Februar 19, 2021

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Februar 19, 2021

Kein Wasser mehr: Memphis stellt Passagierflüge ein

Der U.S.-amerikanische Flughafen Memphis musste am Freitag sämtliche Flüge streichen, da es technische Probleme im Bereich der Wasserversorgung gibt. Ohne Wasser, das insbesondere im Brandfall benötigt werden könnte, darf kein Flugbetrieb durchgeführt werden. Betroffen sind nur Passagierflüge, denn für die Cargo-Verbindungen sollen der enorm schwache Wasserdruck und die Vorräte der Feuerwehr ausreichend sein. Die zuständige Flughafenbehörde bestätigte die Teilsperre des Airports und verwies darauf, dass Flüge mit Passagieren ohne zuverlässige Wasserversorgung nicht durchgeführt werden dürfen. Man habe keinerlei Alternative als temporär nur Frachtflüge zu erlauben. Der Flughafen Memphis leidet seit einigen tagen unter einer enorm launischen Frischwasserversorgung. Der Druck soll zum Teil so niedrig sein, dass für die Feuerwehr und die automatischen Löschsysteme (z.B. Sprinkler) nicht genug zur Verfügung steht und obendrein die ordnungsgemäße Funktion nicht mehr gewährleistet werden kann. Für die Frachtflüge wird im Bedarfsfall auf lokale Notreserven zurückgegriffen.

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Flughafen Stuttgart mit Mehl, Zucker und Backpulver lahmgelegt

Der Flughafen Stuttgart-Echterdingen wurde am Donnerstagabend aus Sicherheitsgründen für mehrere Stunden gesperrt. Die Ursache war nicht gerade alltäglich, denn eine “Backmischung”, die in Form von Zucker, Mehl und Backpulver, verpackt in Flaschen, im Check-In-Bereich gefunden wurde, führte zur vorsorglichen Sperrung des Airports. Beamte der Bundespolizei wurden auf zwei herrenlos herumstehende Behälter aufmerksam und veranlassten nach Rücksprache mit ihren Vorgesetzten die vorsorgliche Sperrung des Airports. Es stellte sich dann heraus, dass diese mit Mehl, Zucker und Backpulver befüllt waren. Bei der akribischen Durchsuchung des Terminals fanden die Beamten doch glatt noch weitere sechs Flaschen in Mülleimern, die ebenfalls mit diesen Lebensmitteln befüllt waren. Zwischenzeitlich konnte auch ausgeforscht werden, dass diese von einem männlichen Passagier hinterlassen wurden. Dem Vernehmen nach soll keine böse Absicht bestanden haben, denn der Reisende hatte angenommen, dass er die Lebensmittel nicht durch die Sicherheitskontrolle hätte mitnehmen dürfen. Ein Irrtum, denn Mehl, Zucker und Backpulver sind ungefährlich und hätten auch einen Sprengstofftest problemlos passiert. Dennoch lösten die harmlose “Backmischung” einen Großeinsatz der Bundespolizei und eine temporäre Sperrung des Flughafens aus. Die Exekutive handelte nach dem Grundsatz “Sicherheit zuerst” und gab nachdem feststand, dass der Inhalt der Behälter völlig harmlos ist, auch Entwarnung. Dennoch wird sich der Mann auf eine Befragung durch die Polizei einstellen müssen. Es wird auch zu den Hintergründen ermittelt. Im schlimmsten Fall kann dem Passagier blühen, dass er die Kosten für die Sperre und den Polizeieinsatz bezahlen muss. Warum der männliche Fluggast mit sechs Flaschen voller Backzutaten gereist ist und diese dann am Airport entsorgt

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Brasilien zieht „CSeries-Beschwerde“ gegen Kanada zurück

