Das Jahr 2020 war auch für U.S.-amerikanische Fluggesellschaften alles andere als rosig. Allein American Airlines, Delta, United Airlines und Southwest verbrannten aufgrund der Coronakrise 32 Milliarden U.S.-Dollar. Auswirkungen auf die Liquidität hat das scheinbar nicht, denn laut den veröffentlichten Bilanzen schwimmen die „Big Four“ regelrecht im Geld. Rechnet man die liquiden Mittel, die seitens der genannten vier Carrier ausgewiesen werden, so kommt man per 31. Dezember 2020 auf die stolze Summe von 31,5 Milliarden U.S.-Dollar. Laut CNN sind das sogar um 13 Milliarden U.S.-Dollar mehr als per Ende 2019, dem stärksten Jahr in der Geschichte der Zivilluftfahrt. Dazu kommt, dass die vier Carrier zusammengerechnet nicht abgerufene Kreditlinien in der Höhe von 65 Milliarden U.S.-Dollar zur Verfügung haben. Ein Corona-Wunder? Eher nicht, denn die hohe Liquidität ist sprichwörtlich „auf Pump“, denn der Löwenanteil der Mittel wurde auf dem Kapitalmarkt aufgenommen. Das hat zur Folge, dass irgendwann der Fälligkeitstag kommt und das Geld zurückbezahlt werden muss. Die Fluggesellschaften haben Anleihen verkauft, Geld geliehen, ihre Flugzeuge, Vielfliegerprogramme und andere Vermögenswerte verpfändet und sogar zusätzliche Aktien verkauft, was für eine Branche in dieser Position äußerst ungewöhnlich ist. Die Kreditaufnahme hat die Bilanzen der nationalen Fluggesellschaften um rund 40 Milliarden US-Dollar an langfristigen Schulden aufgestockt. Zwar gab es auch finanzielle Unterstützung und Kreditprogramme seitens der U.S.-Regierung, jedoch machen diese angesichts der hohen Schulden, die zum Beispiel auf dem Kapitalmarkt aufgenommen wurden, das Kraut nicht fett. Problematisch ist, dass alle Carrier, ausgenommen Southwest, von Analysten als so genannte Junk-Bonds eingestuft wurden. Das hat zur Folge, dass