Dezember 29, 2020

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Dezember 29, 2020

AUA: A320 ab Graz und Linz „recht unwahrscheinlich“

Derzeit tüftelt Austrian Airlines intensiv am Sommerflugplan 2021. Auf den dezentralen Deutschland-Strecken ab Linz und Graz werden sich Änderungen ergeben. Allerdings ist der Einsatz von Maschinen des Typs Airbus A320 laut einem Firmensprecher “unwahrscheinlich”. Im Online-Reservierungssystem der Lufthansa-Tochter sind derzeit die Strecken Graz-Düsseldorf, Graz-Stuttgart und Linz-Düsseldorf mit Airbus A320 hinterlegt. Auch wurden diese “umgedreht”, also die Maschinen starten den Umlauf nicht mehr ab den Bundesländerflughäfen, sondern ab Düsseldorf bzw. Stuttgart. Ob das so bleibt, ist laut AUA noch völlig offen. Der Einsatz von Fluggerät ab Wien via Deutschland ist aufgrund der Betriebszeiten der beiden deutschen Airports äußerst unwahrscheinlich. Ein AUA-Sprecher sagte dazu: “Das Programm ist quasi ein Platzhalter. Wir arbeiten aktuell noch an unserem Sommerflugplan. Gegen Ende Jänner 2021 sollten wir diesbezüglich mehr wissen. A320 werden wir auf diesen Strecken aber recht wahrscheinlich nicht einsetzen.” Vor einiger Zeit wurde seitens Austrian Airlines angekündigt, dass die dezentralen Deutschland-Strecken an die Konzernschwester Eurowings übergeben werden sollen. Damals galt es als wahrscheinlich, dass DHC Dash 8-400 der Luftfahrtgesellschaft Walter im Wetlease zum Einsatz kommen werden. Dieser Maschinentyp war sowohl in Düsseldorf als auch in Stuttgart für den Kranich-Billigableger stationiert. Die Betonung liegt auf war, denn Eurowings kündigte die Zusammenarbeit mit LGW auf und die Zeitfracht-Tochter musste Insolvenz anmelden und befindet sich in Abwicklung. Es wurde seitens Austrian Airlines nie ausgeschlossen, dass auf den dezentralen Routen, aber auch innerhalb Österreichs, Wetlease-Flugzeuge angemietet werden könnten. Die Übergabe der kommerziellen Verantwortung auf den dezentralen Deutschland-Strecken wurde beispielsweise in Innsbruck und Salzburg bereits an Lufthansa übergeben. In

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Gericht ordnet endgültige Schließung von Level Europe an

Das Landesgericht Korneuburg ordnete die endgültige Schließung der Level Europe GmbH an. Zuletzt war nur noch der Unternehmensbereich “Nominated Persons” (Postholder) aktiv. Alle anderen Teile wurden bereits in den letzten Monaten durch Beschluss des Konkursgerichts aufgelassen. Die überwiegende Mehrheit der Level-Bediensteten war das fliegende Personal, also Piloten und Flugbegleiter. Diese wurden kurz nach dem Konkursantrag durch den Masseverwalter gekündigt. Im Bereich der Verwaltung wurden noch einige wenige Mitarbeiter weiterbeschäftigt, doch am 1. Oktober 2020 ordnete das Landgericht Korneuburg auch in diesem Bereich die Schließung an. Somit verblieben nur noch die Nominated Persons, die zum Erhalt der Betriebsbewilligung und des AOCs zwingend erforderlich sind. Damit ist seit 22. Dezember 2020 auch Schluss, denn an diesem Tag ordnete das Konkursgericht die endgültige Schließung von Level Europe GmbH an. Damit dürften sich nun auch zumindest kleine Hoffnungen auf eine Übernahme durch einen Investor zerschlagen haben. Der Zeitpunkt der Pleite kam für einen Verkauf denkbar ungünstig, denn aufgrund der allgemeinen Lage rund um die Corona-Pandemie gelten derzeit Luftfahrt und Tourismus als Hochrisiko-Investments. Weiters sind europaweit zahlreiche Fluggesellschaften auf Anfrage äußerst kostengünstig erhältlich, denn die finanzielle Situation ist nahezu überall angespannt. Level Europe hob am 17. Juli 2018 erstmals auf der Strecke Wien-London Gatwick ab. Zum Einsatz kam der Airbus A321 mit der Registrierung OE-LCN. Die Maschine war fast komplett ausgebucht, doch in den nachfolgenden Monaten hatte das damals noch unter dem Namen Anisec Luftfahrt GmbH agierende Unternehmen mit Absatz- und Auslastungsproblemen zu kämpfen. Der starke Wettbewerb, den unter anderem Lauda, Wizzair und Austrian Airlines

