Dezember 14, 2020

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Dezember 14, 2020

Nordica soll 12 Strecken ab Tallinn bedienen

Der Staat Estland greift der Nordic Aviation Group mit 22 Millionen Euro unter die Flügel. Weiters wird ein Darlehen in der Höhe von acht Millionen Euro gewährt, so dass die Firmengruppe, die hauptsächlich unter der Marke Nordica bekannt ist, insgesamt 30 Millionen Euro bekommt. Die EU-Kommission soll nach Angaben von Wirtschaftsminister Taavi Aas bereits die Genehmigung erteilt haben. Die Finanzmittel sollen überwiesen werden sobald der 49-prozentige LOT-Anteil an der operativen Tochter Xfly an Nordica übertragen ist. Die Zusammenarbeit mit dem polnischen Star-Alliance-Carrier wurde zwischenzeitlich beendet. Nordica war – bis zur Aufgabe der Marke – als virtuelle Fluggesellschaft tätig. Operativ wurden die Verbindungen von Xlfy durchgeführt und von LOT vermarktet. Nun verpasste man Nordica ebenfalls ein AOC. Ob es zu einer klaren Trennung vom ACMI- und Liniengeschäft kommen wird, ist noch unklar. Jedenfalls sollen ab Tallinn zwölf Strecken unter der Marke Nordica aufgenommen werden. Einen konkreten Zeitpunkt hierfür nannte der Minister jedoch nicht.

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Etihad will raus bei Air Serbia und schafft erste Fakten

Air Serbia ist die einzige Beteiligung, an der Etihad Airways bislang noch festgehalten hat. Das könnte sich jedoch ändern, denn der Golfcarrier stellt den Verkehr zwischen Abu Dhabi und Belgrad ein. Auch wird das Codesharing mit dem serbischen Carrier, an dem man 49 Prozent hält, gekündigt. Lokale Medien schreiben, dass dies der Anfang vom Ende der Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen sein könnte. Im Reservierungssystem finden sich zahlreiche Anhaltspunkte dafür, denn Etihad Airways beendete bereits den Verkauf von Verbindungen mit Air-Serbia-Flugsegmenten. Offenbar geht es ums Geld, denn laut lokalen Medienberichten soll sich der Golfcarrier als 49-Prozent-Gesellschafter strikt weigern sich an den Verlusten, die durch die Coronakrise entstanden sind, zu beteiligen. Die Regierung fasst nun ins Auge den Carrier im Rahmen einer Staatshilfe vollständig zu übernehmen. Der Staat ist mit einem Anteil von 51 Prozent Mehrheitseigentümer. Während die serbische Regierung über die Zukunftspläne äußerst gesprächig ist und betont, dass man Air Serbia rekapitalisieren wird und am Unternehmen festhalten wird, schweigt sich Etihad komplett aus. Anfragen werden nicht oder nur mit „kein Kommentar“ beantwortet. Die Staatführung scheint jedoch das Thema Etihad abgehakt zu haben, denn man bekräftigte wiederholt öffentlich, dass man auch ohne den Golfcarrier weitermachen wird und sich gegebenenfalls andere „strategische Partner suchen wird, jedoch weiterhin die Mehrheit behalten wird“. Ob Etihad komplett aussteigt oder nur die Beteiligung reduzieren wird, ist noch offen. Jedenfalls schafft der Staatscarrier des Emirats Abu Dhabi nach und nach Fakten, denn man lehnte die Verlängerung eines Darlehens ab und pochte auf die Rückzahlung, was letztlich mit

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AOC und Betriebsgenehmigung von Level Europe sowie Laudamotion weiterhin gültig

