Februar 10, 2021

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Februar 10, 2021

Delhi: Lufthansa setzt 103 Flugbegleiter vor die Tür

Die Lufthansa-Crew-Basis in der indischen Hauptstadt Delhi soll defacto geschlossen werden. Der Carrier wird die Verträge mit den meisten dort stationierten Flugbegleitern auflösen. Jene, die bleiben können, sollen Lohnkürzungen einwilligen. Der Kranich-Konzern erklärt dazu gegenüber Aviation Direct: „Aufgrund der schwerwiegenden finanziellen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie bleibt Lufthansa keine andere Wahl als die Fluggesellschaft umzustrukturieren. Dies umfasst personalbezogene Maßnahmen in Deutschland und Europa sowie in wichtigen internationalen Märkten wie Indien.“ Betroffen sind 103 Flugbegleiter, die über befristete Arbeitsverträge verfügen. Jene 32, die unbefristete Kontrakte in den Händen halten, sollen weiterhin beschäftigt werden. Allerdings will Lufthansa an der Lohnschraube drehen, um die Kosten weiter senken zu können. In einem Aviation Direct vorliegenden Rundschreiben schiebt man der Gewerkschaft die Schuld in die Schuhe. So habe man sich mit den Arbeitnehmervertretern darauf geeinigt, dass alle Flugbegleiter für zwei Jahre auf unbezahlten Urlaub geschickt werden, jedoch Lufthansa weiterhin die Sozialversicherungsbeiträge bezahlt hätte. Freiwillige Austritte hätte man mit Abfindungen „belohnt“. Gewerkschaft pochte auf Jobgarantie Die Gewerkschaft dürfte sich dabei aber nicht wirklich mit den Flugbegleitern abgesprochen haben, denn aus dem vorliegenden Rundschreiben geht weiters hervor, dass es Lufthansa „bedauert“, dass die „Gewerkschaft die geleistete Unterschrift am 31. Dezember 2020 zurückgezogen hat“. Anschließende Verhandlungen brachten kein Ziel, denn die Arbeitnehmervertreter pochten auf eine Beschäftigungsgarantie bis mindestens Ende 2024. Lufthansa geht in Indien wie Ryanair vor und setzt fast alle in Delhi stationierten Flugbegleiter vor die Tür. Für die Beschäftigten soll der unbezahlte Urlaub unannehmbar sein, denn während diesem gibt es kein Einkommen. Delhi ist nicht die einzige Crew-Base

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Nächste Panne: BER kämpft mit Temperaturproblemen

Der Flughafen Berlin-Brandenburg kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen heraus: Weil es in der Ende Oktober 2020 eröffneten Haupthalle des Terminals 1 zu kalt ist, wurde die Passagierabfertigung in die seitlichen Anbauten verlegt. Laut Betreibergesellschaft kann die Haupthalle zwar betreten werden, jedoch finden Check-In und Sicherheitskontrollen in den seitlichen Flügeln statt. Der Tagesspiegel berichtet, dass die Temperaturen in den anderen Bereichen zu niedrig sind. In den Anbauten könnte man für das Personal und die Passagiere angenehmere Temperaturen erreichen, so der BER. Hintergrund des kühlen Terminals: Bedingt dadurch, dass nur wenige Reisende ab dem Terminal 1 fliegen, heizt sich dieses nur schleppend auf. Dazu kommt, dass der sich im Keller befindliche Bahnhof kalte Luft in die Haupthalle befördert. An den Bahnsteigen wurden rund 12 Grad gemessen, nahe der Check-in-Schalter des Terminals 1 sollen es 18 Grad Celsius gewesen sein. In den als Pavillons bezeichneten Seitenflügeln will die Betreibergesellschaft am Mittwoch über 20 Grad gemessen haben. In Kürze wird der Betrieb der ehemaligen Schönefeld-Gebäude, die als Terminal 5 bezeichnet werden, eingestellt. Diese sollen für zumindest ein Jahr vom Netz genommen werden, wobei eine mögliche Wiedereröffnung noch ungewiss ist. Das sich neben dem T1 befindliche Terminal 2 ist zwar fertiggestellt, wurde jedoch mangels Passagieraufkommen bis dato nicht eröffnet.

