Januar 5, 2021

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Januar 5, 2021

Avanti Air gibt ihre Fokker 100 ab

Die deutsche Charterfluggesellschaft Avanti Air gibt ihre einzigen Fokker 100 ab. Und zwar an die australische Network Aviation. Die erste Maschine mit der Registrierung D-AOLH soll in diesem Monat in den Ruhestand gehen und nach Australien geliefert werden, während der zweite Regional-Jet mit dem Kennzeichen D-AOLG im Oktober 2021 folgen wird. Beide Fokker Twinjets sind seit Anfang November am Flughafen Paderborn-Lippstadt geparkt. Avanti Air prüft derzeit verschiedene Optionen für Ersatzflugzeuge. Der deutsche Charter-Spezialist würde besonders Flugzeuge der Serien E190, B737NG, A319-100 und A320-200 unter die Lupe nehmen, wie das Luftfahrtportal CH-Aviation berichtet. Network Aviation betreibt derzeit siebzehn Fokker 100 und fünf Airbus A320-200S im Auftrag seiner Muttergesellschaft Qantas.

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Abgang von Andreas Otto verursacht AUA Kosten in Millionenhöhe

Der Umbau der Führungsetage von Austrian Airlines könnte das Unternehmen viel Geld kosten, denn noch nicht einmal der Aufhebungsvertrag mit dem ehemaligen Chief Commercial Officer Andreas Otto ist in trockenen Tüchern, berichtet die österreichische Tageszeitung “Der Standard”. Das Unternehmen kommunizierte ursprünglich, dass der Manager das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen habe. Sein Vertrag wäre noch bis 2022 gelaufen und nun kommt ans Licht, dass die Aufhebungsvereinbarung noch nicht unter Dach und Fach ist. Der Standard schreibt, dass der Aufsichtsrat sich diesem Thema eigentlich noch vor Weihnachten annehmen wollte, doch es bei den Ansprüchen des Managers “Probleme” gäbe. Ihm stehen zwei Jahresgehälter und der Bonus für 2019 zu. Somit wird der “freiwillige Ausstieg” des Andreas Otto eine teure Angelegenheit für Austrian Airlines. Die Boni für 2019 sorgten im Sommer 2020 für große Verwunderung, denn kurz vor der Überweisung der Staatshilfe wurden die “Gehaltsrückstände” – so die offizielle Kommunikation – an das Management ausbezahlt. Erst unter erheblichem politischem und öffentlichem Druck willigte der Vorstand nach Außen hin ein, dass man auf die rund 500.000 Euro verzichten wird. Von einem echten Verzicht kann aber keine Rede sein, denn das Geld wurde lediglich gestundet, so dass die Führungsriege zu einem späteren Zeitpunkt auf die Auszahlung pochen kann. Ein Beispiel hierfür wäre der Austritt aus dem Unternehmen und juristisch wird es für den Carrier knifflig: Die variablen Gehaltsbestandteile sind vertraglich vereinbart und ohne rechtswirksamen Verzicht des Empfängers wird die AUA nicht drumherum kommen zu bezahlen. Umgekehrt gibt es aber ein Boni-Verbot in den Vereinbarungen mit

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2021: Eurocontrol rechnet mit 51 Prozent des Vorkrisenniveaus

Die Europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt (Eurocontrol) blickt weniger optimistisch in die Zukunft: Die Experten erwarten im neuen Jahr lediglich 51 Prozent des Vorjahresniveaus zu erreichen. Der Covid-19-Schock sitzt tief. Die Luftfahrtindustrie musste horrende Verluste hinnehmen – unter dem Strich stehen rund 6,1 Millionen Flüge und 1,7 Milliarden Fluggäste, die im vergangenen Jahr ausfielen. Bei diesen Zahlen kann es heuer nur besser werden. In der Branche ist dank der Impfstarts in vielen Ländern auch ein Hauch von Zuversicht zu spüren. Die Situation werde 2021 wieder deutlich besser aussehen, so die Hoffnung. Doch die Lotsen-Dachorganisation mit Sitz in Brüssel warnt vor zu viel Optimismus. Nur die richtigen Maßnahmen würden die Branche zur gewünschten Erholung bringen. Besonders finanziell gebeutelte Flughäfen sollten nun bevorzugt Finanzhilfe erhalten – nachdem im abgelaufenen Jahr in erster Linie die Fluggesellschaften versorgt wurden.  Unter den großen Airlines musste die Lufthansa Gruppe auffallend viele Flüge stornieren, laut Eurocontrol waren es 67 Prozent. Auf ähnliche Werte kommen EasyJet (minus 67 Prozent) und die British-Airways-Mutter IAG (minus 65 Prozent). Ryanair habe im vergangenen Jahr 59 Prozent weniger Flüge absolviert als 2019 und Air France/KLM 55 Prozent weniger, wie der ORF berichtet. Darüber hinaus wurden auch bei den Airports die Karten neu gemischt. Der Frankfurter Flughafen musste sein Zepter an Amsterdam-Schiphol übergeben. Damit belegt nun AMS den ersten Platz als verkehrsreichster Flughafen Europas, die Rückgänge der Flugbewegungen fielen hier etwas weniger drastisch aus. 