Die österreichische Fluggesellschaft Level Europe ist schon seit einigen Monaten nicht mehr in der Luft und musste zwischenzeitlich auch Konkurs anmelden. Der Mitbewerber Laudamotion stellte im Oktober 2020 freiwillig den Flugbetrieb ein. Bei beiden Carriern sind die Zertifikate weiterhin aufrecht, bestätigte das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie schriftlich gegenüber Aviation Direct. Auf dem AOC der Level Europe GmbH ist mit Stand 14. Dezember 2020 weiterhin der Airbus A321 mit der Kennung OE-LCF eingetragen. Das wird sich jedoch bald ändern, denn die Maschine soll als EC-NLZ bei Konzernschwester Vueling in Dienst gestellt werden. Dem Vernehmen nach laufen weiterhin Verhandlungen möglichen Interessenten, die die in die Pleite geflogene IAG-Tochter aus dem Konkurs heraus übernehmen könnten. Die Kanzlei des Masseverwalters wollte hierzu jedoch unter Verweis auf laufende Gespräche nichts sagen. Die Laudamotion GmbH hat für Ryanair als operative Fluggesellschaft ausgedient und wurde bereits durch den maltesischen Nachfolger Lauda Europe Ltd. „ersetzt“. Mit Stand 14. Dezember 2020 sind auf dem AOC noch die Airbus A320 mit den Kennungen OE-IHL und OE-LOO. Die beiden Maschinen sind abgestellt und ob sie nach Malta umgemeldet werden oder an den jeweiligen Leasinggeber zurückgegeben werden, ist unklar, da Ryanair diese Frage nicht beantwortet hat. Bezüglich der Zertifikate der beiden Fluggesellschaften schreibt das für die Aufsicht zuständige BMK formell an Aviation Direct: „Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, Abteilung BMK – IV/L4 (Safety-Management und Flugsicherung) nimmt Bezug auf Ihre Anfrage vom 23.11.2020 betreffend der Luftfahrtunternehmen „ Laudamotion GmbH“ und „Level Europe (vormals

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Frankreich: Corsair erhält 80-Millionen-Euro-Kredit

Die französische Fluggesellschaft Corsair International erhält ein staatlich besichertes Darlehen in der Höhe von 80 Millionen Euro. Dies wurde im Amtsblatt der Republik Frankreich publiziert. Das Rettungspaket, an dem sich auch private Investoren beteiligen, ist insgesamt 297 Millionen Euro schwer. Minderheitsgesellschafter Tui steuert ebenfalls Finanzmittel bei. Der Staat gewährt die Garantie über den „Fonds de Développement Économique et Social“. Die Kreditauszahlung erfolgt über die Bank Natixis. Insgesamt erhält Corsair 141 Millionen Euro. Die Differenz ist ein direkter Zuschuss, den die Regierung gewährt. Im Zuge des Rettungspakts werden Mehrheitseigentümer Intro Aviation und die Tui Gruppe aussteigen. Das Käufer-Konsortium steuert einen größeren Betrag bei. Dem Vernehmen nach leistet die deutsche Intro Aviation – im Gegensatz zur Tui – keinen Beitrag.

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Nach 20 Jahren: 29 Swissair-Manager willigen Vergleich ein

Es ist mehr als 20 Jahre her, doch jetzt werden müssen 29 ehemalige Swissair-Manager 2,7 Millionen Schweizer Franken auf den Tisch legen. Eigentlich forderte Liquidator Karl Wüthrich wesentlich mehr Geld, doch man einigte sich nun auf diesen Vergleich, der noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Gläubiger steht. Die SAirGroup, so der damalige Markenauftritt, verhob sich Ende der 1990er- bzw. Anfang der 2000er-Jahre mit der „Hunter-Strategie“ so massiv, dass letztlich der Konzern finanziell kollabierte. Man wollte eine Luftfahrt-Allianz schaffen und dabei die Carrier mittels Kapitalbeteiligungen an sich binden. Allerdings kaufte man sich bei massiv angeschlagenen Fluggesellschaften wie Sabena, LTU und Austrian Airlines ein. Die Österreicher konnten sich noch rechtzeitig vor dem Kollaps von Swissair lösen und so blieb das Schicksal der meisten Beteiligungen erspart: Sie wurden im Strudel ebenfalls in die Pleite gezogen. Viele ehemalige SAirGroup-Nebenbetriebe wie Swissport, SR Technics, Gategourmet, Nuance und Swissotel gibt es heute noch, allerdings unter neuen Eigentümern. Die Terroranschläge des 11. September 2001 verschärften bei der nunmehr wieder als „Swissair Group“ auftretenden SAirGroup die Lage so massiv, dass kurz darauf das Grounding folgte. Gegen die ehemaligen Manager werden seither schwere Vorwürfe erhoben, jedoch in den meisten Fällen urteilten die Gerichte zu Gunsten der Führungskräfte. Das schließt auch finanzielle Ansprüche, die seitens des Liquidators geltend gemacht wurden ein. Nun willigten insgesamt 29 ehemalige Manager, darunter auch der letzte Konzernchef Mario Corti und ein Vorgänger Philippe Bruggisser einem Vergleich ein. Gegen Zahlung von insgesamt 2,7 Millionen Schweizer Franken wird Würhrich auf weitere Prozesse verzichten und eventuelle Haftungsansprüche werden