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Air Berlin: Verfassungsrichter lehnen Flöther-Beschwerden ab

Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat Beschwerden des Insolvenzverwalters der Air Berlin zurückgewiesen. Lucas Flöther wollte insgesamt acht Urteile des Bundesarbeitsgericht anfechten. Die Höchstrichter nahmen die Eingaben jedoch nicht an. Hintergrund ist, dass das Bundesarbeitsgericht in verschiedenen Fällen die Massenentlassung der Air-Berlin-Piloten für unwirksam erklärt hat. Die Fluggesellschaft bzw. der Insolvenzverwalter haben – so das Urteil – die gesetzlich notwendige Anzeige bei einer nichtzuständigen Bundesagentur für Arbeit getätigt. Weiters sollen essentiell notwendige Angaben gefehlt haben. Das Bundesarbeitsgericht kippte die Kündigungen. Dagegen zog Flöther in seiner Funktion als Insolvenzverwalter vor das Bundesverfassungsgericht, unterlag jedoch. Welche Auswirkungen die Entscheidung für die betroffenen Piloten hat, ist noch unklar. Es können sich durchaus finanzielle Ansprüche ergeben, da das Dienstverhältnis dejure nie beendet wurde. Allerdings ist im Fall Air Berlin Masseunzulänglichkeit angezeigt. Das könnte zur Folge haben, dass möglicherweise die Finanzmittel nicht ausreichen.

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Russland: Erste ATR-Maschinen registriert

Die Einflottung der ersten beiden ATR72-500 bei der russischen Regionalfluggesellschaft KrasAvia ist ein weiterer Meilenstein für den Hersteller. Zwar handelt es sich um gebrauchte Maschinen, doch wurden erstmals Flugzeuge von ATR ins russische Register eingetragen. KrasAvia modernisiert mit diesen Turbopropmaschinen die in die Jahre gekommene Flotte. Zum Teil kommen Flugzeuge der Typen Antonow An-24 und An-26, die mitunter schon 40 Jahre auf dem Buckel haben. Für den Carrier ist die ATR-Einflottung auch in anderer Hinsicht eine Premiere, denn erstmals betreibt man Muster, die im Ausland hergestellt wurden. „Die Akquisition dieser beiden ATR 72-500 zeigt, dass wir uns immer mehr dafür einsetzen, unsere Flotte zu verbessern und unseren Passagieren ein reibungsloseres Flugerlebnis zu bieten. Dank der Vielseitigkeit des ATR 72-500 und der modernen und geräumigen Kabine werden wir die weiterhin unterstützen Konnektivitätsanforderungen der sibirischen Gemeinden mit höherer Sitzkapazität und höherem Komfortstandard“, so KrasAvia-Chef Andrey Egorov.

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Mallorcas Hoteliers drängen auf Sputnik V

Die Hoteliers auf der Balearen-Insel Mallorca blicken mit immer größerer Sorge auf die bevorstehende Sommersaison 2021. Die Impfungen gehen auch in Spanien nur sehr langsam voran, denn wie in der gesamten Europäischen Union mangelt es an Impfstoff. Das will man nun auf eigene Kosten beheben und das russische Sputnik V kaufen. Die Präsidenten der Hoteliersvereinigung FEHM, Maria Frontera, macht sich laut Mallorca Zeitung Sorgen, dass es den Betrieben gelingen wird bis zum Beginn der Sommersaison das Personal durchzuimpfen. Nun evaluiert man Alternativen, um das Ziel schneller erreichen zu können. Ins Auge hat man dabei den russischen Impfstoff Sputnik V gefasst. Dieser hat noch keine Zulassung in der Europäischen Union, doch beispielsweise drängt auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz darauf, dass dieser angeschafft wird und zum Einsatz kommt. Die Hotelbesitzer Mallorcas verweisen auf Mexiko, wo derzeit Verhandlungen mit der Regierung laufen, die zum Ziel haben sollen, dass die Hoteliers selbst Impfstoffe beschaffen und verimpfen lassen können. Nun fordert auch die Vereinigung auf Mallorca, dass der russische Impfstoff Sputnik V – nach Zulassung in Europa – auch privat für das Personal der touristischen Betriebe angeschafft werden kann. Die Regionalregierung solle in Madrid Druck machen. Die Touristik wäre auf eine möglichst gute Sommersaison angewiesen und könne sich finanziell nicht nochmals einen Ausfall leiten. Frontera meinte: „Wir können es uns nicht erlauben, dass man uns Ende des Sommers impft“. Finanziell würden sich die Hotelbesitzer an den Kosten beteiligen.

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Crif-Bürgel: Reisebranche steht vor einer Pleitewelle

In Deutschland sollen rund 1.800 Unternehmen aus der Reisebranche akut insolvenzgefährdet sein. Die Anzahl der Reiseveranstalter und –büros, die vor der Pleite stehen sollen, ist laut der Wirtschaftsauskunftei Crif-Bürgel um 31 Prozent gestiegen. Der Gesamtanteil der touristischen Unternehmen mit akuten Finanzproblemen soll laut der Analyse bei etwa acht Prozent liegen. Die Auskunftei nahm eigenen Angaben nach die Liquidität von etwa 22.600 Vermittlern und Tour Operators unter die Lupe. Crif-Bürgel rechnet damit, dass der Anteil der insolvenzgefährdeten Betriebe in dieser Branche auf rund zehn Prozent ansteigen wird. Im Jahr 2020 mussten laut der Wirtschaftsauskunftei deutlich mehr Firmen aus dieser Branche den Gang zum Konkursrichter antreten. So stieg die Anzahl der Insolvenzfälle auf 150 an. Im Jahr 2019 sollen es 83 Pleiten gewesen sein.