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AUA lässt Winzer auf rund 100.000 Weinflaschen sitzen

Eigentlich hätte ein burgenländischer Winzer zwischen Jänner und August 2020 rund 120.000 Flaschen Welschriesling an Austrian Airlines liefern sollen. Es handelte sich um einen prämierten Edelwein, den der Carrier nach nur rund einem Sechstel der vertraglich vereinbarten Menge nicht mehr haben wollte. Der Weinbauer sitzt nun auf unzähligen Flaschen mit AUA-Etikett. Gegenüber dem Österreichischen Rundfunk erklärt Winzer Günther Hautzinger, dass er mit Austrian Airlines ein Verlustgeschäft gemacht habe. Hintergrund der Nichtabnahme durch die Lufthansa-Tochter ist, dass bedingt durch die Coronapandemie das Angebot stark reduziert wurde unter dem Deckmantel der “Kontaktreduktion” lediglich Kaffee, Tee und Wasser ausgeschenkt werden – und das auch nur ab einer gewissen Mindestflugdauer. Ab dem Frühjahr 2021 wird Austrian Airlines selbst dafür zur Kasse bitten, denn die Fluggesellschaft führt erneut ein Paid-Catering-System ein. Zuletzt glich man sich diesbezüglich Anfang der 2000er-Jahre – mit äußerst negativem Kundenfeedback – den Lowcostern an. Der burgenländische Winzer hat aber ein anderes Problem: Die Schließung der Gastronomie und Hotellerie führt dazu, dass der Kreis der Ersatzabnehmer stark eingeschränkt ist. Im Grunde bleiben nur noch Privatkunden übrig, doch diese benötigen nicht ansatzweise das Volumen, das Austrian Airlines ursprünglich bestellt hatte bzw. Wirte an ihre Gäste ausschenken. Laut ORF hofft der Weinbauer auf eine rasche Öffnung und auch darauf, dass im Jahr 2021 die AUA bei ihm wieder Produkte einkauft und der Vertrag diesmal eingehalten wird.

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„Drohnenführerschein“ nun erforderlich

Die bisher nationalstaatlich geregelten und unterschiedlichen Vorgaben werden vereinfacht, harmonisiert und in Österreich kostengünstiger gestaltet. Die Einteilung der Drohnen erfolgt in drei Kategorien. Die relevante Kategorie für den Privatanwender nennt sich künftig „open“. Dafür muss ein ununterbrochener Sichtkontakt zur Drohne ohne technische Hilfsmittel gegeben sein, es darf maximal bis 120 m über Grund geflogen werden und das Fluggerät darf nicht schwerer als 25 kg sein. Drohnen unter 250 g, die über keine Kamera verfügen, müssen nicht registriert werden.  Neben der Kategorie „open“ bestehen für den Betrieb größerer Drohnen weitere Kategorien „specific“ und „certified“. Die „specific“- Kategorie erlaubt Flüge außerhalb der Sichtweite, Flüge mit Drohnen über 25 kg oder Flüge mit Drohnen über vier kg im besiedelten Gebiet. Anwendungsfälle für diese Kategorie können Kameraflüge über Städten oder die Befliegung von Infrastruktur sein. In die Kategorie „certified“ werden künftig auch Drohnenflüge mit Passagieren an Bord fallen, Lufttaxis gehören zu dieser Kategorie. Das genaue Regelwerk für diese Kategorie ist derzeit auf europäischer Ebene noch in Ausarbeitung, die Bestimmungen werden sich an jenen für die bemannte Luftfahrt orientieren.  „Die eine oder andere Drohne ist auch dieses Jahr bestimmt unter dem Christbaum gelegen. Um einen verantwortungsvollen Umgang mit dem neuen Gerät und einen sicheren Luftraum zu gewährleisten, setzen wir mit den neuen Regelungen auf Aufklärung und Transparenz“, so Luftfahrtstaatssekretär Magnus Brunner und meint weiter: „Damit wird es einfacher und günstiger eine Drohne zu fliegen – die notwendigen Schritte sind rasch online zu erledigen und wesentlich günstiger als die bisher fälligen Gebühren. Hat man den Drohnenführerschein absolviert und die Drohne registriert, kann man damit im gesamten EU-Raum fliegen.“ „Mit der Online-Registrierung für Drohnenbetreiber und dem