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Regierung prüft Liquidation von Montenegro Airlines

Die neue Regierung Montenegros beabsichtigt das Management von Montenegro Airlines auszutauschen und ein Expertenteam einzusetzen, das die finanzielle Lage analysieren soll. Anschließend will man entscheiden, ob finanzielle Unterstützung gewährt wird oder aber die Fluggesellschaft abgewickelt wird. Auch soll analysiert werden, ob Staatshilfe unter Berücksichtigung der Richtlinien der Europäischen Union gewährt werden kann oder ob diese überhaupt notwendig ist. Bis Feber 2020 soll der Vorgang komplett abgeschlossen sein. Zuletzt warnte das amtierende Management davor, dass die Finanzlage so stark angespannt ist, dass man die Löhne nicht mehr ausbezahlen konnte. Die neue Regierung fasst die Abwicklung von Montenegro Airlines als ernsthafte Option ins Auge, denn der Carrier häufte bereits vor der Coronakrise hohe Verluste an. In diesem Szenario soll eine neue staatliche Fluggesellschaft gegründet werden. Diese soll dann mit niedrigeren Kosten und insbesondere ohne Altlasten abheben.

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VIE bekommt Global Travel Innovation Award verliehen

Der Flughafenstandort Wien wurde mit dem Travel Global Innovation Award 2020 von Plug and Play ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung werden Unternehmen gewürdigt, die außergewöhnliches Engagement bei der Einbindung von Technologie-Startups für die Entwicklung digitaler Innovationen zeigen. „Durch Innovation starten wir schon heute damit, die neue Reisewelt von morgen zu gestalten, gerade in Krisenzeiten sind Mut und Weitblick für eine positive Bewältigung der Zukunft nötig. Durch das Engagement von Plug and Play hat sich die Vienna Airport City erfolgreich als Innovations-Hub etabliert, zum Nutzen vieler etablierter Unternehmen und vor allem der Passagiere und Kunden des Flughafens: In Zusammenarbeit mit jungen, dynamischen und kreativen Start Ups aus der ganzen Welt konnten wir und unsere Partnerunternehmen neue Lösungen für künftige Verbesserungen finden. Wir freuen uns daher sehr über die Auszeichnung von Plug and Play“, halten die Vorstände der Flughafen Wien AG, Julian Jäger und Günther Ofner, fest. 

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China: Flugbegleiter sollen Windeln tragen

Die chinesische Flugsicherheitsbehörde Civil Aviation Administration of China (CAAC) veröffentlichte zur Bekämpfung der Corona-Krise neue Richtlinien. Neben medizinischer Schutzbekleidung wird der Flugzeugbesatzung auch empfohlen, die Toiletten während des Fluges zu meiden. Stattdessen rät die Luftfahrtaufsicht dazu, Windeln zu tragen. Kein Scherz. So könne nämlich das Risiko einer Corona-Infektion zusätzlich minimiert werden, wie futurezone.at berichtet. Zurückführen lässt sich diese kuriose Maßnahme wohl auf eine Flugreisende, die sich im Flugzeug mit dem Virus angesteckt haben soll. Und zwar in der Toilette. Das Klo sei nämlich der einzige Ort gewesen, an dem sie keine Schutzmaske getragen hat.

