland startete vor wenigen Tagen mit Massenimpfungen. Zum Einsatz kommt das im Westen umstrittene „Sputnik V“. Die Flüge ab Salzburg in die Hauptstadt der Ukraine sind ebenfalls verschoben worden und zwar auf den 16. Jänner 2021. Eine weitere Verzögerung gibt es bei Wizz Air in Italien. Am 17. Dezember 2020 hätte in Bari eine neue Basis eröffnet werden sollen. Diese wird nun erst mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2021 in Betrieb genommen. Die ungarische Billigfluggesellschaft beabsichtigt die Stationierung eines Mittelstreckenjets des Typs Airbus A321.

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Norwegian flüchtet unter Gläubigerschutz

Die finanziell angeschlagene Billigfluggesellschaft Norwegian flüchtete sowohl in Irland als auch in Norwegen unter Gläubigerschutz. Am Dienstag genehmigte ein Gericht in Oslo den Antrag des Unternehmens. Norwegen folgte damit der Entscheidung irischer Richter, die am Montag grünes Licht für das Verfahren gaben. Aufgrund der Tatsache, dass Norwegen nicht der Europäischen Union angehört werden die EU-Aktivitäten von Irland aus gesteuert. Auch verfügt der Konzern dort über eigene Zertifikate. Mit dem Gläubigerschutz will sich das Management insbesondere mehr Zeit verschaffen, denn man ist sehr hoch verschuldet und erhält seitens der norwegischen Regierung keine weitere finanzielle Unterstützung. „Ein zusätzlicher Umstrukturierungsprozess nach norwegischem Recht wird allen Parteien zugutekommen und die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Ergebnisses erhöhen“, so Norwegian-Chef Jacob Schram in einer Aussendung. Der Manager betont, dass die beiden Verfahren keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb haben sollen. Im nächsten Schritt werden die Aktionäre am 17. Dezember 2020 darum gebeten neuerlich Schulden des Carriers in Eigenkapital umzuwandeln und bei der Suche nach frischem Geld mitzuwirken. Norwegian steht derzeit mit rund 6,3 Milliarden Euro in der Kreide. Momentan sind nur noch sechs Flugzeuge im Einsatz, die innerhalb Norwegens unterwegs sind. Ein Teil des Sanierungsplans, den das Management umsetzen will, ist dass künftig nur noch dann Leasingraten bezahlt werden, wenn die Flugzeuge tatsächlich fliegen. Dieses Abrechnungsmodell nennt man auch „Power by the hour“. Ob die Eigentümer der Maschinen tatsächlich zustimmen werden, ist noch offen.

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