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Wizz Air plant 45 Ziele ab Dortmund

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air plant ab Dortmund zwischen April und Oktober 2021 insgesamt 45 Ziele in 24 Ländern anzubieten. Auf diesem Airport unterhält der Lowcoster die erste und bislang einzige Basis auf deutschem Boden. „Wir gehen davon aus, dass sich die Anzahl der Ziele im Laufe der nächsten Wochen und Monate noch erhöhen wird. Aber schon jetzt steht Passagieren eine große Vielfalt an Zielen zur Verfügung“, teilt Guido Miletic, Leiter Airport Services und Marketing am Dortmund Airport, mit. „Natürlich wollen wir unseren Fluggästen gerade in diesen Zeiten ein Höchstmaß an Flexibilität ermöglichen“, erläutert Wizz Air Sprecher Andras Rado und verweist auf das kostenpflichtige Flex-Paket, das Umbuchungen und Stornierungen bis zu drei Stunden vor Abflug ermöglicht. Allerdings findet dann keine Rückzahlung statt, sondern die Passagiere erhalten eine Gutschrift. Die geplanten Wizz-Air-Ziele ab Dortmund auf einen Blick: Athen Belgrad Bari Budapest Cluj Catania Fuerteventura Danzig Heraklion Charkiw Iasi Kiew-Schuljany Nis Santorini Reykjavik Chișinău Kattowitz Kutaisi Larnaca Lissabon Lwiw Ohrid Porto Bukarest Saporischschja Pristina Marrakesch-Menara Riga Sibiu Suceva Sarajevo Thessaloniki Skopje Sofia Split Olsztyn-Mazury Podgorica Târgu Mureș Tirana Timișoara Tuzla Varna Wien Vilnius Breslau

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Etihad setzt nur noch geimpftes Personal ein

Golfcarrier Etihad Airways teilte am Mittwoch mit, dass man die weltweit erste Fluggesellschaft ist, die alle Piloten und Flugbegleiter gegen das Coronavirus geimpft hat. Das Medical Center der Airline wird auch weiterhin als Impfzentrum genutzt. Etihad betont, dass das momentan fliegende Personal vollständig durchgeimpft wurde. Jene Piloten und Flugbegleiter, die derzeit nicht eingesetzt werden, haben zum Teil noch nicht beide Dosen erhalten. Das soll in den nächsten Wochen nachgeholt werden. In der Luft sind, so der Golfcarrier, nur geimpfte Personen.

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Rolls-Royce: Triebwerksproduktion geht in „Sommer-Lockdown“

Die Führungsetage berät aktuell über weitere Spar-Maßnahmen. Auch eine 14-tägige Schließung der zivilen Triebwerksproduktion kommt in Betracht. Die Corona-Krise hinterlässt tiefe Spuren in den Finanzen des britischen Unternehmens. Um nicht noch weitere Einbuße hinnehmen zu müssen, verhandelt das Management gerade mit Arbeitnehmervertretungen über mögliche Kostensenkungen. Auch eine zweiwöchige Stilllegung der Produktion wird dabei ins Spiel gebracht. Rolls-Royce erwarte sich daraus, Lohne im zweistelligen Millionen-Bereich sowie laufende Kosten einzusparen. Nur so würde der Flugzeugzulieferer glimpflich durch die Krise kommen, wie das Luftfahrtportal Aero berichtet. Davon betroffen seien nahezu 19.000 Angestellte. „Wir schlagen eine zweiwöchige Betriebsschließung im Sommer vor“, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.

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Israel: Auch Geimpfte benötigen negativen Corona-Test

In Israel gehen die Impfkampagnen so schnell voran wie in kaum einem anderen Land. Doch die Regierung verschärft die Einreise-Regeln. Und hat es jetzt auch auf Geimpfte abgesehen. Denn auch Geimpfte müssen ab Anfang nächster Woche bei der Einreise nachweisen, nicht mit dem Covid-19-Erreger infiziert zu sein. Der entsprechende Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Darüber informierte das zuständige Gesundheitsministerium in der Nach auf Mittwoch. Des Weiteren verlangt die geltende Corona-Verordnung eine neuerliche Testung nach der Ankunft. Fällt auch dieser negativ aus, müssen sich Geimpfte nicht in Quarantäne begeben. Damit werden die ohnehin schon strengen Corona-Bestimmungen ausgeweitet. Seit einigen Tagen hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Flugverkehr nach Israel lahmgelegt und so das Land nahezu komplett von der Außenwelt abgeschottet. In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land hätten bisher rund 3,6 Millionen Menschen eine Erstimpfung erhalten, berichtet der ORF. Davon bekamen etwa 2,2 Millionen auch die zweite Dosis. 

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