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Im Frühjahr: 1000 Lufthansa-Piloten steht die Entlassung bevor

Unlängst hat Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärt, dass die Kranich-Airline in abgespeckter Form aus der Corona-Krise fliegen werde. Das würde sowohl die Flotte als auch das Personal betreffen. Im Zuge dessen werden bis Jahresende rund 29.000 Angestellte vor die Tür gesetzt. Doch damit hört es nicht auf: Die AUA-Mutter droht erneut mit Entlassungen im Frühjahr.  „Mangels Einigung wird es wohl erstmals in der Geschichte unseres Unternehmens im zweiten Quartal 2021 so weit sein, dass uns 500 Kapitäne und 500 Erste Offiziere verlassen müssen“, so Spohr in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“. Damit würden 20 Prozent der rund 5000 Flugzeuglenker der Gesellschaft wegfallen. Es gehe „ausgerechnet um die Beschäftigtengruppe mit den höchsten Tarifgehältern“, so der Manager weiter. „Innovative Teilzeitmodelle für die nächsten Jahre müssten möglich sein, um den unzweifelhaft vorhandenen Personalüberhang mit möglichst wenig Kündigungen zu kompensieren.“ In den anderen Beschäftigungsgruppen gelte der jeweils vereinbarte Kündigungsschutz.

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Flughäfen erteilen klare Absage: Flugsicherung soll nicht zentralisiert werden

Vor einigen Tagen brachte der Salzburger SPÖ-Chef David Egger eine politische Debatte ins Rollen, indem er die Öffentlichkeit über Zentralisierungsabsichten der Flugsicherungsbehörde Austro Control informierte. Die Reaktionen der Bundesländerflughäfen ließen nicht lange auf sich warten. Sie sehen vor allem die Sicherheit des Flugverkehrs gefährdet.  Die Corona-Krise zwingt auch die AC zum Handeln. Unlängst erklärte Austro-Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl gegenüber dem ORF, dass derzeit neue Maßnahmen diskutiert würden. Ein mögliches Szenario könnte auch die Zentralisierung der staatlichen Aufsichtsagentur nach Wien sein. So könnten auf lange Sicht Personalkosten eingespart werden – diese seien ohnehin astronomisch hoch. Doch der Preis, den man dafür zahlen müsse, sei noch höher, betonen die Chef-Fluglotsen der fünf großen Bundesländer-Flughäfen Österreichs. Nicht nur wichtige Arbeitsplätze würden verloren gehen, auch die für diesen Flughafen nötige Expertise, heißt es. Gerade bei schwierigen Wetterverhältnissen seien Piloten auf die Unterstützung von regionalen Lotsen mit genauen Ortskenntnissen angewiesen, so Kajetan Uriach von der Gewerkschaft Vida: „Es ist wichtig, dass man gerade in der Flugsicherung die Fachleute lokal verankert hat. Sie können Lagen schneller und besser einschätzen als Fachkräfte aus der Ferne – aus Wien über technische Systeme. Deshalb wäre diese Zentralisierung ein Wahnsinn.“ Darüber hinaus würden berechtigte Gründe zur Annahme bestehen, dass eine Zentralisierung der Umwelt einen zusätzlichen Schaden zufügen würde. Denn gerade in verkehrsstarken Monaten sei die Zusammenarbeit der Fluglotsen auf dem Tower untereinander, aber auch mit den lokalen Partnern beim Flughafen selbst unerlässlich. Nur so lasse sich ein sicherer, reibungsloser und schneller Ablauf sicherstellen. Experten befürchten durch eine digitalisierte Zentralisierung nach Wien auch längere Planungs-

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