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Boeing: Alaska Airlines bestellt weitere 737 MAX

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Ein Jahr, auf das der krisengebeutelte Boeing nicht so gerne zurückschaut – wie wohl die gesamte Branche. Doch kurz vor Silvester erreicht den Flugzeugbauer eine ermutigende Nachricht: US-Airline Alaska Airlines kauft 23 weitere Boeing 737 MAX. Damit würde die Fluggesellschaft ihre Großbestellung auf insgesamt 68 Exemplare des Krisenfliegers aufstocken, wie das Nachrichtenmagazin Reuters berichtet. Für den angeschlagenen Airbus-Konkurrenten ein wahrer Geldsegen, spült der neueste Auftrag umgerechnet etwa 2,42 Milliarden Euro in die Kassen. Darüber hinaus sicherte sich Alaska Airlines auch eine Option über 15 weitere Boeing 737 MAX. Der US-Carrier stellt also die Weichen für die Zeit nach der Pandemie. 

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Zürich: Condor nimmt acht Warmwasserziele auf

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor plant ab Ende April 2021 einige Warmwasserziele ab Zürich-Kloten aufzunehmen. Diese sollen mit Maschinen des Typs Airbus A320 bedient werden. In der schweizerischen Wirtschaftsmetropole werden allerdings keine Flugzeuge stationiert. Derzeit unterhält Condor ausschließlich in Deutschland Bases und zwar in Berlin-Brandenburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München. Das Flugangebot ab Zürich soll mit Maschinen, die in diesen Städten stationiert sind, durchgeführt werden. Laut CH-Aviation.com wird der Ferienflieger die nachstehenden Ziele ab dem größten Airport der Schweiz aufnehmen: Heraklion – 1x wöchentlich ab 24. April 2021 Kos – 1x wöchentlich ab 7. Mai 2021 Las Palmas – 2x wöchentlich ab 1. Mai 2021 Olbia – 2x wöchentlich ab 1. Mai 2021 Rhodos – 2x wöchentlich ab 25. April 2021 Palma de Mallorca – 6x wöchentlich ab 30. April 2021 Split – 2x wöchentlich ab 30. April 2021 Larnaka – 3x wöchentlich ab 2. Mai 2021

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Bratislava: Condor nimmt Punta Cana auf

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor wird am 12. Feber 2021 eine Nonstop-Verbindung zwischen Bratislava und Punta Cana aufnehmen. Diese wird zunächst alle 14 Tage bedient, soll jedoch bereits ab März 2021 einmal pro Woche geflogen werden. Zum Einsatz kommen Langstreckenflugzeuge des Typs Boeing 767-300ER, berichtet CH-Aviation.com. Die Strecke wird in Zusammenarbeit mit lokalen Reiseveranstalter als so genannter “Scheduled Charter Service” angeboten. Condor wird damit erstmals auf dem slowakischen Markt aktiv sein. Die Aufnahme weiterer Routen ab Bratislava ist zumindest vorläufig nicht geplant. Auch für das nahegelegene Wien hat man derzeit keine konkreten Pläne. Für Bratislava ist der Start der Condor-Verbindung nach Punta Cana auch ein wichtiger Meilenstein, denn der Airport bekommt damit eine langersehnte Langstrecke. Derzeit ist das Flugangebot ab dem größten Airport der Slowakei aufgrund der Corona-Pandemie sehr stark eingeschränkt. Die beiden größten Player, Ryanair und Wizzair, pausieren zahlreiche Strecken. Die Anschlüsse an Moskau-Vnukovo (Pobeda) und Dubai (FlyDubai) liegen derzeit ebenfalls brach.

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Azores Airlines steuert in Zukunft Stansted an

Azores Airlines wird einen Bogen um Gatwick machen: Die portugiesische Fluggesellschaft landet ihre Maschinen künftig am London Stansted Airport.  Die Tochtergesellschaft der SATA startete von Ponta Delgada aus nach London-Gatwick, bis die Strecke im Oktober 2019 planmäßig für die Wintersaison 2019/20 eingestellt wurde. Wegen der Corona-Pandemie kam es seitdem nicht zur Wiederaufnahme – zu dieser wird es auch nicht mehr kommen. Denn nun wolle die Gesellschaft am 3. Juni des nächsten Jahres dreimal wöchentlich nach Stansted fliegen, wie das Luftfahrtportal CH-Aviation berichtet. Zum Einsatz würden hauptsächlich Airbus A321-Maschinen kommen.  