Zwischen Boeing und Airbus tobt seit einigen Jahren ein über die Welthandelsorganisation WTO ausgetragener Streit über Subventionen. Auch Bombardier und Embraer lagen sich in den Haaren, doch nun entschied die brasilianische Regierung die Beschwerde gegen Kanada zurückzuziehen. Embraer erklärte in einer ersten Reaktion, dass man die Entscheidung begrüßt und effektivere Wege sieht. Der Flugzeugbauer warf Bombardier vor, dass die kanadische Regierung sowie die Region Quebec illegale Subventionen für das CSeries-Programm geleistet hätten. Dieses wurde zwischenzeitlich an Airbus verkauft und Bombardier zog sich, mit Ausnahme einiger Businessjet-Programme, komplett aus dem Flugzeugbau zurück. Embraer ist der Ansicht, dass Subventionen, die seitens Regierungen gewährt werden, den Wettbewerb verzerren. Im Fall Bombardier haben sich aber die Rahmenbedingungen geändert, denn die CSeries gehört mittlerweile Airbus und ist unter dem Markennamen A220 bekannt. Auch wurde in den Vereinigten Staaten ein Werk errichtet. Der brasilianische Mitbewerber, dessen Zusammenarbeit mit Boeing im Vorjahr geplatzt ist, hält nun die WTO-Beschwerde gegen Kanada für nicht mehr effektiv und begrüßt daher die Entscheidung der Regierung. Nun will man bilateral verhandeln. Das Ziel ist global einheitliche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.

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Buenos Aires reaktiviert Stadtflughafen Jorge Newbery

Mitten in der Coronapandemie wird ein seit rund einem Jahr “stillgelegter” Airport reaktiviert: Am 15. März 2021 soll der Flughafen Buenos Aires-Jorge Newbery wieder in Betrieb gehen. Das innerstädtische Flugfeld ist der zweitwichtigste Airport Argentiniens. Im Jahr 2019 wurde dieser von 11,5 Millionen Reisenden genutzt. Die Regierung ordnete aufgrund der Corona-Pandemie die temporäre Schließung dieses Flughafens an. Die Zeit wurde für eine umfassende Sanierung genutzt. Am 15. März 2021 sollen die Pforten wieder geöffnet werden. Es wird mit einem erhöhten Interesse seitens Lowcostern gerechnet, denn diese wurden im Vorjahr zum Umzug von El Palomar zum Ezeiza Airport gezwungen, da der speziell für Billigflieger vorbehaltene Airport ebenfalls temporär geschlossen wurde. Mittlerweile bewerben zahlreiche Fluggesellschaften, darunter auch Aerolíneas Argentinas, die Wiederaufnahme ihrer Flüge ab Jorge Newbery. Buenos Aires verfügt über drei Verkehrsflughäfen, die für Passagiere relevant sind: Der internationale Flugverkehr wurde vor der Corona-Pandemie überwiegend in Ezeiza abgefertigt. Dieser befindet sich südwestlich der Stadt. Die überwiegende Mehrheit der Inlandsflüge wird ab Jorge Newbery durchgeführt. Dieser Flughafen befindet sich im Stadtteil Palermo direkt am Ufer des Río de la Plata. Der überwiegend von Jetsmart und Flybondi genutzte El Palomar AIrport ist ein Militärflughafen, der erst im Jahr 2018 zur zivilen Nutzung freigegeben wurde. Dieser befindet sich etwa 18 Kilometer westlich von Buenos Aires.

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Indische Vistara neu in Frankfurt am Main

Die indische Fluggesellschaft Vistara bedient seit Donnerstag zwei wöchentliche Rotationen zwischen dem indischen Delhi und Frankfurt am Main. Es handelt sich erst um das zweite Ziel, das der Carrier in Europa ansteuert. Die Aufnahme erfolgte gegen den Trend: Mitten in der Corona-Pandemie. Vistara setzt auf der Frankfurt-Strecke Langstreckenjets des Typs Boeing 787-9 ein. Derzeit werden die Flüge jeweils an den Verkehrstagen Donnerstag und Samstag angeboten. Firmenchef Leslie Thng sagte, dass die Aufnahme der Frankfurt-Route in “weiterer wichtiger Schritt” hinsichtlich des Ausbaus des Netzwerks ist. Der breiten Öffentlichkeit stehen die neuen Frankfurt-Delhi-Flüge aber noch nicht offen, denn die Route wird derzeit unter dem Safe-Corridor-Abkommen zwischen Deutschland und Indien bedient. Das bedeutet, dass nur Personen, die die beiderseitigen Bedingungen erfüllen können und – falls erforderlich – ein Visum vorweisen können, mitfliegen dürfen. Kooperationspartner von Vistara in Deutschland ist Lufthansa.