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ÖAMTC-Flugrettung flog 17.281 Einsätze im Jahr 2020

17.281 Einsätze haben die Crews der ÖAMTC-Flugrettung im Jahr 2020 absolviert. Gegenüber 2019 ist das ein Rückgang um 8,7 Prozent. „Dass wir weniger geflogen sind, ist – wie könnte es anders sein – auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Freilich standen unsere Notarzthubschrauber dennoch im Dauereinsatz und hoben im Schnitt 47-mal pro Tag ab“, erklärt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. „Fakt ist aber auch: Maßnahmen wie Lockdowns, Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, ausbleibender Sommer- und Wintertourismus oder Homeoffice haben bei uns zu einem Einsatzbild geführt, das sich teilweise von den vergangenen Jahren unterschieden hat.“ Deutlich zu erkennen war in der Einsatzstatistik beispielsweise, dass im Sommer die Maßnahmen gelockert wurden: Im Gegensatz zu Lockdown-Zeiten verzeichnete die ÖAMTC-Flugrettung zwischen Anfang Juli und Mitte September um fast zehn Prozent mehr Einsätze als im Vergleichszeitraum 2019. „Dazu muss allerdings auch festgehalten werden, dass wir Ende Mai 2020 mit Christophorus 17 in der Obersteiermark einen zusätzlichen Stützpunkt in Betrieb genommen haben“, stellt Kraxner klar. Auch 2020 wurden die ÖAMTC-Notarzt-Hubschrauber am häufigsten wegen internistischer und neurologischer Notfälle (z. B. Herzinfarkte oder Schlaganfälle) alarmiert – rund 45 Prozent aller Einsätze sind darauf zurückzuführen. Unfälle, die sich in der Freizeit, bei der Arbeit, in der Schule oder im häuslichen Umfeld ereignet haben, machten 17 Prozent der Einsätze aus, Verkehrsunfälle nur 7 Prozent. 666 Personen mussten zum Teil unter schwierigsten Bedingungen mittels Taubergung aus unwegsamem Gelände geborgen werden. In der Nacht hoben die Christophorus-Notarzthubschrauber 2020 zu 582 Einsätzen ab. Betrachtet man die einzelnen Bundesländer, zeigt sich, dass die meisten Einsätze in Niederösterreich (3.676)

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Bundesländer: Das planen die Airlines noch im Winter 2021

In den österreichischen Bundesländern ist die Präsenz von Austrian Airlines derzeit äußerst niedrig, denn aufgrund des vom Carrier als “Minimalprogramm” bezeichneten “Corona-Flugplan” pausieren einige Strecken. Das betrifft nicht nur Klagenfurt-Wien, sondern auch die dezentralen Routen nach Deutschland. Austrian Airlines plant die dezentralen Routen ab Graz und Linz gegen Anfang März zu reaktivieren. Dazu ein Firmensprecher: “Die Wiederaufnahme der Flüge aus Graz nach Stuttgart und Düsseldorf sowie jener aus Linz nach Düsseldorf verschiebt sich aufgrund der Situation rund um COVID-19 und ist jetzt für Anfang März geplant. Dass wir im Wetlease Salzburg-Frankfurt für Lufthansa fliegen, kann ich ausschließen. Innsbruck-Frankfurt fliegen wir bis auf weiteres wie gewohnt selbst.” Doch wie sieht es in den Bundesländern generell so aus? Situation in Klagenfurt Die Konzernschwester Eurowings plant Klagenfurt-Köln am 1. März 2021 wieder zu befliegen. Da auch die Hub-Anbindung von Austrian Airlines nach Wien bis zumindest Ende Feber 2021 pausiert, hat der Kärntner Flughafen bis dahin keine regelmäßigen Linienflüge. Die von Transavia und Easyjet kurzzeitig geplanten Angebote sind zumindest für die Wintersaison 2020/21 abgesagt. Ob eine Reaktivierung oder Eröffnung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wird, ist derzeit völlig offen. Situation in Salzburg Ab Salzburg schickt Eurowings die Hamburg-Strecke mit 10. Jänner 2021 erneut in eine Pause. Die Wiederaufnahme ist derzeit für den 1. Feber 2021 geplant. Düsseldorf wird derzeit nicht bedient und soll frühestens ab 29. Feber 2021 wieder geflogen werden. Die Berlin-Strecke ist momentan für den 5. Feber 2021 zur Wiederaufnahme geplant. Köln/Bonn könnte nach derzeitigem Stand am 4. Feber 2021 reaktiviert werden.

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