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Rückholaktion: Betroffene ziehen vor Gericht

Am 17. März startete Außenminister Heiko Maas die größte Rückholaktion der Bundesrepublik und brachte Familien und Freunde wieder zusammen. Die Freude hält nur kurz. Denn heute finden sich bei den Zurückgeholten zum Teil horrende Ticket-Rechnungen im Postfach. Es ging Schlag auf Schlag: Im diesjährigen März schloss nahezu jedes Land auf der Welt wegen der drohenden Pandemie die Grenzen und stellte jegliche Flugverbindungen ein. Abertausende Menschen saßen im Reiseland fest – bis das Auswärtige Amt in Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften die „Gestrandeten“ ausflog. Diese bekommen jetzt die Rechnung: Für Flüge von den Kanarischen Inseln und Nordafrika mussten 200 Euro gezahlt werden. Für das südliche Afrika und die Karibik waren 500 Euro fällig. Wer aus Neuseeland und Australien zurückgeholt wurde, musste bis zu 1000 Euro blechen. Knapp 94 Millionen Euro seien nötig gewesen, um etwa 240.000 Menschen zurückzuholen. Derzeit erhalten rund 67.000 Touristen Kostenbescheide des Auswärtigen Amtes. Doch nicht jeder ist bereit zu zahlen: Acht Monate nach der Rückholaktion habe die Bundesregierung erst gut ein Viertel der veranschlagten Kostenbeteiligung von den Flugpassagieren kassiert, wie das Nachrichtenmagazin Merkur berichtet. Das spülte nach Angaben des Ministeriums 10,6 Millionen Euro in die Staatskasse. Nicht wenige würden gegen die Zahlungsbescheide sogar vor Gericht ziehen wollen. Inzwischen seien auch schon mindestens 60 Klagen anhängig.  Dabei ist zu unterscheiden: Touristen, die ihre Reise über einen Reiseveranstalter gebucht haben, müssen nicht auf Kosten sitzen bleiben. Sie bekommen das Geld zurückerstattet. Auch Individualreisende bleiben nicht zwangsläufig auf den Kosten der Rückholaktion sitzen: Wenn sie einen Flug bei einer Airline in der EU gebucht hatten, können sie von der Fluggesellschaft in

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BER: Terminal 5 könnte früher stillgelegt werden

Es ist nur eine Frage der Zeit: Die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH wird das Terminal 5 in Kürze vom Netz nehmen. Wurde zuerst der März angepeilt, könnte dem ehemaligen Hauptstadt-Flughafen der DDR jetzt schon ab Februar der Stecker gezogen werden. Seit der Eröffnung des BER-Airports am 31. Oktober 2020 hält sich das Passagieraufkommen in Grenzen. Die Pandemie hält die Welt – und besonders die Luftfahrtindustrie – eben weiter in Atem. Und die Zahlen am BER sind so dermaßen schlecht, dass Flughafen-Chef Engelbert Lütke-Daldrup schon im November eine temporäre Schließung des Terminal 5 ins Spiel brachte, Aviation Direct berichtete. Damals peilte er den März 2021 an. „Es könnte aber sein, dass der frühere Flughafen Schönefeld auch schon früher außer Betrieb genommen wird“, gesteht Lütke-Daldrup jetzt der Berliner Zeitung. „Alles in allem gehe ich davon aus, dass die Schließung zwischen Ende Februar und Ende März 2021 vollzogen wird. Den genauen Termin stimmen wir derzeit mit unseren Kunden, den Airlines und Mietern im Terminal 5 ab.“ Der gesamte Flugbetrieb soll dann vorläufig im Terminal 1 abgewickelt werden. Mit der Stilllegung wolle die FBB 25 Millionen Euro pro Jahr sparen. Vor allem das Landeverbot für UK-Flieger setzt dem T5 zu. Damit sei ein wesentlicher Teil des verbliebenen internationalen Luftverkehrs weggefallen. Wohl mit ein Grund, um den Schließungs-Prozess zu beschleunigen.

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