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Swiss bestellt neuen Cargo-Chef

Per 1. April 2021 bestellt Swiss mit Lorenzo Stoll einen neuen Leiter für den Bereich Swiss World Cargo. Er folgt auf Ashwin Bhat, der in der Funktion des Chief Commercial Officers zu Lufthansa Cargo wechseln wird. Stoll war bislang für die Westschweiz und den Swiss-Standort Genf zuständig. In seiner neuen Funktion berichtet er an Chief Financial Officer Markus Binkert. Bhat tritt seinen neuen Posten bei Lufthansa Cargo am 1. März 2021 an. “Ich freue mich sehr, dass wir mit Lorenzo Stoll einen versierten Experten aus den eigenen Reihen gewinnen konnten. Er hat massgeblich zum Erfolg des Standorts Genf und zur Positionierung von SWISS als Premiumcarrier beigetragen. Ich bin überzeugt, dass er mit seiner grossen Erfahrung im Kommerz-, Konsumgüter- und Aviatikbereich unsere Luftfrachtdivision genauso erfolgreich weiterentwickeln wird und wünsche ihm für seine neue Funktion viel Erfolg und Freude”, so Markus Binkert. Die Position des Genf-Leiters soll nachbesetzt werden. Die Suche nach einem geeigneten Manager läuft derzeit.

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Air Serbia flottet letzte Aviolet-B737 aus

Die Fluggesellschaft Air Serbia beendet laut lokalen Medienberichten der letzten verbliebenen Exemplare des Typs Boeing 737-300. Diese wurden zuletzt unter der Charter-Marke Aviolet betrieben. Eigentlich war die Ausflottung erst gegen Jahresende vorgesehen. “Der Ausstieg des Flugzeugs B737 aus der nationalen Fluggesellschaft war ursprünglich für Ende dieses Jahres geplant. Eine kleine Anzahl verfügbarer Zyklen blieb in beiden operativen Flugzeugen und der Rückgang des Verkehrsaufkommens beschleunigte die Entscheidung, sie zurückzuziehen”, so ein Sprecher von Air Serbia. Betroffen sind die Maschinen mit den Registrierungen YU-AND, YU-ANI und YU-ANK. Diese wurden in den 1980er Jahren an den Vorgänger JAT ausgeliefert und befinden sich im Eigentum von Air Serbia. In Zukunft will man sich auf den Betrieb von Maschinen der Hersteller Airbus und ATR fokussieren. Bedingt durch die Stilllegung der letzten Flugzeuge, die unter dem Brand Aviolet betrieben wurden, steht auch die Fortführung dieses Brands zur Debatte. Es handelt sich um eine Abteilung von Air Serbia und keine eigenständige Fluggesellschaft.

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Gegen den Trend: Emirates will A380 bis 2035 fliegen

Die Corona-Pandemie beschleunigte einen seit einiger Zeit schleichenden Trend: Fluggesellschaften trennen sich von Flugzeugen, die über mehr als zwei Triebwerke verfügen. Besonders hart trifft es die meist noch jungen Airbus A380. Emirates-Chef Tim Clark will bis etwa 2035 am Superjumbo festhalten. Dieser Golfcarrier ist der weltweit größte Betreiber dieses Musters und sieht noch kein geeignetes Nachfolgemuster in Sicht. Zwar beabsichtigt Emirates in Zukunft verstärkt auf die Boeing 777-9 zu setzen, doch die Erstauslieferung verschiebt sich mindestens in das Jahr 2024. Während der CAPA-Konferenz, die aufgrund der Corona-Pandemie virtuell abgehalten wurde, meinte Clark, dass die A380-Maschinen bei Emirates noch bis etwa 2035 im Einsatz sein werden. Damit fliegt der Carrier gegen den Trend, denn Mitbewerber wie Qatar Airways, Air France und Lufthansa gehen davon aus, dass die Superjumbos in ihren Flotten kein Comeback mehr haben werden. Tim Clark ist davon überzeugt, dass es in den nächsten Jahren signifikante Weiterentwicklungen auf Seiten der Hersteller geben wird. Bis 2035 werde man noch effizientere Flugzeuge und gegebenenfalls auch alternative Antriebe zur Verfügung haben. Bis dahin wäre der A380 ein für die Bedürfnisse von Emirates ausgezeichnetes Flugzeug.

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Ab Dienstag nur noch Corona-Impfungen im BER-Terminal 5

Am 22. Feber 2021 wird das BER-Terminal 5 vorerst letztmalig für die Abfertigung von Passagieren genutzt. Die ehemaligen Schönefeld-Gebäude sollen für zunächst ein Jahr vom Netz gehen. Danach will die Geschäftsleitung erneut darüber entscheiden, ob die Kapazitäten benötigt werden. Da das Terminal 2 bis dato nicht eröffnet wurde, konzentriert die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH den Flugverkehr auf das Terminal 1. Dadurch sollen rund 25 Millionen Euro eingespart werden. Der öffentliche Nahverkehr soll jedoch fortgeführt werden, da im Gebäude M des Terminals 5 ein Impfzentrum eingerichtet wurde. „Der Flughafen SXF hat uns bislang sehr gute Dienste erwiesen. Mit der Eröffnung des BER wurden die Flughafengebäude K, L, M und Q als Terminal 5 voll in den BER-Betrieb integriert. Vor der Inbetriebnahme des BER haben wir in die Modernisierung der Ausstattung des Terminal 5 investiert, weil wir mit den Abfertigungskapazitäten noch für das gesamte Jahrzehnt bis etwa 2030 planen. Den Schlummerbetrieb ab März 2021 haben wir so organisiert, dass wir die Kapazitäten bei Bedarf innerhalb weniger Wochen wieder ans Netz bringen können. Deshalb sagen wir zum Terminal 5 weder Tschüss noch Danke, sondern auf Wiedersehen”, so BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup.

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Flughafen München: Briefbombe im DHL-Verteilzentrum gefunden

Nach dem Briefbomben-Anschlag in der Zentrale des Lebensmittel-Discounters Lidl im deutschen Neckarsulm haben die deutschen Behörden den Post- und Paketverkehr unter die Lupe genommen – mit Erfolg: Im DHL-Verteilzentrum Flughafen München wurde eine verdächtige Sendung abgefangen. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg teilten mit, dass es sich um einen nicht näher genannten Lebensmittelhersteller adressierte Postsendung handelte. Diese wurde in der Nacht auf Donnerstag durch Sprengstoffexperten unschädlich gemacht. in diesem Zusammenhang kam es zu einer engen Zusammenarbeit mit der bayerischen Exekutive. Ob ein Zusammenhang mit dem Briefbomben-Anschlag bei Lidl besteht, ist noch unklar. Jedenfalls werden Brief- und Paketsendungen derzeit genauer unter die Lupe genommen, da es noch einen weiteren Fall gibt, in dem eine mit einem Sprengsatz versehene Sendung an einen Getränkehersteller adressiert war. Bei dieser verletzte sich am Dienstag ein Mitarbeiter. Auch am Mittwoch bei Lidl gab es Verletzte. Die Staatsanwaltschaft gab keine Auskunft darüber wie das schädliche Paket im DHL-Verteilzentrum am Flughafen München identifiziert werden konnte. Lediglich sagte man, dass die Sendung “herausgefischt” und entschärft wurde. Die Ermittlungen nach dem Verursacher laufen auf Hochtouren. Das Motiv ist noch vollkommen unklar.

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